{"id":13309,"date":"2009-09-16T00:00:00","date_gmt":"2009-09-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13309"},"modified":"2012-05-15T15:08:41","modified_gmt":"2012-05-15T13:08:41","slug":"13309","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/09\/13309\/","title":{"rendered":"DIE LINKE: Regierungskoalitionen mit SPD &#8211; nicht kleinere, sondern       weitere &#220;bel"},"content":{"rendered":"<p>  Lehren vom Lafontaine-R&#252;cktritt vor zehn Jahren. Jede Verbesserung muss   durch Massenproteste erk&#228;mpft werden<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Nach den Wahlerfolgen im Saarland und in Th&#252;ringen er&#246;ffnete Oskar   Lafontaine die anschlie&#223;ende Vorstandssitzung der Linkspartei am Montag,   den 31. August mit den Worten: &#8222;Wenn wir k&#246;nnen, werden wir regieren:   &#252;berall, wo es geht.&#8220; Laut SPIEGEL leistete keiner der GenossInnen im   Saal &#8222;Widerspruch, es gab nicht einmal eine zarte Nachfrage. &#8222;Das war   die friedlichste Sitzung seit Jahren&#8220;, wunderte sich Vorstandsmitglied   Jan Korte&#8220; (SPIEGEL 37\/2009). Dabei ist es genau zehn Jahre her, dass   Lafontaine als Bundesfinanzminister zur&#252;ck getreten war &#8211; nachdem er   erfahren musste, welchen Druck die Konzernspitzen auf Regierungen   aus&#252;ben k&#246;nnen.<\/p>\n<h4>  <i>von Aron Amm, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  1999 hatte Lafontaine die Vorstandsetagen der Dax-30-Konzerne erz&#252;rnt,   als er &#8211; relativ gem&#228;&#223;igte &#8211; Steuererh&#246;hungen, Mehrbelastungen f&#252;r   Stromriesen und eine st&#228;rkere Regulierung der Finanzm&#228;rkte anvisierte.   Selbst solche &#228;u&#223;erst bescheidenen Einschr&#228;nkungen der Unternehmermacht   w&#228;ren nur durchzusetzen gewesen, wenn die damalige rot-gr&#252;ne   Bundesregierung bereit gewesen w&#228;re, mit der &#8222;Wirtschaft&#8220; eine harte   Konfrontation einzugehen und massenhaft gegen die Herrschenden zu   mobilisieren. Das war schon vor zehn Jahren weder mit den Gr&#252;nen noch   mit der SPD, die seinerzeit von Lafontaine gef&#252;hrt wurde, vorstellbar.   Heute, nachdem die SPD seit elf Jahren der Bundesregierung angeh&#246;rt und   zu den Architekten der Agenda 2010 z&#228;hlt, ist das erst Recht   ausgeschlossen.<\/p>\n<h4>  LINKEN-Spitze auf Regierungskurs<\/h4>\n<p>  W&#228;hrend Lafontaine als Partei- und Fraktionsvorsitzender der LINKEN noch   vor Kurzem Mindestbedingungen bez&#252;glich Rot-Rot formuliert hatte, war   davon nach den j&#252;ngsten Landtagswahlen kaum noch die Rede.   Spitzenkandidat Bodo Ramelow erkl&#228;rte in Th&#252;ringen sogar forsch, er gehe   ohne jegliche Vorbedingungen in Sondierungsgespr&#228;che.<\/p>\n<p>  Schon die Wahlk&#228;mpfe im Saarland, in Th&#252;ringen und in Sachsen waren &#8211;   wie das ganze Agieren der Parteispitze seit dem Einsetzen der Rezession,   beispielsweise als das Bankenrettungspaket im Bundestag geschn&#252;rt wurde   &#8211; von staatsm&#228;nnischem Gehabe gekennzeichnet. Man geb&#228;rdete sich als   Retter der Sozialdemokratie. Und Lafontaine lie&#223; wiederholt   durchblicken, dass er perspektivisch auf eine gemeinsame starke   sozialdemokratische Partei hinarbeitet.<\/p>\n<h4>  Nein zu Beteiligungen an SPD-gef&#252;hrten Regierungen<\/h4>\n<p>  SAV-Mitglieder haben in den letzten Jahren vehement vor   Regierungsbeteiligungen &#8211; ob in Form einer Tolerierung oder Koalition &#8211;   mit den Hartz-IV-Parteien SPD und Gr&#252;ne, die sogar die ersten   Kriegseins&#228;tze der Bundeswehr zu verantworten haben, gewarnt. Wir haben   erkl&#228;rt, dass ihr bundespolitischer Kurs in den L&#228;ndern und Kommunen   seine kongeniale Entsprechung findet. Und wir haben darauf verwiesen,   dass mit der Beteiligung am SPD-gef&#252;hrten Berliner Senat keineswegs   Schlimmeres verhindert wird, sondern gravierende Sozialk&#252;rzungen und   Angriffe auf gewerkschaftliche Rechte mitgetragen werden. Ma&#223;nahmen, die   nicht nur die Glaubw&#252;rdigkeit der Linkspartei, vormals PDS,   ersch&#252;tterten, heftige Stimmenverluste mit sich brachten, sondern auch   den Widerstand in der Stadt schw&#228;chten.<\/p>\n<p>  Obwohl diese Beweislast dr&#252;ckend ist, klammern sich Parteimitglieder und   Anh&#228;nger an die Hoffnung, dass man in Regierungskoalitionen zwar   Kompromisse schlie&#223;en m&#252;sse und einige Kr&#246;ten zu schlucken h&#228;tte, aber   doch die eine oder andere Verbesserung auf den Weg gebracht werden   k&#246;nnte. Darum ist es n&#246;tig, sich stets zu vergegenw&#228;rtigen, dass wir in   einer Klassengesellschaft leben. In jeder einzelnen politischen Frage   treffen nicht nur unterschiedliche, sondern sich widersprechende   Interessen aufeinander. Wie es schon in Kurt Tucholskys &#8222;Lied vom   Kompromiss&#8220; hie&#223;: &#8222;Durch Deutschland geht ein tiefer Riss, daf&#252;r gibt es   keinen Kompromiss.&#8220; Die Unternehmer haben noch nie still gehalten und   Ma&#223;nahmen, die sie belasteten, widerstandslos hingenommen. Das galt   selbst in Aufschwungjahren. Und es gilt erst Recht in Krisenzeiten.<\/p>\n<h4>  L&#246;hne, Arbeitszeit, Investitionen = Verteilungsfragen<\/h4>\n<p>  Gestern wie heute argumentieren Teile der politischen Linken, dass   einzelne progressive Schritte wie Lohnerh&#246;hungen,   Arbeitszeitverk&#252;rzungen oder Investitionsprogramme durchaus zum Nutzen   aller sein k&#246;nnten.<\/p>\n<p>  Wenn Axel Troost, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, meint, dass h&#246;here   L&#246;hne die Nachfrage ankurbeln w&#252;rden und sich damit die kapitalistischen   Probleme l&#246;sen lie&#223;en, dann zerbricht er sich den Kopf f&#252;r die   Kapitalisten. Nat&#252;rlich &#8222;kaufen Autos keine Autos&#8220;, wie Henry Ford schon   erkannte. Folglich h&#228;tte Daimler-Chef Dieter Zetsche auch nichts   dagegen, wenn die Besch&#228;ftigten von Aldi soviel verdienen w&#252;rden, dass   sie sich einen Mercedes leisten k&#246;nnen. Nur: Die Aldi-Br&#252;der selber   k&#246;nnen damit nicht einverstanden sein. Weil Lohnsteigerungen im eigenen   Unternehmen die Profite von Karl und Theo Albrecht schm&#228;lern und sie im   Konkurrenzkampf unmittelbar zur&#252;ckwerfen (und anf&#228;llig f&#252;r &#220;bernahmen   machen) w&#252;rden.<\/p>\n<p>  Bei der Frage der Arbeitszeitverk&#252;rzung das gleiche Spiel. Immer wieder   behaupteten keynesianisch beeinflusste Gewerkschafter in der   Vergangenheit, dass eine Verk&#252;rzung der Arbeitszeit durchaus dem   Arbeitgeber zu Gute kommen k&#246;nnte: zum einen durch eine   Produktivit&#228;tssteigerung auf Basis von ausgeruhteren Besch&#228;ftigten, die   in weniger Zeit mehr leisten k&#246;nnten, und zum anderen durch eine   Erh&#246;hung der Kaufkraft, die doch den Auftragseingang befl&#252;geln w&#252;rde.   Allerdings zeigte schon der erbitterte Widerstand der Metall-Arbeitgeber   in der Auseinandersetzung um die 35-Stunden-Woche 1984, dass tagt&#228;glich   der gleiche Verteilungskampf zwischen Unternehmern und Lohnabh&#228;ngigen,   zwischen Kapital und Arbeit tobt, &#8211; um die H&#246;he des Lohns   beziehungsweise um den Mehrwert, aus dem sich der Profit speist. J&#252;rgen   Schrempp, Ex-Daimler-Vorsitzender, antwortete bekanntlich einmal auf die   Frage, worauf es aus Unternehmersicht ankommt: &#8222;Profit, Profit, Profit.&#8220;<\/p>\n<p>  Investitionsprogramme wollen Keynesianer in der Regel durch eine h&#246;here   Kreditaufnahme des Staates auf den Weg bringen. Hier stellt sich   ebenfalls direkt die Frage, wer diese Mittel finanzieren soll. Wenn   diese Staatsgelder &#252;ber eine steuerliche Mehrbelastung der Unternehmen   aufgebracht werden sollen, dann sind Drohungen nach Investitionsboykott   und Kapitalflucht programmiert.<\/p>\n<h4>  Das Beispiel der Mitterand-Regierung<\/h4>\n<p>  Welcher Widerstand das Kapital Reformpl&#228;nen entgegenbringt, beweisen   eindrucksvoll die Erfahrungen mit der Mitterand-Regierung in Frankreich   Anfang der achtziger Jahre. 1981 hatte Francois Mitterand von der   Sozialistischen Partei im B&#252;ndnis mit der KP eine absolute Mehrheit bei   den Wahlen erringen k&#246;nnen. Dieser Wahlerfolg basierte auf   weitreichenden Reformversprechen: Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem   Lohnausgleich und eine Serie von Verstaatlichungen. Am Wahlabend tanzten   und feierten eine Million Menschen in den Stra&#223;en von Paris und   erwarteten sich den Beginn sozialistischer Ver&#228;nderungen in Frankreich.   Doch sofort bedienten sich die Herrschenden des bekannten Droharsenals:   Betriebsverlagerungen, Einstellung von Investitionen und den Abzug von   Kapital ins Ausland. Nach nur einem halben Jahr Reformanstrengungen   knickte das Kabinett ein. So wurde beispielsweise die Arbeitszeit nur um   eine Stunde verk&#252;rzt, weitere geplante Verk&#252;rzungen fanden nicht mehr   statt. Bald gingen die F&#252;hrungen von SP und KP unter dem Druck der   Unternehmer von Reformen zu Konterreformen &#252;ber.<\/p>\n<h4>  Das Beispiel von Lafontaine als Finanzminister<\/h4>\n<p>  Leidet Lafontaine unter Amnesie oder warum ignoriert er seine eigenen   Erfahrungen, die genau zehn Jahre zur&#252;ckliegen, heute komplett? Als   Lafontaine nach der Bundestagswahl 1998 und der Amts&#252;bernahme durch   Rot-Gr&#252;n Gesetzesentw&#252;rfe zur steuerlichen Mehrbelastung der Unternehmen   (beziehungsweise zum Stopfen von Steuerschlupfl&#246;chern) und zu einer   verst&#228;rkten Regulierung der Finanzm&#228;rkte plante, wirkten   Arbeitgeberverb&#228;nde, Konzernchefs und die Wirtschaftslobby insgesamt   massiv auf die Regierung unter Gerhard Schr&#246;der ein, einen Kurswechsel   herbeizuf&#252;hren. Die Ereignisse vor einem Jahrzehnt enthielten viele   Elemente eines Putsches: Kr&#228;fte, die niemand gew&#228;hlt hatte, &#252;bten   vielf&#228;ltigen Druck auf die Regierung aus und bewirkten erfolgreich den   R&#252;cktritt des Finanzministers und eine Richtungs&#228;nderung von Rot-Gr&#252;n.<\/p>\n<p>  Wenige Tage, bevor Lafontaine seinen Hut nahm, war es zu einem   &#8222;privaten&#8220; Treffen zwischen dem damaligen Vorstandsvorsitzenden von   Daimler, J&#252;rgen Schrempp, und Gerhard Schr&#246;der gekommen. Laut Detroit   News soll Schrempp dem Bundeskanzler gesagt haben: &#8222;Wenn Sie die Sache   mit Lafontaine nicht bereinigen, werden Sie einige ihrer st&#228;rksten   Unterst&#252;tzer verlieren.&#8220; Kurz darauf schrieb der Finanzchef von Daimler,   Manfred Gentz, einen Brief an Schr&#246;der, in dem er drohte, den Firmensitz   von Stuttgart nach Detroit zu verlegen. Gleiches zog der   Vorstandsvorsitzende des Versicherungsunternehmens Gerling, J&#252;rgen Zech,   gegen&#252;ber der Regierung in Erw&#228;gung. Anfang M&#228;rz 1999 richteten dann 22   Spitzenmanager einen &#8222;Brandbrief&#8220; an das Kabinett, in dem ultimativ die   R&#252;cknahme der Steuerreform gefordert wurde. Zu den Unterzeichnern des   Briefes geh&#246;rten Krupp-Thyssen-Chef Gerhard Cromme und   Deutsche-Bank-Aufsichtsrat Hilmar Kopper.<\/p>\n<p>  All das zeigte rasch Wirkung. Joschka Fischer berichtet in seinen   &#8222;Memoiren&#8220; von der Kabinettssitzung am 10. M&#228;rz, dem Tag vor Lafontaines   R&#252;cktritt. Auf der Sitzung soll Schr&#246;der als Erster das Wort ergriffen   und los gepoltert haben, dass die &#8222;Politik der Nadelstiche&#8220; gegen die   Industrie ein Ende haben m&#252;sse. Am n&#228;chsten Tag titelte BILD: &#8222;Schr&#246;der   droht mit R&#252;cktritt!&#8220; Der Kanzler wurde mit den Worten zitiert: &#8222;Ich   lasse mit mir keine Politik gegen die Wirtschaft machen. (&#8230;) Es wird   einen Punkt geben, wo ich die Verantwortung f&#252;r eine solche Politik   nicht mehr &#252;bernehmen werde.&#8220; Fischer schrieb, auf dieses Zitat   &#8222;folgten, sehr korrekt wiedergegeben, die Ausf&#252;hrungen des   Bundeskanzlers im Kabinett. Die wichtigsten Teile wurden sogar w&#246;rtlich   und in direkter Rede wiedergegeben. Diese &#8222;Indiskretion&#8220; konnte nur aus   dem Kanzleramt selbst kommen, von weit oder sogar von ganz oben, und   offensichtlich sollte damit in der Kontroverse mit Lafontaine vor allem   &#246;ffentlich nach gelegt werden.&#8220;<\/p>\n<p>  Obwohl Schr&#246;der die damaligen Pl&#228;ne lediglich als &#8222;Nadelstiche&#8220;   bezeichnete, wurden Himmel und H&#246;lle in Bewegung gesetzt. Nachdem   Lafontaine als Bundesfinanzminister und SPD-Parteivorsitzender zur&#252;ck   getreten war, knallten die Sektkorken in den Chefetagen. Die Aktienkurse   an der Frankfurter B&#246;rse schnellten am selben Tag um sechs Prozent nach   oben.<\/p>\n<h4>  Mit k&#228;mpferischer und sozialistischer Politik DIE LINKE weiter aufbauen<\/h4>\n<p>  Wenn Josef Ackermann und Kanzlerin Angela Merkel zusammen   Johannisbeerkuchen speisen, wird nicht nur unverbindlich &#252;ber Gott und   die Welt geplaudert. Die Bankenkrise zeigte einmal mehr in aller Sch&#228;rfe   die Dominanz der Banken und Konzerne auf. Auf massiven Druck der Bosse   und B&#228;nker wurde in k&#252;rzester Zeit bekanntlich ein Bankenrettungspaket   von 480 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Und wenn Bundesminister   mal nicht sputen wollen, dann wird nachgeholfen, wie das Protokoll der   Bankenaufsicht Bafin bez&#252;glich des Rettungsschirms f&#252;r die Hypo Real   Estate im letzten September offenbarte.<\/p>\n<p>  Die Dominanz des Kapitals bedeutet jedoch nicht, dass sich heute nichts   erreichen lie&#223;e. Sie bedeutet nur, dass es illusorisch ist, in der   Koalition mit SPD und Gr&#252;nen Umverteilungsma&#223;nahmen von oben nach unten   einfach per Gesetz erreichen zu k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Voraussetzung f&#252;r jede Reform im Interesse der Arbeiterklasse ist heute   eine massenhafte Mobilisierung der arbeitenden Bev&#246;lkerung. Es sei daran   erinnert, dass die Anti-AKW-Bewegung erheblich mehr durchsetzen konnte   als die Partei der Gr&#252;nen. Urspr&#252;nglich plante die Atomlobby 80   Atomkraftwerke in der Bundesrepublik, gebaut wurde schlie&#223;lich ein   Viertel davon. Mehrere konkrete Bauvorhaben konnten durch Massenproteste   in den siebziger und achtziger Jahren gestoppt werden.<\/p>\n<p>  Zwar k&#246;nnen auch heute Angriffe verhindert und einzelne Verbesserungen   erzielt werden. In Zeiten des kapitalistischen Niedergangs werden solche   Erfolge aber nie von Dauer sein k&#246;nnen. Darum muss der Kampf f&#252;r   Verbesserungen mit dem Kampf f&#252;r eine sozialistische Gesellschaft   verbunden werden.<\/p>\n<p>  Jetzt gilt es, in der LINKEN mit allem Engagement f&#252;r diese Ausrichtung   einzutreten. Nat&#252;rlich wird die Linkspartei nicht &#252;ber Nacht bei Wahlen   eine absolute Mehrheit holen. Aber das Ergebnis im Saarland zeigt, dass   auch auf der Wahlebene ein sprunghaftes Wachstum m&#246;glich ist. Und die   Einbr&#252;che von SPD und CDU in den letzten Jahren belegen, was auf der   politischen Ebene gerade in Bewegung kommt. Wenn DIE LINKE Wahlerfolge   und Parlamentssitze nutzt, um K&#228;mpfe und Kampagnen zu unterst&#252;tzen, Kurs   h&#228;lt auf eine grundlegende Ver&#228;nderung der gesellschaftlichen   Machtverh&#228;ltnisse und dabei nicht den Konflikt mit den Herrschenden   scheut, dann kann die Partei in ganz anderem Ma&#223;e als bislang Mitglieder   und Anh&#228;nger gewinnen. Auf dieser Basis ist es m&#246;glich, in den n&#228;chsten   Jahren eine Partei aufzubauen, die bei Wahlen Mehrheiten holt und,   gest&#252;tzt auf eine Massenbewegung, mit einer konsequent sozialistischen   Regierungspolitik das Kapital ernsthaft herausfordern kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Lehren vom Lafontaine-R&#252;cktritt vor zehn Jahren. Jede Verbesserung muss<br \/>\n      durch Massenproteste erk&#228;mpft werden\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,90,25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13309"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13309\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}