{"id":13346,"date":"2009-10-21T00:05:00","date_gmt":"2009-10-21T00:05:00","guid":{"rendered":".\/?p=13346"},"modified":"2009-10-21T00:05:00","modified_gmt":"2009-10-21T00:05:00","slug":"13346","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/10\/13346\/","title":{"rendered":"Tarifrunde &#214;ffentlicher Dienst Berlin"},"content":{"rendered":"<p>  Senat legt Horrorangebot vor<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Im Sommer hat die Tarifrunde f&#252;r die 60.000 Arbeiter und Angestellten   des &#214;ffentlichen Dienstes Berlins begonnen. Der Nachholbedarf f&#252;r die   KollegInnen ist enorm, da es seit der Tarifflucht des SPD\/LINKE-Senats   im Jahr 2003 lediglich im letzten Jahr eine Erh&#246;hung der Tabellenl&#246;hne   um 65 Euro gab. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Durch den sogenannten Anwendungstarifvertrag 2003 (Lohnk&#252;rzungen von   8-12 Prozent bei verk&#252;rzten Arbeitszeiten von 40 bzw. 38,5 auf 33,88   bzw. 36,8 Stunden) und einer Abkopplung der Besch&#228;ftigten Berlins von   bundesweiten Lohnerh&#246;hungen im &#214;ffentlichen Dienst, mussten die Berliner   Besch&#228;ftigten starke Lohneinbu&#223;en hinnehmen. Ende Dezember l&#228;uft der   Anwendungstarifvertrag aus. Damit w&#252;rde die Arbeitszeit wieder auf 38,5   im Westen bzw. 40 Stunden im Osten steigen und die Lohnsenkungen von   8-12 Prozent r&#252;ckg&#228;ngig gemacht werden. Mit der damit verbundenen   Erh&#246;hung der Arbeitszeit auf 38,5 bzw. 40 Stunden droht die Vernichtung   tausender von Stellen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Lucy Redler, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Genau drei Tage nach der Bundestagswahl lie&#223; Innensenator K&#246;rting (SPD)   die Katze aus dem Sack und legte sein &#8222;Angebot&#8220; auf den Tisch: &#220;bernahme   des in anderen Bundesl&#228;ndern bereits geltenden Tarifvertrags der L&#228;nder   (TV-L) mit allen Verschlechterungen wie beispielsweise der K&#252;rzung von   Weihnachts- und Urlaubsgeld plus eine weitere Arbeitszeitverl&#228;ngerung   aber ohne Gehaltssteigerungen.<\/p>\n<p>  Konkret schl&#228;gt K&#246;rting vor: 1,2 Prozent mehr Lohn im Jahr 2011 und eine   zus&#228;tzliche Arbeitszeitverl&#228;ngerung f&#252;r die Besch&#228;ftigten in Westberlin   auf Ostniveau (40 Stunden) ohne Lohnausgleich. Eine   Arbeitszeitverl&#228;ngerung von 38,5 auf 40 Stunden bedeutet eine   Lohnk&#252;rzung von 3,9 Prozent und die Vernichtung Tausender von Stellen.   Das Angebot des Senats ist damit nicht nur ein Minusangebot, wie ver.di   Berlin vorrechnet, sondern eine bodenlose Frechheit.<\/p>\n<h4>  Erst ab 2012 sollen die bundesweiten Gehaltssteigerungen auch auf Berlin   &#252;bertragen werden.<\/h4>\n<p>  Der Zeitpunkt 2012 ist interessant, weil er nach der n&#228;chsten   Abgeordnetenhauswahl Berlins liegt. Auch da k&#246;nnen die Karten nochmal   neu gemischt werden und jetzige Versprechungen zur&#252;ck genommen werden.<\/p>\n<p>  Geschickt hatte der Senat zudem die Tarifrunde in Berlin aus dem   Bundestagswahlkampf herausgehalten. Es war ein Fehler der Berliner   ver.di-F&#252;hrung, dies zu akzeptieren und darauf zu verzichten, den   eigenen Forderungen mit Warnstreiks und Streiks w&#228;hrend des   Bundestagswahlkampfes Durchsetzungskraft zu verleihen. Die   ver.di-F&#252;hrung erkl&#228;rte in einer ersten Reaktion, dass das Angebot in   weiten Teilen unannehmbar sei. Da dr&#228;ngt sich jedoch die Frage auf,   welche Teile ver.di annehmbar findet. Bis zum 28.10. findet nun eine   Diskussion &#252;ber die eigene Positionierung in ver.di statt. H&#246;chste Zeit,   die Forderungen zu korrigieren.<\/p>\n<h4>  Abw&#228;lzung von Krisenlasten<\/h4>\n<p>  Lange genug wurde den KollegInnen (im Aufschwung!) erz&#228;hlt, dass sie zur   Konsolidierung des Haushalts Opfer bringen m&#252;ssten und daf&#252;r   betriebsbedingte K&#252;ndigungen ausgeschlossen w&#252;rden. Doch der   Stellenabbau ging mittels weitgehendem Einstellungsstopp (f&#252;r   ausscheidende Kollegen werden keine Neuen eingestellt) und Stellenpool   immer weiter.<\/p>\n<p>  Heute droht ein noch gr&#246;&#223;eres Haushaltsloch durch die tiefe &#246;konomische   Krise, die Einnahmen weiter einbrechen l&#228;sst und f&#252;r die wieder mal die   Besch&#228;ftigten Berlins zur Kasse gebeten werden sollen.<\/p>\n<p>  Dabei ist offensichlich: Die Ursache f&#252;r Haushaltsl&#246;cher sind nicht die   Lohnforderungen der KollegInnen, sondern die Umverteilung von unten nach   oben, Geschenke an die Reichen und die Auswirkungen der kapitalistischen   Krise. W&#228;hrend Rot-Rot wiederholt klagt, es sei kein Geld da f&#252;r h&#246;here   L&#246;hne, beteiligte sich der Senat mit 200 Millionen Euro an der Rettung   angeschlagener Banken.<\/p>\n<h4>  35-Stunden-Woche f&#252;r alle!<\/h4>\n<p>  In Berlin wie bundesweit droht mit der Versch&#228;rfung der Krise ein   Kahlschlag im &#246;ffentlichen Dienst. Sogar betriebsbedingte K&#252;ndigungen   k&#246;nnen nicht mehr ausgeschlossen werden.<\/p>\n<h4>  Es ist absurd, dass der Senat die Arbeitszeiten noch weiter verl&#228;ngern   will.<\/h4>\n<p>  Die Lage ist schon jetzt katastrophal. Seit 1991 wurden in Berlin   100.000 Stellen im &#214;ffentlichen Dienst vernichtet bzw. ausgegliedert,   was einer Halbierung des Personals bedeutet. Viele KollegInnen sind   bereits jetzt v&#246;llig &#252;berlastet. Der Service hat sich qualitativ   verschlechtert. Schon jetzt sind viele &#196;mter v&#246;llig unterbesetzt. In   Berlin-Neuk&#246;lln und anderen Bezirken ist es zur Normalit&#228;t geworden,   dass Wohngeldempf&#228;nger f&#252;nf Monate auf ihr Wohngeld warten m&#252;ssen. Laut   Haushaltsentwurf f&#252;r die n&#228;chsten beiden Jahre will der rot-rote Senat   weitere 8500 Stellen abbauen, um 340 Mio. Euro einzusparen. Die   ver.di-F&#252;hrung sagt bisher nichts dazu, dass der Stellenabbau im   Haushaltsentwurf bereits eingepreist ist und spricht sich auch nicht   klar gegen die Verl&#228;ngerung der Arbeitszeiten auf 38,5 bzw. 40 Stunden   aus. In Zeiten steigender Massenarbeitslosigkeit darf jedoch keine   einzige Stelle abgebaut werden.<\/p>\n<p>  Statt Arbeitszeiverl&#228;ngerung sollte ver.di f&#252;r die Forderung nach 35   Stunden-Woche f&#252;r alle mit vollem Lohnausgleich mobilisieren. Statt   weiterem Personalabbau ist die R&#252;ckg&#228;ngigmachung des erfolgten   Stellenabbaus n&#246;tig.<\/p>\n<p>  Wenn Stellen vernichtet werden, sind besonders Auszubildende davon   bedroht, nicht &#252;bernommen zu werden. Deshalb sollte ver.di f&#252;r eine   Ausbildungsquote von 10 Prozent zur Schaffung neuer Ausbildungspl&#228;tze   und f&#252;r die &#220;bernahme aller Azubis eintreten und dies tarifvertraglich   regeln.<\/p>\n<h4>  Kr&#228;ftige Lohnerh&#246;hung jetzt<\/h4>\n<p>  Seit sechs Jahren hat es in Berlin keine substantiellen Lohnerh&#246;hungen   f&#252;r die Landesbesch&#228;ftigten gegeben. Die L&#246;hne wurden eingefroren, die   Preise jedoch nicht. Besonders die Mieten und Kosten f&#252;r Strom und Gas   sind weiter angestiegen. Allein die Heizkosten stiegen im Jahr 2008 um   17 Prozent. Ver.di sollte daf&#252;r eintreten, dass nicht nur die   Lohnk&#252;rzung von 8-12 Prozent durch den Anwendungstarifvertrag r&#252;ckg&#228;ngig   gemacht wird, sondern eine kr&#228;ftige Lohnerh&#246;hung von 250 Euro f&#252;r alle   durchgesetzt wird.<\/p>\n<p>  Wenn es nach K&#246;rting geht, sollen bundesweite Lohnerh&#246;hungen erst 2012   wieder f&#252;r die KollegInnen in Berlin gelten. K&#246;rting will den TV-L mit   allen Verschlechterungen in Berlin einf&#252;hren, aber Lohnerh&#246;hungen   verweigern.<\/p>\n<h4>  Nein zum TV-L<\/h4>\n<p>  Die Verhandlungsf&#252;hrerin der Tarifgemeinschaft von ver.di, GEW, GdP und   IB BAU, Astrid Westhoff erkl&#228;rte, man wolle die &#220;bernahme des TV-L mit   &#8222;allen Vor- und Nachteilen&#8220; und man m&#252;sse dann gemeinsam den   Fl&#228;chentarifvertrag weiterentwickeln.<\/p>\n<h4>  Das Problem ist jedoch, dass die KollegInnen in Berlin mit dem TV-L   nichts gewinnen.<\/h4>\n<p>  TV-L und TV&#214;D sind Absenkungstarifvertr&#228;ge, die das Lohnniveau um 15   Prozent absenken bei verl&#228;ngerten Arbeitszeiten. Verheirateten- und   Kinderzuschl&#228;ge fallen weg, Stellenwechsler werden auf   Berufseinsteigerniveau herabgestuft, das Urlaubsgeld wurde gestrichen,   das Weihnachtsgeld empfindlich gek&#252;rzt, eine neue Niedriglohngruppe EG1   wurde eingef&#252;hrt und Bew&#228;hrungsaufstiege fallen weg. Nach   Gewerkschaftsberechnungen spart Berlin mit der Einf&#252;hrung des TV-L 37,5   Millionen Euro. Durch eine Einf&#252;hrung des TV-L kann es also keinen   Anschluss an h&#246;here L&#246;hne geben.<\/p>\n<p>  Die Tarifeinheit im &#246;ffentlichen Dienst muss wieder hergestellt werden   &#252;ber gemeinsamen Kampf f&#252;r Verbesserungen und nicht &#252;ber das   Nachvollziehen von Niederlagen und Verschlechterungen.<\/p>\n<p>  Ende des Jahres l&#228;uft der Tarifvertrag der Besch&#228;ftigten des   &#246;ffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen aus. Wenn der Senat in Berlin   hart bleibt und sich die Tarifauseinandersetzung l&#228;nger hinzieht, ist   ein gemeinsamer Kampf mit den Besch&#228;ftigten von Bund und Kommunen die   beste Antwort.<\/p>\n<h4>  Kampfstrategie<\/h4>\n<p>  Ver.di hat mit dem Bundestagswahlkampf einen guten Zeitpunkt f&#252;r einen   Kampf f&#252;r die eigenen Forderungen verpasst. Viele Funktion&#228;re in ver.di   argumentieren, dass der Organisationsgrad unter den Landesbesch&#228;ftigten   zu niedrig w&#228;re f&#252;r einen Streik. Der Organisationsgrad wird aber   erfahrungsgem&#228;&#223; nicht durch Kapitulation und Zugest&#228;ndnisse an die   Arbeitgeber erh&#246;ht, sondern nur durch ernst gemeinten Kampf. Vielen   KollegInnen sind die Streiks f&#252;r h&#246;here L&#246;hne im letzten Jahr noch in   guter Erinnerung, die jedoch fast keine Ergebnisse brachten. Das Problem   war damals jedoch nicht die Entschlossenheit der KollegInnen zu   streiken, sondern vielmehr die Streiktaktik der ver.di-F&#252;hrung, die   darauf verzichtete einen gemeinsamen Kampf mit den BVG-KollegInnen zu   organisieren und die politische Zuspitzung mit dem Senat zu suchen.<\/p>\n<p>  N&#246;tig ist jetzt, dass ver.di Forderungen aufstellt, die tats&#228;chlich   mobilisierend wirken. Warum sollen KollegInnen f&#252;r die &#220;bernahme des   TV-L auf die Stra&#223;e gehen, f&#252;r l&#228;ngere Arbeitszeiten und die Abschaffung   der erk&#228;mpften Errungenschaften des BAT\/BMT-G?<\/p>\n<p>  Beamte m&#252;ssen in den Kampf mit einbezogen werden. Sie arbeiten in Berlin   40 Stunden in der Woche und haben auch sonst viel verloren. Oftmals wird   gesagt, dass Beamte ja nicht streiken d&#252;rften. In Bremen hat die GEW das   Beamtenstreikrecht durch Streik durchgesetzt. So beteiligten sich   beispielsweise 1.500 BeamtInnen am Warnstreik der Landesbesch&#228;ftigten am   13.02.09. Die beste Mobilisierung der Beamten k&#246;nnte erreicht werden,   wenn das Ergebnis voll auf die Beamten &#252;bertragen werden w&#252;rde.<\/p>\n<p>  Zudem haben die Geb&#228;udereiniger mit einem unbefristeten Streik f&#252;r   h&#246;here L&#246;hne begonnen. In Berlin arbeiten rund 60.000 Frauen und M&#228;nner   als Geb&#228;udereiniger. Wenn sie aufh&#246;ren, Parlamente und Rath&#228;user zu   fegen und die Besch&#228;ftigten des &#214;ffentlichen Dienstes in den   Verwaltungen streiken, d&#252;rfte das auch den Politikern schnell zu viel   werden. Ein gemeinsamer Kampf, organisiert von ver.di und IG BAU, w&#252;rde   den Druck deutlich erh&#246;hen. Auch bei der Post stehen die Zeichen auf   Streik. Der Tarifvertrag f&#252;r die KollegInnen der BVG l&#228;uft ebenfalls zum   Jahresende aus. Eine gute M&#246;glichkeit f&#252;r ver.di, verschiedene Bereiche   gemeinsam in den Kampf zu f&#252;hren.<\/p>\n<h4>  Wie das alles finanzieren?<\/h4>\n<p>  Gerade in der Krise fragen sich jedoch viele KollegInnen: Wer soll das   finanzieren? Genau dasselbe fragen sich derzeit viele Jugendliche, die   gegen die Privatisierung oder Schlie&#223;ung ihrer Jugendclubs in Berlin   k&#228;mpfen, weil angeblich kein Geld mehr da sei.<\/p>\n<p>  Es sind jedoch weder die Jugendlichen noch die Besch&#228;ftigten des   &#214;ffentlichen Dienstes, die die Kassen Berlins geleert haben. Leere   Kassen und Verschuldung sind das Ergebnis politischer Entscheidungen und   der Krise des Kapitalismus. W&#228;hrend Rot-Rot den Geldhahn f&#252;r   Jugendclubs, Senioreneinrichtungen, Gr&#252;nanlagen und Lohnerh&#246;hungen   zudreht, beteiligte sich das Land Berlin an der Bankenrettung. Zehn   Millionen wurden f&#252;r die Imagekampagne &#8222;be berlin&#8220; verschleudert.<\/p>\n<p>  Der Kampf f&#252;r h&#246;here L&#246;hne und mehr Geld f&#252;r Jugendclubs kann nur   politisch gewonnen werden. Wenn die Bundesregierung binnen weniger Tage   480 Milliarden Euro f&#252;r die Rettung der Banken locker machen kann, warum   ist dann kein Geld da f&#252;r h&#246;here L&#246;hne?<\/p>\n<p>  Die schnelle Bereitstellung der Gelder f&#252;r die Banken hat gezeigt, was   m&#246;glich ist, wenn der politische Wille da ist. Die Bankenrettung   bedeutet aber eine Fortsetzung der Umverteilung von unten nach oben.   Ver.di muss jetzt durch den Einsatz der gesamten Kampfkraft den   politischen Druck aufbauen, dass das notwendige Geld f&#252;r die Forderungen   der Besch&#228;ftigten und den &#246;ffentlichen Dienst locker gemacht wird. W&#252;rde   eine Verm&#246;genssteuer von 10 Prozent ab 1.000.000 Euro eingef&#252;hrt, w&#252;rde   dies 200 Milliarden Euro bringen, Damit k&#246;nnten Gehaltssteigerungen und   die Schaffung neuer Stellen zum Ausbau des &#214;ffentlichen Dienstes im   Gesundheitswese, bei der Bildung und anderen finanziert werden. Das dies   nicht geschieht, hat damit zu tun, dass die Regierungen Politik im   Kapitalinteresse und nicht im Interesse der arbeitenden Bev&#246;lkerung   betreiben.<\/p>\n<p>  Gerade wehren sich Jugendliche und Sozialarbeiter in Berlin mit Demos   und Protestaktionen gegen die K&#252;rzungen durch den geplanten   Doppelhaushalt, der am 9. Dezember vom Abgeordnetenhaus verabschiedet   werden soll. Ver.di sollte gemeinsam mit bereits bestehenden   Widerstandsb&#252;ndnissen zu einem Streik- und Protesttag am 9. Dezember   aufrufen und den politischen Druck auf Rot-Rot erh&#246;hen, um Stellenabbau   und weitere kommunale K&#252;rzungen zu verhindern.<\/p>\n<h4>  Position der LINKEN<\/h4>\n<p>  W&#228;hrend sich DIE LINKE im Bundestagswahlkampf mit Forderungen f&#252;r h&#246;here   L&#246;hne profilierte, soll in Berlin unter Rot-Rot die Abkopplung der   Besch&#228;ftigten fortgesetzt werden.<\/p>\n<h4>  Bisher tr&#228;gt DIE LINKE Berlin durch Schweigen das skandal&#246;se Angebot von   K&#246;rting mit.<\/h4>\n<p>  Diese Haltung muss sofort ge&#228;ndert werden: DIE LINKE muss sich eindeutig   auf die Seite der Kollegen und ihren mehr als berechtigten Forderungen   stellen. Der Kampf f&#252;r h&#246;here L&#246;hne, bessere Arbeitsbedingungen und   gegen Stellenabbau kann gerade in der Krise nur mit einer politischen   Zuspitzung der Auseinandersetzung gewonnen werden. Wenn mit der   kapitalistischen Krise die Einnahmen Berlins weiter einbrechen, spricht   das nicht gegen h&#246;here L&#246;hne, sondern gegen die Logik, dass die   Besch&#228;ftigten f&#252;r die kapitalistische Krise zahlen sollen und gegen das   System selbst. Angesichts des Vorschlags von K&#246;rting, Lohndumping in   Berlin fortzusetzen, sollte DIE LINKE den Berliner Senat verlassen und   aus der Opposition heraus dagegen k&#228;mpfen, dass die Besch&#228;ftigten   weitere Opfer erbringen sollen. Mitglieder der LINKEN sollten sich nicht   nur in ihrer Partei, sondern auch innerhalb von ver.di f&#252;r einen   k&#228;mpferischen Kurs einsetzen.<\/p>\n<h4>  &#8227; Statt Arbeitszeitverl&#228;ngerung: 35-Stunden-Woche f&#252;r alle bei vollem   Lohnausgleich<\/h4>\n<h4>  &#8227; Statt weiterem Personalabbau: Schaffung von neuen Stellen<\/h4>\n<h4>  &#8227; 250 Euro mehr f&#252;r alle bei R&#252;cknahme der Lohnk&#252;rzungen durch den   Anwendungstarifvertrag<\/h4>\n<h4>  &#8227; F&#252;r eine Ausbildungsquote von 10 Prozent zur Schaffung neuer   Ausbildungspl&#228;tze<\/h4>\n<h4>  &#8227; F&#252;r die unbefristete &#220;bernahme aller Azubis<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Senat legt Horrorangebot vor\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13346"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13346"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13346\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}