{"id":13379,"date":"2009-11-06T10:50:00","date_gmt":"2009-11-06T10:50:00","guid":{"rendered":".\/?p=13379"},"modified":"2009-11-06T10:50:00","modified_gmt":"2009-11-06T10:50:00","slug":"13379","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/11\/13379\/","title":{"rendered":"Opel Bochum: Betriebsversammlung ohne Ergebnis"},"content":{"rendered":"<p>  Handeln statt Verhandeln!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Ohne klare Perspektive f&#252;r den Erhalt des Werkes und der Arbeitspl&#228;tze   ging die Betriebsversammlung bei Opel Bochum am Donnerstag zu Ende.<\/h4>\n<h4>  <i>von Georg K&#252;mmel, K&#246;ln<\/i><\/h4>\n<p>  Der Betriebsratsvorsitzende, Rainer Einenkel, hielt eine auch im Ton   laue Rede. Nur einmal kam nennenswerter Beifall auf &#8211; als er darauf   hinwies, dass Opel Bochum schon oft tot gesagt worden sei, man aber   immer wieder bewiesen haben, dass man sich nicht kleinkriegen lasse.   Allerdings war von Streik und Betriebsbesetzung keine Rede. IG-Metall-   und Betriebsrats-F&#252;hrung setzen offensichtlich auf Verhandlungen mit GM.   Es g&#228;be schlie&#223;lich Vertr&#228;ge zur Standortsicherung, die eingehalten   werden m&#252;ssten, meinte Einenkel. Am Ende seiner Rede wies er darauf hin,   dass der GM-Vizevorsitzende gesagt habe, es g&#228;be eine &#8222;interessante   Option f&#252;r Bochum&#8220;. Wenn damit gemeint sei, dass neue Modelle,   insbesondere der neue Zafira in Bochum gebaut w&#252;rden, dann sei man zu   Verhandlungen bereit. Indirekt k&#252;ndigt er an, dass man dann auch zu   Verzicht bereit sei. Vorerst werde man aber auf die Auszahlung der   Lohnbestandteile bestehen, auf die man mit Blick auf den Magna-Deal   verzichtet habe.<\/p>\n<p>  CDU-Ministerpr&#228;sident R&#252;ttgers wurde h&#246;flich begr&#252;&#223;t und durfte vor der   Belegschaft sprechen. Etliche Kollegen verlie&#223;en mit Beginn seiner Rede   die Versammlung. Sie werden sich gefragt haben, was man von R&#252;tgers   erwarten soll, nachdem schon seine Parteifreundin und Kanzlerin, Angela   Merkel, erst gro&#223;e Erwartungen geweckt und jetzt au&#223;er hohlen Phrasen   nichts anzubieten hat.<\/p>\n<p>  Form und Inhalt der Rede des Betriebsratsvorsitzenden, der Umstand, dass   die Betriebsversammlung nicht in der Innenstadt sondern im Werk   stattfand und, dass es keinen Warnstreik, nicht einmal eine   Demonstration am heutigen Tag gab, das alles l&#228;sst bef&#252;rchten, dass die   Belegschaft weiter zum Stillhalten &#252;berredet werden soll, statt sie zum   K&#228;mpfen aufzufordern. Im bemerkenswerten Gegensatz dazu stand die   Meinung eines jungen Opelaners:<\/p>\n<p>  &#8222;Wir m&#252;ssen da weiter machen, wo wir 2004 aufgeh&#246;rt haben&#8220;. Damals war   das Werk eine Woche lang bestreikt worden.<\/p>\n<p>  Auch viele ehemalige KollegInnen waren spontan zum Tor 4 des Bochumer   Werkes gekommen, um ihre Solidarit&#228;t zu bekunden. Die   Betriebsversammlung fand aber im Werk statt. Zutritt hatten nur   Betriebsangeh&#246;rige.<\/p>\n<p>  Gut vertreten war die LINKE, mit Fahnen, Flugbl&#228;ttern und einem gro&#223;en   Transparent. In dem Flugblatt wurde leider keine Antwort auf die Frage   gegeben, wie angesichts von weltweiten &#220;berkapazit&#228;ten und den   klimasch&#228;dlichen Folgen des Individualverkehrs eine echte Alternative   aussehen k&#246;nnte. Wie Programm und Strategie f&#252;r einen erfolgreichen   Kampf in allen Werken, an allen Standorten und in der gesamten   Automobilindustrie aussehen k&#246;nnten, steht in einem Flugblatt, das   SAV-Mitglieder an die Opel-Besch&#228;ftigten verteilten und das <a href=\"\/media\/z\/091105_Opel_bw.pdf\">hier<\/a>   nachgelesen werden kann.<\/p>\n<\/p>\n<h5>  <i>Zwei Gesichter der Partei DIE LINKE bei dem Opel-Protest in Bochum &#8211;   k&#228;mpferische Solidarit&#228;t und Anpassung an die b&#252;rgerlichen (und im Kern   nationalistischen) Anti-GM-Parolen, als ob eine &#220;bernahme durch Magna im   Interesse der Besch&#228;ftigten gewesen w&#228;re:<\/i><\/h5>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/Opel-Bochum-LINKE.JPG\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/Opel.JPG\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Handeln statt Verhandeln!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,11,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13379"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13379"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13379\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}