{"id":13348,"date":"2009-10-24T00:00:00","date_gmt":"2009-10-24T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13348"},"modified":"2009-10-24T00:00:00","modified_gmt":"2009-10-24T00:00:00","slug":"13348","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/10\/13348\/","title":{"rendered":"&#8222;Youth Fight for Jobs&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>  Interview mit Sean Figg, einem Sprecher der Kampagne &quot;Youth Fight for   Jobs&quot; aus Gro&#223;britannien.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Was waren die Gr&#252;nde, die Euch bewegt haben, die Initiative &#8222;Youth Fight   for Jobs&#8220; zu gr&#252;nden?<\/h4>\n<p>  &#8222;Youth Fight for Jobs&#8220; wurde von jungen Mitgliedern der International   Socialist Resistance und Socialist Students mit der Unterst&#252;tzung von   Aktivisten der Socialist Party ins Leben gerufen.<\/p>\n<p>  Gro&#223;britannien wird gerade besonders hart von der Weltwirtschaftskrise   getroffen und in Folge des Schlamassels im Bankensektor sind viele der   bedeutendsten Unternehmen an die Wand gefahren worden. Schnell stieg die   Arbeitslosigkeit an. Was wir in der letzten Rezession erfahren mussten,   war, dass gerade Arbeiterjugendliche am h&#228;rtesten betroffen sind. Wenn   Unternehmen ihre Profite retten wollen, ist es &#252;blicherweise billiger,   junge Arbeiter als erstes zu entlassen; k&#252;rzere Betriebszugeh&#246;rigkeit   bedeutet geringere Abfindungen.<\/p>\n<p>  Einstellungsstopps in den Unternehmen verringern zudem die Chancen der   jetzigen Schulabg&#228;nger und Akademiker. Junge Kollegen in Gro&#223;britannien   stecken vor allem in prek&#228;ren Be-sch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen im   Einzelhandel, im Krankenhaussektor und auf dem Bau &#8211; die alle hart von   der Rezession getroffen werden.<\/p>\n<h4>  Wie k&#246;nnen Arbeitspl&#228;tze erfolgreich verteidigt und eine gesicherte   Zukunft erk&#228;mpft werden?<\/h4>\n<p>  Es ist klar, dass die etablierten Parteien von sich aus nichts tun   werden. Das liegt daran, dass sie ihre neoliberale Politik, die die   gegenw&#228;rtige Wirtschaftskrise verursacht hat, weiterhin betreiben. Wenn   Firmen geschlossen werden, sagen die Regierenden zwar, dass sie dies   bedauerlich finden. Wirklich etwas dagegen zu tun, f&#228;llt ihnen aber   nicht ein. Deshalb m&#252;ssen sich junge Menschen selbst organisieren und   eine Massenkampagne aufbauen, die aus arbeitslosen Jugendlichen,   Studierenden, Arbeiterjugendlichen und Gewerkschaftern besteht.<\/p>\n<p>  In dieser Gesellschaft ist der Reichtum vorhanden, jedem einen   ordentlichen Lebensstandard zu sichern. Und wenn die Arbeit auf alle   verteilt w&#252;rde, g&#228;be es auch genug gesellschaftlich sinnvolle Jobs. Wenn   dazu die Politik der Kapitalisten nicht f&#228;hig ist, brauchen wir eine   Alternative zu ihr!<\/p>\n<h4>  Was f&#252;r Aktivit&#228;ten habt ihr bisher organisiert? Was waren die   vorl&#228;ufigen H&#246;hepunkte?<\/h4>\n<p>  Unser erstes Event war im April der &#8222;Marsch f&#252;r Arbeitspl&#228;tze&#8221;   anl&#228;sslich des Treffens der G20 in London. Die Route f&#252;hrte durch die   von Arbeitslosigkeit besonders betroffenen Viertel Londons. Gerade junge   Leute kamen zu der Demo. Einzelne Gewerkschaften haben auf unserer Route   Kundgebungen abgehalten. Es war ein riesiger Erfolg! Wir bekamen viel   Aufmerksamkeit von den Medien. Viele der Teilnehmer waren entschlossen,   darauf weiter aufzubauen. Kurz nach unserer Demonstration gegen die G20   organisierten wir eine Gr&#252;ndungskonferenz, um demokratisch zu   diskutieren, wie &#8222;Youth Fight for Jobs&#8221; weiter gest&#228;rkt werden kann.   Dort wurden mehrere programmatische Resolutionen verabschiedet. Zudem   entschlossen wir uns, einen Vorstand zu w&#228;hlen. Im Anschluss an diese   Konferenz organisierten wir vor den Schul- und Semesterferien eine   14-t&#228;gige Aktionswoche. Ungef&#228;hr 600.000 junge Leute verlie&#223;en im Sommer   die Schule mit gro&#223;en Erwartungen, aber nur sehr geringen   Berufsaussichten.<\/p>\n<p>  Ich glaube, dass es die Stimmung traf, wie &#8222;Youth Fight for Jobs&#8221; mit   ihrem progressiven Programm Widerstand organisiert hat. &#220;berall im Land   organisierten die lokalen Gruppen Aktionen wie &#246;rtliche Demonstrationen,   Versammlungen und &#246;ffentliche Proteste.<\/p>\n<h4>  Wie ist Euer Verh&#228;ltnis zu den Gewerkschaften?<\/h4>\n<p>  Kontakte zu den Gewerkschaften zu kn&#252;pfen, war eine &#228;u&#223;erst wichtige   Strategie von &#8222;Youth Fight for Jobs&#8220;. Angesichts steigender   Arbeitslosigkeit werden Politiker und Bosse versuchen, normale Leute zu   spalten. Die Gefahr, dass Tausende Jugendliche arbeitslos werden, wird   von den Chefs genutzt, um Angriffe auf die Arbeitsbedingungen zu   starten. &#8222;Youth Fight for Jobs&#8220; ist der Ansicht, dass der Kampf um   Arbeitspl&#228;tze und der Kampf um anst&#228;ndige L&#246;hne und Arbeitsbedingungen   zwei Seiten einer Medaille sind. Um eine Spaltung zu vermeiden hat sich   &#8222;Youth Fight for Jobs&#8220; selbst auf die Gewerkschaften orientiert. Wir   trafen uns mit der Eisenbahnergewerkschaft, der Gewerkschaft des   &#214;ffentlichen Dienstes und der Post-Gewerkschaft, die alle unsere   Kampagne unterst&#252;tzen. Auf unserer ersten Konferenz hatten wir Redner   und Delegierte von all diesen Gewerkschaftsjugenden.<\/p>\n<h4>  Was werden die n&#228;chsten Schritte Eurer Kampagne sein?<\/h4>\n<p>  Der n&#228;chste Schritt ist der Ehrgeizigste! Wir rufen am 28. November zu   einer landesweiten Demonstration auf. Dann werden &#252;ber eine Million   Jugendliche arbeitslos sein und es ist davon auszugehen, dass ihre Zahl   noch weiter steigt. Wir haben den Eindruck, dass die Stimmung vorhanden   ist, eine bedeutende Teilnehmerzahl zu mobilisieren. Aus allen Teilen   des Landes sind bereits Busse gebucht, um zu der Demonstration zu   fahren. Ich denke, dass dies ein entscheidender Schritt sein wird, um   &#8222;Youth Fight for Jobs&#8221; zur einer Massenkampagne zu machen, die einen   bedeutenden Anteil daran hat, eine bessere Zukunft f&#252;r die n&#228;chste   Generation zu erk&#228;mpfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <i>Das Gespr&#228;ch f&#252;hrte Thorben Mager.<\/i><\/p>\n<\/p>\n<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Interview mit Sean Figg, einem Sprecher der Kampagne &quot;Youth Fight for<br \/>\n      Jobs&quot; aus Gro&#223;britannien.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[48,46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13348"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13348"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13348\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}