{"id":13274,"date":"2009-08-04T13:55:44","date_gmt":"2009-08-04T13:55:44","guid":{"rendered":".\/?p=13274"},"modified":"2009-08-04T13:55:44","modified_gmt":"2009-08-04T13:55:44","slug":"13274","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/08\/13274\/","title":{"rendered":"Besch&#228;ftigte besetzen Thomas Cook-Filiale in Dublin"},"content":{"rendered":"<p>  Position beziehen gegen Arbeitsplatzabbau und Gesch&#228;ftsf&#252;hrungen, die   einzusch&#252;chtern versuchen<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Hintergrundbericht zur heute erfolgten polizeilichen R&#228;umung der   Besetzung. Dazu Infos <a href=\"\/?p=13273\">hier<\/a>.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Vergangenen Freitag, den 31. Juli, wurde bekannt, dass nahezu die H&#228;lfte   der beim Reiseveranstalter Thomas Cook Besch&#228;ftigten und in dessen   Dubliner Filialen entlassen und mit lachhaften Abfindungen abgespeist   werden sollen.<\/p>\n<h4>  Bericht von Mitgliedern der Socialist Party vom 3. August 2009<\/h4>\n<p>  Gesch&#228;ftsf&#252;hrung und Sicherheitsdienst wollten die Besch&#228;ftigten   rausschmei&#223;en und zum unverz&#252;glichen Verlassen der Firmenr&#228;ume bringen.   Stattdessen reagierten die KollegInnen umgehend mit der Besetzung einer   der Filialen.<\/p>\n<p>  Am heutigen Montag, der in Irland gesetzlicher Feiertag ist, nahmen   Hunderte an einer Kundgebung in Solidarit&#228;t mit der Besetzungsaktion   direkt vor der betreffenden Gesch&#228;ftsstelle in der Grafton Street im   Zentrum Dublins teil.<\/p>\n<p>  Es geht um Arbeitsplatzverluste in einer Zeit von   Massenarbeitslosigkeit. Es sollen bis zu 50 Arbeitspl&#228;tze in den   einzelnen Filialen verloren gehen und 20 weitere im Call Center von   Thomas Cook im Park West Dublin.<\/p>\n<p>  Allerdings ist das Hauptaugenmerk zum jetzigen Zeitpunkt nach darauf   gerichtet, etwas gegen die angebotenen Abfindungszahlungen zu tun.   Demnach sollen pro Jahr der Besch&#228;ftigung f&#252;nf Wochen ausbezahlt werden,   wobei damit gedroht wird, dass diese Zahlungen reduziert werden, sollten   die Besch&#228;ftigten sich gegen diesen Modus wehren. Die betreffende   Gewerkschaft ist die in Gro&#223;britannien beheimatete TSSA (Transport   Salaried Staff Association).<\/p>\n<p>  Die vom Unternehmen beigebrachte gerichtliche Anweisung an die   Besch&#228;ftigten, die Gesch&#228;ftsr&#228;ume zu verlassen, wurde ignoriert. Was das   Vorhaben der Polizei angeht, diese gerichtliche Anweisung durchzusetzen,   ist festzustellen, dass die Besch&#228;ftigten zum jetzigen Zeitpunkt fest   entschlossen sind, mit ihrer Besetzung weiterzumachen. Zwei Frauen, die   sich an der Besetzung beteiligen, sind hoch schwanger.<\/p>\n<h4>  Noch einen drauf setzen<\/h4>\n<p>  Es ist eine Schande, dass die KollegInnen nur daf&#252;r, dass sie ihren   Lebensunterhalt verteidigen, gerichtlich belangt werden und ihnen mit   R&#228;umung und Schlimmerem gedroht wird. Auf der anderen Seite der Medaille   steht, dass man sich ein Bein ausrei&#223;t, wenn es darum geht,   Rettungspakete f&#252;r die Banken und Spekulanten zu schn&#252;ren, deren Gier   die momentane beispiellose Wirtschaftskrise ja &#252;berhaupt erst verursacht   hat. Man sieht wieder einmal: Es gibt Gesetze, die f&#252;r die Reichen   gelten, und solche, die nur auf uns angewandt werden.<\/p>\n<p>  Gerichtsbeschl&#252;sse, nach denen die Besetzung beendet werden muss, d&#252;rfen   nicht umgesetzt werden. Die betroffenen KollegInnen d&#252;rfen nicht alleine   gelassen werden. Damit der Staat gar nicht erst auf die Idee kommt, die   ArbeiterInnen physisch aus den Gesch&#228;ftsr&#228;umen entfernen zu lassen, muss   umgehend die voll gewerkschaftliche Kraft mobilisiert werden.<\/p>\n<h4>  Die Gewerkschaften haben die Kampfkraft<\/h4>\n<p>  Thomas Cook f&#228;hrt immer h&#246;here Gewinne ein, indem man mittels   Stellenk&#252;rzungen die Kosten im die ganze Welt umspannenden operativen   Gesch&#228;ft senkt sowie der Grad der Ausbeutung bei der dann verringerten   Belegschaft erh&#246;ht wird. Im vergangenen Jahr wurden 400 Millionen Euro   Gewinn gemacht.<\/p>\n<p>  Da es unerl&#228;sslich ist, den Druck auf Thomas Cook zu erh&#246;hen, sollte   versucht werden, sich mit anderen Besch&#228;ftigten des Konzerns in Dublin   zusammen zu schlie&#223;en und an GewerkschafterInnen herantreten, dass diese   in welchem Umfang auch immer Gesch&#228;fte mit Thomas Cook anzuprangern.<\/p>\n<h4>  Zusammen schaffen wir&#180;s &#8211; getrennt werden wir verlieren<\/h4>\n<p>  Die besten Ergebnisse werden erreicht, wenn der Kampf vollends vereint   gef&#252;hrt wird. Die Gesch&#228;ftsleitung versucht alles, um die Besch&#228;ftigten   einzusch&#252;chtern und zu spalten. Die Gewerkschaft muss jeden Versuch   abwehren, die ArbeiterInnen in jene zu spalten, die direkt bei Thomas   Cook angestellt sind und solche, die f&#252;r Subunternehmen wie etwa Direct   Holidays arbeiten. es sollten s&#228;mtliche Besch&#228;ftigten in einem   gemeinsamen Kampf vereint werden &#8211; alles andere nutzt nur der   Konzernleitung.<\/p>\n<h4>  Versuchen, andere Besch&#228;ftigte von Thomas Cook zu erreichen<\/h4>\n<p>  Wenn die Reaktion der KollegInnen bei Park West und in anderen Teilen   des Landes bisher auch nicht besonders motivierend waren, so ist es   wichtig, weiterhin zu versuchen, Verbindungen aufzubauen. Die Wahrheit   ist, wie die Entlassungen in Park West zeigen, dass kein Arbeitsplatz   und keine Arbeitsbedingung sicher sind.<\/p>\n<p>  Auch in Park West und Nordirland werden KollegInnen dies genauso sehen,   sind aber m&#246;glicherweise von der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung eingesch&#252;chtert   worden. Wenn die Gewerkschaft es aber hin bekommt, Ansporn zu leisten   und eine tragf&#228;hige Kampfstrategie vorlegt, werden sicher einige der   anderen KollegInnen mitmachen und sich sowohl an der Auseinandersetzung   beteiligen als auch gewerkschaftlich organisieren.<\/p>\n<p>  Da jedwede Ausweitung eines Konfliktes wie diesem einen schweren Schlag   f&#252;r das Unternehmen bedeuten w&#252;rde, ist es das wert, mit den Bem&#252;hungen   fortzufahren. Das Aufbauen von Verbindungen zu anderen Besch&#228;ftigten bei   Thomas Cook, die sich ihrerseits in Gro&#223;britannien und Deutschland   denselben Angriffen ausgesetzt sehen, muss ebenfalls eine Option sein.<\/p>\n<p>  Die Gewerkschaften m&#252;ssen sicher stellen, dass Thomas Cook nicht einfach   zur Tagesordnung &#252;bergehen kann<\/p>\n<p>  Wichtig ist, die Unterst&#252;tzung der Gewerkschaftsbewegung sicher zu   stellen. Die KollegInnen sollten sich organisieren und direkte Aufrufe   an GewerkschafterInnen richten sowie rasch ganz praktische Unterst&#252;tzung   einholen, um:<\/p>\n<p>  &#8211; der gerichtlichen Anordnung zu widerstehen,<\/p>\n<p>  &#8211; finanzielle Unterst&#252;tzung zu bekommen und<\/p>\n<p>  &#8211; andere ArbeitnehmerInnen sowie GewerkschafterInnen zu koordinieren,   damit es w&#228;hrend des im Konflikts nicht zu einer Art von Zusammenarbeit   mit Unternehmen von Thomas Cook und \/ oder den angegliederten   Subunternehmen kommt.<\/p>\n<p>  Die Kollegen beziehen Stellung gegen eine Gesch&#228;ftsf&#252;hrung, die   einzusch&#252;chtern versucht, Arbeitsplatz Vernichtung und Angriffe auf   Arbeitnehmerrechte. &#8211; Alles Punkte, die viele andere ArbeiterInnen zur   Zeit auch erleben. Die Gewerkschaften sollten ihnen ihre volle   Unterst&#252;tzung zuteil werden lassen. Vor allem m&#252;ssen sie sich darin   engagieren, jedeN KollegIn uneingeschr&#228;nkt zu unterst&#252;tzen, der \/ die es   ablehnt, irgendwie mit Thomas Cook oder einem verwandten Betrieb   zusammen zu arbeiten.<\/p>\n<p>  <b>Sendet bitte Solidarit&#228;tserkl&#228;rungen an die BesetzerInnen und nehmt   dabei bitte auch Bezug darauf, wie ihr von der Auseinandersetzung   erfahren habt. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Thomas Cook Strikers <\/b><\/p>\n<p>  <b>Fax &#8211; 0035316771258 or 0035318783965 <\/b><\/p>\n<p>  <b>Email &#8211; wendy@thomascook.ie oder fennj@tssa.org.uk <\/b><\/p>\n<p>  <b>SMS: 00353879481972<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Position beziehen gegen Arbeitsplatzabbau und Gesch&#228;ftsf&#252;hrungen, die<br \/>\n      einzusch&#252;chtern versuchen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13274"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13274"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13274\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}