{"id":13337,"date":"2009-10-08T00:01:00","date_gmt":"2009-10-08T00:01:00","guid":{"rendered":".\/?p=13337"},"modified":"2009-10-08T00:01:00","modified_gmt":"2009-10-08T00:01:00","slug":"13337","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/10\/13337\/","title":{"rendered":"Arbeitszeitkonferenz &gt;&gt; Arbeit umverteilen"},"content":{"rendered":"<p>  Am 11. Oktober findet, auf Einladung der ver.di-Linken NRW, eine   Konferenz zur Frage der Arbeitszeitverk&#252;rzung statt.<\/p>\n<p>  <a href=\"\/media\/m\/20091007161119EinladungArbeitszeitkonferenzDortmund.pdf\">Einladung   als PDF<\/a><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Vorschlag: Resolution der Arbeitszeitkonferenz am 11. Oktober 2009 in   Dortmund<\/h4>\n<p>  (Entwurf von Gregor Falkenhain, Wolfgang Zimmermann, David Matrai,   Daniel Behruzi)<\/p>\n<h4>  Arbeitszeitverk&#252;rzung ist unsere Antwort auf Krise und Arbeitslosigkeit!<\/h4>\n<p>  Wir fordern die ver.di-Bundestarifkommission auf die Arbeitszeit ins   Zentrum unserer tariflichen Auseinandersetzung im &#214;ffentlichen Dienst   bei Bund, Kommunen und L&#228;ndern zu stellen. Konkret hei&#223;t dies f&#252;r die   folgende Tarifrunde:<\/p>\n<p>  1. Unsere Antwort auf die steigende Massenarbeitslosigkeit ist eine   Kampagne zur Schaffung neuer Arbeitspl&#228;tze durch Arbeitszeitverk&#252;rzung   bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Daf&#252;r wird ver.di   &#246;ffentlichkeitswirksam aktiv.<\/p>\n<p>  2. Wir fordern neben einer deutlichen Lohnerh&#246;hung in der Tarifrunde   Bund und Kommunen: 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und   Personalausgleich als Antwort auf steigende Arbeitslosigkeit und Krise.<\/p>\n<h4>  Begr&#252;ndung:<\/h4>\n<p>  2.400 Menschen aus ver.di unterzeichneten bisher den   &quot;Arbeitszeitappell.de&quot;. Darin hei&#223;t es:<\/p>\n<p>  &quot;Arbeiten bis zum Umfallen &#8211; diese Marschrichtung geben Arbeitgeber und   Regierung vor. Rente mit 67, mehr Arbeitsdruck sowie die Verl&#228;ngerung   der tariflichen und tats&#228;chlichen Arbeitszeiten steht auf ihrer Agenda.   Die Folgen: Immer mehr &#196;ltere scheiden fr&#252;hzeitig &#8211; und mit gek&#252;rzter   Rente &#8211; aus dem Arbeitsleben aus. Jugendlichen wird die   Besch&#228;ftigungsperspektive genommen.<\/p>\n<p>  Unsere gewerkschaftliche Antwort lautet: Nein zu jeglicher   Arbeitszeitverl&#228;ngerung. Stattdessen: Arbeit umverteilen &#8211; durch eine   deutliche Reduzierung der Wochen- und Lebensarbeitszeiten.<\/p>\n<p>  Raus aus der Defensive. Es reicht nicht Arbeitgeber-Forderungen nach   unbezahlter Mehrarbeit zur&#252;ckzuweisen oder einzugrenzen. Die   mehrw&#246;chigen Streiks 2006 in den Bundesl&#228;ndern haben gezeigt, dass die   Besch&#228;ftigten in der Arbeitszeitfrage mobilisierbar sind. Eine kampflose   Ausweitung der Arbeitszeiten oder als Verhandlungsmasse bei Tarifrunden   d&#252;rfen wir nicht mehr akzeptieren. L&#228;ngere Arbeitszeiten in   Ostdeutschland und f&#252;r Beamte und Beamtinnen werden nur genutzt, um die   Besch&#228;ftigten unter Druck zu setzen und zu spalten.<\/p>\n<p>  Arbeitszeitverl&#228;ngerung bedeutet vor allem beschleunigter Personalabbau.   Die Besch&#228;ftigten haben mehr Stress, weniger Zeit f&#252;r Familie, weniger   Freizeit und geringere M&#246;glichkeiten, sich gesellschaftlich zu   engagieren. Wir treten daf&#252;r ein, gegen Arbeitszeitverl&#228;ngerung zu   mobilisieren und in Zukunft keinerlei Arbeitszeitverl&#228;ngerungen mehr   hinzunehmen.<\/p>\n<p>  Arbeitszeitverk&#252;rzung muss auf die Tagesordnung. Die Vernichtung   Tausender Arbeitspl&#228;tze im &#214;ffentlichen Dienst und in weiten Teilen der   Privatwirtschaft setzt sich fort. Darauf ist eine zentrale Antwort der   Gewerkschaften: Arbeitsumverteilung. Die Bedeutung dieser Forderung wird   in der anstehenden Rezession noch wachsen. Die Erfahrung aus den   80er-und 90er-Jahren hat gezeigt, dass die Verk&#252;rzung der Arbeitszeiten   Stellen schafft oder sichert. Sie ist von den Arbeitgebern allerdings   vielfach auch zur Flexibilisierung und Arbeitsintensivierung genutzt   worden. In den 90ern ging in einer Reihe von Betrieben die Reduzierung   der Arbeitszeiten mit Lohnverlusten einher. Wir treten&#160; f&#252;r eine   Verk&#252;rzung in gro&#223;en Schritten &#8211; zun&#228;chst f&#252;r die 35-Stunden-Woche &#8211;   sowie f&#252;r vollen Lohn- und Personalausgleich ein.<\/p>\n<p>  Das wird nur in harten Konflikten durchsetzbar sein. Wir er&#246;ffnen die   Debatte in allen Gliederungen unserer Gewerkschaft. Der Kampf um   Arbeitszeitverk&#252;rzung muss zentrales Element in Programm und Praxis von   ver.di werden.&quot;<\/p>\n<p>  Angesichts der Folgen der kapitalistischen Krise mit drohender   steigender Massenarbeitslosigkeit sind die Gewerkschaften gefordert,   deutlich zu machen:<\/p>\n<p>  Wir zahlen nicht f&#252;r Eure Krise!<\/p>\n<p>  Das geht nur &#252;ber eine Politisierung der Auseinandersetzungen: Eine   gesellschaftliche Debatte &#252;ber die Umverteilung der vorhandenen Arbeit   auf alle ist n&#246;tig. Die Reichen und Kapitalbesitzer m&#252;ssen daf&#252;r zur   Kasse gebeten werden.<\/p>\n<p>  Damit beginnen wir in der kommenden Tarifrunde bei Bund und Kommunen und   der zeitgleich stattfindenden Auseinandersetzung im Land in Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am 11. Oktober findet, auf Einladung der ver.di-Linken NRW, eine<br \/>\n      Konferenz zur Frage der Arbeitszeitverk&#252;rzung statt.\n    <\/p>\n<p>\n      <a href=\"\/media\/m\/20091007161119EinladungArbeitszeitkonferenzDortmund.pdf\">Einladung<br \/>\n      als PDF<\/a>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13337"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13337\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}