{"id":13340,"date":"2009-10-09T00:00:00","date_gmt":"2009-10-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13340"},"modified":"2012-06-25T20:22:40","modified_gmt":"2012-06-25T18:22:40","slug":"13340","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/10\/13340\/","title":{"rendered":"Magnas &#220;bernahme von Opel\/Vauxhall"},"content":{"rendered":"<p>  Neues internationales Arbeitsplatzmassaker in der Autoindustrie<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Cedric Gerome, Komitee f&#252;r eine Arbeiterinternationale (23.   September 2009)<\/i><\/h4>\n<p>  Letzte Woche best&#228;tigte General Motors (GM) den Verkauf des Gro&#223;teils   der Produktionsst&#228;tten seiner europ&#228;isch Tochterfirmen, Opel und   Vauxhall, an ein Konsortium, bestehend aus dem   kanadisch-&#246;sterreichischen Autozulieferer Magna und Sberbank, Russlands   gr&#246;&#223;ter staatseigener Bank.<\/p>\n<p>  Nach dieser Ank&#252;ndigung wird Magna\/Sberbank einen Anteil von 55 Prozent   an Opel kaufen, wobei GM 35 Prozent beh&#228;lt und die verbleibenden 10   Prozent an &#8222;die Arbeiter&#8220; gehen. Es war von Anfang an klar, dass dieses   Abkommen von einem sozialen Blutbad begleitet sein w&#252;rde, egal wer den   Zuschlag f&#252;r die &#220;bernahme bekommen w&#252;rde: Der Abbau von mehr als   zehntausend Arbeitspl&#228;tzen in mehreren L&#228;ndern in Europa wird   angek&#252;ndigt.<\/p>\n<p>  Insgesamt wollen Magna\/Sberbank 11.000 Arbeitspl&#228;tze streichen von den   50.000, die Opel und sein britisches Pendant Vauxhall gegenw&#228;rtig in   Europa besch&#228;ftigen. Allein in Deutschland sind 4.500 Arbeitspl&#228;tze   bedroht, w&#228;hrend in Spanien etwa 2.000 der 7.000 ArbeiterInnen des   Figueruelas-Werks (bei Saragossa) ihre Arbeitspl&#228;tze verlieren werden.   Die j&#252;ngsten Zahlen, die &#252;ber das Ausma&#223; des Stellenabbaus in Britannien   kursieren, sind etwa 1.300, und manche osteurop&#228;ischen L&#228;nder wie Ungarn   und Polen, wo es auch Opel-Werke gibt, k&#246;nnten ebenfalls betroffen sein.<\/p>\n<p>  Schlie&#223;lich und endlich wird das Werk in Antwerpen (Belgien)   h&#246;chstwahrscheinlich die Opel-Fertigung einstellen, wenn es nicht v&#246;llig   dichtgemacht wird. Laut Gewerkschaften und laut Klaus Franz, dem   IG-Metall-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Opel Deutschland wird es   keine Betriebsschlie&#223;ungen geben. 2001 wurde das so genannte   &#8222;Olympia-Abkommen&#8220; vereinbart, das der GM-Politik entgegenwirken sollte,   die europ&#228;ischen Standorte gegeneinander auszuspielen bei der   Entscheidung, wo neue Modelle hergestellt werden sollen. Aber dieses   Abkommen stellte einen &#8222;geordneten&#8220; R&#252;ckzug dar, weil die   Gewerkschaftsf&#252;hrer nicht wirklich versuchten, die K&#252;rzungen zu stoppen,   sondern einfach ihre Auswirkungen auf die verschiedenen Standorte zu   &#8222;verteilen&#8220;. Man k&#246;nnte das &#8222;Solidarit&#228;t im R&#252;ckzug&#8220; nennen und laut   Gewerkschaftsangaben wird eine &#228;hnliche Politik bei den j&#252;ngsten   K&#252;rzungen angewandt werden.<\/p>\n<p>  Aber es ist klar, dass selbst wenn das Werk Antwerpen nicht v&#246;llig   dichtgemacht wird, wie es GM und Magna unmittelbar nach dem Verkauf   angek&#252;ndigt hatten, es bestenfalls zu einem Zulieferer oder einem   Flie&#223;band f&#252;r extrem beschr&#228;nkte und flexible Produktion reduziert   werden wird, mit einer massive verringerten Belegschaft zu schlechteren   L&#246;hnen und Bedingungen. Egal welches Szenario verwirklicht wird, die   2.600 ArbeiterInnen im Werk, aber auch weitere Tausende bei seinen   Zulieferern, werden schwer getroffen werden. Deshalb ist es wesentlich,   dass Widerstand gegen alle Arbeitsplatzverluste und K&#252;rzungen in ganz   Europa organisiert wird.<\/p>\n<p>  Nach dem j&#252;ngsten Bankrott von GM und Chrysler in den USA und der   folgenden Streichung von Zehntausenden Stellen und den 20.000   Entlassungen, die vom japanischen Hersteller Nissan angek&#252;ndigt wurden,   sind diese Ank&#252;ndigungen nicht wirklich &#252;berraschend; sie stellen nur   ein neues Kapitel in der langen Reihe von massiven Stellenstreichungen   und Werksschlie&#223;ungen dar, die die Autoindustrie seit Jahren treffen,   aber besonders dieses Jahr, wo der Kapitalismus vor seiner schlimmsten   Rezession seit den1930ern steht.<\/p>\n<h4>  &#8222;Das Ende der Krise&#8221;?<\/h4>\n<p>  In den letzten Monaten war in der kapitalistischen Presse Propaganda   weit verbreitet, dass sich die Krise dem Ende n&#228;here. Wenige Tage bevor   die Nachrichten &#252;ber das Magna-Abkommen &#246;ffentlich bekannt wurden,   verk&#252;ndete, Autolos Ghosn, der Boss von Renault-Nissan, stolz &#8222;das Ende   der Krise im Autosektor&#8221; (Le Figaro, 09.09.09). Das mag vielleicht der   Fall f&#252;r die Manager und Gro&#223;aktion&#228;re sein, die die Autoindustrie   kontrollieren, die die Krise f&#252;r die Beschleunigung von   Umstrukturierungspl&#228;nen nutzen, aber f&#252;r Tausende Familien haben Krise   und Zukunftsangst gerade erst begonnen.<\/p>\n<p>  Sergio Marchionne, der Boss der italienischen Autofirma Fiat, machte   k&#252;rzlich eine aussagekr&#228;ftigere Bemerkung &#252;ber die Zukunft der   Autoindustrie auf kapitalistischer Grundlage, indem er vorhersagte, dass   die Wirtschaftskrise die weltweite Autoindustrie schlie&#223;lich zwingen   werde, die profitzerst&#246;rende &#220;berkapazit&#228;t anzugehen, indem sie immer   mehr Werke schlie&#223;en werde, um die &#220;berkapazit&#228;t zu reduzieren, und   indem sie die Branche in eine immer geringer werdende Anzahl einer   Handvoll von Riesenfirmen konzentrieren werde. Er kommentierte sehr   unzufrieden, dass &#8222;in Europa kein einziges Werk als Folge der Krise   dichtgemacht worden ist.&#8221; (Financial Times, 19.09.09)<\/p>\n<h4>  &#220;berproduktion &#8211; die Krankheit des Kapitalismus<\/h4>\n<p>  &#220;berproduktion und &#220;berkapazit&#228;t in der Autoindustrie sind unleugbare   Fakten. Sie waren es schon lange Zeit vor dem Ausbruch der gegenw&#228;rtigen   Wirtschaftskrise. K&#252;rzlich wies ein Artikel im &#8222;Economist&#8220; darauf hin,   dass &#8222;in Europa Fabriken in der Lage waren, vier Millionen mehr Autos   auf den Markt zu schwemmen, als der selbst in einem guten Jahr wie 2007   fassen konnte.&#8221; (The Economist, 17.09.09). Seitdem hat die weltweite   Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem scharfen Anstieg der   Arbeitslosigkeit und wichtigen Beschr&#228;nkungen beim Kreditzugang gef&#252;hrt.<\/p>\n<p>  F&#252;r den Autosektor hat dies konkret einen scharfen R&#252;ckgang in der   Nachfrage nach neuen Autos gef&#252;hrt, was das Problem betr&#228;chtlich   versch&#228;rft hat. In mehreren L&#228;ndern sind die Autoverk&#228;ufe dramatisch   zur&#252;ckgegangen, in manchen F&#228;llen war das Ausma&#223; im letzten halben   Jahrhundert beispiellos. Nach manchen Experten wird die &#220;berkapazit&#228;t   n&#228;chstes Jahr bei etwa 7 Millionen PKW-Einheiten (30 Prozent) in Europa   und bei &#252;ber 4 Millionen Einheiten in den Vereinigten Staaten sein,   selbst wenn man die Welle brutaler K&#252;rzungen und Werksschlie&#223;ungen   ber&#252;cksichtigt, die die &#8222;Gro&#223;en Drei&#8220; (GM, Chrysler und Ford) umsetzten.<\/p>\n<p>  Dies beleuchtet einen der Hauptwiderspr&#252;che, der in der anarchischen,   profitgetriebenen, kapitalistischen Wirtschaft enthalten ist. Harte   Konkurrenz zwischen verschiedenen Firmen zwingt sie, die Produktion   auszuweiten, um ihre Konkurrenten auszustechen, und in die neuste   Technologie und das neuste Material zu investieren, um immer mehr mit   einer kleineren Belegschaft zu produzieren. Die Bosse versuchen   konsequent, die Arbeitskosten auf die eine oder andere Weise zu   verringern, um ihre Gewinnspannen hochzuhalten.<\/p>\n<p>  Das Ergebnis ist, dass die VerbraucherInnen (&#252;berwiegend ArbeiterInnen)   nicht in der Lage sind, alle Produkte zu kaufen, die den Markt   &#252;berfluten. Die Krise der &#220;berproduktion ergibt sich aus diesem   Widerspruch zwischen der Tendenz zu unbegrenzter Ausdehnung der   Produktion auf der einen Seite und begrenzter Verbraucherkapazit&#228;t auf   der anderen. Dies passiert auf dem Autosektor heute. Neue Entlassungen   und Angriffe auf die L&#246;hne werden nur die Kluft vergr&#246;&#223;ern und die   endlose Spirale nach unten beschleunigen, bei der der Arbeiter immer der   Verlierer und der Kapitalist immer der Gewinner ist.<\/p>\n<h4>  &#8222;Abwrackpr&#228;mien&#8220; &#8211; mit der einen Hand geben, um mit der anderen zu nehmen<\/h4>\n<p>  In diesem Jahr gab es riesige Staatseingriffe in die Autoindustrie. Um   Arbeitspl&#228;tze zu retten? Eindeutig nicht. Tats&#228;chlich ist die Zahl der   Arbeitsplatzverluste im Autosektor dieses Jahr historisch hoch.   &#214;ffentliche Hilfe wurde haupts&#228;chlich in die ber&#252;hmten   &#8222;Abwrackpr&#228;mien&#8221;-Programme konzentriert, deren Ziel es ist, den Markt   k&#252;nstlich in Schwung zu halten, indem mit Steuergeldern der Verkauf   neuer Autos dadurch angeregt wird, dass Kunden einen Zuschuss daf&#252;r   kriegen, dass sie ihre alten Fahrzeuge gegen neue Modelle umtauschen.<\/p>\n<p>  Die &#8222;Umweltwirkung&#8220; dieser Ma&#223;nahmen ist sehr begrenzt. Diese staatlich   unterst&#252;tzten Abwrackprogramme sollten haupts&#228;chlich die K&#228;uferInnen   zur&#252;ck auf den Markt bringen, damit die Gro&#223;kapitalisten, die die   Autoindustrie kontrollieren, weiter Profite machen.<\/p>\n<p>  Aber die Bosse der Autoindustrie f&#252;rchten selbst, dass das Volumen der   Verk&#228;ufe wieder sinken wird, sobald die Wirkungen dieser Anreize   aufh&#246;ren &#8211; mit allen Folgen, die wir dadurch erwarten k&#246;nnen. &#8222;In dem   Jahr, nachdem Frankreich in den 90er Jahren ein &#228;hnliches Programm   beendete, brachen die Autoverk&#228;ufe um 20 Prozent ein&#8221; (The Economist,   15.08.09). In den US gehen manche Vorhersagen davon aus, dass die   Verk&#228;ufe schon Ende September auf das &#8222;Vor-Abwrackpr&#228;mien-Niveau&#8220; sinken   k&#246;nnten, trotz der drei Milliarden Dollar, die f&#252;r diese Programme   investiert wurden, da der Vorrat an geeigneten Autok&#228;ufern zur Neige   geht.<\/p>\n<p>  Die Verk&#228;ufe wurden dank der Regierungssubventionen vor&#252;bergehend auf   einem gewissen Niveau gehalten, aber dies sind nur kurzlebige Anreize,   die gewiss nicht zu einer strukturellen L&#246;sung der gegenw&#228;rtigen Krise   f&#252;hren werden.<\/p>\n<h4>  Politische Kalkulationen hinter dem R&#252;cken der ArbeiterInnen<\/h4>\n<p>  Vor dem Abschluss des Magna-Abkommens hatte die kanadische Firma schon   ihre Absicht bekannt gegeben, etwa 10.000 Arbeitspl&#228;tze in Europa zu   vernichten. Da die H&#228;lfte der Opel-Belegschaft in Deutschland ist   (25.000 ArbeiterInnen von 50.000), f&#252;rchtete die Merkel-Regierung, dass   diese Frage ihr in ihrer Wahlkampagne in die Quere kommen w&#252;rde (f&#252;r die   Bundestagswahlen, die n&#228;chstes Wochenende stattfinden). Merkel hat 4,5   Milliarden Euro an Staatsgarantien an Magna versprochen unter der   Bedingung, dass keine Werke in Deutschland geschlossen w&#252;rden.<\/p>\n<p>  Sie war stolz, sehr optimistisch zu erkl&#228;ren, dass &#8222;die Geduld, die   Entschlossenheit und die Klarheit der Regierung und von mir pers&#246;nlich   zu dieser Entscheidung beigetragen haben.&#8221; (Le Soir, 11.09.09). Aber die   Motive dahinter, dass Merkel gro&#223;e Summen von &#246;ffentlichem Geld   verwendet hat, um ein Abkommen mit Magna zu kaufen, haben nichts mit der   Zukunft der AutoarbeiterInnen oder der Rettung von Arbeitspl&#228;tzen zu tun   und alles mit Wahlerfolgen.<\/p>\n<p>  Letzte Woche berichteten Zeitungen, dass Magna mehr Arbeitspl&#228;tze in   Deutschlands Opel-Werken streichen w&#252;rde als vorher erwartet worden war   (um 4.000, statt zwischen 2.500 und 3.000). Es ist nicht sicher, dass   die Frage von Werksschlie&#223;ungen nach den Wahlen nicht wieder auf die   Tagesordnung kommen wird. Der Boss von PSA-Peugeot Citroen erkl&#228;rte   einmal, nachdem die Sarkozy-Regierung den franz&#246;sischen Autofirmen im   Februar 2009 6,5 Milliarden Euro gegeben hatte &#8211; unter der Bedingung,   dass diese Firmen keine Werke in Frankreich schlie&#223;en w&#252;rden &#8211; &#8222;wir   k&#246;nnen nie die Schlie&#223;ung eines Werks ausschlie&#223;en, wenn die Bedingungen   uns dazu zwingen.&#8221; (Le Monde, 10.2.09)<\/p>\n<h4>  Heuchelei und Nationalismus<\/h4>\n<p>  In den letzten Tagen, nach der Intervention der deutschen Regierung,   machten andere EU-Staaten mit Opel- oder Vauxhall-Werken auf ihrem Boden   Erkl&#228;rungen, in denen sie Deutschland &#8222;Protektionismus&#8220; und   &#8222;Nationalismus&#8220; vorwarfen. Gleichzeitig haben sie selbst st&#228;ndig die   nationalistische Karte gespielt und die Konkurrenzf&#228;higkeit &#8222;ihrer&#8220;   Autowerke im Unterschied zu den ausl&#228;ndischen ger&#252;hmt.<\/p>\n<p>  &#8222;Ich bin &#252;berzeugt, dass auf der Grundlage wirtschaftlicher Ma&#223;st&#228;be   Antwerpen besser ist als viele andere Standorte in Deutschland&#8221;,   erkl&#228;rte der fl&#228;misch Pr&#228;sident Kris Peeters auf einer Pressekonferenz   am Montag, 14. September, und betonte die Produktivit&#228;t der Antwerpener   ArbeiterInnen. &#8222;Unsere Vauxhall-Werke in Ellesmere Port und Luton sind   hocheffizient und lukrativ, und ich bin sicher und wir bestehen darauf,   dass dies anerkannt wird&#8221;, sagt der britische Wirtschaftsminister Peter   Mandelson in einem Interview im BBC-Radio am selben Tag. &#8222;Jede   Entscheidung &#252;ber Werke und Arbeitspl&#228;tze sollte nach   Produktivit&#228;tskriterien getroffen werden&#8221;, betonte ein Sprecher des   spanischen Industrieministeriums und f&#252;gte hinzu, dass &#8222;wir viel ruhiger   w&#228;ren, wenn dieses Prinzip angenommen w&#252;rde, weil das spanische Werk von   Figueruelas mit 7.000 Arbeitspl&#228;tzen als eines der produktivsten in   Europa gilt&#8221;.<\/p>\n<h4>  Spirale nach unten f&#252;r die ArbeiterInnen, mehr Profite f&#252;r die Aktion&#228;re<\/h4>\n<p>  ArbeiterInnen haben von dieser nationalistischen Propaganda nichts zu   gewinnen, die versucht, verschiedene Teile der ArbeiterInnen gegen   ihresgleichen im Ausland auszuspielen. Die klassische   Teile-und-Herrsche-Taktik wurde immer als Mittel genutzt, um den   Widerstand der ArbeiterInnen zu schw&#228;chen und leichter Angriffe auf   ihren Lebensstandard und ihre Arbeitsbedingungen machen zu k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Die obige &#246;ffentliche Erkl&#228;rung von Kris Peeters erinnert an fr&#252;here   Erkl&#228;rungen des ehemaligen belgischen Ministerpr&#228;sidenten Guy   Verhofstadt vor drei Jahren, zu einer Zeit, als massive Entlassungen im   Volkswagenwerk in Br&#252;ssel angek&#252;ndigt wurden, als er den &#8222;Nationalismus&#8220;   der deutschen Gewerkschaften kritisierte und auf die unbestreitbare   Produktivit&#228;t und Flexibilit&#228;t der belgischen ArbeiterInnen hinwies.   Aber alle in der Vergangenheit gemachten Opfer der VW-ArbeiterInnen   (K&#252;rzungen bei Pausenzeiten, gr&#246;&#223;ere Arbeitsbelastung etc.) und alles   Geld, dass die Br&#252;sseler Regierung VW gegeben hatte, verhinderte nicht,   dass schlie&#223;lich 3.000 ArbeiterInnen im Werk gefeuert wurden und den   ArbeiterInnen, die im Werk verblieben, neue   &#8222;Flexibilit&#228;ts&#8220;-Vereinbarungen und l&#228;ngere Wochenarbeitszeit   aufgezwungen wurden.<\/p>\n<p>  Die einzigen Sieger bei dieser Art Spiel sind die Kapitalisten selbst,   die diese &#8222;Spirale nach unten&#8220; systematisch nutzen, um ihre Profite auf   Kosten der Interessen der ArbeiterInnen zu maximieren. Der Weg zur   Rettung von Arbeitspl&#228;tzen ist nicht, &#8222;hier ein paar mehr Arbeitspl&#228;tze   zu erhalten, um dort mehr zu streichen&#8220;, sondern der Aufbau eines   gemeinsamen Kampfes der Arbeiterklasse &#252;ber nationale Grenzen hinweg.   Gegen die Spaltungsversuche der herrschenden Klasse ist es entscheidend,   Forderungen aufzustellen, die Arbeitereinheit aufbauen k&#246;nnen. Der   einzige Weg dahin ist, einen Kampf zur Verteidigung aller Arbeitspl&#228;tze   zu f&#252;hren. Leider scheint das nicht das Ziel der Gewerkschaftsf&#252;hrer zu   sein, die keine derartigen Forderungen aufstellen.<\/p>\n<h4>  Schw&#228;che f&#252;hrt zu Aggression<\/h4>\n<p>  Die Reaktion der verschiedenen Gewerkschaftsf&#252;hrer war bisher extrem   schwach. Manche schienen interessierter daran, die ArbeiterInnen an der   Gegenwehr zu hindern als die Bosse an Fabrikschlie&#223;ungen und   Arbeitsplatzvernichtung, w&#228;hrend andere einfach die nationalistische   Propaganda der kapitalistischen Politiker nachbeten und die Logik der   Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen aus verschiedenen von den   Entlassungen betroffenen L&#228;ndern und Werken akzeptieren.<\/p>\n<p>  Die meisten heutigen Gewerkschaftsf&#252;hrer stellen nur die so genannte   &#8222;unausgeglichene&#8220; Verteilung des Stellenabbaus auf die verschiedenen   L&#228;nder in Frage, statt ihn ganz abzulehnen. Au&#223;erhalb Deutschlands   beschweren sich manche ausdr&#252;cklich dar&#252;ber, dass wir &#8222;prozentual   betr&#228;chtlich mehr als Deutschland und betr&#228;chtlich mehr als jedes andere   Land verlieren. Daher ist der Plan, so wie er vorliegt, nicht   akzeptabel&#8221;. (Dave Osborne, Nationaler Sekret&#228;r f&#252;r die Autoindustrie in   Unite, einer britischen Gewerkschaft, in der Financial Times, 22.09.09).<\/p>\n<p>  Im gleichen nationalistischen Ton argumentierte Rainer Einenkel, der   Gewerkschaftsf&#252;hrer im Werk Bochum in Deutschland, dass &#8222;Bochums   Produktion pro Auto 200 Euro billiger als in Antwerpen&#8221; sei (Deutsche   Welle, 21.09.09). Eine internationalistische und k&#228;mpferische   Alternative zur gegenw&#228;rtigen Strategie der Gewerkschaftsf&#252;hrung ist   entschieden notwendig. F&#252;r die gegenw&#228;rtigen F&#252;hrungen scheint nicht nur   Solidarit&#228;t mit ArbeiterInnen in anderen L&#228;ndern ein Buch mit sieben   Siegeln zu sein, sondern letztlich werden sie den ArbeiterInnen in   &#8222;ihrem eigenen Land&quot; auch nicht helfen.<\/p>\n<p>  In der Tat scheint die heutige Gewerkschaftsf&#252;hrung die vergangenen   Niederlagen wiederholen zu wollen, statt aus ihnen zu lernen. In den   letzten Jahren akzeptierten die IG-Metall-Gewerkschaftsf&#252;hrer in   Deutschland eine ganze Reihe von Verschlechterungen der L&#246;hne und   Arbeitsbedingungen bei Opel, immer mit der Begr&#252;ndung, Arbeitspl&#228;tze zu   retten. Aber diese Zugest&#228;ndnisse halfen tats&#228;chlich dem Management, den   Stellenabbau fortzusetzen. Jetzt, mit der Aussicht auf einen &#8222;Neuen   Opel&quot;, haben sie schon gesagt, dass sie akzeptieren w&#252;rden, dass die   ArbeiterInnen einen &#8222;Beitrag&#8220; leisten m&#252;ssen, indem sie auf einen Teil   ihrer L&#246;hne verzichten und daf&#252;r Aktien erhalten!<\/p>\n<p>  Deutsche Gewerkschaften haben vorher mit &#8222;spektakul&#228;ren Aktionen&#8220;   gedroht &#8211; aber nur, wenn das Magna-Abkommen nicht durchkommt. Da Rudy   Kennis, der oberste Vertrauensmann im Werk Antwerpen der Ansicht war,   die &#220;bernahme durch Magna sei die beste L&#246;sung, konnte er seine   &#8222;Befriedigung&#8220; und sein &#8222;Vertrauen in das Magna-Konzept&#8221;, &#8222;eine   einmalige Gelegenheit f&#252;r eine Verhandlungsl&#246;sung, um das Werk offen zu   halten&#8220; (Le Soir, 11.09.09) nicht verbergen, als das Magna-Abkommen   angek&#252;ndigt wurde!<\/p>\n<p>  Diese Gewerkschaftsf&#252;hrer scheinen nicht einmal dar&#252;ber besorgt zu sein,   dass Magna f&#252;r seine harte Anti-Gewerkschaftspolitik ber&#252;chtigt ist.   Seit seiner Gr&#252;ndung vor 50 Jahren wurde Magna tats&#228;chlich immer als   einer der schlimmsten Feinde der organisierten Arbeiterbewegung   betrachtet. Bis 2007 waren nur 3 seiner 43 kanadischen Werke   gewerkschaftlich organisiert, aber vor zwei Jahren wurde ein formelles   Abkommen zwischen Magnas Bossen und der F&#252;hrung der CWA, Kanadas   bekanntester Gewerkschaft getroffen, das eine Zunahme der   gewerkschaftlichen Organisierung zul&#228;sst &#8211; unter der Bedingung, dass   Streiks in allen Werken der Firma verboten sind.<\/p>\n<p>  Monatelang haben die belgischen Gewerkschaftsf&#252;hrer systematisch die   Gefahr f&#252;r das Werk Antwerpen klein geredet und selbst die Medien f&#252;r   ihre &#8222;negativen Ansichten&#8221; angegriffen. Als das GM-Management den   Verkauf an Magna bekannt gab und hinzuf&#252;gte, das Werk Antwerpen w&#252;rde   geschlossen, erkl&#228;rte Rudy Kennis, die Gewerkschaft w&#252;rde keine Aktionen   machen. &#8222;Unsere Mitglieder sind zu intelligent, auf die Provokationen   der Ex-GM-F&#252;hrung zu reagieren&#8221;, sagte er. Wir denken nicht, dass die   ArbeiterInnen einfach abwarten und K&#252;rzungen und Entlassungen erdulden   k&#246;nnen, als ob sie Schicksal w&#228;ren, ohne etwas zu machen. Gegenwehr und   Kampf waren nie Zeichen von Dummheit.<\/p>\n<p>  Gef&#228;hrden Aktionen der ArbeiterInnen mehr Arbeitspl&#228;tze, wie manche in   den Gewerkschaften akzeptiert zu haben scheinen? Tats&#228;chlich ist das   Gegenteil wahr. Eine f&#252;gsame Reaktion der Arbeiterklasse ist genau das,   was die Bosse wollen. Wenn die Reaktion der ArbeiterInnen &#228;ngstlich ist,   wissen die Bosse, dass sie sie leichter angreifen k&#246;nnen und ziehen   Werksschlie&#223;ungen ohne viel Widerstand durch. Wie das Sprichwort sagt:   &#8222;Schw&#228;che f&#252;hrt zu Aggression&#8221;.<\/p>\n<h4>  Proteste haben begonnen<\/h4>\n<p>  Wut auf diese massiven Stellenk&#252;rzungen gibt es &#252;berall. Tausende von   Opel-ArbeiterInnen demonstrierten heute, am Mittwoch, 23. September,   beim Werk in Antwerpen, und ihnen schlossen sich ihre KollegInnen vom   deutschen Werk in Bochum an. Trotz dem mangelnden Kampfwillen auf Seiten   der Gewerkschaftsf&#252;hrung haben ArbeiterInnen und Menschen in den   verschiedenen Gebieten schon demonstriert, dass sie nicht bereit sind,   diese Angriffe passiv hinzunehmen. Proteste gegen m&#246;gliche   Werksschlie&#223;ungen und Stellenabbau fanden nicht nur in Belgien statt,   sondern auch in Britannien und ganz besonders in Spanien, wo sich   Demonstrationen der Unzufriedenheit sehr schnell verbreitet haben &#8211; in   einem Land, wo die Arbeitslosenquote bald &#252;ber 20 Prozent steigen k&#246;nnte   &#8230; mehr als das Doppelte des europ&#228;ischen Durchschnitts.<\/p>\n<p>  Letzten Sonntag, am 20. September, demonstrierten mehr als 15.000   Menschen in Saragossa f&#252;r die Verteidigung der 7.000 Stellen beim   Opel-Werk im nahe gelegenen Figueruelas. Die ArbeiterInnen dort haben   massive Streiks angedroht, wenn es im Werk gro&#223;en Stellenabbau gibt. Bei   den Protestierenden waren nicht nur ArbeiterInnen aus dem Werk, sondern   auch Menschen von anderen Arbeitspl&#228;tzen und Regionen, die Plakate dabei   hatten, auf denen sie die Unterst&#252;tzung und die Solidarit&#228;t mit den   Figueruelas-ArbeiterInnen zum Ausdruck brachten.<\/p>\n<p>  Diese Proteste zeigen den Weg vorw&#228;rts und die instinktive Solidarit&#228;t,   die sich von unten entwickelt hat. Dies k&#246;nnte der Ausgangspunkt f&#252;r die   Organisierung gro&#223;er internationaler Protestaktionen werden; keine   Proteste, die blo&#223; &#8222;Dampf ablassen&#8220; und zeigen sollen, dass die   Gewerkschaftsf&#252;hrer etwas machen, w&#228;hrend sie sich gleichzeitig weigern,   einen wirklichen Kampf anzuf&#252;hren. Im Gegenteil muss es wirkliche   k&#228;mpferische Proteste geben, die als Schritt zur Entwicklung konkreter   Solidarit&#228;t zwischen den ArbeiterInnen der verschiedenen Opel- und   Vauxhall-Werke dienen mit dem Ziel, die Pl&#228;ne der Bosse durch Kampf zu   besiegen, auch mit den wirksamsten Waffen in den H&#228;nden der   ArbeiterInnen &#8211; Streiks und Werksbesetzungen.<\/p>\n<p>  Sofortige Europaweite Konferenzen wirklicher BelegschaftsvertreterInnen   von Opel, Vauxhall und GM sollten einberufen werden, um ein   Aktionsprogramm zu diskutieren und zu beschlie&#223;en, das mit einem   ganzt&#228;gigen europ&#228;ischen Streik zur Rettung von Arbeitspl&#228;tzen und zum   Schutz von Lebensstandards beginnt.<\/p>\n<h4>  Ein demokratischer sozialistischer Plan ist notwendig, um die   Autoindustrie auf soziale und Umweltbed&#252;rfnisse umzustellen<\/h4>\n<p>  All dies weist auf die dringende Notwendigkeit von k&#228;mpferischen und   demokratischen Gewerkschaften im internationalen Ma&#223;stab hin, die in   allen Werken Betriebsversammlungen der ArbeiterInnen organisieren, um   ihre Strategie f&#252;r die Gegenwehr gegen die Pl&#228;ne der Bosse demokratisch   zu diskutieren. Dies muss Solidarit&#228;tsappelle an die ArbeiterInnen aller   Subunternehmer und Zulieferer umfassen, die von den stattfindenden   Umstrukturierungen betroffen sind, sich auch dem Kampf anzuschlie&#223;en.<\/p>\n<p>  Aber zuerst m&#252;ssen wir uns weigern, die Teile-und-Herrsche-Logik der   Bosse zu akzeptieren. Unser Ausgangspunkt kann nicht sein: &#8222;Wie viele   Arbeitspl&#228;tze werden wir aufgeben m&#252;ssen, um das &#220;berleben unseres Werks   zu sichern?&#8221;, sondern im Gegenteil: &#8222;Wie entwerfen wir einen   Aktionsplan, um die Profitgeier zur&#252;ckzudr&#228;ngen, unsere Werke offen zu   halten und alle unsere Arbeitspl&#228;tze zu retten?&#8221;<\/p>\n<p>  Ein von unten organisierter Offensivkampf ist notwendig, um diesen   Stellenabbau zu stoppen. Dieser muss Forderungen wie Verk&#252;rzung der   Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und die &#214;ffnung der   Gesch&#228;ftsb&#252;cher des Managements umfassen. Aber wie k&#246;nnen wir die   Argumente mancher kapitalistischer &#214;konomen, Journalisten und Politiker   kontern, die argumentieren, dass die Schlie&#223;ung von Autowerken und   Stellenabbau ein notwendiger Schritt seien, um den ges&#228;ttigten Automarkt   zu &#8222;bereinigen&#8220;?<\/p>\n<p>  Heute steht die Autoindustrie vor &#220;berproduktion, w&#228;hrend auf der   anderen Seite viele soziale Bed&#252;rfnisse nicht befriedigt werden. Es   fehlt an ausreichendem freien &#246;ffentlichem Transport, w&#228;hrend unserem   Planeten eine Katastrophe droht. So lange die Autoindustrie von privaten   Interessen dominiert wird und nur an kurzfristigem Profit interessiert   ist, wird das immer der Fall sein. Die ArbeiterInnen und ihre Familien   f&#252;r die Krise zahlen zu lassen ist aus Sicht der Kapitalisten der   einzige Weg vorw&#228;rts.<\/p>\n<p>  Notwendig ist ein Programm, das sich auf die Ansichten, Bed&#252;rfnisse und   Interessen der arbeitenden Menschen st&#252;tzt. Wir denken, dass die Debatte   &#252;ber die Rettung der Arbeitspl&#228;tze mit der Diskussion verbunden werden   muss, wie die gewaltige Technologie, das Wissen und der Reichtum der   Autoindustrie genutzt werden k&#246;nnen, um umweltfreundliche Technologie   und &#246;ffentliche Verkehrsmittel im massiven Umfang zu entwickeln.<\/p>\n<p>  Deshalb treten SozialistInnen daf&#252;r ein, dass die Verstaatlichung der   gesamten Autoindustrie notwendig ist, mit Entsch&#228;digung nur auf der   Grundlage von erwiesener Bed&#252;rftigkeit. Das bedeutet nicht:   Verstaatlichung der Verluste und Privatisierung danach, wenn wieder   Profite f&#252;r die Bosse gemacht werden k&#246;nnen. Die Produktion von G&#252;tern,   die soziale Bed&#252;rfnisse befriedigen, und die Entwicklung alternativer   Transportformen kann nur verwirklicht werden, wenn die ganze   Autoindustrie unter die demokratische Kontrolle und Verwaltung gew&#228;hlter   ArbeitervertreterInnen gestellt wird, die jederzeit wieder abberufen   werden k&#246;nnen. Die Krise ist international, weshalb solche Planung nicht   auf nur nationaler Ebene funktionieren kann, sondern auch international   sein muss. Die Autoindustrie ist ein Musterbeispiel f&#252;r das Chaos, das   das Marktsystem erzeugt. Ein erfolgreicher Kampf von AutoarbeiterInnen   k&#246;nnte ein Vorbild f&#252;r andere sein und helfen, Unterst&#252;tzung f&#252;r die   einzige Alternative zum kapitalistischen System der Booms und Krisen   aufzubauen, einer demokratisch geplanten sozialistischen Wirtschaft, in   der die Kommandoh&#246;hen der Wirtschaft in &#246;ffentlichen Eigentum &#252;berf&#252;hrt   werden. ArbeiterInnen schaffen den Reichtum. Sie m&#252;ssen das letzte Wort   dabei haben, wie dieser Reichtum verwendet wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Neues internationales Arbeitsplatzmassaker in der Autoindustrie\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13340"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13340\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}