{"id":13474,"date":"2010-01-15T00:00:00","date_gmt":"2010-01-15T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13474"},"modified":"2014-11-05T13:47:38","modified_gmt":"2014-11-05T12:47:38","slug":"13474","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/01\/13474\/","title":{"rendered":"Linke Jugendopposition in der DDR-Revolution"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_29339\" aria-describedby=\"caption-attachment-29339\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-29339\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196-280x173.jpg\" alt=\"Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/seven_resist\/ CC BY-NC-SA 2.0\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196-560x345.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196-600x370.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/3102197199_d9abe94e5c_b-e1415191641196.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-29339\" class=\"wp-caption-text\">Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/seven_resist\/ CC BY-NC-SA 2.0<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>&#8222;Das Gef\u00fchl etwas bewegen zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><em>von Sebastian Foerster<\/em><\/p>\n<p>Ende der 1980er Jahre kochte in der DDR die Unzufriedenheit und Wut der Menschen gegen das unterdr\u00fcckende stalinistische Regime hoch und entlud sich in einer Revolution, die als politische Revolution f\u00fcr eine andere DDR begann und in einer sozialen Konterrevolution endete.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend beim Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 die Bauarbeiter in der Berliner Sonnenallee die Ersten waren, die aufstanden und eine massive Welle des Widerstands gegen die F\u00fchrung der Sozialistischen Einheitspartei (SED) lostraten, war es 1989 in der DDR zuerst vor allem die Jugend, die sich bewegte und mit radikalen Protestaktionen erste Schritte gegen das stalinistische Regime bestritt. Eine andere Gesellschaft sollte es sein \u2013 sozialistisch, aber eben ohne die SED-B\u00fcrokratie.<\/p>\n<p>Die DDR-Jugend war von den Herrschenden stark umworben. Leo Trotzki, der in Verratene Revolution die Verzerrung der Idee des Sozialismus in der Sowjetunion durch die Parteib\u00fcrokratie um Josef Stalin analysierte, schrieb zu dem Ph\u00e4nomen des Wegbrechens der Unterst\u00fctzung der russischen Jugend f\u00fcr das Regime, dass seine politische Unf\u00e4higkeit \u201esich im Verlust der F\u00e4higkeit [bewies], die Jugend um das eigenen Banner zu scharen\u201c. Die von Trotzki beschriebene Sowjetunion unter Stalin war alles andere als eine lebendige und sozialistische Gesellschaft, in der die Jugend \u201efrei atmen, kritisieren, irren und heranreifen\u201cdurfte.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches l\u00e4sst sich auch auf die Situation in der DDR \u00fcbertragen, die nach dem Vorbild der stalinschen Sowjetunion errichtet wurde. Jugendliche in der DDR hatten aufgrund des repressiven Charakters des Staates oft massive Schwierigkeiten, ihren eigenen Weg zu finden und sich unabh\u00e4ngig zu entwickeln. Weil niemand die Macht der B\u00fcrokratie hinterfragen sollte, entstand ein enormer Kontroll- und \u00dcberwachungsapparat. Es war fast allt\u00e4glich, dass junge Menschen grundlos von einer Polizeistreife angehalten wurden. Und wenn sie ein \u201eauff\u00e4lliges \u00c4u\u00dferes\u201c hatten, also ein wenig nach Punk, Tramper oder Blueser aussahen, wurden sie nicht selten mit auf die Wache genommen.<\/p>\n<p>Zwar gab es Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ideen des Marxismus unter breiten Teilen der Jugend. Da der eingeschlagene Weg allerdings nicht \u201evon unten\u201c, sondern allein durch die verdrehten Kommandos der F\u00fchrungsclique der SED bestimmt wurde, war es f\u00fcr die Parteioberen nicht einfach, die Jugend hinter sich zu bringen.<\/p>\n<p>Die SED-F\u00fchrung hatte ein h\u00f6chst gespaltenes Verh\u00e4ltnis zu dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe, die die Zukunft sein sollte, letztendlich aber nicht steuerbar war. Rockstars in Jeans waren unter Jugendlichen weitaus popul\u00e4rer die Ulbrichts und Honeckers. Dass die Obrigkeit schlichtweg Angst vor Jugendlichen hatte, wird deutlich wenn man ihre Politik gegen unabh\u00e4ngige Jugendkulturen betrachtet. So behauptete die SED-F\u00fchrung ernsthaft, dass die bei Jugendlichen so popul\u00e4ren Jugendkulturen aus dem Westen von der Bourgeoisie allein eingesetzt w\u00fcrden, um die DDR ideologisch anzugreifen. Trotz gewisser Zick-Zacks in der Jugend- und Kulturpolitik der SED, gab es doch nie die M\u00f6glichkeit einer tats\u00e4chlich freien kulturellen Entfaltung f\u00fcr Jugendliche.<\/p>\n<p>Mit der Freien Deutschen Jugend (FDJ) existierte eine von der B\u00fcrokratie kontrollierte Massenorganisation, der Ende der 1980er Jahre \u00fcber 80 Prozent der Jugend angeh\u00f6rten. In ihr herrschte ein strenges Regime. Mitgliedschaft war zwar \u201efreiwillig\u201c, eine Verweigerung des Beitritts konnte jedoch erhebliche soziale Nachteile verursachen, da die FDJ zum Beispiel bei der Vergabe von Abitur-, Studien- und Arbeitspl\u00e4tzen mitwirkte.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngige Jugendbewegungen wurden nicht geduldet. Aber die Macht der SED- und FDJ-Oberen wurde in den 1980er Jahren br\u00fcchig. 1987 kam es zu massiven Protesten von etwa 3.000 Jugendlichen in Ost-Berlin, die einem auf der westlichen Seite des Brandenburger Tors stattfindenden Rock-Konzert zuh\u00f6ren wollten. Sie skandierten \u201eDie Mauer muss weg!\u201c und sangen die Internationale. Ein Jahr sp\u00e4ter musste selbst die FDJ Open-Air-Konzerte mit West-Bands veranstalten, um nicht v\u00f6llig den Einfluss auf die Jugend zu verlieren.<\/p>\n<p>Seit dem Bestehen der DDR gab es immer wieder Initiativen von Jugendlichen, sich eine eigenst\u00e4ndige Bewegung zu schaffen. Aufgrund der Repression hiergegen erreichten diese einen ungew\u00f6hnlich hohen Grad der Politisierung. Besonders verfolgt wurde die rebellische Punkszene in der DDR. Die Szene sollte durch gezielte Angriffe und mehrere Verhaftungswellen durch die Stasi zerschlagen werden.In der Offenen Arbeit, die unter dem sch\u00fctzenden Dach einiger Kirchengemeinden von unten aufgebaut wurde, fanden aus der Gesellschaft ausgeschlossene Jugendliche wie die Punks eine Heimat. Hier kamen sie in Kontakt mit Oppositionellen, denen sich Viele anschlossen.<\/p>\n<p>Auch au\u00dferhalb dieser Jugendbewegungen fanden sich Jugendliche, die aufgrund ihrer individuellen Erfahrung mit dem repressiven Staatsapparat in die Opposition r\u00fcckten. Eine Sch\u00fclerin, die sich im Mathematikunterricht wehrte, die Flugkurve einer Handgranate zu berechnen und die die \u201cFriedenspolitik\u201d der SED hinterfragte, wurde diszipliniert. Es gab F\u00e4lle, wo Sch\u00fclerInnen, die mit dem Abzeichen der staatsunabh\u00e4ngigen Friedensbewegung \u201cSchwerter statt Pflugscharen\u201d herum liefen, verhaftet oder von der Schule verwiesen wurden.<\/p>\n<p>Nicht wenige Jugendliche erkannten, dass das Regime, das das Meinungsmonopol auf Themen wie Antikapitalismus, Frieden und Internationalismus besa\u00df, diesen Idealen massiv entgegengesetzt handelte und nicht f\u00e4hig war, seinen Kurs zu revidieren.<\/p>\n<p>Ein Beispiel sind die ostdeutschen Jugendlichen, die sich in der Schule oder der Universit\u00e4t mit linken Bewegungen im westlichen Ausland besch\u00e4ftigten und ein anderes Verst\u00e4ndnis vom Sozialismus entwickelten als es die SED-F\u00fchrung ihnen vorschrieb. Sie gr\u00fcndeten in verschiedenen St\u00e4dten Solidarit\u00e4tsgruppen, die internationale Bewegungen wie die nicaraguanische Revolution unterst\u00fctzten und wendeten sich beeinflusst durch die lebendigen ausl\u00e4ndischen Bewegungen gegen die unterdr\u00fcckende Politik in der DDR.<\/p>\n<p>Eine der wichtigsten Entwicklungen, die daf\u00fcr sorgten, dass viele Jugendliche sich gegen die SED-F\u00fchrung richteten, war dann die Reformpolitik des neuen Staats- und Parteichefs Gorbatschow in der Sowjetunion. Die SED-Oberen wehrten sich mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen dagegen, dem Beispiel Russlands zu folgen und irgendetwas an ihrem Kurs zu ver\u00e4ndern, was gro\u00dfen Widerwillen in der Gesellschaft und der Jugend hervorrief. Dies fiel zusammen mit einer tabuisierten wirtschaftlichen Stagnation und einer ungen\u00fcgenden Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit einfachen Konsumartikeln. Die Unzufriedenheit in gro\u00dfen Teilen der Bev\u00f6lkerung stieg drastisch.<\/p>\n<h4>Die Opposition im Aufwind<\/h4>\n<p>Die offensichtliche F\u00e4lschung der Kommunalwahlen am 7. Mai 1989 f\u00fchrte zu wachsender Aufmerksamkeit f\u00fcr oppositionelle Gruppen. Einige junge Ost-Berliner Oppositionelle organisierten nun an jedem Siebten des Monats Proteste gegen den Wahlbetrug. Die Jugendlichen blieben bei ihren monatlichen Aktionen auf dem Alexanderplatz jedoch anfangs nur wenige. Eine Protestaktion gegen das Regime zu veranstalten war h\u00f6chst gef\u00e4hrlich. Die Gefahr der Unterdr\u00fcckung hielt die Bev\u00f6lkerung noch davon ab, sich anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Eine andere Massenbewegung brach sich zuvor Bahn, und zwar Richtung westlichem Ausland. Immer mehr Leute hielten es in der DDR nicht mehr aus und stellten Ausreiseantr\u00e4ge. Eine Massenflucht von Zehntausenden brach sich Bahn. 70 Prozent der Ausreisenden waren unter 30 Jahre alt.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit wuchs die Opposition und es gr\u00fcndeten sich viele neue Gruppen wie Neues Forum, Demokratischer Aufbruch und Vereinigte Linke.<\/p>\n<p>Die politische F\u00fchrung der neu gegr\u00fcndeten Gruppen setzte sich aus den Personen zusammen, die auch in den Jahren zuvor schon in der Opposition gro\u00dfen Einfluss hatten. Viele der neuen und \u00e4lteren linken oppositionellen Strukturen wie die Umweltbibliothek wiesen starke Gemeinsamkeiten auf. Sie besch\u00e4ftigten sich vordergr\u00fcndig miteinzelne Themenbereiche wie Friedens- oder Umweltpolitik, kritisierten die undemokratische Herrschaft der SED-F\u00fchrung und stritten f\u00fcr mehr demokratische Rechte wie freie Wahlen und Reisefreiheit. Viele verfolgten die Idee des \u201cSozialismus mit menschlichem Antlitz\u201d, wobei ihre Vorstellungen hiervon sehr neblig waren. Auch anarchistische Ideen waren verbreitet.<\/p>\n<p>Die jugendlichen Mitglieder der Oppositionsstrukturen nahmen oft die Ansichten von \u00e4lteren Aktiven an und blieben zahlenm\u00e4\u00dfig eher die Minderheit.<\/p>\n<h4>Revolution\u00e4rer Autonomer Jugendverband (RAJV)<\/h4>\n<p>Eine Ausnahme war hierbei der Revolution\u00e4rer Autonomer Jugendverband (RAJV), der sich 1989 in einigen ostdeutschen St\u00e4dten bildete. Diese oppositionelle Gruppe unterschied sich von den anderen, da sie eine reine Jugendgruppe war und viele Mitglieder eine konkrete Idee von einer anderen Gesellschaft fernab von Stalinismus und Kapitalismus hatten. Obwohl inspiriert von der Bewegung der westdeutschen Autonomen standen RAJV-Mitglieder f\u00fcr eine Entmachtung der SED-F\u00fchrung zugunsten einer sozialistischen R\u00e4tedemokratie. Die Planwirtschaft sollte beibehalten werden, jedoch sollte diese von unten, \u00fcber die R\u00e4te organisiert werden. Auch wenn Trotzkis B\u00fccher in der DDR strengstens verboten waren und den Mitgliedern die theoretische Untermauerung fehlte, so n\u00e4herten sich die Jugendlichen doch seinen Ideen an. Etliche Mitglieder traten w\u00e4hrend der Revolution dem Committee for a Worker\u2018s International (CWI) bei, dem auch die SAV angeh\u00f6rt. Der RAJV wuchs sp\u00e4ter auf viele hundert Mitglieder an, arbeitete in der Vereinigten Linken mit und war an vielen der oppositionellen Proteste beteiligt.<\/p>\n<h4>\u201eWer die Jugend hat, hat die Zukunft\u201c (Lenin)<\/h4>\n<p>Der Startschuss f\u00fcr die revolution\u00e4re Bewegung im Herbst 1989 war die erste Montagsdemonstration in Leipzig am 4. September. Es kamen vor allem junge Menschen, die mit dem Slogan \u201eWir bleiben hier!\u201c der Ausreisebewegung antworteten und f\u00fcr eine Refomierung der DDR protestierten. Auch am n\u00e4chsten Montag beteiligten sich haupts\u00e4chlich J\u00fcngere an den Protesten.<\/p>\n<p>In Ost-Berlin ging es am 7.10.1989 los, als sich Tausende der Wahldemonstration der Jugendlichen anschlossen. Die Wahldemo traf nun die Stimmung vieler Menschen, die sich endlich trauten auf die Stra\u00dfe zu gehen. Es waren auch hier wieder \u00fcberwiegend junge Leute, die sich trotz massiver Polizeigewalt dem Protest anschlossen und Richtung Palast der Republik marschierten.<\/p>\n<p>Die Demonstrationen und die massenhafte Auswanderung von jungen Menschen waren Z\u00fcndpulver f\u00fcr die F\u00e4sser der Unzufriedenheit und Wut in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>In den oppositionellen Gruppen konzentrierten sich Jugendliche eher auf \u00f6ffentliche Aktionen, w\u00e4hrend \u00c4ltere \u00fcber neue Strukturen nachdachten und oppositionelle Zeitschriften verfassten. Beides trug dazu bei, dass sich eine revolution\u00e4re Bewegung im Herbst 1989 formieren konnte.<\/p>\n<h4>Politische Revolution und die soziale Konterrevolution<\/h4>\n<p>Die Oppositionsgruppen erwiesen sich in dieser revolution\u00e4ren Bewegung als unf\u00e4hig, einen Weg zu einer sozialistischen Demokratie aufzuzeigen und waren anfangs nicht zu einem v\u00f6lligen Bruch mit der SED bereit, so wie sie sp\u00e4ter der Vereinigung mit der Bundesrepublik auf kapitalistischer Basis nichts entgegenzusetzen hatten. Bereitwillig trat sie mit der SED-F\u00fchrung an den Runden Tischen in Dialog. Die Jugendopposition wurde an dem zentralen Runden Tisch der Jugend eingebunden. Zwar wurden an den Verhandlungstischen Verbesserungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung erzielt, letztendlich f\u00fchrten die Runden Tische jedoch zu einer Einbindung der revolution\u00e4ren Bewegung.<\/p>\n<p>Nach der kapitalistischen Vereinigung von DDR und BRD suchten viele linke Jugendliche ihren Weg indem sie Proteste gegen Privatisierungen und Stellenabbau organisierten, sich der antifaschistische Bewegung anschlossen oder H\u00e4user besetzten.<\/p>\n<p>Die Rolle der Jugend in der DDR-Revolution war die eines Katalysators, der 1989 die Massen elektrisierte und ein wichtiger Faktor dabei war, eine breite gesellschaftliche Bewegung in Gang zu setzen. Das Resultat der Bewegung war allerdings ganz und gar nicht das, wof\u00fcr die linke Jugendopposition in der DDR gestritten hatte. Aber auch sie konnte die wachsenden Illusionen bei gro\u00dfen Teilen der Jugendlichen in die Marktwirtschaft nicht verhindern. Dass der Jugend durch die kapitalistische Vereinigung die Zukunft verbaut wurde, wird vielen erst heute bewusst.<\/p>\n<p>RAJV- und CWI-Mitglieder geh\u00f6rten zu den Wenigen, die eine Perspektive einer demokratischen und sozialistischen Planwirtschaft vertraten. Der Vorschlag R\u00e4te in Fabriken, Stadtteilen, Unis und Schulen zu gr\u00fcnden fand auch Anklang in der Bewegung. Allerdings waren diese Kr\u00e4fte zu klein und hatten zu wenig Einfluss, um den Weg in die Konterrevolution und Restauration des Kapitalismus zu verhindern<i>.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gef\u00fchl etwas bewegen zu k\u00f6nnen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":29339,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[87],"tags":[647,256],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13474"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13474"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13474\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}