{"id":13288,"date":"2009-08-25T00:00:00","date_gmt":"2009-08-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13288"},"modified":"2012-05-15T15:10:15","modified_gmt":"2012-05-15T13:10:15","slug":"13288","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/08\/13288\/","title":{"rendered":"DIE LINKE w&#228;hlen"},"content":{"rendered":"<p>  &#8211; links aktiv werden &#8211; DIE LINKE ver&#228;ndern!<\/p>\n<\/p>\n<p>  <a href=\"\/media\/2009\/\/2009-08-24-linke-waehlen.pdf\"> <\/a><a href=\"\/media\/z\/2009-08-24-linke-waehlen.pdf\">Wahlaufruf   der SAV zu den Bundestagswahlen<\/a><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Nicht vergessen: Vor den letzten Bundestagswahlen versprach die SPD, die   Mehrwertsteuer nicht zu erh&#246;hen. Nach den Wahlen tat sie es zusammen mit   CDU\/CSU. Zu der dazu aufkommenden Kritik sagte der jetzige   SPD-Vorsitzende Franz M&#252;ntefering: &#8222;Wir werden an dem gemessen, was in   Wahlk&#228;mpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.&#8220;<\/p>\n<p>  Damit ist zum Bundestagswahlkampf genug gesagt. Es gibt keinen Grund dem   Versprechen auf Vollbesch&#228;ftigung und den sozialen Phrasen der SPD zu   glauben &#8211; oder der Distanzierung der CDU vom zu Guttenberg-Papier.   Tats&#228;chlich ist dieser Horrorkatalog, der Abbau von Arbeitnehmerrechten,   Abschaffung von Mindestl&#246;hnen und Erh&#246;hung der Mehrwertsteuer vorsieht,   das einzige, was man aus dem Lager von Regierung und etablierten   Parteien glauben kann.<\/p>\n<p>  Denn nach den Wahlen ist eine Lawine von Sozialk&#252;rzungen und anderen   Angriffen auf die Arbeiterklasse und sozial Benachteiligte zu erwarten,   genauso wie eine Entlassungswelle in den Betrieben. Egal, wer die   Regierung stellen wird.<\/p>\n<p>  DIE LINKE ist die einzige Partei im Bundestag, die sich gegen   Privatisierungen, Sozialabbau, Hartz IV, Lohnk&#252;rzungen,   Arbeitsplatzvernichtung und Kriegseins&#228;tze der Bundeswehr einsetzt und   wichtige Reformforderungen nach Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem   Lohnausgleich, Einf&#252;hrung einer Reichensteuer, massiven &#246;ffentlichen   Investitionsprogrammen oder dem Ausstieg aus der Atomenergie aufstellt.<\/p>\n<p>  Sie stellt das Profitmaximierungs-Dogma des Kapitalismus in Frage. Damit   unterscheidet sie sich deutlich von allen anderen im Bundestag   vertretenen Parteien, die offen die kapitalistische Wirtschafts- und   Gesellschaftsordnung verteidigen und f&#252;r Agenda 2010, Erh&#246;hung des   Renteneinstiegsalters, Privatisierungen und Auslandseins&#228;tzen der   Bundeswehr verantwortlich sind. Deshalb wird DIE LINKE von allen anderen   Parteien und von kapitalistischen Medien bek&#228;mpft. Sie ist der einzig   substanzielle Ansatz zu einer politischen Interessenvertretung f&#252;r   Lohnabh&#228;ngige und Erwerbslose &#8211; einer neuen Arbeiterpartei.<\/p>\n<h4>  DIE LINKE w&#228;hlen!<\/h4>\n<p>  All das sind gute Gr&#252;nde der Partei DIE LINKE am 27. September die   Stimme zu geben. Je st&#228;rker DIE LINKE abschneidet, desto mehr wird die   Bundestagswahl als ein Votum gegen das Abladen der Krisenkosten auf die   Masse der Bev&#246;lkerung betrachtet werden und desto schwieriger wird es   f&#252;r die zuk&#252;nftige Bundesregierung sein, eine Agenda 2020 durchzusetzen.<\/p>\n<p>  Denn eine starke LINKE im Bundestag wird AktivistInnen in Gewerkschaften   und sozialen Bewegungen eher motivieren, aktiven Widerstand gegen   Sozialabbau und Entlassungen zu leisten &#8211; beziehungsweise w&#252;rde   umgekehrt ein schwaches Ergebnis der LINKEn Selbstbewusstsein f&#252;r einen   vor&#252;bergehenden Zeitraum untergraben und von den Kapitalisten und   b&#252;rgerlichen Parteien als Signal f&#252;r eine antisoziale Offensive gesehen   werden.<\/p>\n<h4>  Deshalb ruft die SAV dazu auf, am 27. September DIE LINKE zu w&#228;hlen &#8211; in   Ost und West.<\/h4>\n<h4>  DIE LINKE ver&#228;ndern!<\/h4>\n<p>  Die SAV ist jedoch gleichzeitig der Meinung, dass ein Kurswechsel der   LINKEN dringend n&#246;tig ist. Angesichts der tiefen wirtschaftlichen und   politischen Krise des Kapitalismus sind die M&#246;glichkeiten f&#252;r DIE LINKE   gro&#223;. Das Programm und der Kurs der Parteispitze ist jedoch eine v&#246;llig   unzureichende Antwort auf die Krise des Systems.<\/p>\n<p>  Statt eine klare sozialistische Alternative zur kapitalistischen Krise   anzubieten, verharrt sie in Vorschl&#228;gen, den Kapitalismus besser zu   managen, als es die Kapitalisten und ihre Parteien tun.<\/p>\n<p>  Die Krise hat dazu gef&#252;hrt, dass die Kapitalisten und ihre Regierungen   gezwungen waren zur Rettung ihres Systems weitgehende staatliche   Interventionen in die Wirtschaft zu unternehmen. Auf den ersten Blick   haben sie damit Konzepte der LINKE-F&#252;hrung &#252;bernommen. Diese hebt sich   damit kaum mehr vom derzeitigen kapitalistischen Mainstream in der   Wirtschaftspolitik ab.<\/p>\n<p>  Sie fordert zwar die Vergesellschaftung aller Banken, ohne aber die   kapitalistische Marktwirtschaft grundlegend f&#252;r gescheitert zu erkl&#228;ren.   Ihre Forderung nach Mitarbeiterbeteiligung von bis zu 49 Prozent in   Unternehmen bel&#228;sst die Entscheidungsmehrheit bewusst bei der   Kapitalseite und f&#252;hrt im Zweifelsfall dazu, dass die beteiligten   Belegschaften in die betriebswirtschaftliche Logik der Konkurrenz und   Profitmaximierung getrieben werden. Kein Wunder, dass sich bei solchen   Vorschl&#228;gen manche W&#228;hlerInnen lieber f&#252;r das Original entscheiden, ganz   nach dem Motto &#8222;die verstehen wenigstens was von ihrem System&#8220;. Die   Krise ist ein Test f&#252;r DIE LINKE, den sie bisher nicht bestanden hat.<\/p>\n<p>  Hinzu kommt, dass in der Partei der Fl&#252;gel die Richtung bestimmt, der   auf Regierungskoalitionen mit der pro-kapitalistischen SPD setzt. Es ist   gut und richtig, dass Oskar Lafontaine eine Koalition mit der SPD auf   Bundesebene zum jetzigen Zeitpunkt ausschlie&#223;t.<\/p>\n<p>  Es ist aber falsch, dass der rot-rote Senat in Berlin immer noch besteht   und die Parteif&#252;hrung in anderen Bundesl&#228;ndern diesem Beispiel folgen   will. Wie in Berlin in den letzten Jahren geschehen, w&#252;rden solche   Regierungsbeteiligungen im Rahmen des Kapitalismus zu Sozialabbau,   Privatisierung und anderen arbeitnehmerfeindlichen Ma&#223;nahmen f&#252;hren.<\/p>\n<p>  Der Gedanke, sie seien im Vergleich zu Regierungen mit CDU-Beteiligungen   das &#8222;kleinere &#220;bel&#8220; &#252;bersieht, dass solche Regierungen dem Druck des   Kapitals und der aktuellen Wirtschaftskrise ausgesetzt sind und sich   letztlich entscheiden m&#252;ssen auf welcher Seite sie stehen. Die   Beteiligung an solchen Regierungen schw&#228;cht deshalb immer die   Arbeiterbewegung und sozialen K&#228;mpfe und untergr&#228;bt die Perspektive von   qualitativen gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen. Deshalb treten   SAV-AktivistInnen in der LINKEn gemeinsam mit vielen Basismitgliedern   daf&#252;r ein, dass DIE LINKE sich an keiner Regierung mit   pro-kapitalistischen Parteien wie SPD und Gr&#252;nen, egal ob in Bund,   L&#228;nder oder Gemeinden, beteiligt.<\/p>\n<p>  Doch auch ohne Regierungsbeteiligungen ist der Kurs der Partei auf allen   Ebenen auf die Arbeit in den Parlamenten fixiert. Doch nur in diesen   kann die LINKE kaum etwas durchsetzen. Nur auf der Basis von   Massenbewegungen k&#246;nnen die anderen Parteien gezwungen werden,   parlamentarischen Initiativen der LINKEn zuzustimmen oder diese   teilweise aufzugreifen, wie bei der Abschaffung von Studiengeb&#252;hren im   Land Hessen.<\/p>\n<p>  Die parlamentarische Fixierung, die inneren b&#252;rokratischen Strukturen,   die allzu h&#228;ufige Abwesenheit (oder minimale Alibi-Anwesenheit) bei   Demonstrationen und sozialen Protesten untergr&#228;bt das Potenzial f&#252;r DIE   LINKE bei den Bundestagswahlen.<\/p>\n<p>  Sie liegt bei verschiedenen Instituten zwischen neun und elf Prozent und   erreicht ihren H&#246;chststand von 14 Prozent aus den vergangenen Jahren   nicht. Vom dramatischen Absturz der SPD profitiert sie nicht, obwohl   sich ihre Quellpartei WASG zu einem erheblichen Teil aus der SPD heraus   entwickelt hatte und entt&#228;uschte SozialdemokratInnen und fr&#252;here   SPD-W&#228;hlerInnen angezogen hatte. Bei den Europawahlen im Juni konnte sie   das Ergebnis der Bundestagswahlen von 2005 nicht einmal erreichen.   Darauf angesprochen, sagt Oskar Lafontaine in der Regel, dass er sich   auch ein besseres Abschneiden w&#252;nscht, aber die Menschen zu Beginn einer   Krise nun einmal verunsichert seien und vor Ver&#228;nderung zur&#252;ck   schrecken. Hier und da werden aus der Parteif&#252;hrung auch &#8216;Fl&#252;gelk&#228;mpfe&#8217;   f&#252;r die Schw&#228;che der Partei verantwortlich gemacht. Dabei tr&#228;gt sie   selber die Verantwortung und riskiert mit ihrem Kurs das Scheitern eines   wichtigen und hoffnungsvollen Projekts f&#252;r den Aufbau einer neuen   politischen Interessenvertretung f&#252;r Lohnabh&#228;ngige, Erwerbslose,   Jugendliche und RentnerInnen.<\/p>\n<h4>  Kurswechsel jetzt!<\/h4>\n<p>  Ein Kurswechsel ist n&#246;tig. Mit einem k&#228;mpferischen und sozialistischen   Wahlkampf k&#246;nnte die Partei den September nutzen, um ein deutlich   besseres Ergebnis zu erzielen, als es die Meinungsumfragen zur Zeit   prognostizieren, und um tausende neue AktivistInnen zu gewinnen.<\/p>\n<p>  Aber vor allem ist ein Kurswechsel n&#246;tig, damit nach den   Bundestagswahlen &#8211; wenn es zu massiven Angriffen auf die Rechte der   Arbeiterklasse, zu Entlassungswellen, Betriebsschlie&#223;ungen und zu   betrieblichem und sozialem Widerstand kommen wird &#8211; eine Partei da ist,   die die Krise des Kapitalismus zu einem Aufschwung f&#252;r den Sozialismus   nutzen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#8211; links aktiv werden &#8211; DIE LINKE ver&#228;ndern!\n    <\/p>\n<\/p>\n<p>\n      <a href=\"\/media\/2009\/\/2009-08-24-linke-waehlen.pdf\"><br \/>\n<\/a><a href=\"\/media\/z\/2009-08-24-linke-waehlen.pdf\">Wahlaufruf<br \/>\n      der SAV zu den Bundestagswahlen<\/a>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13288"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13288\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}