{"id":13617,"date":"2010-04-23T00:00:00","date_gmt":"2010-04-23T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13617"},"modified":"2010-04-23T00:00:00","modified_gmt":"2010-04-23T00:00:00","slug":"13617","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/04\/13617\/","title":{"rendered":"Hamburger solid-Aktive solidarisch gegen Stellenabbau und Zeitarbeit"},"content":{"rendered":"<p>  Um einen Betriebsrat loszuwerden, feuert ein Spielzeugladen   Verk&#228;uferInnen. Doch die Belegschaft wehrt sich<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die Filiale von Toys R&#8217; Us in Hamburg-Eidelstedt ist etwas Besonderes   im Einzelhandel: Die Besch&#228;ftigten sind mehrheitlich bei ver.di   organisiert und es gibt einen aktiven Betriebsrat. Dem Unternehmen   gef&#228;llt das gar nicht, und so wurden im Vorfeld der Betriebsratswahlen   zwei Verk&#228;uferInnen gek&#252;ndigt, damit wegen zu geringer Gr&#246;&#223;e der   Belegschaft kein dreik&#246;pfiger Betriebsrat mehr gew&#228;hlt werden darf.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Thies Wilkening, Hamburg<\/i><\/h4>\n<p>  Zus&#228;tzlich wurden f&#252;nf weitere Besch&#228;ftigte entlassen, deren Vertr&#228;ge   abgelaufen sind. Die Entlassenen &#8211; insgesamt ein Viertel der Belegschaft   &#8211; wurden durch MitarbeiterInnen einer Zeitarbeitsfirma ersetzt. So kann   das Management ganz nebenbei noch die Lohnkosten senken &#8211; eine im   Einzelhandel als &#8222;Schlecker-Methode&#8220; bekannte Taktik.<\/p>\n<h4>  Widerstand und Solidarit&#228;t<\/h4>\n<p>  Die Besch&#228;ftigten beschlossen, sich gegen die Ma&#223;nahmen zu wehren und   f&#252;r die Wiedereinstellung der entlassenen KollegInnen und ihr Recht auf   einen Betriebsrat zu k&#228;mpfen. Um sie darin zu unterst&#252;tzen, sammelten   Mitglieder von Linksjugend [&#8216;solid] und der SAV im Stadtteil   Unterschriften auf einem gro&#223;en Transparent, das binnen einer Stunde   voll wurde.<\/p>\n<p>  Am Vormittag des 18. M&#228;rz fand eine Betriebsversammlung statt.   Gleichzeitig sammelten AktivistInnen von ver.di, der LINKEN und   Linksjugend [&#8216;solid] vor dem Laden weitere Unterschriften gegen   Entlassungen und Zeitarbeit. Bei der Betriebsversammlung wurden dann die   Unterschriften und das Transparent den Besch&#228;ftigten &#252;bergeben. Sie   freuten sich sichtbar &#252;ber die Solidarisierung von Gewerkschaft,   KundInnen und Bev&#246;lkerung. Und wie bekannt wurde, hatte ihr Widerstand   auch schon einen ersten Erfolg: Vor dem Arbeitsgericht ist eine   einstweilige Verf&#252;gung von Toys R&#8217; Us gegen die Betriebsratswahl   gescheitert, die Wahl kann stattfinden.<\/p>\n<h4>  Der Kampf geht weiter<\/h4>\n<p>  Die Entlassenen wurden noch nicht wieder eingestellt, daher sind weitere   Schritte notwendig. Es wird in Erw&#228;gung gezogen, eine Demo in Eidelstedt   zu veranstalten, um das Verhalten von Toys R&#8217; Us weiter an die   &#214;ffentlichkeit zu bringen. Die Erfahrungen vergangener Arbeitsk&#228;mpfe   zeigen aber, dass symbolische Aktionen h&#228;ufig nicht ausreichen. Daher   sollte &#252;berlegt werden, wie die Wiedereinstellung zum vollen Lohn, wenn   n&#246;tig, erzwungen werden kann &#8211; zum Beispiel durch einen Streik oder eine   Besetzung des Betriebs. GenossInnen von Linksjugend [&#8216;solid] und der SAV   werden die Besch&#228;ftigten von Toys R&#8217; Us weiterhin solidarisch   unterst&#252;tzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Um einen Betriebsrat loszuwerden, feuert ein Spielzeugladen<br \/>\n      Verk&#228;uferInnen. 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