{"id":13177,"date":"2009-05-28T18:40:00","date_gmt":"2009-05-28T18:40:00","guid":{"rendered":".\/?p=13177"},"modified":"2009-05-28T18:40:00","modified_gmt":"2009-05-28T18:40:00","slug":"13177","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/05\/13177\/","title":{"rendered":"Kita-Streik geht weiter"},"content":{"rendered":"<p>  Berichte aus Bremen, Bremerhaven und Stuttgart<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Bremen und Bremerhaven:<\/h4>\n<p>  <b>LINKE Bremerhaven solidarisc<\/b>h<\/p>\n<p>  <i>Bericht von Patrik Schulte<\/i><\/p>\n<p>  Um die eintausend Kolleginnen und Kollegen der kommunalen   Kindertagesst&#228;tten und Kinderg&#228;rten des Landes Bremen, sowie Stade,   Buxtehude und Osterholz kamen am Vormittag des 27.5. in Bremerhaven zu   einer Streikkundgebung zusammen. Sie unterstrichen in dieser   beeindruckendenDemonstration ihre Forderung nach besseren   Arbeitsbedingungen und angemessenen L&#246;hnenVertreter der KollegInnen und   der Eltern stellten in ihren Redebeitr&#228;gen klar, dass eine guteBetreuung   und Erziehung unserer Kinder auch davon abh&#228;ngt, ob sich die Erzieher   undErzieherinnen in ihrem Beruf wohlf&#252;hlten. Es k&#246;nne nicht angehen,   dass in Deutschland ein Betreuungsschl&#252;ssel von einem\/r ErzieherIn auf   zwanzig Kinder normal sei. Zus&#228;tzlich w&#252;rden die L&#246;hne der h&#228;ufig nur   Teilzeitbesch&#228;ftigten l&#228;ngst nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt   abzudecken.<\/p>\n<p>  &#220;berforderte und gestresste Mitarbeiter k&#246;nnen sich aber nicht in   ausreichendem Ma&#223;e um die ihnen anvertrauten Kinder k&#252;mmern.<\/p>\n<p>  Oberb&#252;rgermeister Schulz (SPD) und Stadtrat Melf Grantz (SPD)stellten   sich den KollegInnen, doch auf die konkreten Forderungen &#8211; mehr   Personal, besserer L&#228;rmschutz und h&#246;here L&#246;hne &#8211; gingen sie nicht ein.   OB Schulz verwies auf die laufenden Tarifgespr&#228;che und kritisierte, dass   dieser Streik eigentlich gegen die Friedenspflicht versto&#223;e. Ein   gellende Pfeifkonzert war darauf die Antwort der Streikenden.<\/p>\n<p>  Nur zu einem Punkt wurde Melf Grantz konkret : die derzeit 50   befristeten Vertr&#228;ge, 20 Prozent aller in diesem Bereich angestellten   ErzieherInnen, sollen entfristet werden, sofern die Haushaltslage es   erlaube. Hier machten beide Arbeitgebervertreter deutlich, dass dies   aber beim Land Bremen l&#228;ge. Dort m&#252;ssten die Gelder aus den Hilfen des   Bundes richtig verteilt werden. Auch eine Art sich aus der Verantwortung   zu stehlen. Millionen Euro kann die Stadt in die Havenwelten stecken,   doch f&#252;r die elementaren Bed&#252;rfnisse der eigene Bev&#246;lkerung sind andere   Zust&#228;ndig.<\/p>\n<p>  DIE LINKE.Bremerhaven unterst&#252;tzt die Aktionen der Kolleginnen und   Kollegen. Es wird Zeit, dass in der Haushaltspolitik endlich andere   Schwerpunkte gesetzt werden. Die Lebensbedingungen der Menschen m&#252;ssen   dabei in den Vordergrund gestellt werden und nicht prestigetr&#228;chtige   Gro&#223;projekte wie die Havenwelten oder die Ansiedlung immer neuer Bau-   und Handelsm&#228;rkte.<\/p>\n<h4>  Stuttgart :<\/h4>\n<p>  <b>Erzieherinnen und Verk&#228;uferinnen streiken gemeinsam<\/b><\/p>\n<p>  <i>Streikbericht vom 18.05.09 von Ursel Beck<\/i><\/p>\n<p>  2.000 Streikende beim Warnstreik am 6.5.09 und 2.500 Streikende am   18.5.09. Das ist zahlenm&#228;&#223;ig die Erfolgsgeschichte einer neuen   Streikbewegung des ver.di-Bezirks Stuttgart. Auch gemessen an der   bundesweiten Streikbeteiligung von 15.000 sticht Stuttgart wieder   positiv hervor. Beim zweiten Streiktag hat es ver.di Stuttgart au&#223;erdem   geschafft, Tarifauseinandersetzungen zweier Branchen durch einen   gemeinsamen Streik zusammenzuf&#252;hren. Verk&#228;uferinnen und Erzieherinnen   legten gemeinsam die Arbeit nieder, versammelten sich zu einer   gemeinsamen Streikversammlung und demonstrierten zusammen lautstark   durch die Stuttgarter Innenstadt. Gegen&#252;ber dem Warnstreik vom 6.5.09   gelang bei den Besch&#228;ftigten der Erziehungs- und Sozialberufe vor allem   in den umliegenden Landkreisen eine deutlich h&#246;here Streikbeteiligung.   Hier hatten die Landr&#228;te und B&#252;rgermeister beim Warnstreik mit   arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Ver.di-Sekret&#228;r Cuno H&#228;gele   konnte aber bei der Streikversammlung berichten, dass alles leere   Drohungen bleiben mussten, weil es keine rechtliche Grundlage daf&#252;r   gebe. Im Einzelhandel streikten die Besch&#228;ftigten von H&amp;M, der Modekette   ZARA und trotz des drohenden Verlusts von 12.000 Arbeitspl&#228;tzen und der   enormen Repressionen bei Schlecker beteiligten sich   Schlecker-Kolleginnen am Streik. Im Kreis Ludwigsburg blieben   streikbedingt alle Filialen an diesem Tag geschlossen. Im Einzelhandel   geht es wie in den Erziehungs- und Sozialberufen um mehr Lohn. In der   Streikversammlung wies ver.di-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Bernd Riexinger darauf   hin, dass Erzieherinnen und Verk&#228;uferinnen unterbezahlte Frauenbranchen   seien und dass es darum gehe, diese Unterbezahlung abzuschaffen. Im   Einzelhandel fordere ver.di einen Mindestlohn von 1.550 Euro und es sei   eine Schande, wenn Menschen unter 1.500 arbeiten m&#252;ssten.<\/p>\n<h4>  Elternunterst&#252;tzung<\/h4>\n<p>  Vor Streikbeginn in den Kitas bekamen die Erzieherinnen Unterst&#252;tzung   von Elternseite. Am Samstag davor organisierten die Stuttgarter   Elternkonferenz eine Eltern-Kind-Demonstration zur Unterst&#252;tzung der   Forderungen der Erzieherinnen. Gegen&#252;ber der Stuttgarter Zeitung   erkl&#228;rte der Elternsprecher unmissverst&#228;ndlich: &#8222;Es wird nicht gelingen,   einen Keil zwischen Eltern und Erzieherinnen zu treiben. Ich erfahre   unter den Eltern breite Zustimmung f&#252;r die Ziele des Streiks&#8220;. Ein Vater   erkl&#228;rte: &#8222;Die Streiks begr&#252;&#223;e ich, weil damit endlich das Thema   Kinderbetreuung aufs Tapet kommt. Es wird viel mehr Personal ben&#246;tigt,   denn die Erzieherinnen haben sehr viele Aufgaben zu erf&#252;llen.&#8220;<\/p>\n<\/p>\n<p>  Fotos von Kita-Demo in Hamburg mit Beteiligung von AktivistInnen aus   Linksjugend[&quot;solid] und SAV:<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/HH1klein.jpg\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/HH2klein.jpg\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/HH3klein.jpg\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Berichte aus Bremen, Bremerhaven und Stuttgart\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13177"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13177"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13177\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13177"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13177"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13177"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}