{"id":13182,"date":"2009-06-01T00:00:00","date_gmt":"2009-06-01T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13182"},"modified":"2009-06-01T00:00:00","modified_gmt":"2009-06-01T00:00:00","slug":"13182","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/06\/13182\/","title":{"rendered":"Kommunalwahlen Rostock"},"content":{"rendered":"<p>  SAV-Kandidatin Christine Lehnert fordert etablierte Parteien heraus<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Bei einer Podiumsdiskussion der Rostocker Ostseezeitung am 28.5.09   mit neun SpitzenkandidatInnen der bei den Kommunalwahlen am 7. Juni   antretenden Parteien und W&#228;hlerb&#252;ndnissen war die Abgeordnete und   Kandidatin der SAV Christine Lehnert die einzige, die sich konsequent   gegen jede K&#252;rzung und Geb&#252;hrenerh&#246;hungen in den Kommunen aussprach. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Ren&#233; Henze, SAV Rostock<\/i><\/h4>\n<p>  Alle anderen Parteien bekannten sich dazu, dass die Stadt Rostock ihren   Beitrag leisten m&#252;sse, den Schuldenberg abzubauen: Der Oberb&#252;rgermeister   fordert zudem weitere K&#252;rzungen bei Kultur und Soziales, um das neue   Defizit von zehn Millionen Euro, welches durch Steuermindereinnahmen und   h&#246;here Sozialausgaben entstanden ist, auszugleichen.<\/p>\n<p>  Dagegen erkl&#228;rte Christine Lehnert, dass die Kommunen mehr und nicht   weniger Geld br&#228;uchten. Dieses Geld sei auch vorhanden, liege aber in   den falschen H&#228;nden. F&#252;r diese Behauptung legte sie &#252;berzeugende Zahlen   auf den Tisch: &#8222;Insgesamt gab es Anfang 2008 in Deutschland ein   Geldverm&#246;gen von 4,49 Billonen Euro. Das reichste Zehntel der   Bev&#246;lkerung besitzt davon fast zwei Drittel. Wenn mit einer   Reichensteuer das obere Drittel dieses Verm&#246;gens abgesch&#246;pft w&#252;rde,   w&#228;ren Bund, L&#228;nder und Kommunen auf einen Schlag schuldenfrei.   Zus&#228;tzlich w&#252;rden 65 Milliarden Euro Zinsen, die die Banken j&#228;hrlich f&#252;r   die Staatsverschuldung einsacken, eingespart.&#8220; Es sei auch n&#246;tig die   Banken zu verstaatlichen, denn es k&#246;nne nicht angehen, dass die Verluste   sozialisiert w&#252;rden und die Gewinne weiter privatisiert, so Christine   Lehnert. W&#228;hrend Vertreter von CDU, SPD und den Gr&#252;nen unisono darauf   verwiesen, dass die Kommunen durch h&#246;here Zuweisungen vom Bund und den   L&#228;ndern einen gr&#246;&#223;eren Spielraum br&#228;uchten, erkl&#228;rte Christine Lehnert,   dass es genau ihre Parteien in der Bundesregierung gewesen seien und   immer noch sind, die durch Steuersenkungen f&#252;r die Unternehmer und   Verm&#246;genden den Kommunen den Finanzhahn zugedreht h&#228;tten.<\/p>\n<h4>  Kein Lohnklau f&#252;r die st&#228;dtischen Besch&#228;ftigten!<\/h4>\n<p>  Die Vertreter von CDU, SPD und B&#252;ndnis 90\/Die Gr&#252;nen wollen den   st&#228;dtischen Besch&#228;ftigten mit einem abgesenkten Haustarifvertrag ein   paar Millionen Euro j&#228;hrlich aus der Tasche ziehen. Christine Lehnert   kritisierte die Umwandlung der st&#228;dtischen Schulden in private Schulden   f&#252;r die Besch&#228;ftigten und lehnte dies kategorisch ab. Die Heuchelei der   SPD wurde in dieser Frage allzu deutlich. Sie zieht mit Wahlplakaten   gegen Dumping- und f&#252;r Mindestl&#246;hne in den Europa-Wahlkampf. Die   Position des SPD-Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidaten Rainer   Albrecht lief darauf hinaus, die st&#228;dtischen Besch&#228;ftigten mit der   Drohung von K&#252;ndigungen zu Lohnverzicht zu erpressen.<\/p>\n<h4>  Unangepasst, k&#228;mpferisch, antikapitalistisch<\/h4>\n<p>  Auf die Frage des Moderators, ob angesichts ihrer zu den anderen   Parteien kontr&#228;ren Position die Arbeit in der B&#252;rgerschaft nicht   frustrierend sei, machte Christine Lehnert deutlich, dass sie sich durch   die Unterst&#252;tzung von Betroffenen bis hin zu Protestaktionen vor sowie   im Rathaus in ihrer Oppositionsrolle best&#228;tigt sehe und durch die   au&#223;erparlamentarische Bewegung soviel Unterst&#252;tzung bekommen habe, dass   seit 2004 ein Sozialticket f&#252;r Hartz-IV-Empf&#228;nger eingef&#252;hrt , ein   zweij&#228;hriger Privatisierungestopp bei der S&#252;dstadtklinik erreicht und   die geplante K&#252;rzung von 50.000 Euro bei der Obdachlosenhilfe wieder   r&#252;ckg&#228;ngig gemacht wurde. Das betrachte sie als eine Best&#228;tigung und   Ermutigung f&#252;r ihre konsequente Haltung<\/p>\n<p>  Die Podiumsdiskussion im Rostocker Rathaus machte deutlich, dass   Christine Lehnert die einzige Stimme in der B&#252;rgerschaft ist, die sich   konsequent gegen K&#252;rzungen und jegliche Verschlechterungen einsetzt. Sie   verbindet diesen Kampf mit dem Kampf f&#252;r eine sozialistische   Gesellschaft und verteidigte diese Position bei der Podiumsdiskussion   gegen Anfeindungen der Vertreter aus dem b&#252;rgerlichen Lager. Auf die   unangepasste, k&#228;mpferische und antikapitalistische Stimme der SAV wird   es nach der Kommunalwahlen in Rostock noch mehr ankommen. Denn die   Wahlversprechungen der anderen Parteien und die von SPD und der Partei   DIE Linke ausgesprochene Ablehnung von Privatisierungen drohen sich   angesichts der krisenbedingten dramatischen Einbr&#252;che bei den kommunalen   Finanzen in hei&#223;e Luft aufzul&#246;sen. Denn wer den Kapitalismus nicht   abschaffen will, wird zwangsl&#228;ufig den Kapitalismus retten wollen. F&#252;r   die Politik in den Kommunen bedeutet dies Abw&#228;lzung der   Steuermindereinnahmen und h&#246;herer Kosten f&#252;r Arbeitslosigkeit auf die   arbeitenden Bev&#246;lkerung. Das muss verhindert werden.<\/p>\n<p>  <b>Deshalb am 7.Juni drei Stimmen f&#252;r die SAV <\/b><\/p>\n<p>  <b><i><a href=\"http:\/\/www.tvrostock.de\/de\/startseite\/freitag\">Link zur   Aufzeichnung der Podiumsdisk in tv. rostock<\/a><\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      SAV-Kandidatin Christine Lehnert fordert etablierte Parteien heraus\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13182"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13182\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}