{"id":13371,"date":"2009-11-03T15:00:00","date_gmt":"2009-11-03T15:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13371"},"modified":"2009-11-03T15:00:00","modified_gmt":"2009-11-03T15:00:00","slug":"13371","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/11\/13371\/","title":{"rendered":"Streiks bei Royal Mail"},"content":{"rendered":"<p>  Widerstand gegen drohende Privatisierung der britischen Post<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Von Donnerstag bis Samstag fand in Gro&#223;britannien die zweite landesweite   Streikserie im Arbeitskampf bei Royal Mail statt. <\/p>\n<h4>  <b>Von Christian Bunke, Manchester<\/b><\/h4>\n<p>  Bis kurz vor Streikbeginn fanden Gespr&#228;che zwischen der Communication   Workers Union (CWU) und Royal-Mail-Management statt. &#220;ber den genauen   Inhalt der Gespr&#228;che wurde nichts bekannt. Jedoch beschuldigte die CWU   das Royal Mail Management, zum wiederholten Male eine m&#246;gliche Einigung   sabotiert zu haben. Die Gewerkschaft erkl&#228;rte in einer Mitteilung, sie   wolle Arbeitsniederlegungen &#252;ber die Weihnachtszeit vermeiden. Trotzdem   wurden bereits zwei weitere Streiktage f&#252;r den kommenden Freitag und   Montag bekanntgegeben. CWU-Generalsekret&#228;r Billy Hayes erkl&#228;rte: &#187;Wir   sind frustriert &#252;ber die konstante Blockade der Unternehmensf&#252;hrung,   jedoch hoffen wir auf eine Einigung in dieser Woche. Dieser Streik ist   nicht unausweichlich.&#171;<\/p>\n<p>  Derweil strengt die CWU ein Gerichtsverfahren gegen Royal Mail an. Das   Unternehmen hat 30000 Leiharbeiter angestellt, um den Streik zu brechen.   Dies ist nach Auffassung der CWU rechtswidrig. Die CWU fordert ein Ende   dieser Praxis. Royal Mail hat au&#223;erdem drei sogenannte   Streikbrecherzentren eingerichtet. Diese sind ausschlie&#223;lich mit   Leiharbeitern besetzte Depots. Damit will Royal Mail auch w&#228;hrend   Streiks arbeitsf&#228;hig bleiben.<\/p>\n<p>  Die bisherigen Streiks verliefen sehr erfolgreich f&#252;r die CWU. Laut   Gewerkschaftsangaben gibt es mittlerweile einen riesigen R&#252;ckstau an   unausgelieferter Post. Bis zu 100 Millionen Briefe und Pakete wurden   noch nicht ausgeliefert.<\/p>\n<p>  Royal-Mail-Manager zeigten sich von der Solidarit&#228;t f&#252;r den Streik aus   der Bev&#246;lkerung &#252;berrascht. In vielen St&#228;dten gr&#252;nden sich erste   Solidarit&#228;tsgruppen. In London unterst&#252;tzte die   Transportarbeitergewerkschaft RMT den Arbeitskampf von Anfang an.<\/p>\n<p>  Die Royal-Mail-Manager wollen l&#228;ngere Arbeitszeiten und Entlassungen   durchsetzen. Mittelfristig soll die Privatisierung der Post vorbereitet   werden. Vielerorts werden Manager nach &#187;Leistung&#171; bezahlt: F&#252;r   weggemobbte Arbeiter gibt es Bonuszahlungen.<\/p>\n<p>  CWU-Mitglieder fordern ein sofortiges Ende solcher Methoden. Sie   verlangen au&#223;erdem Verhandlungen &#252;ber jede geplante   &#187;Modernisierungsma&#223;nahme&#171;. Die Postler sind au&#223;erdem w&#252;tend &#252;ber das   Einfrieren ihrer L&#246;hne, w&#228;hrend Royal-Mail-Manager die am besten   bezahlten F&#252;hrungskr&#228;fte im &#246;ffentlichen Sektor sind. Chief-Executive   Adam Crozier verdient weit &#252;ber f&#252;nf Millionen Pfund pro Jahr, Boni   eingeschlossen. Zugleich gibt es bei Royal Mail ein 60-Millionen-Defizit   in der Rentenkasse f&#252;r die Besch&#228;ftigten.<\/p>\n<p>  M&#246;glicherweise kommt ein zeitweiliger Waffenstillstand auf Druck der   Labour-Regierung zustande. Zwar streben alle im Parlament vertretenen   Parteien mittelfristig die Privatisierung der Royal Mail an. Aber   sp&#228;testens im Mai sind Parlamentswahlen, unpopul&#228;re Arbeitsk&#228;mpfe kommen   da ungelegen. Die gro&#223;e Konfrontation bei Royal Mail k&#246;nnte Aufgabe   einer neuen Tory-Regierung werden.<\/p>\n<h5>  Dieser Artikel erschien zuerst in der jungen Welt von heute. <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Widerstand gegen drohende Privatisierung der britischen Post\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13371"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}