{"id":13664,"date":"2010-05-07T00:00:00","date_gmt":"2010-05-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13664"},"modified":"2012-05-15T15:00:18","modified_gmt":"2012-05-15T13:00:18","slug":"13664","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/05\/13664\/","title":{"rendered":"R&#252;ttgers stoppen!"},"content":{"rendered":"<p>  Landtagswahl in NRW: Wie k&#246;nnen grundlegende Ver&#228;nderungen erreicht   werden?<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Unter CDU-Ministerpr&#228;sident J&#252;rgen R&#252;ttgers, dem selbsternannten   &quot;Arbeiterf&#252;hrer&quot;, z&#228;hlt Nordrhein-Westfalen heute 1,6 Millionen   Hartz-IV-Empf&#228;ngerInnen. Eine halbe Million Kinder leben hier in Armut.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Claus Ludwig, K&#246;ln<\/i><\/h4>\n<p>  Mit Blick auf die Abwanderung des Bochumer Nokia-Werks nach Rum&#228;nien   t&#246;nte R&#252;ttgers im August 2009 in Duisburg: &quot;Und im Unterschied zu den   Arbeitnehmern im Ruhrgebiet kommen die in Rum&#228;nien nicht morgens um   sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da. Sondern sie   kommen und gehen, wann sie wollen, und sie wissen nicht, was sie tun.&quot;   Ein Ausrutscher? Nein, R&#252;ttgers geh&#246;rt zu der Kategorie von   CDU-Politikern wie Roland Koch, die ganz gezielt Rassismus sch&#252;ren, um   davon abzulenken, dass sie es nicht wagen, mit den Kapitaleignern wie   von Nokia den Konflikt zu suchen.<\/p>\n<p>  R&#252;ttgers steht nicht nur f&#252;r Rassismus, sondern setzt auch auf   Repression. In einem Regierungspapier k&#252;ndigte er an, &quot;Angstr&#228;ume&quot;, wie   Bahnh&#246;fe, durch mehr Video&#252;berwachung zu verringern. Dabei sind es die   etablierten Parteien, die mit ihrer Politik erst &quot;Angstr&#228;ume&quot; schaffen &#8211;   wenn sie in den Kommunen bei Stra&#223;enbeleuchtung, &#214;PNV-Personal,   Jugendzentren und Frauenh&#228;usern den Rotstift ansetzen.<\/p>\n<p>  R&#252;ttgers ist ein willf&#228;hriger Diener des Kapitals. K&#252;rzlich wurde zudem   bekannt, dass ein Unternehmen 2005 seinen Wahlkampf mit 10.000 Euro   unterst&#252;tzte und dies auch noch als Betriebskosten verbuchen konnte.<\/p>\n<h4>  LINKE w&#228;hlen<\/h4>\n<p>  Am 9. Mai bietet sich die Chance, R&#252;ttgers und seine schwarz-gelbe   Koalition endlich abzustrafen. An diesem Tag hei&#223;t es, das Kreuz bei der   LINKEN zu machen. Denn nur eine Stimme f&#252;r die Linkspartei ist eine   sichere Stimme gegen J&#252;rgen R&#252;ttgers und seine Politik. Schlie&#223;lich   koalieren die beiden Oppositionsparteien im D&#252;sseldorfer Landtag in   anderen Bundesl&#228;ndern und in manchen St&#228;dten munter mit CDU oder FDP.   Dazu kommt, dass SPD und Gr&#252;ne &#252;berall, wo sie an Regierungen beteiligt   sind, ebenfalls Arbeitspl&#228;tze streichen, Geb&#252;hren erh&#246;hen und   &#246;ffentliche Einrichtungen privatisieren.<\/p>\n<h4>  F&#252;r eine andere Regierung? Eine andere Politik ist n&#246;tig!<\/h4>\n<p>  In den Meinungsumfragen und in den Talk-Shows dreht sich in diesen Tagen   alles nur um eine Frage: Welche Regierung ist m&#246;glich, welche Koalition   gewollt? Bleibt Schwarz-Gelb, kommt Schwarz-Gr&#252;n, Rot-Gr&#252;n oder   Rot-Rot-Gr&#252;n? An diesen wahlarithmetischen Spielchen sollte sich DIE   LINKE nicht beteiligen. Jede Debatte sollte von den KandidatInnen der   Linkspartei genutzt werden, um klar zu machen: Es geht nicht um eine   andere Regierung, es geht um eine fundamental andere Politik.<\/p>\n<p>  Seit Jahr und Tag erkl&#228;ren uns alle etablierten Parteien vor der Wahl,   dass sie Arbeitspl&#228;tze schaffen, L&#246;hne erh&#246;hen und die Umweltzerst&#246;rung   stoppen wollen. Was passiert nach jeder Wahl, ganz gleich ob SPD, Gr&#252;ne,   FDP oder Union ans Ruder kommen? Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, das   Lohnniveau ab und die Zerst&#246;rung der Umwelt schreitet weiter voran. Das   hat nichts mit Dummheit zu tun. Das hat System. Und dieses System hei&#223;t   Kapitalismus. Entweder man akzeptiert es, akzeptiert die Profitlogik und   beugt sich dem Druck der Konzerne &#150; oder r&#252;ckt konsequent die Interessen   der breiten Masse der Bev&#246;lkerung und die Bed&#252;rfnisse der Umwelt ins   Zentrum.<\/p>\n<h4>  Forderungen der LINKEN<\/h4>\n<p>  In den verbleibenden Wahlkampftagen sollte die Linkspartei jede   Gelegenheit nutzen, ihre Forderungen aus dem im November beschlossenen   Wahlprogramm offensiv vorzubringen: F&#252;r die sofortige Abschaffung der   Studiengeb&#252;hren! Schluss mit Ein-Euro-Jobs, f&#252;r eine radikale Verk&#252;rzung   der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden ohne Lohnverlust! Schluss mit der   Zitterpartie f&#252;r die Opelaner, f&#252;r die &#220;bernahme von Opel in &#246;ffentliche   Hand! F&#252;r die &#220;berf&#252;hrung von RWE und E.ON in &#246;ffentliches Eigentum   unter demokratischer Kontrolle!<\/p>\n<p>  Und: Ver&#228;nderungen sind m&#246;glich, auch unabh&#228;ngig von der   Regierungsbildung. Das hat Hessen 2008 gezeigt, als Linkspartei, SPD und   Gr&#252;ne nach der dortigen Landtagswahl die Studiengeb&#252;hren abschafften.   Hessen hat aber auch gezeigt, dass solche und andere Verbesserungen   enormen Druck voraussetzen. So waren dort monatelang Bildungsproteste   auf die Beine gestellt wurden.<\/p>\n<h4>  R&#252;ttgers abw&#228;hlen &#8211; und dann?<\/h4>\n<p>  KandidatInnen der LINKEN sollten in die Offensive gehen und im Wahlkampf   SPD und Gr&#252;ne herausfordern: Seid ihr f&#252;r oder gegen Studiengeb&#252;hren?   Seid ihr f&#252;r oder gegen die Verstaatlichung von Opel? Und falls ihr   Studiengeb&#252;hren ablehnen solltet, seid ihr dann auch bereit, sofort nach   der Wahl im Landtag gemeinsam mit uns gegen Studiengeb&#252;hren zu votieren?<\/p>\n<p>  Nat&#252;rlich kann uns nicht egal sein, ob R&#252;ttgers im Amt bleibt oder   nicht. Aber auch hier sollte DIE LINKE erkl&#228;ren: An uns scheitert die   Abwahl von R&#252;ttgers nicht. Wir stehen einem Wechsel nicht im Wege. Wir   sind bereit, die SPD-Kandidatin Hannelore Kraft zur Ministerpr&#228;sidentin   zu w&#228;hlen.<\/p>\n<p>  Wozu wir aber nicht bereit sind, ist als Steigb&#252;gelhalter daf&#252;r zu   dienen, dass sich die Regierung, aber nicht die Politik &#228;ndert.   Tagt&#228;glich zeigen uns die Hartz-IV-Parteien SPD und Gr&#252;ne, dass sie   ihren Frieden mit dem Kapitalismus geschlossen haben. Diesen Weg darf   DIE LINKE nicht mitgehen, dann macht sie sich &#252;berfl&#252;ssig. Darum sollte   die NRW-LINKE f&#252;r Einzelfallentscheidungen im Landtag eintreten, f&#252;r   jede echte Verbesserung stimmen, sich aber auf keine krummen Gesch&#228;fte   einlassen und vor allem das Engagement beim Aufbau der Protestbewegung   nicht nur beibehalten, sondern noch massiv steigern &#8211; um so weiter   wachsen und ihren Einfluss weiter st&#228;rken zu k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  <i>Claus Ludwig ist Mitglied des Rates K&#246;ln f&#252;r DIE LINKE<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Landtagswahl in NRW: Wie k&#246;nnen grundlegende Ver&#228;nderungen erreicht<br \/>\n      werden?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,25],"tags":[225],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13664"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13664"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13664\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}