{"id":13621,"date":"2010-04-09T00:00:00","date_gmt":"2010-04-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13621"},"modified":"2012-05-15T15:01:18","modified_gmt":"2012-05-15T13:01:18","slug":"13621","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/04\/13621\/","title":{"rendered":"Farbe bekennen!"},"content":{"rendered":"<p>  Zu den Aufgaben der Linken in der LINKEN vor dem Rostocker Parteitag<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Nach dem R&#252;ckzug von Oskar Lafontaine aus der Bundespolitik und vor   der Landtagswahl in NRW hat sich der Richtungsstreit in der LINKEN stark   zugespitzt. Nach den monatelangen Personalquerelen ist eine politische   Kursbestimmung durch den Rostocker Bundesparteitag im Mai notwendig.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Heino Berg, G&#246;ttingen<\/i><\/h4>\n<p>  Die &#8222;Antikapitalistische Linke&#8220; (AKL) &#8211; als st&#228;rkste innerparteiliche   Str&#246;mung, die eine Verwaltung des Kapitalismus ablehnt, &#8211;   beziehungsweise deren bundesweiter Koordinierungskreis hat sich in ihren   bisherigen Erkl&#228;rungen zum Richtungsstreit zur&#252;ckgehalten oder hinter   Lafontaine versteckt. Das gilt nicht nur f&#252;r die Debatte &#252;ber das   antikapitalistische Profil der LINKEN, sondern auch f&#252;r ihre innere   Struktur und Diskussionskultur.<\/p>\n<h4>  &#8222;Antikapitalistische Linke&#8220;<\/h4>\n<p>  Obwohl die von Gregor Gysi &#8222;pr&#228;sentierte&#8220; neue Doppelspitze mit Gesine   L&#246;tzsch und Klaus Ernst weder f&#252;r eine antikapitalistische   Oppositionspolitik noch f&#252;r Pluralismus in der Partei steht, haben sich   nicht nur die VertreterInnen der &#8222;Sozialistischen Linken&#8220;, sondern auch   der Koordinierungskreis der AKL &#246;ffentlich auf deren Unterst&#252;tzung   festgelegt. Einige kritische Bemerkungen aus der Spitze der &#246;stlichen   Landesverb&#228;nde &#252;ber Ernst und seine angebliche Rolle im Konflikt um den   Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer Dietmar Bartsch reichten aus, um die meisten   Vertreter der AKL in Bundestagsfraktion und Bundesvorstand in die &#8222;Ecke&#8220;   eines Kandidaten zu treiben, der SozialistInnen den Beitritt in DIE   LINKE verweigert und in seinem eigenen Landesverband in Bayern wegen   seiner b&#252;rokratischen Methoden umstritten ist.<\/p>\n<p>  Sobald der rechte Parteifl&#252;gel den Status quo in Frage stellt, f&#252;hlen   sie sich offenbar zur Rechtfertigung auch von unhaltbar gewordenen   Kompromissen berufen. Das gilt ebenfalls f&#252;r die Frage, ob DIE LINKE in   der schwersten Krise des Kapitalismus f&#252;r das &#246;ffentliche Eigentum der   Banken und Konzerne, demokratisch kontrolliert und verwaltet, eintritt   und sich als wirkliche Systemalternative pr&#228;sentiert. Oder ob sie   anstatt der Abschaffung der Profitwirtschaft durch   Minderheitsbeteiligungen f&#252;r die Belegschaften auf Klassenzusammenarbeit   setzt. Der Koordinierungskreis der AKL hat dazu bisher geschwiegen.<\/p>\n<h4>  Regierungsfrage<\/h4>\n<p>  Die Regierungspolitik der LINKEN in Berlin und Brandenburg untergr&#228;bt   tagt&#228;glich die Glaubw&#252;rdigkeit ihrer Forderungen und Proteste. Wie   k&#246;nnen die W&#228;hlerInnen in NRW den Forderungen nach Abschaffung der   Hartz-Gesetze oder ihrem Nein zu Stellenstreichungen im &#214;ffentlichen   Dienst vertrauen, wenn DIE LINKE f&#252;r Regierungskoalitionen mit Parteien   zur Verf&#252;gung steht, die diesen Sozialabbau betrieben haben?<\/p>\n<p>  DIE LINKE muss sich deutlicher, als das bislang im NRW-Wahlkampf   passiert ist, gegen Beteiligungen mit Rot-Gr&#252;n positionieren. Klare   antikapitalistische Alternativen zum Anpassungskurs der   Regierungsanh&#228;nger m&#252;ssen auch auf dem Bundesparteitag zur Diskussion   und Abstimmung stehen. Daf&#252;r tr&#228;gt die AKL nicht nur wegen ihres Namens,   sondern auch wegen ihrer starken Stellung, vor allem in NRW, eine   besondere Verantwortung.<\/p>\n<p>  Das ist angesichts der ersten Stellungnahmen des auf eine   Regierungszusammenarbeit orientierten Parteifl&#252;gels zum Programmentwurf   um so dringlicher. Denn da hei&#223;t es: Den Abbau von Arbeitspl&#228;tzen im   &#214;ffentlichen Dienst &#8211; so Bodo Ramelow, Stefan Liebich und Matthias H&#246;hn   &#8211; d&#252;rfe DIE LINKE nicht ausschlie&#223;en, weil sie dann die   Koalitionsregierungen in Berlin und Brandenburg verlassen m&#252;sste!<\/p>\n<h4>  Gemeinsames Vorgehen der Parteilinken?<\/h4>\n<p>  Nicht nur auf das Programm, sondern auf die konkrete Politik der Partei   kommt es an. Es besteht die reale Gefahr, dass DIE LINKE sich weiter   anpasst und sich &#252;berfl&#252;ssig macht. Deshalb wird es Zeit, dass sich die   sozialistischen Kr&#228;fte innerhalb und au&#223;erhalb der Partei st&#228;rker   bemerkbar machen. SAV-Mitglieder in der LINKEN haben sich deshalb mit   einem &#8222;Offenen Brief&#8220; an die AKL gewandt. Darin schlagen wir eine   &#8222;Debatte der kritischen Kr&#228;fte &#252;ber ein gemeinsames Eingreifen in die   Programm- und Personalauseinandersetzungen&#8220; vor. &#8222;Eine Reorganisierung   derjenigen Kr&#228;fte, die &#8211; &#252;ber AKL, SAV und andere Str&#246;mungen hinaus &#8211;   f&#252;r innerparteiliche Demokratie, ein prinzipielles Nein zu   Regierungsbeteiligungen mit Sozialabbau-Parteien und f&#252;r eine   sozialistische Politik Hier und Heute eintreten, ist n&#246;tig.&#8220;<\/p>\n<p>  Der Offene Brief der SAV an die AKL und weitere Infos finden sich <a href=\"\/?p=13528\">hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Zu den Aufgaben der Linken in der LINKEN vor dem Rostocker Parteitag\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25],"tags":[224],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13621"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13621"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13621\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}