{"id":13706,"date":"2010-05-30T00:00:00","date_gmt":"2010-05-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13706"},"modified":"2012-07-02T18:48:03","modified_gmt":"2012-07-02T16:48:03","slug":"13706","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/05\/13706\/","title":{"rendered":"Italien: ControCorrente wendet sich dem CWI zu"},"content":{"rendered":"<p>  Ein wichtiger Schritt f&#252;r den Marxismus in Italien<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Ein Wochenende, das gespickt war mit Debatten &#252;ber die Perspektiven f&#252;r   die Linke &#8211; in Italien und in Europa. Und das vor dem Hintergrund der   internationalen kapitalistischen Krise.<\/p>\n<h4>  Bericht auf der Homepage von <a href=\"http:\/\/www.controcorrentesinistraprc.org\">Controcorrente<\/a><\/h4>\n<p>  Die Redaktion von Socialistworld.net freut sich sehr, die &#220;bersetzung   eines Artikels ver&#246;ffentlichen zu d&#252;rfen, der diesen Montag auf der   Website von ControCorrente erschien. Die GenossInnen von ControCorrente   sind in der PRC (Partei der Kommunistischen Neugr&#252;ndung) und der   Gewerkschaft CGIL aktiv. Nun stellen sie sich der Herausorderung, welche   Schritte jetzt notwendiger Weise unternommen werden m&#252;ssen. Mit dem   Komitee f&#252;r eine Arbeiterinternationale (Committee for a Workers&#8217;   International, CWI) wurden seit einiger Zeit viele Themenkomplexe   gemeinsam er&#246;rtert. Bei seiner Konferenz letzten Samstag entschied die   Vereinigung Controcorrente einstimmig, ihre politische Solidarit&#228;t mit   dem CWI zu bekunden.<\/p>\n<p>  Der Besuch von Peter Taaffe, Sekret&#228;r der Socialist Party in England und   Wales, und Clare Doyle vom Internationalen Sekretariat des CWI   (Committee for a Workers&#8217; International, Komitee f&#252;r eine   Arbeiterinternationale) in Ligurien umfasste die Teilnahme an mehreren   Veranstaltungen. Am Freitag, 14. Mai, und Sonntag, 16. Mai, fanden zwei   &#246;ffentliche Treffen unter dem Titel: &#8222;F&#252;r eine Linke der Ratsherren oder   eine Linke der ArbeiterInnen? &#8211; Ein Problem mit internationaler   Bedeutung?&#8220; statt. Rund 50 Personen besuchten die erste und gut 20 die   zweite Veranstaltung, die in Genua bzw. Savona stattfanden.<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/italia1.jpg\">  <\/p>\n<p>  Das Publikum war zwar nicht zahlreich (aber f&#252;r Zeiten wie diese auch   nicht wenig), es handelte sich aber um eine gute Mischung. Darunter   waren ArbeiterInnen und Betriebsr&#228;te von Ericsson, Fincantieri   (Werften), Navalimpianti, Datasiel, Eurocontrol, Bombardier   (Maschinenbau), von AMT, AMIU, ASTER und ASEF (ehem. st&#228;dtisch), aus dem   Bildungs- und Hochschulbereich sowie f&#252;hrende K&#246;pfe von CGIL, RDB und   COBAS und ebenfalls einige VertreterInnen anderer linker Organisationen.<\/p>\n<p>  <i>&#8222;In Italien&#8220;<\/i>, so Marco Veruggio, Landessprecher von   ControCorrente, <i>&#8222;gibt es ein gro&#223;es Vakuum in der politischen   Vertretung der Arbeitswelt, und deshalb k&#246;nnen sich die Lega Nord und   rechtsextreme Gruppierungen gesund sto&#223;en. Dabei handelt es sich jedoch   nicht allein um ein italienisches Problem.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>  <i>&#8222;Beim j&#252;ngsten Gewerkschaftskongress von CGIL, fanden sich in der Tat   alle, die den Alternativantrag zu dem der F&#252;hrung unterst&#252;tzten, ohne   jede politische Unterst&#252;tzung wieder&#8220;<\/i>, f&#252;gte Antongiulio   Mannoni, Genueser CGIL-Sekret&#228;r und Sprecher der (oppositionellen)   Bewegung Moccia-Rinaldini, hinzu.<\/p>\n<h4>  Neue Massenparteien der ArbeiterInnen<\/h4>\n<p>  Peter Taaffe erkl&#228;rte, wie die Socialist Party (Mitglied im CWI) in   Gro&#223;britannien dieses Vakuum durch die Zusammenarbeit mit der 80.000   Mitglieder z&#228;hlenden Transportarbeitergewerkschaft RMT, der Vereinigung   der Justizbediensteten und anderen Gewerkschaftsorganisationen aus dem   Bereich &#246;ffentlicher Dienst, der Lokalverwaltung, von Feuerwehren und   politischen Organisationen wie der Communist Party (zumindestens am   Anfang) sowie anderen SozialistInnen zu f&#252;llen versuchte, um zun&#228;chst   die Liste &#8222;NO2EU&#8220; und dann die &#8222;TUSC&#8220; (Trade Unionist and Socialist   Coalition; Gewerkschaftlich-sozialistisches Wahlb&#252;ndnis) als zwei   B&#252;ndnisse links von der sozialdemokratischen Labour Party zu gr&#252;nden und   damit sowohl bei den Europawahlen 2009 wie auch bei den j&#252;ngsten   britischen Parlamentswahlen anzutreten.<\/p>\n<p>  &#8222;<i>Viele ArbeiterInnen in England haben das Gef&#252;hl, dass die   Niederlage von New Labour diese wieder nach links treiben wird&#8220;<\/i>,   erkl&#228;rte Peter. <i>&#8222;Aber dazu wird es nicht kommen.&#8220;<\/i>   Es sei kein Zufall, dass der aussichtsreichste Nachfolgekandidat von   Gordon Brown, David Milliband, einer der engsten Verb&#252;ndeten von Tony   Blair, ist.<\/p>\n<p>  <i>&#8222;Deshalb&#8220;<\/i>, fuhr er fort, <i>&#8222;ist es notwendig, die   Arbeit f&#252;r den Aufbau einer neuen Massenpartei fortzusetzen, die f&#252;r die   ArbeiterInnen eine Alternative zur Labour Party darstellt&#8220;.<\/i><\/p>\n<p>  <i>&#8222;Die Frage nach einer Alternative zu den Mitte-Links-Parteien, die   nur noch weiter nach rechts gegangen sind&#8220;<\/i>, sagte Clare Doyle,   &#8222;steht auch in anderen L&#228;ndern im Raum.&quot; Dort gibt es Formationen, in   denen das CWI eingreift, wie etwa in der Neuen Antikapitalistischen   Partei in Frankreich, Der Linken in Deutschland und SYRIZA, der linken   Vereinigung in Griechenland, zu der auch Xekinima, die CWI-Sektion in   Griechenland, geh&#246;rt.<\/p>\n<p>  <i>&#8222;Zum jetzigen Zeitpunkt, da schwere Klassenk&#228;mpfe stattfinden&#8220;<\/i>,   sagte sie, &#8222;k&#246;nnte SYRIZA rasch wachsen und gro&#223;en Einfluss auf die   K&#228;mpfe zur Transformation der Gesellschaft in Griechenland haben, w&#252;rde   man ein sozialistisches Programm zum Kampf gegen die Auswirkungen der   Krise und gegen die Sparprogramme Papandreous aufstellen.&#8220;<\/p>\n<p>  Eine weitere aufgeworfene Frage war die der Koordinierung der K&#228;mpfe der   ArbeiterInnen in Europa. Joe Higgins, MdEP f&#252;r die Socialist Party in   Irland, spielt eine entscheidende Rolle dabei, die Linke Fraktion (GUE)   zur Unterst&#252;tzung von Solidarit&#228;tsaktionen von ArbeiterInnen in ganz   Europa zu bringen, die von der Krise getroffen sind. Im Juni gibt es   eine weitere und gr&#246;&#223;ere Initiative zur Organisierung der Solidarit&#228;t   mit der Bewegung in Griechenland. In Spanien spricht der Vorsitzende der   UGT, der traditionell mit der Sozialdemokratie verb&#252;ndeten   Dachgewerkschaft, davon, mit der (regierenden) PSOE zu brechen, seit   Zapatero eine f&#252;nfprozentige Lohnk&#252;rzung f&#252;r den &#246;ffentlichen Dienst   ank&#252;ndigte. F&#252;r den 2. Juni wurde zusammen mit den Arbeiterkommissionen   CC.OO, die der &#8222;Kommunistischen Partei&#8220; nahe stehen, zum Generalstreik   im &#246;ffentlichen Dienst aufgerufen. Das CWI arbeitet daran, dass an   diesem Tag auch in Portugal und Griechenland gro&#223;e Mobilisierungen und   Streiks ausgerufen werden.<\/p>\n<h4>  ControCorrente und das CWI<\/h4>\n<p>  Am Samstag, 15. Mai, fand die Landesversammlung der Vereinigung   ControCorrente mit insgesamt rund 25 GenossInnen statt. Das Treffen   dr&#252;ckte die volle Zustimmung mit der Analyse und Arbeit des CWI sowie   die Absicht aus, die Beziehungen zwischen den beiden Organisationen zu   verfestigen. Am Ende des Treffens wurde ein neuer Landesvorstand   gew&#228;hlt. Dieser besteht aus: M. Armellin (Region Venetien), A. Ghaderi   (Abruzzen), P. Granchelli (Lombardai), L. Minghetti (Piemont), C.   Dicembre und C. Thomas (Emilia), M. Veruggio (Ligurien) und F. Nigro   (Schatzmeister).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Ein wichtiger Schritt f&#252;r den Marxismus in Italien\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[102,44],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13706"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13706\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}