{"id":13648,"date":"2010-04-23T16:16:00","date_gmt":"2010-04-23T16:16:00","guid":{"rendered":".\/?p=13648"},"modified":"2010-04-23T16:16:00","modified_gmt":"2010-04-23T16:16:00","slug":"13648","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/04\/13648\/","title":{"rendered":"IG Metall Berlin: Kollegen der &#8222;Alternative&#8220; droht Ausschluss"},"content":{"rendered":"<p>  Solidarit&#228;tskampagne von Gewerkschaften und linken Betriebsr&#228;ten   gestartet<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  In der Berliner IG Metall soll ein Untersuchungsverfahren gegen die   Kandidaten der &#187;Alternative&#171; im Daimler-Werk Marienfelde eingeleitet   werden. Das geht aus einem Flugblatt der   IG-Metall-Vertrauensk&#246;rperleitung des Betriebs hervor. Die in der Gruppe   &#187;Alternative&#171; zusammengeschlossenen Kritiker der Betriebsratspolitik &#8211;   viele von ihnen langj&#228;hrige Mitglieder und Funktion&#228;re der IG Metall &#8211;   hatten bei der Wahl zur Besch&#228;ftigtenvertretung auf einer eigenen Liste   kandidiert. Ein Solidarit&#228;tskreis Berliner Gewerkschafter sowie linke   Betriebsr&#228;te aus verschiedenen Daimler-Standorten wollen den drohenden   Ausschlu&#223; durch &#246;ffentlichen Protest verhindern.<\/p>\n<h4>  <i>von Karl Neumann<\/i><\/h4>\n<p>  Mehr als 30 Gewerkschaftsaktivisten aus verschiedenen Betrieben haben   sich am Dienstag getroffen und einen Solidarit&#228;tskreis gegr&#252;ndet. Einer   von ihnen ist H&#252;seyin Akyurt, Leiter des IG-Metall-Vertrauensk&#246;rpers   (VK) im Berliner Bosch-Siemens-Hausger&#228;tewerk (BSH). &#187;Das Verfahren   weckt ungute Erinnerungen an die 70er Jahre, als linke Kritiker mit   Funktionsverboten und Ausschl&#252;ssen aus der Gewerkschaft ausgegrenzt   wurden. Ich halte das grunds&#228;tzlich f&#252;r den falschen Weg&#171;, begr&#252;ndete   Akyurt sein Engagement am Mittwoch auf jW-Nachfrage. &#187;In einer   Einheitsgewerkschaft mu&#223; gew&#228;hrleistet sein, da&#223; jeder seine Meinung   frei &#228;u&#223;ern kann. Das beinhaltet auch das Recht, zu Betriebsratswahlen   mit einer eigenen Liste anzutreten.&#171; Die Listenwahl sei nicht Ursache,   sondern lediglich Ausdruck einer Spaltung unter den Gewerkschaftern im   Werk, betonte er.<\/p>\n<p>  Tats&#228;chlich war der Betriebsratswahlkampf nicht der Beginn, sondern nur   der vorl&#228;ufige H&#246;hepunkt einer seit Jahren schwelenden   Auseinandersetzung. Immer wieder hatten die &#187;Alternative&#171;-Unterst&#252;tzer   erfolglos gegen die Politik des Komanagements protestiert, sowohl   &#246;ffentlich als auch im VK und Betriebsrat. Im Zuge der   Auseinandersetzung um die Einf&#252;hrung des neuen Entgeltsystems ERA   reichte die Gruppe gar 850 Unterschriften von Besch&#228;ftigten f&#252;r eine   au&#223;erordentliche Betriebsversammlung ein. Doch im Widerspruch zum   Betriebsverfassungsgesetz ignorierte die Betriebsratsspitze die   Aufforderung. Bei der Wahl selbst bekam sie daf&#252;r die Quittung: F&#252;nf der   21 Betriebsratsmandate gingen an die &#187;Alternative&#171;, ein weiteres an eine   andere oppositionelle Liste.<\/p>\n<p>  Am kommenden Dienstag will der Berliner Ortsvorstand formell &#252;ber die   Einleitung eines Untersuchungsverfahrens entscheiden. Noch vorher wird   der Solidarit&#228;tskreis damit beginnen, Unterschriften dagegen zu sammeln   und Flugbl&#228;tter zu verteilen. Dabei kann er auch auf die Unterst&#252;tzung   von Gewerkschaftern und Betriebsr&#228;ten anderer Daimler-Standorte z&#228;hlen,   die sich ebenfalls gegen drohende Ausschl&#252;sse in Sindelfingen, Kassel   und anderswo wehren. In einer Resolution, f&#252;r die bundesweit   Unterzeichner gesucht werden sollen, hei&#223;t es: &#187;Das Ausgrenzen von   Positionen und Str&#246;mungen (&#8230;) verhindert die aktive Einbeziehung der   Kollegen, schw&#228;cht die Mobilisierungsf&#228;higkeit und die   Durchsetzungskraft der IG Metall. Deshalb fordern wir die sofortige   Einstellung der Ausschlu&#223;verfahren!&#171;<\/p>\n<p>  <b>Die Unterschriftenliste ist <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/auto\/dc\/allg\/ausschlussverfahren_2010.pdf\">hier<\/a>   herunterzuladen. <\/b><\/p>\n<p>  <b><a href=\"http:\/\/www.alternative-berlin.de\">www.alternative-berlin.de<\/a><\/b><\/p>\n<h5>  Der Artikel erschien erstmals in der Tageszeitung junge Welt vom   23.4.2010<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Solidarit&#228;tskampagne von Gewerkschaften und linken Betriebsr&#228;ten<br \/>\n      gestartet\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13648"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13648\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}