{"id":13416,"date":"2009-12-08T00:00:00","date_gmt":"2009-12-08T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13416"},"modified":"2009-12-08T00:00:00","modified_gmt":"2009-12-08T00:00:00","slug":"13416","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/12\/13416\/","title":{"rendered":"Wirtschafts- und Klimakrise &#8211; zwei Seiten einer Medaille"},"content":{"rendered":"<p>  Proteste gegen Klimagipfel in Kopenhagen<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Wenn die M&#228;chtigen dieser Welt am 7. Dezember im d&#228;nischen Kopenhagen   zusammenkommen, ist nur eins klar: Statt Antworten auf den Klimawandel   wird es noch mehr hei&#223;e Luft geben.<\/b><\/p>\n<h4>  <i><b>von Thorben Mager, Stuttgart<\/b><\/i><\/h4>\n<p>  Die 1997 in Kyoto abgeschlossenen Klimaschutzvertr&#228;ge wurden als   Durchbruch f&#252;r den internationalen Klimaschutz gefeiert. Tats&#228;chlich ist   bisher jedoch wenig geschehen.<\/p>\n<h4>  <i>von Kyoto nach Kopenhagen<\/i><\/h4>\n<p>  Das Prinzip des Klimaschutzvertrages basiert auf der kapitalistischen   Logik. Zentrales Element ist der Emissionshandel. Emittenten bekommen   eine gewisse Menge an Emissionen in Form von Zertifikaten zugeschrieben,   die sie bei Nichtnutzung verkaufen, aber auch zukaufen k&#246;nnen. Letztlich   erweist sich dieser Handel als Instrument der einflussreichsten Lobbys.   So bekamen zum Beispiel klimasch&#228;dliche Kohlekraftwerke besonders viele   Zertifikate zugeschrieben, was die Stellung ihrer Konzerneigner sogar   noch festigte.<\/p>\n<p>  Die gro&#223;z&#252;gige Vergabe der Emissionsrechte in der Europ&#228;ischen Union   f&#252;hrte auch dazu, dass die Preise f&#252;r die Zertifikate stark zur&#252;ckgingen   und f&#252;r CO2-Einsparungen aus Sicht der Konzerne oft keine Notwendigkeit   bestand.<\/p>\n<p>  Ein weiteres Schlupfloch stellt der &#8222;Mechanismus f&#252;r umweltvertr&#228;gliche   Entwicklung&#8220; dar, der es Industriestaaten erlaubt, durch CO2   reduzierende Investitionen in so genannten &#8222;Entwicklungsl&#228;ndern&#8220; dort   vermiedene Emissionen im eigenen Land zus&#228;tzlich verursachen zu d&#252;rfen   oder als Emissionsguthaben gutzuschreiben. Diese Art des &#8222;gr&#252;nen   Imperialismus&#8220; hat sich als Goldgrube herausgestellt. Mit zweifelhaften   Ma&#223;nahmen, wie dem Anlegen von Kohlenstoffsenken, die eine Absenkung des   Grundwasserspiegels nach sich ziehen k&#246;nnen, wurden schlimme soziale und   &#246;kologische Folgen f&#252;r die lokale Bev&#246;lkerung in Kauf genommen.<\/p>\n<p>  Der Kopenhagener Klimagipfel ist darauf ausgerichtet, diese Regelungen   fort-zuschreiben. Gemeinsam mit den Vertretern der &#8222;Wirtschaft&#8220; sollen   L&#246;sungen f&#252;r den Klimawandel gefunden werden. Die Proteste in Kopenhagen   gehen in eine andere Richtung. Auf Demonstrationen und Blockaden wollen   an die 30.000 AktivistInnen aus der sozialen- und der Umweltbewegung   ihre Positionen vorbringen.<\/p>\n<h4>  Wie schlie&#223;en wir das Klimakasino?<\/h4>\n<p>  Diese Klimagipfel zeigen in aller Deutlichkeit, dass die Ideologie des   Marktes nicht in der Lage ist, eine der entscheidenden &#246;kologischen   Fragen des 21. Jahrhunderts zu l&#246;sen. Immer deutlicher stellt sich die   Frage einer Alternative. Konzepte wie der von den Gr&#252;nen geforderte   &#8222;Green New Deal&#8220; , eine Art gr&#252;ner Kapitalismus, scheitern am Chaos der   Marktwirtschaft und dem systemimmanenten Zwang, f&#252;r h&#246;here Profite   gegebenenfalls die Umwelt zu zerst&#246;ren.<\/p>\n<p>  Wenn wir unsere Umwelt wirklich sch&#252;tzen wollen, dann m&#252;ssen wir die   Produktion selber in die Hand nehmen und die Konkurrenzwirtschaft durch   ein System von gesamtgesellschaftlicher und langfristig orientierter   Planung durch die Besch&#228;ftigten abl&#246;sen. Erst das macht den Weg frei f&#252;r   eine an den gesellschaftlichen und &#246;kologischen Bed&#252;rfnissen   ausgerichtete Produktion. N<\/p>\n<h4>  Auf nach Kopenhagen! &#8211; 12. Dezember: Gro&#223;demonstration<\/h4>\n<p>  Buspl&#228;tze unter: <a href=\"http:\/\/www.linksjugend-solid.de\/aktuelles\/klima\/busanmeldung\">www.linksjugend-solid.de\/aktuelles\/klima\/busanmeldung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Proteste gegen Klimagipfel in Kopenhagen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[119],"tags":[220],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13416"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13416"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13416\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13416"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}