{"id":13472,"date":"2010-01-09T00:00:00","date_gmt":"2010-01-08T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13472"},"modified":"2012-05-25T15:27:44","modified_gmt":"2012-05-25T13:27:44","slug":"13472","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/01\/13472\/","title":{"rendered":"Quebec: Neue CWI-Gruppe"},"content":{"rendered":"<p>  Die Parteien des Establishment haben keine L&#246;sung f&#252;r die steigende   Arbeitslosigkeit und Armut<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  In den letzten Monaten hat sich eine neue sympathisierende Sektion des <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\">Komitees   f&#252;r eine Arbeiterinternationale<\/a> (CWI &#8211; die internationale   sozialistische Organisation, der die SAV angeschlossen ist) in Quebec   gebildet. Mouvement pour un Parti Socialiste (Bewegung f&#252;r eine   Sozialistische Partei, MPS) hat auch eine <a href=\"http:\/\/mpsquebec.org\/\">Website<\/a>   gestartet und begonnen, eine Zeitung, Le Socialiste, herauszugeben.<\/p>\n<h4>  <i><b>von Olivier Lachance, MPS (CWI in Quebec)<\/b><\/i><\/h4>\n<p>  Von 2007 bis 2009 stieg die Arbeitslosigkeit in Quebec offiziell von   sieben Prozent auf acht Prozent. Nach den letzten Untersuchungen leben   etwa neun Prozent der Bev&#246;lkerung von Quebec in einem Haushalt mit   niedrigem Einkommen. Im Zeitraum von 25 Jahren sind die Einkommen der   Mittelschicht nur um 0,1 Prozent gestiegen, w&#228;hrend die der &#196;rmsten   scharf um 21 Prozent gefallen sind. Obendrein sind im selben Zeitraum   die Lebenshaltungskosten dramatisch nach oben geschossen.<\/p>\n<p>  Die sozialen Verh&#228;ltnisse in Quebec sind nicht besser, trotz der leeren   Versprechungen einer &#8222;besseren Zukunft&#8220; der Parti Qu&#233;becois (PQ,   Quebec-Partei) und der Parti Lib&#233;ral du Qu&#233;bec (PLQ, Liberale Partei von   Quebec), die sich die Macht seit Jahren geteilt haben. In der Tat hat   nur die Kapitalistenklasse von der Politik dieser zwei Parteien   profitiert. Die PLQ ist eine neoliberale Partei, die sich haupts&#228;chlich   auf die Gro&#223;kapitalisten st&#252;tzt, w&#228;hrend die PQ mit ihrer   nationalistischen Politik versucht, die Kleinunternehmen zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p>  Die Weltfinanzkrise, die auch Quebec getroffen hat, hat klar gezeigt,   dass diese Parteien des Establishments den Interessen der arbeitenden   Menschen nicht dienen k&#246;nnen. W&#228;hrend gro&#223;e Privatfirmen wie Pratt &amp;   Withney und Bombardier Hunderte ArbeiterInnen in der ganzen Provinz   feuern oder die Arbeitsbedingungen angreifen, bleibt die Regierung   ohnm&#228;chtig. Schlimmer noch: die Regierung macht finanzielle Zusch&#252;sse,   die nicht zur Rettung unserer Arbeitspl&#228;tze verwendet werden, sondern um   den Bossen riesige Boni zu zahlen. Sie versuchen, uns zu &#252;berzeugen,   dass wir den Preis f&#252;r ihre Krisen und f&#252;r die Firmen zahlen m&#252;ssen, die   nur daran interessiert sind, sich auf unserem R&#252;cken zu bereichern. In   dieser Krisenperiode kommen die Widerspr&#252;che des Kapitalismus an die   Oberfl&#228;che, aber weder PLQ noch PQ bieten eine L&#246;sung, weil sie nur die   Interessen des Gro&#223;kapitals sch&#252;tzen (wie das auf Bundesebene ebenso mit   der Konservativen Party, der Liberalen Partei von Kanada und der Neuen   Demokratischen Partei der Fall ist).<\/p>\n<h4>  Arbeiterbewegung<\/h4>\n<p>  Die Arbeiterbewegung muss sich organisieren und ihre eigene Alternative   entwickeln. Die Kampagnen, die von Gewerkschaftsverb&#228;nden,   Studierendenvereinigungen und verschiedenen &#8222;Pressure groups&#8220; gef&#252;hrt   werden, um unsere &#246;ffentlichen Dienstleistungen zu erhalten oder die   Umwelt zu sch&#252;tzen sind gute Ausgangspunkte, aber wir brauchen viel mehr   als das. Der liberal Ministerpr&#228;sident von Quebec, Jean Charest,   versucht durch die Gesetzentw&#252;rfe 38 oder 44 (Gesetze &#252;ber die   Verwaltung von h&#246;heren Schulen, durch die &#8222;externe Akteure&#8220; die Mehrheit   in den Vorst&#228;nden von Colleges and Universit&#228;ten haben sollen.) zu   erm&#246;glichen, dass Privatfirmen Teile des Bildungssystems betreiben und   will auch Profit machende Firmen am Gesundheitswesen beteiligen mit der   so genannten &#8222;Medizin der zwei Geschwindigkeiten&#8220; (ein System, das die   Schaffung von Privatkliniken zul&#228;sst, die neben dem &#246;ffentlichen   Gesundheitssystem bestehen und Subventionen vom Staat erhalten).<\/p>\n<p>  Die PQ-Opposition kritisiert die Regierung, aber das sind nur Worte, da   die PQ nicht handelt oder etwas anderes vorschl&#228;gt. Deshalb m&#252;ssen wir   nicht nur gegen die Angriffe mobilisieren, sondern auch die   Notwendigkeit einer &#196;nderung der Gesellschaft in die politische Debatte   tragen. Mit anderen Worten m&#252;ssen wir die Probleme an der Wurzel   anpacken und nicht nur gegen die Folgen k&#228;mpfen. Das bedeutet, den Kampf   gegen den Kapitalismus insgesamt zu organisieren.<\/p>\n<p>  F&#252;r diese Ziele rufen Mitglieder des Committee for a Workers&#8217;   International (Komitee f&#252;r eine Arbeiterinternationale, CWI) in Quebec   zum Aufbau einer wirklichen sozialistischen Massenpartei auf, die sich   im Unterschied zu den Hauptparteien auf die Seite der Jugend und   ArbeiterInnen in ihren K&#228;mpfen f&#252;r die Verteidigung ihrer   Klasseninteressen stellen w&#252;rde. Es gibt zwar schon eine linke Front,   Qu&#233;bec Solidaire (eine Partei, in der das CWI aktiv ist), es ist aber   notwendig, dass die Kr&#228;fte des wirklichen Marxismus auch aufgebaut   werden und eine k&#252;hne sozialistische Politik als Alternative zum   gegenw&#228;rtigen morschen System vertreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die Parteien des Establishment haben keine L&#246;sung f&#252;r die steigende<br \/>\n      Arbeitslosigkeit und Armut\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[102,42],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13472"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13472\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}