{"id":13534,"date":"2010-02-17T00:00:00","date_gmt":"2010-02-17T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13534"},"modified":"2010-02-17T00:00:00","modified_gmt":"2010-02-17T00:00:00","slug":"13534","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/02\/13534\/","title":{"rendered":"Haiti: Desaster durch Kapitalismus verschlimmert"},"content":{"rendered":"<p>  Banker streifen 100 Milliarden an Boni ein, w&#228;hrend arme HaitianerInnen   mit den Folgen der Katastrophe ringen<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die humanit&#228;re Katastrophe, die Haiti &#252;berw&#228;ltigt hat ist   unvorstellbar. Das schwere Erdbeben am 12. Januar hat viele Tausend   get&#246;tet, es gibt Sch&#228;tzungen von bis zu 200.000 Todesopfer und mehr. Die   Slumbehausungen in Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis, sind wie   Kartenh&#228;user zusammengefallen, wie auch &#246;ffentliche Geb&#228;ude, inklusive   Schulen und Krankenh&#228;user.Viele Tausend sind nach wie vor vermisst und   noch mehr schwer verletzt. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Niall Mulholland, CWI <\/i><\/h4>\n<p>  Elektrizit&#228;ts- und Telefonleitungen wurden zerst&#246;rt und nur ein   Flughafen ist in Betrieb. Sch&#228;tzungen zufolge brauchen 3 Millionen   Menschen, die meisten von ihnen obdachlos, dringend Wasser, Nahrung,   Kleidung, Unterkunft und lebensnotwendige Medikamente.<\/p>\n<p>  Das bitterarme Land hat nur wenige Ressourcen um mit der Katastrophe   zurechtzukommen. Die Menschen m&#252;ssen Opfer mit nackten H&#228;nden aus dem   Schutt retten.<\/p>\n<p>  Tausende Leichen t&#252;rmen sich auf den Stra&#223;en von Port-au-Prince, wie in   einer grotesken Szene auf einem mittelalterlichen Schlachtfeld. Es gibt   keine staatlichen Einrichtungen, die die Toten in W&#252;rde begraben, die   Lebenden aus den Tr&#252;mmern retten oder sich um die &#220;berlebenden k&#252;mmern.<\/p>\n<h4>  Die Armen leiden am meisten<\/h4>\n<p>  Viele HaitianerInnen suchen Zuflucht in Notcamps, die Berichten zufolge   &quot;gef&#228;hrlich&quot; und &quot;unhygienisch&quot; sind. Das Fehlen von sauberem   Trinkwasser, essbaren Nahrungsmitteln und Sanit&#228;ranlagen bedeutet, dass   Infektionen und Krankheiten sich leicht ausbreiten k&#246;nnen. Das   medizinische Personal ist &#252;berfordert. Die Verletzten, besonders jene   mit gebrochenen Knochen, m&#252;ssen sich mit Amputationen abfinden oder   sterben aufgrund eines Fehlens von medizinischer Grundversorgung.<\/p>\n<p>  F&#252;r die Reichen sieht die Sache anders aus. Ihre Villen in der &quot;gr&#252;nen,   k&#252;hlen Vorstadt&quot; von Petionville wurden meist verschont, und sie haben   gen&#252;gend Nahrungsmittelreserven (Washington Post, 18.1.2001).   Internationale Rettungsleute berichten, dass sie zun&#228;chst zu Luxushotels   geschickt werden, um TouristInnen zu bergen. Die Washington Post sagt   voraus, dass die Reichen in Petionville einen gro&#223;en Teil der   internationalen Hilfsgelder erhalten werden.<\/p>\n<p>  ArbeiterInnen auf der ganzen Welt sind verst&#228;ndlicherweise ersch&#252;ttert   ob dieser humanit&#228;ren Trag&#246;die. Viele Menschen haben instinktiv   gro&#223;z&#252;gig gespendet. Verglichen damit sind die Betr&#228;ge, die die UN und   die gro&#223;en Weltm&#228;chte versprochen haben, ausgesprochen mager. Die UN hat   zun&#228;chst davon gesprochen 550 Millionen f&#252;r Haiti zu mobilisieren &#8211; das   ist ein l&#228;cherlicher Betrag im Vergleich zu den mehr als 100 Milliarden   die weltweit dieses Jahr an Banker ausgezahlt werden. Die New Yorker   Citigroup versprach, 250.000 Dollar an das Amerikanische Rote Kreuz f&#252;r   die Hilfe in Haiti zu spenden &#8211; ohne Zweifel als &quot;gute PR&quot; gedacht.   Allerdings zahlt die Citigroup 2009 5,3 Milliarden Dollar an ihre   ManagerInnen als Boni aus.<\/p>\n<p>  Gleichzeitig hat die langsame Reaktion der gro&#223;en M&#228;chte, und besonders   der USA, dem reichen Nachbar Haitis, wachsende Frustration und Wut auf   der ganzen Welt ausgel&#246;st. Trotz der Rhetorik aus Washington ist in den   ersten Tagen nach dem Erdbeben, als die Not am dringendsten war und die   Menschen im Schutt noch am Leben waren, nur wenig Hilfe aus den USA in   Haiti angekommen. Manche HaitianerInnen haben mit Stra&#223;enblockaden aus   Leichen und Bauschutt ihren Protest ausgedr&#252;ckt, w&#252;tend &#252;ber die magere   Hilfe aus den USA. Viele BewohnerInnen von Port-au-Prince haben alle   Hoffnung auf Hilfe aus &#220;bersee aufgegeben und sind zu Fu&#223; auf das Land   geflohen.<\/p>\n<p>  Die US-Regierung und die UNO haben wiederholt behauptet, dass ihre   peinlich sp&#228;te und bescheidene Antwort auf die fehlende Infrastruktur   und Koordination in Haiti zur&#252;ckgeht. Obwohl diese Ausrede ohne Zweifel   eine massive &#220;bertreibung ist, war Haiti tats&#228;chlich schon vor dem   Erdbeben in einem schlimmen Zustand. Es ist das &#228;rmste Land in der   westlichen Hemisph&#228;re und hat eine Geschichte als Opfer von   zerst&#246;rerischen Naturkatastrophen. Aber wessen Schuld ist das? Es ist   die sch&#228;ndliche Rolle des US-Imperialismus, gemeinsam mit einer Serie   von korrupten Pro-US-Regimes, die das Land in die Armut getrieben und so   anf&#228;llig f&#252;r Naturkatastrophen gemacht haben.<\/p>\n<p>  Das Erdbeben hat zwar 7.0 auf der Richter-Skala erreicht, das Ausma&#223; der   humanit&#228;ren Katastrophe geht allerdings auf Haitis Armut zur&#252;ck. Das   Land hat nur zwei Feuerwehrstationen und keine erbebensichere H&#228;user.   &#196;hnliche Erdbeben haben in der benachbarten Dominikanischen Republik, wo   die Auflagen f&#252;r Bauten wesentlich sch&#228;rfer sind oder im nahmen Kuba, wo   das Katastrophenmanagement wesentlich besser koordiniert ist, viel   weniger Zerst&#246;rung verursacht.<\/p>\n<p>  In Haiti leben 80 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze und das   BIP per Kopf betrug 2009 nur 2$ pro Tag. Die Arbeitslosigkeit liegt bei   unfassbaren 75 Prozent. Die &#220;berlebensrate der Neugeborenen ist die   niedrigste in der westlichen Hemisph&#228;re. &#8222;F&#252;r viele Erwachsene sind   Drogendealerei, Waffenhandel, Mitgliedschaft in Gangs, Erpressung und   Kidnapping die einzigen Einkommensquellen,&#8220; kommentierte der Guardian   (15.01.2010).<\/p>\n<p>  Anstatt gro&#223; angelegte Hilfsprogramme nach Haiti zu senden, hat das   Wei&#223;e Haus eine gro&#223; angelegte bewaffnete Intervention gestartet. Die   USA rechtfertigt die Anwesenheit von tausenden US-Soldaten mit &#8222;weit   verbreiteter Kriminalit&#228;t&#8220; in Haiti. Da Gesch&#228;fte geschlossen oder   zerst&#246;rt sind, ist dies die einzige M&#246;glichkeit f&#252;r viele, an Wasser   oder Essen zu gelangen.<\/p>\n<h4>  Bis jetzt haben sich laut Guardian (18.01.2010) &#8222;Warnungen dass   Port-au-Prince in Anarchie abst&#252;rzen w&#252;rde&#8220; nicht best&#228;tigt.<\/h4>\n<h4>  Humanit&#228;re Hilfe oder bewaffnete Intervention? Milit&#228;rische Man&#246;ver<\/h4>\n<p>  Die &#8222;milit&#228;rische &#220;bernahme der Notma&#223;nahmen in Haiti&#8220; durch die USA   bedeutet, dass US-Milit&#228;rflugzeugen im Flughafen von Port-au-Prince der   Vorzug gegeben wurde, mit der Folge, dass Nicht-US-Flugzeuge mit   Hilfslieferungen in die Dominikanische Republik ausweichen mussten. Dass   hat einen w&#252;tenden Aufschrei von anderen M&#228;chten mit Interessen in der   Region provoziert, besonders von Brasilien und Frankreich. Der   franz&#246;sische Au&#223;enminister warf der USA vor, den Flughafen als   &quot;Anh&#228;ngsel von Washington&quot; zu behandeln.<\/p>\n<p>  Aus Angst vor Massenunruhen und Protesten, da die Hilfslieferungen nur   begrenzt bei den Betroffenen ankommen, hat die USA Truppen nach Haiti   entsandt, um &#8222;Recht und Ordnung&#8220; zu bewahren. Das k&#246;nnte der Beginn   einer US-Milit&#228;rherrschaft sein &#8211; die Leidtragenden sind dabei die   Menschen in Haiti &#8211; genauso wie die 9000 UNO-Soldaten vor dem Beben in   Haiti eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>  Angesichts der Tatsache dass die Obama-Regierung und andere M&#228;chte in   den entscheidenden Tagen nicht einmal die Grundversorgung f&#252;r die   haitianischen Massen zur Verf&#252;gung gestellt haben &#8211; wer kann da   ernsthaft glauben dass sie die Ressourcen f&#252;r den Wiederaufbau und die   Modernisierung des Landes (inklusive einer Renovierung der Geb&#228;ude   sodass diese erdbebensicher werden) zur Verf&#252;gung stellen werden? Die   USA, die UNO und die NGOs aus aller Welt &#8211; die schon jetzt von   HaitianerInnen nicht ernst genommen werden, da sie sehen, dass bis zu 50   Prozent der Spenden f&#252;r B&#252;rokratie drauf geht &#8211; werden in den Augen der   Armen nur noch weiter diskreditiert werden.<\/p>\n<p>  Jahrzehntelang war Haiti von Armut, Arbeitslosigkeit und   Milit&#228;rdiktaturen geplagt (siehe unten). Nur die Massen von Haiti, unter   F&#252;hrung der Arbeiterklasse, k&#246;nnen einen Ausweg aus dem Teufelskreis von   Verarmung, Gewalt und Coups finden.<\/p>\n<p>  Heute ist es dringender denn je n&#246;tig, dass eine Alternative der armen   Massen aufgebaut wird als Opposition zur kleinen reichen Elite. Das   Erdbebendesaster und das Versagen der gro&#223;en M&#228;chte, was   Hilfslieferungen und ein ordentliches Wiederaufbauprogramm anbelangt,   wird den haitianischen Massen auf brutale Weise die Notwendigkeit einer   demokratischen Kontrolle der Ressourcen der Gesellschaft verdeutlichen.<\/p>\n<p>  Auf der Basis des Kapitalismus wird die gro&#223;e Mehrheit der Menschen in   Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger, Slums und Analphabetismus verbleiben.   Diese Existenz bedeutet, dass die Massen der Menschen weiter h&#246;chst   verwundbar gegen&#252;ber Naturkatastrophen sind.<\/p>\n<p>  Die ArbeiterInnen und Armen in Haiti brauchen ihre eigenen unabh&#228;ngigen   Klassenorganisationen, Gewerkschaften und eine Massenpartei mit   sozialistischem Programm, um f&#252;r echten Wandel zu k&#228;mpfen und   gleichzeitig an die ArbeiterInnen und Armen in der Karibik und den   beiden Amerikas zu appellieren.<\/p>\n<h4>  Die verh&#228;ngnisvolle Rolle des Imperialismus<\/h4>\n<p>  Die aktuelle Regierung von Pr&#228;sident Rene Pr&#233;val wird von gro&#223;en Teilen   der Bev&#246;lkerung als korrupt und schwach angesehen. Aber dieser Abstieg   zu einem &#8222;gescheiterten Staat&#8220; war weder unvermeidbar noch hat er etwas   mit dem &#8222;nationalen Charakter&#8220; der HaitianerInnen zu tun, wie manche   westlichen PolitikerInnen und Teile der Massenmedien uns weismachen   wollen.<\/p>\n<p>  In den 1780ern, unter franz&#246;sischer Herrschaft, hat Haiti 60 Prozent des   in Europa konsumierten Kaffees und 40 Prozent des in Europa konsumierten   Zuckers exportiert. Vor mehr als 200 Jahren haben die schwarzen Massen   die Sklaverei in Haiti abgeschafft und die Unabh&#228;ngigkeit von Frankreich   erk&#228;mpft, eine Bewegung, die die Massen in der Karibik und auf der   ganzen Welt inspirierte.<\/p>\n<p>  Die Kolonialm&#228;chte und sp&#228;ter die imperialistischen M&#228;chte waren   entschlossen, die Schwarze Republik scheitern zu sehen. Sie unternahmen   daher eine Serie von Interventionen.1825 wurde Haiti vergattert, enorme   Reparationszahlungen zu leisten, die es bis 1947 bezahlte.<\/p>\n<p>  Die US-Marine besetzte Haiti von 1915 bis 1934. Zwischen 1957 und 1986   unterst&#252;tzte die USA die ber&#252;chtigten Regime von &#8222;Papa Doc&#8220; und &#8222;Baby   Doc&#8220; Duvalier, bis diese Erbtyrannei von einer Massenbewegung von   ArbeiterInnen und Studierenden zu Fall gebracht wurde.<\/p>\n<h4>  Instabilit&#228;t<\/h4>\n<p>  Eine Serie von h&#246;chst instabilen Regimes, die nur von kurzer Dauer   waren, folgte. Leider gab es in diesen radikalen Bewegungen keine   revolution&#228;r-sozialistische F&#252;hrung die die Machtfrage stellen h&#228;tte   k&#246;nnen, um den Kapitalismus abzuschaffen und die Forderungen der   Arbeiterklasse durchzusetzen.<\/p>\n<p>  Letzte Woche gesellten sich die Ex-US-Pr&#228;sidenten Clinton und Bush zu   Pr&#228;sident Obama in seinem Versuch, zu beschwichtigen, indem er Hilfe f&#252;r   Haiti in seinem &#8222;Moment der Not&#8220; versprach. In der Tat ein Moment der   himmelschreienden Scheinheiligkeit, angesichts der Rolle, die Clinton   und Bush w&#228;hrend ihren Amtszeiten spielten. Sie vertieften Haitis Armut   und die Korruption in diesem Land.<\/p>\n<p>  Jean Bertrand Aristide gewann die Pr&#228;sidentschaftswahlen 1990 in Haiti,   mit dem Versprechen die Armut auszumerzen und soziale Gerechtigkeit zu   bringen. Aristides urspr&#252;ngliche Reformen waren bei den Armen beliebt,   wenn sie auch angesichts dessen, was notwendig w&#228;re um Armut und   Arbeitslosigkeit tats&#228;chlich auszumerzen, bescheiden anmuten. Dennoch   wurde Aristide von der reaktion&#228;ren reichen Elite aufs Heftigste   abgelehnt.<\/p>\n<h4>  US Interventionen<\/h4>\n<p>  Aristide wurde daher 1991 von General Cadras gest&#252;rzt, kehrte aber 1994   an die Macht zur&#252;ck, mit der Unterst&#252;tzung von 20.000 US-Soldaten,   nachdem die Clinton-Regierung mit dem vorhergehenden instabilen und   aufs&#228;ssigen haitianischen Regime die Geduld verloren hatte. Clinton   sorgte daf&#252;r dass Aristide die Interessen der USA und die Herrschaft der   haitianischen Elite nicht bedrohen w&#252;rde.<\/p>\n<p>  2000 wurde Aristide wieder mit 90-prozentiger Unterst&#252;tzung zum   Pr&#228;sidenten gew&#228;hlt. Seine Unterst&#252;tzung schrumpfte allerdings   zunehmend, da er die Armut nicht abschaffte. Au&#223;erdem h&#228;uften sich   Anschuldigungen der Korruption und des Wahlbetrugs.<\/p>\n<p>  Die Bush-Administration stellte sich dennoch gegen Aristide und   blockierte internationale Hilfe nach Haiti. Die reaktion&#228;re Opposition   inszenierte 2004 einen Aufstand mit Unterst&#252;tzung der US-Republikaner   und Aristide wurde von US-Truppen aus Haiti &#8222;hinausgeleitet&#8220;.<\/p>\n<p>  Die Jahre nach Aristide waren gepr&#228;gt von fortgesetzter Krise und Gewalt   sowie einer Folge von wechselnden Premierministern. 2006, bei der ersten   Wahl nach Aristide, wurde Rene Preval als Sieger der   Pr&#228;sidentschaftswahl verk&#252;ndet. Nach der Aufstockung ausl&#228;ndischer   Truppen (besonders aus Brasilien, das die Rolle eines   Regionalimperialisten spielte) kam es zu Konflikten zwischen UN-Truppen   und bewaffneten Gangs in Cite Soleil, eines der gr&#246;&#223;ten Slums. Im April   2008 zwangen Hungerunruhen die Regierung eine Preissenkung auf Reis   anzuk&#252;ndigen.<\/p>\n<p>  Trotz der Selbstbeschreibung von Pr&#228;sident Preval als &#8222;Held der Armen&#8220;   hat er nichts an der tiefen Armut in Haiti ge&#228;ndert. Die riesige Kluft   zwischen der armen kreolisch-sprachigen schwarzen Mehrheit, die mehr als   95 Prozent der Bev&#246;lkerung ausmacht, und der franz&#246;sisch-sprachigen   Minderheit der Mulatten, von denen 1 Prozent beinahe die H&#228;lfte des   Reichtums des Landes besitzen, bleibt unangestastet.<\/p>\n<h4>  Ausbeutung<\/h4>\n<p>  Die Handelspolitik der internationalen Institutionen des Kapitals haben   Haiti in Abh&#228;ngigkeit von Nahrungsmittelimporten, besonders aus den USA,   gebracht. Die enorm gestiegenen Reis- und Nahrungsmittelpreise trafen   die haitianischen Menschen 2009 sehr hart. Haiti zahlt pro Jahr 50   Millionen Dollar an Zinsen f&#252;r seine Verschuldung. Letzte Woche, wurde   Haiti vom IWF ein &#8222;Notkredit&#8220; von 100 Millionen Dollar gew&#228;hrt &#8211;   allerdings unter der Bedingung dass im &#246;ffentlichen Dienst die L&#246;hne   nicht erh&#246;ht werden.<\/p>\n<p>  Vor dem Erdbeben hat Bill Clinton, UN-Sonderbeauftragter f&#252;r Haiti, f&#252;r   noch mehr Sweat Shops geworben, von denen US- und kanadische Firmen und   Haitis Elite profitieren w&#252;rden.<\/p>\n<h4>  Das CWI fordert:<\/h4>\n<h4>  Sofortiges Geld f&#252;r Katastrophenhilfe und Wiederaufbau<\/h4>\n<p>  Demokratische Kontrolle &#252;ber Hilfsgelder und Notma&#223;nahmen sowie die   Wiederaufbauprogramme durch gew&#228;hlte Komitees von ArbeiterInnen,   LandarbeiterInnen und Armen in jedem Bezirk und jeder Nachbarschaft<\/p>\n<p>  F&#252;r den Bau von guten, erbebensicheren H&#228;usern, Spit&#228;lern, Schulen,   Stra&#223;en und Infrastruktur sowie anderen lebensnotwendigen &#246;ffentlichen   Ressourcen und Einrichtungen<\/p>\n<h4>  Streichung der Auslandsschulden und Abschaffung der ungerechten   Handelsauflagen<\/h4>\n<h4>  Staatliche Unterst&#252;tzung f&#252;r ums &#220;berleben k&#228;mpfende Kleinbauern<\/h4>\n<h4>  Jobs und existenzsichernde Mindestl&#246;hne f&#252;r alle<\/h4>\n<h4>  Die Wirtschaft muss in Gemeineigentum &#252;berf&#252;hrt werden, unter   demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die Arbeiterklasse<\/h4>\n<h4>  UN-Truppen raus aus Haiti &#8211; Schluss mit imperialistischer Einmischung!<\/h4>\n<h4>  F&#252;r den Aufbau von unabh&#228;ngigen Gewerkschaften sowie einer neuen   Massenpartei der Arbeiterklasse und Armen, mit sozialistischem Programm<\/h4>\n<h4>  F&#252;r ein sozialistisches Haiti, als Teil einer freiwilligen und   gleichberechtigten sozialistischen Karibik-F&#246;deration.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Banker streifen 100 Milliarden an Boni ein, w&#228;hrend arme HaitianerInnen<br \/>\n      mit den Folgen der Katastrophe ringen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[41],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13534"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13534"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13534\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}