{"id":13327,"date":"2009-09-30T00:00:00","date_gmt":"2009-09-30T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13327"},"modified":"2009-09-30T00:00:00","modified_gmt":"2009-09-30T00:00:00","slug":"13327","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/09\/13327\/","title":{"rendered":"Stellenkahlschlag bei T-Systems"},"content":{"rendered":"<p>  Betriebsbedingte K&#252;ndigungen nach der Wahl?<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Wir dokumentieren hier einen Artikel von der Webseite des <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\/\">Netzwerks   f&#252;r eine k&#228;mpferische und demokratische ver.di<\/a>:<\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  Wie ein Theaterst&#252;ck wirkt, was wieder im Telekom-Konzern abl&#228;uft. Der   Arbeitgeber droht in der Lohnrunde mit Personalabbau und dem gro&#223;en   Pleitegeier. Verdi-Funktion&#228;re reden von einer &#8222;unglaublichen   Provokation&#8220; und drohen mit Streik Hinterher wird aus der Streikdrohung   ein f&#252;r &#8222;beide Seiten akzeptables Ergebnis&#8220; am Verhandlungstisch. Und   f&#252;r akzeptabel halten unsere Verhandlungsf&#252;hrer fortgesetzten   Reallohnabbau. Nach dem Tarifabschluss k&#252;ndigt der Arbeitgeber neuen   Personalabbau an, ver.di protestiert verbal. Hinterher einigen sich alle   auf einen &#8222;freiwilligen sozialvertr&#228;glichen Abbau&#8220; von etwas &#252;ber der   H&#228;lfte der Arbeitgeberpl&#228;ne&#8230; Alle Jahre wieder oder besser alle Monate   wieder spielt es sich so oder so &#228;hnlich in einem Teil des   Telekom-Konzerns ab. Damit muss Schluss sein! Wir haben die Schnauze   voll von Floskeln der Gewerkschaftsbosse und ihren &#8222;sozialvertr&#228;glichen   L&#246;sungen&#8220;. Wir wollen f&#252;r den Erhalt aller Arbeitspl&#228;tze k&#228;mpfen. Kein   Stellenabbau ist sozialvertr&#228;glich. Denn KollegInnen werden gen&#246;tigt,   &#8222;freiwillig&#8220; zu gehen und die die bleiben, k&#246;nnen vor lauter Arbeit   nicht mehr geradeaus sehen. Wir wollen auch keine Nomaden sein, die   Arbeitspl&#228;tzen &#8211; noch dazu unsicheren &#8211; hinterherziehen. Im Vergleich   zum ersten Halbjahr 2008 waren im ersten Halbjahr 2009 nur noch 130.500   oder 11.900 Kolleginnen und Kollegen weniger auf der Gehaltsliste des   Telekom-Konzerns in Deutschland. Das urspr&#252;ngliche Ziel gegen&#252;ber 2005   4,7 Milliarden einzusparen wurde 18 Monate fr&#252;her erreicht, als geplant.<\/p>\n<h4>  T-Systems<\/h4>\n<p>  Ort des Geschehens Mitte August 2009: T-Systems. Noch 24.000   Besch&#228;ftigte arbeiten hier. In den ersten acht Monaten diesen Jahres   wurden bereits 1.200 Kolleginnen und Kollegen gegangen. Und jetzt sollen   bis Ende 2010 nochmal 3.000 gehen. Ber&#252;cksichtigt man, dass freie   Mitarbeiter auch gehen m&#252;ssen und die Fremdvergabe reduziert werden   soll, wird insgesamt wohl die von der Konzernf&#252;hrung verlangte   Stellenvernichtung von 5.400 bis Ende 2010 erreicht, wenn nicht sogar   &#252;berschritten werden. In einigen Bereichen wie Systems Integration mit   etwas &#252;ber 8000 Besch&#228;ftigten und ICT-Operations drohen Ende 2009   betriebsbedingte K&#252;ndigungen, wenn bis dahin nicht genug freiwillig   gegangen sind bzw. Verhandlungen &#252;ber Arbeitszeitreduzierung gescheitert   sind. Einen besseren Boden f&#252;r die Versch&#228;rfung des Drucks auf jeden   einzelnen, sei es durch Arbeitshetze oder immer wieder nahegelegte   Angebote, das Unternehmen zu verlassen bis hin zu Mobbing gibt es wohl   nur noch dort, wo Standorte geschlossen werden wie bei der DT KS. Der   Bereich Systems Integration erabeitet komplexe IT-Software und   IT-Prozesse f&#252;r Gro&#223;kunden. Die Konkurrenz wie IBM und HP haben ihr   Systemsintegrationsgesch&#228;ft bereits in Billiglohnl&#228;nder wie Indien oder   Rum&#228;nien ausgelagert und dr&#252;cken nun die Preise. Der Telekom-Konzern hat   2008 eine Partnerschaft mit der amerikanisch-indischen IT-Firma   Cognizant vereinbart, wonach personalintensive Softwarearbeiten   langfristig ausgelagert werden sollen. Auch im Telekom-Konzern wird   weiter abgebaut, sei es durch Standortschlie&#223;ungen wie bei der DT   Kundenservice oder durch freiwilligen Abbau bei der DT Gesch&#228;ftskunden   um nur zwei zu nennen.<\/p>\n<h4>  Alle gemeinsam<\/h4>\n<p>  Es wird Zeit, dass wir nicht l&#228;nger nur die Akteure in einem endlosen   Trauerspiel sind, sondern dass wir anfangen, die Regie selbst in die   Hand zu nehmen. Offensive Forderungen m&#252;ssen auf den Tisch und alle   Besch&#228;ftigten des gesamten Konzerns daf&#252;r gemeinsam k&#228;mpfen. Eine   konzernweite Forderung nach einem Tarifvertrag &#220;berlastungsschutz w&#228;re   ein Hebel, um auch Streikaktionen legal f&#252;r alle m&#246;glich zu machen. Die   Forderung nach einem solchem Tarifvertrag k&#246;nnte kombiniert werden mit   der Forderung nach Verl&#228;ngerung des Tarifvertrags Altersteilzeit, der   Ende 2009 ausl&#228;uft. Da die Besch&#228;ftigten von Bund und Kommunen Anfang   des Jahres in der Tarifauseinandersetzung stehen und au&#223;erdem   Telekom-Gro&#223;kunden sind, w&#252;rde ein gemeinsamer Streik einen enormen   &#246;konomischen Druck und eine hohe Durchsetzungsf&#228;higkeit bewirken. Bei   der Telekom und in allen von ver.di organisierten Branchen muss die   Forderung nach der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und   Personalausgleich zu einer der wichtigsten Tarifforderungen werden.<\/p>\n<h4>  Privatisierung ist Katastrophe<\/h4>\n<p>  Wir fordern eine kritische Bilanz von Beginn der Privatisierung bis   heute. Statt einer grundlegenden Bilanz der Privatisierung und den   Folgen f&#252;r die Bev&#246;lkerung und die Besch&#228;ftigten, spricht der   Bundesfachbereichsvorstand in seiner Grundsatzerkl&#228;rung   http:\/\/tk-it.verdi.de\/telekom_kampagne_2007\/flugblaetter\/grundsatzerklaerung_bundesfachbereichsvorstand\/data\/grundsatzerklaerung_140207.pdf   davon, dass die Regulierung Schuld an der schlechten Wettbwerbssituation   und dass sie ohne besch&#228;ftigungspolitische Ziele agiere, dazu prangert   sie eine hemmungslose Finanzwelt und die Marktpreise an und spricht von   Servicem&#228;ngeln der Vergangenheit.Will sich der verdi-Vorstand mit dem   aktuellen Telekom-Vorstand gutstellen? Dessen Entscheidungen tragen auch   nicht gerade zur Serviceverbesserung bei, da dieser Vorstand mit der   Politik des Personalabbaus, Kostenreduktion um jeden Preis und   Auslagerung weitermacht. Verdi bietet in vorauseilendem Gehorsam   Langzeitarbeitskonten zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeit und   einen Beitrag zum Ausbau der Innovationskraft an. Was auch immer das   heissen mag &#8211; das soll die lang angek&#252;ndigte Erkl&#228;rung zur Beendigung   der Politik des Co-Managements sein? Nein! Wir fordern die R&#252;ckf&#252;hrung   der Telekom und der gesamten Branche in &#246;ffentliches Eigentum unter   demokratischer Verwaltung und Kontrolle. Privatisierung ist Diebstahl an   &#246;ffentlichem Eigentum zur privaten Bereicherung einer kleinen   Minderheit. Das ist das Grundproblem der Telekom und des Kapitalismus   insgesamt. Und damit muss Schluss gemacht werden.<\/p>\n<p>  K&#228;mpft mit den Kollegen des Betriebsblatts &#8222;Magentat&#8220; und des Netzwerks   f&#252;r eine k&#228;mpferische und demokratische ver.di f&#252;r den Neuaufbau von   ver.di auf einer k&#228;mpferischen und demokratischen Grundlage. Baut   zusammen mit uns eine schlagkr&#228;ftige innergewerkschaftliche Opposition   auf.<\/p>\n<h4>  Netzwerk-Position zur Verstaatlichung der Telekom unter<\/h4>\n<h4>  <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\/fileadmin\/Material\/NwTelekomVerstaatlichen.pdf\">http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\/fileadmin\/Material\/NwTelekomVerstaatlichen.pdf<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Betriebsbedingte K&#252;ndigungen nach der Wahl?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13327"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13327"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13327\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}