{"id":13570,"date":"2010-03-02T17:00:00","date_gmt":"2010-03-02T16:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13570"},"modified":"2012-05-15T15:02:24","modified_gmt":"2012-05-15T13:02:24","slug":"13570","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/03\/13570\/","title":{"rendered":"Ausgrenzung von Lucy Redler und Genossen geht weiter"},"content":{"rendered":"<p>  LINKE-F&#252;hrung verhindert Mitgliedschaft und geht dabei satzungswidrig vor<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Auseinandersetzung um die Mitgliedschaft von Lucy Redler und vier   weiteren SAV-Mitgliedern nimmt immer groteskere Z&#252;ge an. Die   Parteizentrale der LINKE im Karl-Liebknecht-Haus blockiert die   Mitgliedsgesuche und verhindert damit eine demokratische und politische   Auseinandersetzung in den gew&#228;hlten Strukturen der Partei. Dieses   Vorgehen wurde vom gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Parteivorstand zur Kenntnis   genommen, also gebilligt, obwohl es eindeutig gegen Satzungsbestimmungen   verst&#246;&#223;t.<\/p>\n<p>  Zum Hintergrund: Im Herbst 2008 hatten SAV&#8217;lerInnen in Ostdeutschland   und Berlin entschieden, in die Partei DIE LINKE einzutreten. Gegen elf   dieser GenossInnen wurde durch den mittlerweile designierten   Parteivorsitzenden Klaus Ernst und andere Widerspruch gegen die   Mitgliedschaft eingereicht. Es kam zu einem Verfahren vor der   Bundesschiedskommission, die alle von Ernst vorgebrachten Argumente   zur&#252;ck wies und fest stellte, dass in der von den SAV&#8217;lerInnen   vertretenen Politik, ihrem Verhalten und ihrer Person kein Widerspruch   zur Mitgliedschaft in der Partei DIE LINKE besteht. Trotzdem wurden f&#252;nf   der elf GenossInnen, die zur SAV-Bundesleitung geh&#246;rten, nicht in die   Partei aufgenommen. Ihnen wurde eine direkte politische Verantwortung   f&#252;r die Kandidatur der SAV-Ortsgruppe in Rostock zu den dortigen   Kommunalwahlen im Juni 2009 zugeschrieben.<\/p>\n<p>  Dieser Schiedsspruch war mehr als zweifelhaft. Erstens sieht die Satzung   nur ein parteisch&#228;digendes Verhalten vor, wenn man selber in persona in   Konkurrenz zur LINKE kandidiert. Vor allem aber hatte die SAV Rostock,   die aus den Zeiten vor der Gr&#252;ndung der Partei DIE LINKE mit einer   Abgeordneten in der Rostocker B&#252;rgerschaft vertreten ist, versucht auf   der Liste der LINKE zu kandidieren und einen Eintritt in die Partei   angeboten, was aber von der Rostocker LINKE nicht einmal diskutiert   wurde.<\/p>\n<p>  Nach den Kommunalwahlen in Rostock hatte sich eine neue politische   Situation ergeben. Es besteht keine Konkurrenzsituation in der   Hansestadt, sondern es gibt inhaltliche Kooperation an vielen Stellen in   der B&#252;rgerschaft. Vor diesem Hintergrund sind die f&#252;nf SAV&#8217;lerInnen ein   Jahr nach ihrem ersten Eintrittsversuch erneut in die Partei eingetreten.<\/p>\n<p>  Der per Internet vollzogene Eintritt wurde in vier der f&#252;nf F&#228;lle von   einem Mitarbeiter des Karl-Liebknecht-Hauses abgefangen und so ein   formeller Eintritt verhindert. Die Begr&#252;ndung dieses Vorgehens ist, dass   der Beschluss der Bundesschiedskommission bedeute, die SAV&#8217;lerInnen   k&#246;nnen nicht Mitglied der Partei werden.<\/p>\n<p>  Dies ist durch die Satzung der Partei jedoch nicht gedeckt. Die   Bundessatzung sieht &#252;berhaupt keine Regelung in der Frage eines zweiten   Eintritts von einmal abgelehnten Personen vor. Daraus kann nur   geschlossen werden, dass diese, wie jede andere Person behandelt werden   m&#252;ssen, die Mitglied der Partei werden will. Die Satzung des Berliner   Landesverbandes sieht eine Frist von einem Jahr vor, in dem die   abgelehnten Personen nicht Mitglied werden k&#246;nnen. Diese Frist wurde   eingehalten.<\/p>\n<p>  Das Verhalten des Karl-Liebknecht-Hauses und des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden   Parteivorstands kommt einem kalten Ausschluss gleich. Die f&#252;r   Parteieintritte zust&#228;ndigen gew&#228;hlten Strukturen der Partei werden so   umgangen und eine inhaltliche Auseinandersetzung verhindert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      LINKE-F&#252;hrung verhindert Mitgliedschaft und geht dabei satzungswidrig vor\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25,27,104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13570"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13570\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}