{"id":13629,"date":"2010-03-31T00:00:00","date_gmt":"2010-03-31T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13629"},"modified":"2010-03-31T00:00:00","modified_gmt":"2010-03-31T00:00:00","slug":"13629","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/03\/13629\/","title":{"rendered":"Von intelligentem Wachstum und flexiblen Gefechtstruppen"},"content":{"rendered":"<p>  Im Europaparlament ohne Illusionen in den Parlamentarismus<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Ich bin auf dem Weg zu Joe Higgins&quot; B&#252;ro. Ich warte auf den Aufzug, der   mich in die siebte Etage des Altiero Spinelli Geb&#228;udes bringen soll und   studiere die Aush&#228;nge, die mit Tesafilm an den Aufzugt&#252;ren angebracht   wurden. Am 24. M&#228;rz ist scheinbar internationaler &quot;Gelato&quot;-Tag   (Eiscreme-Tag). Zu dieser Gelegenheit l&#228;dt die europ&#228;ische Eiscremeliga   zu einer Pressekonferenz und anschlie&#223;endem Eisprobieren ein.<\/p>\n<h4>  <i>von Tanja Niemeier<\/i><\/h4>\n<p>  Die Vielfalt der Lobbygruppen &#252;berrascht mich immer wieder aufs Neue.   Ihre offene und verdeckte Pr&#228;senz ist nicht wegzudenken aus dem   Europ&#228;ischen Parlament. Aber es h&#228;tte schlimmer kommen k&#246;nnen als   Eiscreme, denke ich mir w&#228;hrend mein Auge auf ein anderes Plakat f&#228;llt.   &quot;Protection of the work-free Sunday&quot; hei&#223;t es da; &quot;Schutz des   arbeitsfreien Sonntags&quot;, eine breite Initiative von   Europaparlamentsabgeordneten der Gruppe der &quot;Europ&#228;ischen Volksparteien&quot;   (EVP), der Sozialdemokraten, den Kirchen, dem DGB, dem EGB und vielen   anderen. Jo&#235;lle Milquet, die belgische Arbeitsministerin und Mitglied   der Christendemokraten soll die Er&#246;ffnungsrede halten. So weit ist es   also gekommen. Mir ist durchaus bewusst, dass Sonntagsarbeit f&#252;r viele   Menschen bereits bittere Realit&#228;t ist; ich erinnere mich aber noch sehr   gut an gewerkschaftliche Kampagnen auf Plakate, auf denen ein kleiner   Junge fordert &quot;Samstags geh&#246;ren Vati und Mutti mir&quot;. Wir erleben die   tiefste Krise der Nachkriegszeit und statt energisch f&#252;r eine Verk&#252;rzung   der Arbeitszeit einzutreten, entscheiden sich die sogenannten   politischen Vertreter des Arbeitnehmerfl&#252;gels in Kollaboration mit der   Gewerkschaftsspitze f&#252;r die Politik der kleinen Schritte. Das macht mich   w&#252;tend. Der Aufzug kommt.<\/p>\n<p>  Joe unterschreibt die &#196;nderungsantr&#228;ge zur Stellungnahme eines   EVP-Abgeordneten zu den Millennium Entwicklungszielen. Fristgerecht   werden alle Dokumente an das Ausschuss Sekretariat gefaxt und gemailt.<\/p>\n<h4>  Ausschussarbeit<\/h4>\n<p>  Der Entwicklungsausschuss hat den Internationalen Handelsausschuss   diesbez&#252;glich um eine Stellungnahme gebeten. Das ist ein fester   Bestandteil des Procedere im Europ&#228;ischen Parlament. Der eine Ausschuss   fragt den anderen Ausschuss um seine Meinung zu einem bestimmten   Bericht. Dann schreibt ein Mitglied einen Entwurf f&#252;r eine   Stellungnahme, zu der dann die anderen Mitglieder des Ausschusses   &#196;nderungsantr&#228;ge formulieren k&#246;nnen. Dann wird alles abgestimmt und dem   anderen Ausschuss &#252;bermittelt. Der Berichterstatter dieses Ausschusses   kann sich dann &#252;berlegen, ob und wie er die &#196;nderungsantr&#228;ge in seinen   Bericht aufnehmen will. Irgendwann landet alles zur Abstimmung im   Plenum. Und dann?<\/p>\n<p>  Er sei sich nicht sicher, was tats&#228;chlich mit all den Stellungnahmen und   Papieren passieren w&#252;rde, sagt Joe. Er sehe nicht, dass sich dadurch die   Agenda der Handelspolitik der Europ&#228;ischen Kommission ver&#228;ndern w&#252;rde.   Ich auch. Es tut gut zu wissen, dass unser Streit f&#252;r eine   sozialistische Welt nicht auf das Parlament beschr&#228;nkt ist. Diese   Gewissheit verleiht mir die notwendige Energie, um den Damen und Herren   aus Parlament, Rat und Kommission, die sich so gerne an den   &quot;Europ&#228;ischen Werten&quot; laben, immer wieder die Realit&#228;t &quot;der Welt da   drau&#223;en&quot; aufs Butterbrot zu schmieren.<\/p>\n<h4>  Weltweiter Hunger<\/h4>\n<p>  Hunger und Armut sollten bis 2015 aus der Welt verschwinden, so das   hehre Ziel. Der Generalsekret&#228;r der Vereinten Nationen beklagt sich   diesbez&#252;glich &#252;ber mangelndes Engagement der UN Mitgliedsl&#228;nder.<\/p>\n<p>  Die Zahlen sprechen eine andere, sehr grausame Sprache. Laut Weltbank   soll allein durch die derzeitige internationale Wirtschafts- und   Finanzkrise die Zahl derjenigen, die in extremer Armut leben (d. h. von   weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag leben) in diesem Jahr um zus&#228;tzliche   64 Millionen Menschen ansteigen. Das entspricht in etwa der Bev&#246;lkerung   Frankreichs.<\/p>\n<p>  Die Vereinten Nationen pr&#228;sentieren in ihrem j&#252;ngsten Bericht   &quot;Rethinking Poverty&quot; &#228;hnlich schockierende Zahlen. Die Zahl der Hunger   leidenden Menschen stieg zwischen 1990\/1992 von 842 Millionen auf 873   Millionen im Zeitraum 2004\/2006. 2009 stieg dies auf die bisher h&#246;chste   Anzahl von 1,02 Milliarden Menschen.<\/p>\n<p>  Mit anderen Worten: Ein Sechstel der Weltbev&#246;lkerung leidet Hunger. Und   warum ist das so? Die Vereinten Nationen sagen: Dies sei zum gro&#223;en Teil   der Fall aufgrund des verminderten Zugangs zu Nahrungsmitteln als   Resultat der hohen Nahrungsmittelpreise und der globalen Wirtschafts-   und Finanzkrise, die zu niedrigeren Einkommen und h&#246;herer   Arbeitslosigkeit gef&#252;hrt haben.<\/p>\n<p>  Das Rezept der Europ&#228;ischen Kommission und einer Mehrheit des Parlaments   ? Mehr Freihandelsabkommen, Verbesserung der Konkurrenzf&#228;higkeit der   Europ&#228;ischen Union, einschlie&#223;lich der weiteren Militarisierung der   Au&#223;enpolitik. Es ist deutlich, dass man hier weder eine Politik im   Interesse der Hunger leidenden Menschen in der sogenannten &quot;Dritten   Welt&quot; (lese: neo-kolonialen Welt), noch eine im Interesse der   arbeitenden und arbeitslosen Bev&#246;lkerung in Europa vor Augen hat.<\/p>\n<p>  Bei dieser Gelegenheit verweise ich auf das Strategiepapier &quot;Ein   wettbewerbsf&#228;higes Europa in einer globalen Welt&quot; (vollst&#228;ndige Text   hier   http:\/\/trade.ec.europa.eu\/doclib\/docs\/2006\/october\/tradoc_130468.pdf)<\/p>\n<p>  der Kommission aus dem Jahre 2006. Im Kapitel zu &quot;Zugang zu Energie und   Rohstoffen&quot; hei&#223;t es&quot;: &quot;Europa muss mehr denn je einf&#252;hren, um ausf&#252;hren   zu k&#246;nnen. Die Beschr&#228;nkungen bei der Versorgung mit Ressourcen wie   Energie, Metall und Schrott, Prim&#228;rrohstoffen einschlie&#223;lich bestimmter   Agrarerzeugnisse, H&#228;uten und Fellen m&#252;ssen dringend aufgehoben werden.   Die Schritte, die einige unserer gr&#246;&#223;ten Handelspartner unternommen   haben, um den Zugang zu ihren diesbez&#252;glichen Vorr&#228;ten zu beschr&#228;nken,   stellen einige Wirtschaftszweige der EU vor gro&#223;e Probleme.&quot;<\/p>\n<p>  Um &#252;berleben zu k&#246;nnen brauchen die gierigen und rohstoffhungrigen   europ&#228;ischen Kozerne billigen und vor allen Dingen billigeren Zugang zu   Rohstoffen als ihre internationalen Konkurrenten. Daran &#228;ndert sich auch   nichts, wenn in vielen Dokumenten der letzten Periode der popul&#228;re   Jargon der &quot;Nachhaltigkeit&quot; und der &quot;gr&#252;nen &#214;konomie&quot; auftaucht.   &quot;Intelligentes Wachstum&quot; ist noch so ein Modewort. Was soll das   eigentlich hei&#223;en? Intelligent, weil man auch an die Folgen des   Wachstums unter kapitalistischen Rahmenbedingungen denken will? Oder   intelligent, weil es sich gut anh&#246;rt und weil mehr und mehr Menschen   Zweifel haben angesichts der brutalen Art und Weise wie dieses System   mit Mensch und Natur umgeht? Wohl eher!<\/p>\n<h4>  Konkurrenzprinzip<\/h4>\n<p>  Der Drang nach verbesserter Konkurrenzf&#228;higkeit bleibt jedoch das   Leitmotiv der europ&#228;ischen Institutionen &#8211; ganz gleich ob diese   Konkurrenzf&#228;higkeit nun &quot;gr&#252;n&quot; oder &quot;intelligent&quot; genannt wird. So hei&#223;t   es im aktuellen Strategiepapier &quot;Europa 2020&quot; (vollst&#228;ndige Text des   Dokumentes <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eu2020\/pdf\/COMPLET Prozent20 Prozent20DE Prozent20SG-2010-80021-06-00-DE-TRA-00.pdf)\">hier<\/a>)<\/p>\n<p>  &quot;Die haushaltspolitische Konsolidierung und langfristige Stabilisierung   der &#246;ffentlichen Finanzen muss mit weitreichenden Strukturreformen   insbesondere auf den Gebieten der Altersversorgung, des   Gesundheitswesens, des sozialen Schutzes und der Bildungssysteme   einhergehen. Die Staatsorgane sollten diese Situation als Chance   betrachten, ihre Effizienz und Leistungsqualit&#228;t zu verbessern. Die   Politik zur Vergabe &#246;ffentlicher Auftr&#228;ge muss gew&#228;hrleisten, dass die   &#246;ffentlichen Mittel effizient genutzt werden und die Beschaffungsm&#228;rkte   EU-weit offen bleiben&quot;<\/p>\n<p>  Das sind Euphemismen f&#252;r Erh&#246;hung des Rentenalters, K&#252;rzungen im   Gesundheitswesen, Privatisierung des Bildungssystems und die M&#246;glichkeit   zuk&#252;nftig &#246;ffentliche Auftr&#228;ge international auszuschreiben.<\/p>\n<p>  Wer meine Interpretation zu negativ findet, dem empfehle ich, den Text   gr&#252;ndlich zu lesen. An vielen Stellen findet man Hinweise wie: &quot;Auf der   Grundlage der Dienstleistungsrichtlinie muss ein offener   Dienstleistungs-Binnenmarkt geschaffen werden. Gleichzeitig ist die   Qualit&#228;t dieser Leistungen f&#252;r den Verbraucher sicherzustellen. Durch   die vollst&#228;ndige Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie k&#246;nnten der   Handel mit privaten Dienstleistungen um 45 Prozent und ausl&#228;ndische   Direktinvestitionen um 25 Prozent gesteigert werden, was eine Zunahme   des BIP (Bruttoinlandsprodukt) um zwischen 0,5 Prozent und 1,5 Prozent   zur Folge h&#228;tte.&quot; oder &quot;Die Verl&#228;ngerung des Erwerbslebens wird mit der   M&#246;glichkeit einhergehen m&#252;ssen, w&#228;hrend des gesamten Lebens neue   Qualifikationen zu erwerben oder auszubauen.&quot;<\/p>\n<h4>  Unter der Zwischen&#252;berschrift &quot;Die strukturellen Schw&#228;chen Europas sind<\/h4>\n<p>  offensichtlich geworden&quot; hei&#223;t es &quot;Nur 46 Prozent der &#228;lteren   Arbeitnehmer (zwischen 55 und 64 Jahren) sind erwerbst&#228;tig (Vereinigte   Staaten und Japan: 62 Prozent). Au&#223;erdem leisten die Europ&#228;er im   Durchschnitt 10 Prozent weniger Arbeitsstunden als ihre amerikanischen   oder japanischen Kollegen.&quot;<\/p>\n<p>  Intelligent, oder?<\/p>\n<p>  Das Strategiedokument visiert auch eine deutlich beschriebene Rolle der   europ&#228;ischen Au&#223;enpolitik an, so hei&#223;t es: &quot;Gleichzeitig muss die EU in   der Welt selbstbewusster auftreten und bei der Gestaltung der k&#252;nftigen   Weltwirtschaftsordnung in den G20 eine f&#252;hrende Rolle einnehmen, dabei   aber das europ&#228;ische Interesse durch aktive Entfaltung aller uns zur   Verf&#252;gung stehenden Instrumente verfolgen.&quot;<\/p>\n<p>  Zu diesem Zwecke sieht der Vertrag von Lissabon die Einrichtung eines   Europ&#228;ischen Ausw&#228;rtigen Amtes vor, das unter der Leitung der Hohen   Vertreterin der EU f&#252;r die Au&#223;en- und Sicherheitspolitik, Baroness   Catherine Ashton, stehen soll.<\/p>\n<p>  Eine einheitliche europ&#228;ische Au&#223;enpolitik ist angesichts der zum Teil   sehr gegens&#228;tzlichen Interessen der 27 verschiedenen Nationalstaaten der   EU sicherlich nicht eindeutig umsetzbar; auch hier werden alle   widerspr&#252;chlichen Kr&#228;fte innerhalb der EU deutlich. Darum soll das   Europ&#228;ische Ausw&#228;rtige Amt auch nur komplement&#228;r zu den bestehenden   nationalen Ausw&#228;rtigen &#196;mtern fungieren. Aber die Botschaft ist deutlich.<\/p>\n<p>  Elmar Blok, CDU-Abgeordneter der EVP-Fraktion fasst es so zusammen: &quot; We   must make Europe a global player, not just a global payer&quot;, frei   &#252;bersetzt: Wir m&#252;ssen Europa zu einem globalen Hauptdarsteller   entwickeln und nicht allein eine globale Bezahlmaschine bleiben&quot;<\/p>\n<p>  In einem vom Parlament verabschiedeten Bericht des konservativen,   franz&#246;sischen UMP-Abgeordneten Arnaud Danjean zur Umsetzung der   Gemeinsamen Europ&#228;ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP)   wird ebenfalls Klartext geredet und festgestellt, dass die EU &quot;zur   Deckung des wachsenden operativen Bedarfs sowie zur professionelleren   Krisenbew&#228;ltigung ihre zivilen und milit&#228;rischen Fahrigkeiten entwickeln   muss&quot; (in der englischen Version des Textes hei&#223;t es &quot;needs to   increase&quot;, also erh&#246;hen statt entwickeln, TN)&quot;<\/p>\n<p>  Herr Danjean kommt auch zur Feststellung, dass&quot; die Gefechtsverb&#228;nde   trotz der damit verbundenen erheblichen Investitionen teilweise aus   politischen Gr&#252;nden sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bedingungen   f&#252;r ihren Einsatz sehr strikt formuliert sind, bislang noch nicht   eingesetzt wurden&quot; und &quot;spricht sich f&#252;r einen effizienteren und   flexibleren Einsatz der Gefechtsverb&#228;nde aus.&quot; (Text siehe <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/sides\/getDoc.do?pubRef=-\/\/EP\/\/NONSGML+REPORT+A7-2010-0026+0+DOC+PDF+V0\/\/DE&#038;language=DE\">hier<\/a>)<\/p>\n<h4>  Handelsausschuss<\/h4>\n<p>  Und dann war da nat&#252;rlich auch wieder eine Sitzung des Internationalen   Handelsauschusses, in dem es dieses Mal unter anderem eine Anh&#246;rung zu   den Handelsbeziehungen zwischen der EU und der T&#252;rkei ging.<\/p>\n<p>  Hochrangige Sprecher aus der Wirtschaftswelt und Vertreter der   t&#252;rkischen Botschaft erkl&#228;rten ihr deutliches Interesse vollwertiges   Mitglied der Europ&#228;ischen Union zu werden, um nicht als Verlierer da zu   stehen, wenn die EU Freihandelsabkommen mit L&#228;ndern wie beispielsweise   S&#252;dkorea abschlie&#223;t.<\/p>\n<p>  William (the Earl of) Dartmouth, der aristokratische Vertreter der   konservativen und rassistischen UKIP (United Kingdom Independence Party)   benutzte die Anwesenheit der t&#252;rkischen Vertreter dann auch direkt f&#252;r   eigene Wahlkampfparolen und erkl&#228;rte, dass die T&#252;rkei einfach zu gro&#223;   sei und zu viele Einwohner habe um der EU beizutreten. Die   Bev&#246;lkerungszahl der T&#252;rkei steige und er wolle nicht, dass zu den   vielen Millionen in der EU und in Gro&#223;britannien lebenden T&#252;rken noch   weitere hinzukommen.<\/p>\n<p>  Joe Higgins nutzte seine Redezeit, um seine Solidarit&#228;t mit den   streikenden Arbeitern des TEKEL-Konzerns in der T&#252;rkei auszudr&#252;cken,   prangerte die Machenschaften t&#252;rkischer Konzerne an und protestierte   gegen das Verbot der pro- kurdischen Partei Demokratik Toplum Partisi   (DTP). Sehr zum &#196;rgernis der anwesenden Vertreter des t&#252;rkischen   Establishments.<\/p>\n<p>  Und auch wenn der ansonsten eher gem&#252;tlich, mitunter selbst unbeholfen,   wirkende Vorsitzende des Internationalen Handelsausschusses mit Vorliebe   Joe Higgins darauf hinweist, dass seine Redezeit vorbei ist, werden wir   mit Entschlossenheit weiter unsere Stimme erheben. Es ist n&#246;tig. Die   belgische Tageszeitung De Morgen ver&#246;ffentlichte k&#252;rzlich eine Umfrage,   der zufolge 83 Prozent der Bev&#246;lkerung kein Vertrauen in PolitikerInnen   hat .<\/p>\n<p>  Nur Glaubw&#252;rdigkeit und eindeutige Positionen im Interesse derjenigen,   die den Preis f&#252;r die Krise dieses todkranken Systems bezahlen kann   hieran etwas ver&#228;ndern.<\/p>\n<p>  Es tut dann auch gut positives Feedback zu kriegen. The Council of   Canadians, eine kanadische NGO, &#228;usserte sich sehr zufrieden &#252;ber Joe   Higgins deutliche Stellungnahme gegen m&#246;gliche Wasserprivatisierungen   als m&#246;gliche Folge eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada<i>.   <\/i>(Text <a href=\"http:\/\/www.canadians.org\/tradeblog\/?p=732.\">hier<\/a>)<i>   <\/i><\/p>\n<h5>  <i>Tanja Niemeier ist Mitglied der Linkse Socialistische Partij (LSP) in   Belgien und Mitarbeiterin der Konf&#246;deralen Fraktion der Vereinten   Europ&#228;ischen Linken\/Nordische Gr&#252;ne Linke (GUE\/NGL). Sie berichtet seit   Januar 2010 regelm&#228;&#223;ig f&#252;r sozialismus.info aus dem Europaparlament.<\/i><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Im Europaparlament ohne Illusionen in den Parlamentarismus\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[101],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13629"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13629\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}