{"id":13176,"date":"2009-06-05T00:00:00","date_gmt":"2009-06-05T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13176"},"modified":"2009-06-05T00:00:00","modified_gmt":"2009-06-05T00:00:00","slug":"13176","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/06\/13176\/","title":{"rendered":"Arbeiterdemokratie ist m&#246;glich"},"content":{"rendered":"<p>  &#220;ber einige Erfahrungen der Selbstorganisation<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Seit der Pariser Kommune haben ArbeiterInnen in vielen revolution&#228;ren   Situationen bewiesen, dass sie in der Lage sind die Gesellschaft zu   leiten, die Verwaltung zu &#252;bernehmen, Verbrechen zu verhindern,   Produktion und Verteilung zu organisieren.<\/p>\n<h4>  <i>von Steve K&#252;hne<\/i><\/h4>\n<p>  Die Vertreter des Kapitalismus sind von ihrer Ordnung &#252;berzeugt.   Richter, Gener&#228;le, hohe Staatsbeamte, Parteif&#252;hrer kommen in der Regel   aus privilegierten Kreisen und sind durch viele F&#228;den gemeinsamer   Erziehung, Ausbildung, gesellschaftlicher Aktivit&#228;ten als Teil der so   genannten Elite miteinander verbunden. Expertenkommissionen werden immer   dann zusammengerufen, wenn es gilt auftretende Probleme zu &#8222;l&#246;sen&#8220;.   Siehe die Kommission zur Verteilung der Gelder des staatlichen   Milliardenprogramms zur Rettung der Banken. F&#252;r demokratische Kontrolle   ist an dieser Stelle selbstverst&#228;ndlich kein Platz. Man muss schon   studierter Finanzfachmann sein, sich wenigstens f&#252;r einen solchen   halten, um mitreden zu d&#252;rfen.<\/p>\n<p>  Allerdings haben die B&#252;rgerlichen in der sich seit Sommer 2007 stetig   ausweitenden Finanzkrise ihre Unf&#228;higkeit zur Organisation der   Wirtschaft und Gesellschaft im Interesse der Menschheit augenscheinlich   bewiesen. Die Logik und Effizienz des Kapitalismus bezieht sich nur auf   die Interessen der Besitzenden und alle Entscheidungen, die getroffen   werden sind dieser Pr&#228;misse unterstellt. Logisch ist dabei auch die   weitgehende Ablehnung demokratischer Kontrolle und Entscheidung. Wer f&#252;r   die Interessen einer kleinen Minderheit regieren will, kann sich   demokratische Kontrolle nicht leisten.<\/p>\n<p>  Den lohn- und gehaltsabh&#228;ngig Besch&#228;ftigten wird vermittelt, sie seien   zu &#8222;gro&#223;en&#8220; Entscheidungen unf&#228;hig. Doch die Geschichte des Kapitalismus   ist auch die Geschichte der Arbeiterbewegung und<\/p>\n<p>  der Selbstorganisation. Menschen, die vorher nie Erfahrungen in   Verwaltung und Organisation gesammelt hatten, nahmen ihr Schicksal und   das der Gesellschaft in die Hand. Betrachtet man die Bilanz dieser   Erfahrungen ist man verbl&#252;fft, denn so effizient und logisch wie die   B&#252;rgerlichen in ihrem Staat ihre Interessen vertreten, so effizient und   logisch vertraten die ArbeiterInnen stets ihre Interessen, wenn sie nach   der Macht griffen. Nur waren das dann die Interessen der Mehrheit statt   der Minderheit, wie wir es aus allen bisherigen Klassengesellschaften   kennen. In dem Kampf f&#252;r ihre Interessen bildeten die ArbeiterInnen   eigene Organe; Komitees, R&#228;te, Aussch&#252;sse &#8211; waren die Namen auch   verschieden, der Charakter dieser Organe blieb gleich.<\/p>\n<h4>  Pariser Kommune<\/h4>\n<p>  Der erste Versuch von ArbeiterInnen, die Macht im Staat zu &#252;bernehmen,   war die Pariser Kommune 1871. Dort fand die Bewegung der   Vertrauensleutewahl in der zun&#228;chst noch von der b&#252;rgerlichen Regierung   Thiers gebildeten Nationalgarde ihren Anfang und setzte sich &#252;ber die   Stadtteile fort. Ihren Abschluss fand diese Bewegung in der von der   Kommune entworfenen Verfassung. Karl Marx berichtet in seinem   &#8222;B&#252;rgerkrieg in Frankreich&#8220; &#252;ber diese: &#8222;Die Kommune bildete sich aus   den durch allgemeines Stimmrecht in den verschiedenen Bezirken von Paris   gew&#228;hlten Stadtr&#228;ten. Sie waren verantwortlich und jederzeit absetzbar.   Ihre Mehrzahl bestand selbstredend aus Arbeitern oder anerkannten   Vertretern der Arbeiterklasse. Die Kommune sollte nicht eine   parlamentarische, sondern eine arbeitende K&#246;rperschaft sein, vollziehend   und gesetzgebend zu gleicher Zeit. Die Polizei, bisher das Werkzeug der   Staatsregierung, wurde sofort aller ihrer politischen Eigenschaften   entkleidet und in das verantwortliche und jederzeit absetzbare Werkzeug   der Kommune verwandelt. Ebenso die Beamten aller andern   Verwaltungszweige. Von den Mitgliedern der Kommune an abw&#228;rts, mu&#223;te der   &#246;ffentliche Dienst f&#252;r Arbeiterlohn besorgt werden. Die erworbnen   Anrechte und die Repr&#228;sentationsgelder der hohen Staatsw&#252;rdentr&#228;ger   verschwanden mit diesen W&#252;rdentr&#228;gern selbst. Die &#246;ffentlichen &#196;mter   h&#246;rten auf, das Privateigentum der Handlanger der Zentralregierung zu   sein. Nicht nur die st&#228;dtische Verwaltung, sondern auch die ganze,   bisher durch den Staat ausge&#252;bte Initiative wurde in die H&#228;nde der   Kommune gelegt.<\/p>\n<p>  Das stehende Heer und die Polizei, die Werkzeuge der materiellen Macht   der alten Regierung einmal beseitigt, ging die Kommune sofort darauf   aus, das geistliche Unterdr&#252;ckungswerkzeug, die Pfaffenmacht, zu   brechen; sie dekretierte die Aufl&#246;sung und Enteignung aller Kirchen,   soweit sie besitzende K&#246;rperschaften waren. Die Pfaffen wurden in die   Stille des Privatlebens zur&#252;ckgesandt, um dort, nach dem Bilde ihrer   Vorg&#228;nger, der Apostel, sich von dem Almosen der Gl&#228;ubigen zu n&#228;hren.   S&#228;mtliche Unterrichtsanstalten wurden dem Volk unentgeltlich ge&#246;ffnet   und gleichzeitig von aller Einmischung des Staats und der Kirche   gereinigt. Damit war nicht nur die Schulbildung f&#252;r jedermann zug&#228;nglich   gemacht, sondern auch die Wissenschaft selbst von den ihr durch das   Klassenvorurteil und die Regierungsgewalt auferlegten Fesseln befreit.<\/p>\n<p>  Die richterlichen Beamten verloren jene scheinbare Unabh&#228;ngigkeit, die   nur dazu gedient hatte, ihre Unterw&#252;rfigkeit unter alle   aufeinanderfolgenden Regierungen zu verdecken, deren jeder sie, der   Reihe nach, den Eid der Treue geschworen und gebrochen hatten. Wie alle   &#252;brigen &#246;ffentlichen Diener, sollten sie fernerhin gew&#228;hlt,   verantwortlich und absetzbar sein.&#8220;<\/p>\n<h4>  R&#228;te<\/h4>\n<p>  Wichtige Prinzipien der Kommune wurden in sp&#228;teren K&#228;mpfen der   Arbeiterklasse wieder aufgegriffen, insbesondere bei der Bildung von   R&#228;ten. Das gilt vor allem f&#252;r das Prinzip der jederzeitigen W&#228;hl- und   Abw&#228;hlbarkeit von Funktion&#228;ren und f&#252;r die Begrenzung von deren   Entlohnung auf einen durchschnittlichen Arbeiterlohn. Zum ersten Mal   entstanden R&#228;te in der russischen Revolution von 1905. Das russische   Wort f&#252;r Rat ist Sowjet. Diese entstanden als Kampforgane der sich   ausbreitenden Massenstreikbewegung, waren also erst einmal nicht mehr   als Streikkomitees. Doch sie waren nicht nur Mittel des Kampfes, sondern   entwickelten sich auch zum Ziel, denn die Zusammenf&#252;hrung der einzelnen   betrieblichen R&#228;te zu stadtweiten (und sp&#228;ter landesweiten)   Delegiertenkongressen, markierte die Entstehung eines Machtorgans   mittels dessen die Arbeiterklasse ihre Macht aus&#252;bt. Im Generalstreik   entwickelt sich schnell die Notwendigkeit die Versorgung der Streikenden   und der ganzen betroffenen Gebiete und tausend andere Aufgaben zu   organisieren. So werden die territorialen R&#228;te zur Basis f&#252;r einen   Arbeiterstaat nach einer erfolgreichen Revolution.<\/p>\n<p>  Ein einpr&#228;gsames Bild &#252;ber die Entstehung von R&#228;ten bietet die deutsche   Revolution vom November 1918 bis ins Jahr 1923. Sie entstanden meist   spontan, wenn auch in manchen Betrieben und Truppenteilen die Aktivisten   der USPD und des Spartakusbundes schon illegale Vertretungsorgane   geschaffen hatten, und entsprangen dem Bed&#252;rfnis nach eigener   Vertretung. Als im Oktober 1918 die MSPD (Mehrheitssozialdemokratie) mit   dem Auftrag in die kaiserliche Regierung geholt wurde einen f&#252;r die   Kapitalisten ertr&#228;glichen Frieden auszuhandeln und die Revolution zu   verhindern, sah gerade die bislang fast unt&#228;tige deutsche Flottenf&#252;hrung   ihre Hoffnungen entt&#228;uscht.<\/p>\n<p>  Mit dem erkl&#228;rten Ziel die Friedensverhandlungen zu torpedieren befahl   sie den Ausfall gegen England. Die Matrosen meuterten. Als die   Marineleitung schie&#223;en lie&#223;, als Matrosen festgenommen wurden und die   Regierung aus MSPD, Zentrum und Fortschrittspartei den Matrosen nicht zu   Hilfe kam, mussten diese sich notgedrungen selbst helfen.<\/p>\n<p>  Nachweislich entstanden die ersten Soldatenr&#228;te auf Zuruf. Soldaten, die   bereits durch mutige Aktionen ihren Vorgesetzten gegen&#252;ber aufgefallen   waren, USPD- und auch MSPD-Mitglieder wurden mit der Wahrnehmung der   Interessen der Matrosen beauftragt. Es ging zun&#228;chst vor allem noch um   begrenzte Forderungen, die die unmittelbare Situation der Soldaten   betrafen. Die Ausfahrt der Flotte sollte ausgeschlossen, festgenommene   Matrosen frei gelassen und der Vorgesetztenstatus au&#223;er Dienst   abgeschafft werden und &#228;hnliches.<\/p>\n<p>  Im Verlauf weniger Tage entstanden in ganz Deutschland Arbeiter- und   Soldatenr&#228;te. Allein in Bayern entstanden bis zum Fr&#252;hjahr 1919 &#252;ber   7000 R&#228;te in Betrieben, den Kasernen, auf dem Land, in den St&#228;dten und   Gemeinden.<\/p>\n<p>  Das Wahlverfahren wurden von dem zentral gebildeten Vollzugsausschuss   der Berliner Arbeiter- und Soldatenr&#228;te geregelt. F&#252;r jeweils 1000   ArbeiterInnen und Soldaten sollte ein Vertreter gew&#228;hlt werden. Die R&#228;te   verstanden sich als die politische Machtinstanz des revolution&#228;ren   Deutschlands. Dadurch mussten sie zwangsl&#228;ufig mit dem weiterhin   bestehenden b&#252;rgerlichen Staatsapparat in Konflikt geraten.<\/p>\n<h4>  Organisation der Klasse und der Revolution<\/h4>\n<p>  Noch Jahre nach den Ereignissen der Jahre 1918 bis 1923 beschwerte sich   der geistige Vater des Reformismus, Eduard Bernstein, in seinem Buch   &#8222;Die deutsche Revolution von 1918\/19&#8220; &#252;ber die Geldverschwendung, die   Arroganz und die Einmischung der R&#228;te in Staatsangelegenheiten. Auch   Hermann M&#252;ller, 1918 MSPD-Mitglied und letzter parlamentarisch gew&#228;hlter   Reichskanzler der Weimarer Republik, wettert in seinem Buch   &#8222;Novemberrevolution&#8220; &#252;ber den Versuch vieler R&#228;te, staatliche Aufgaben   an sich zu binden.<\/p>\n<p>  Tatsache ist jedoch, dass gerade die R&#228;te ihre Arbeit, den Umst&#228;nden   entsprechend, geradezu vorbildlich machten. Ihre &#8222;Einmischung in   staatliche Angelegenheiten&#8220; entsprach ihrem Charakter als Organ der   Arbeitermacht. Geldverschwendung war die absolute Ausnahme und nicht   selten ein Merkmal der vom rechten Fl&#252;gel der MSPD kontrollierten R&#228;te.   Diese gaben riesige Mengen staatlicher Gelder f&#252;r die Erstellung von   Propagandamaterial gegen den Spartakusbund und die USPD-Linke aus.<\/p>\n<p>  Der sich selbst zwei Monate sp&#228;ter als &#8222;Bluthund&#8220; bezeichnende Gustav   Noske reiste nach Kiel, um den dortigen Arbeiter- und Soldatenrat unter   sein Kommando zu stellen und gab Unsummen f&#252;r derartige Materialien aus.   Seine Arbeit verlor danach an Effizienz, verbrachte er doch gro&#223;e Teile   seiner T&#228;tigkeit mit der Verfolgung von Revolution&#228;rInnen.<\/p>\n<p>  Die Beschwerden Bernsteins und M&#252;llers sind auf ihre Rolle in der   deutschen Revolution und im Weimarer Staat zur&#252;ck zu f&#252;hren. Sie wollten   die R&#228;te loswerden und den b&#252;rgerlichen Staat stabilisieren.<\/p>\n<p>  Gerade die erste Aufgabe, die sich den R&#228;ten 1918 stellte, die   Verbreitung der revolution&#228;ren Idee &#252;ber die Marinest&#252;tzpunkte hinaus,   erledigten sie ohne &#252;ber eine Reichsmark zu verf&#252;gen. Die R&#228;te schickten   Abgesandte zu verschiedenen Einheiten, in verschiedene St&#228;dte und   Betriebe. In Wellen verbreiteten sie die Kunde der Revolution: zun&#228;chst   &#252;ber die jeweilige Stadt, in der ihre Einheit stationiert war, dann in   die n&#228;chstliegenden St&#228;dte, schlie&#223;lich im ganzen Land und in die   Hauptstadt.<\/p>\n<p>  Die R&#228;te entschieden dabei welche ArbeiterInnen und Soldaten in welche   Betriebe, in welche Kasernen und in welche St&#228;dte gingen. Sie entwarfen   Pl&#228;ne und diskutierten die Situation: Wie w&#252;rden sich die Soldaten der   anderen Standorte verhalten? Wie w&#252;rden sie auf die Delegationen   reagieren? Wie ist die Stimmung in den Betrieben? Werden die   kaisertreuen Soldaten schie&#223;en?<\/p>\n<p>  Nach der Verbreitung der Revolution &#252;ber ganz Deutschland hatten die   R&#228;te vor allem die Aufgabe die Klasse zu organisieren. Zwar war die SPD   bereits vor ihrer Spaltung 1917 eine Massenpartei gewesen und auch 1918   waren die Mitgliederzahlen von MSPD und USPD beeindruckend, dennoch   standen gro&#223;e Teile der Klasse au&#223;erhalb der Arbeiterorganisationen.   Diese galt es hinter dem Banner der Revolution zu vereinen.<\/p>\n<p>  In der Spanischen Revolution von 1936\/37 vertrat Andres Nin, der   Vorsitzende der POUM (Arbeiterpartei der Marxistischen Einheit, eine   zentristische Partei) die Ansicht, die Schaffung von R&#228;ten sei in   Spanien, anders als in Russland 1917, &#252;berfl&#252;ssig. &#8222;Unser Proletariat   hatte jedoch seine Gewerkschaften, seine Parteien, seine eigenen   Organisationen. Aus diesem Grunde haben sich die Sowjets bei uns nicht   gebildet&#8220;, schrieb er in einem Artikel der Parteizeitung &#8222;La Batalla&#8220;   vom 27. April 1937. Demnach w&#228;re auch in Deutschland die Bildung von   R&#228;ten unn&#246;tig gewesen. Schlie&#223;lich waren die proletarischen   Organisationen hier die gr&#246;&#223;ten in der Sozialistischen Internationale.   Doch diese Herangehensweise ist falsch.<\/p>\n<p>  In den Arbeiterorganisationen sind in vielen F&#228;llen nur die bewusstesten   AktivistInnen der Klasse organisiert. Gerade in Revolutionszeiten geht   es jedoch darum, die Klasse als Klasse zu organisieren. Sie soll die   Staatsmacht &#252;bernehmen, dazu muss sie frei und offen &#252;ber alle   anstehenden Frage diskutieren k&#246;nnen. Verschiedene Organisationen m&#252;ssen   ihre Ideen und Vorstellungen aufzeigen und miteinander streiten k&#246;nnen.   Dass die Russische Revolution 1917 gl&#252;ckte, ist vor allem dem Umstand zu   danken, dass die Bolschewiki im Laufe des Jahres die Mehrheit im   Allrussischen Sowjetkongress gewinnen konnten.<\/p>\n<p>  Die Schichtung innerhalb der Arbeiterklasse, das Eindringen   reformistischer Ideen und unterschiedliche Vorstellungen &#252;ber den   einzuschlagenden Weg lassen notwendigerweise verschiedene Parteien   entstehen. Vor, w&#228;hrend und auch nach der Revolution, im neu   entstandenen Staat, m&#252;ssen diese miteinander konkurrieren bzw.   miteinander agieren k&#246;nnen und dabei die Klasse einbeziehen. Dies ist   nur m&#246;glich &#252;ber die Schaffung parteiunabh&#228;ngiger R&#228;te oder &#228;hnlicher   Organe, in die die Klasse ihre VertreterInnen entsendet.<\/p>\n<p>  Dabei sind R&#228;te nicht automatisch immer revolution&#228;r, auch wenn sie   dieses Potenzial haben. Letztlich kommt es auch hier auf ihre   Zusammensetzung an. Solange in Russland die Parteien der   sozialdemokratischen Menschewiki und kleinb&#252;rgerlichen   Sozialrevolution&#228;re die Mehrheit in den Sowjets stellten, handelten   diese nicht unbedingt revolution&#228;r im sozialistischen Sinne. Das galt   auch f&#252;r die deutschen Arbeiter- und Soldatenr&#228;te in der ersten Phase   der Revolution von November 1918 bis Januar 1919, in denen die   Mehrheits-SPD meist die Kontrolle hatte.<\/p>\n<p>  Die F&#252;hrung dieser Partei nutzte die Plattform, die ihr die R&#228;te boten   aus, um gegen die Revolution und gegen einen R&#228;testaat zu argumentieren.   Diese Erfahrung zeigt, dass eine Revolution beides ben&#246;tigt: R&#228;te und   eine revolution&#228;re Partei . Denn die R&#228;te organisierten 1918 die Massen,   um sie an der Diskussion &#252;ber den weiteren Weg teilhaben zu lassen. Da   diese Diskussion aber vorrangig von der MSPD bestimmt wurde, erhielt sie   einen konterrevolution&#228;ren Charakter.<\/p>\n<h4>  Organisation der Produktion und Verteilung<\/h4>\n<p>  Die &#214;konomie ist die Basis einer jeden menschlichen Gesellschaft. Schon   deshalb ist die Kontrolle &#252;ber die Produktion von unbeschreiblicher   Bedeutung. Im revolution&#228;ren Paris von 1871 waren die   Wohngebietsaussch&#252;sse vielfach noch zu zaghaft, um die Produktion selbst   direkt zu &#252;bernehmen. Derartige Beispiele gab es zwar, sie blieben aber   die Ausnahme. Erst im April schuf die Kommune ein Gesetz, welches es den   Belegschaften von Betrieben, die aufgrund der Flucht des Eigent&#252;mers   still lagen, erm&#246;glichte die Produktion selbst zu organisieren. Trotzdem   leistete auch sie Unglaubliches. Sie bewies wie unn&#246;tig der b&#252;rgerliche   Beamtenapparat ist und dass der b&#252;rgerliche Staat weniger die Aufgabe   der Verwaltung, als viel mehr die der Unterdr&#252;ckung der ausgebeuteten   Klassen hat.<\/p>\n<p>  So wurden Familien in katastrophalen Wohnsituationen menschenw&#252;rdige   Unterk&#252;nfte zugewiesen, Nahrungsmittel, M&#246;bel und Bekleidung nach Bedarf   verteilt und die Pfandh&#228;user durch Arbeiteraussch&#252;sse leer ger&#228;umt und   der Bestand wieder an die meist verarmten Besitzer verteilt. Dies sind   nur einige Leistungen dieser Aussch&#252;sse, aber auch sie zeigen deren   Organisationstalent.<\/p>\n<p>  In der Russischen Revolution von 1917 &#252;bernahmen die Sowjets erstmals   auch direkt die Produktion in den Betrieben. Sie organisierten den   Arbeitstag, regelten die Pausenzeiten, die Versorgung der Belegschaften   und die Verteilung der produzierten G&#252;ter. Dies ging so weit, dass die   Regierung der Bolschewiki die von den ArbeiterInnen selbstst&#228;ndig   ergriffenen Ma&#223;nahmen im Nachhinein nur noch per Dekret als rechtm&#228;&#223;ig   best&#228;tige. Das beinhaltete auch Enteignungen von Kapitalisten, die von   den lokalen Sowjets vorgenommen worden waren.<\/p>\n<p>  Die deutschen R&#228;te lagen in der Konsequenz ihres Handelns irgendwo   zwischen denen der Pariser Erhebung von 1871 und denen der Sowjets in   Russland. Einerseits standen ihnen zwar die Erfahrungen dieser beiden   Revolutionen vor Augen, andererseits fehlte es in Deutschland an einer   konsequent revolution&#228;ren Partei, die diesen Erfahrungen Ausdruck   verliehen h&#228;tte. Die MSPD verschleppte die Frage der Sozialisierung   immer weiter und so gelang es ihr die soziale Umw&#228;lzung zu verhindern.   Die R&#228;te begangen unter dem Eindruck der Argumentation der MSPD-F&#252;hrer   den Fehler, auf die Sozialisierung &#8222;von oben&#8220; zu warten, zu der es   niemals kommen sollte.<\/p>\n<p>  Dennoch leisteten die deutschen R&#228;te Dinge, die f&#252;r das &#220;berleben gro&#223;er   Bev&#246;lkerungsteile in der unmittelbaren Nachkriegszeit nicht zu   untersch&#228;tzen waren.<\/p>\n<p>  Gustav Landauer, Anarchist in der ersten bayrischen R&#228;terepublik,   schrieb bereits im Dezember 1918 &#252;ber die Leistungen der bayrischen R&#228;te   in der Frage von Produktion und Verteilung: &#8222;Da handelt es sich vor   allen Dingen um die Umstellung der Produktion von der Kriegs- auf die   Friedenswirtschaft. Zum Beispiel hat der Zentralarbeiterrat wesentlich   dabei mitgewirkt, [&#8230;] dass die Artilleriewerkst&#228;tten sofort in   Friedenswerkst&#228;tten, in Werkst&#228;tten zur Herstellung von Waggons und   Lokomotivteilen umgewandelt werden. Es ist eine sofortige Einstellung   der R&#252;stungsbetriebe durchgesetzt worden. [&#8230;] Wir haben durch unsere   Kommissare und Delegierte mitgearbeitet an der Versorgung Bayerns mit   Kohle, an der Verstaatlichung des Lastkraftwagenverkehrs, wir haben   dahin mitgewirkt, [&#8230;] dass Wagen, Pferde, Vieh, Ger&#228;t aller Art bei uns   im Lande bleibt und vor allen Dingen von unseren Produzenten und von   unseren Bauern verwertet wird. Wir haben mitgewirkt an der Durchf&#252;hrung   der 44-Stunden-Woche mit freiem Samstagnachmittag.&#8220;<\/p>\n<p>  In fast allen gro&#223;en St&#228;dten Deutschlands beschlagnahmten Arbeiter- und   Soldatenkomitees Nahrungsmittel und verteilten diese an Bed&#252;rftige. Ohne   diese Ma&#223;nahmen h&#228;tte die Hungersnot im Winter 1918\/19 weitaus   tiefgreifendere Auswirkungen gehabt.<\/p>\n<h4>  Organisation von Verteidigungsma&#223;nahmen<\/h4>\n<p>  In seiner Polemik gegen Karl Kautsky mit dem Titel &#8222;Terrorismus und   Kommunismus&#8220; formulierte Trotzki den Gedanken, dass die Revolution   manchmal der Peitsche der Konterrevolution bedarf, um voran zu   schreiten. So war es im Paris des Jahres 1871, so war es 1936 in Spanien   und so war es nicht zuletzt im revolution&#228;ren Russland 1917.<\/p>\n<p>  Die Nationalgarde im Paris des Jahres 1871 bildete erst dann Aussch&#252;sse   in ihren Reihen, als klar war, dass die regierungstreuen Offiziere die   Nationalgarde aus Paris abziehen und die Hauptstadt den Truppen   Bismarcks ausliefern w&#252;rden. Doch dann wuchs die Bedeutung dieser   Aussch&#252;sse sehr schnell. Sie organisierten den Abtransport der Kanonen   an bestimmte Orte der Stadt, an denen sie bewacht wurden. Auch die Pl&#228;ne   zur Bewachung der Kanonen stellten die Aussch&#252;sse selbst auf.<\/p>\n<p>  Nach dem fehlgeschlagenen Ausfall gegen Versailles Mitte April 1871 lag   in der Hand dieser Aussch&#252;sse und der Wohngebietsaussch&#252;sse die   Organisation der Verteidigung der Stadtteile: Das Errichten von   Barrikaden, das Ausheben von Sch&#252;tzengr&#228;ben, die Verteilung von Waffen   und Munition an die Bev&#246;lkerung, ebenso wie die Versorgung der unter   Waffen stehenden M&#228;nner und Frauen organisierten diese Aussch&#252;sse.<\/p>\n<p>  Der Petersburger Sowjet hatte sich schon fr&#252;h ein Revolution&#228;res   Milit&#228;rkomitee geschaffen, welches die Aufgabe hatte,   konterrevolution&#228;re Aktionen zaristischer Truppen abzuwehren. In der   Oktobererhebung hatte dieses Organ die Aufgabe den Einsatz der   revolution&#228;ren Truppen zu koordinieren. Die Besetzung strategisch   bedeutender Positionen, wie Br&#252;cken, wichtiger Geb&#228;ude, wie dem Rundfunk   und schlie&#223;lich der Sturm auf das Winterpalais leitete dieses Komitee,   in dem Leo Trotzki die bedeutendste Stellung einnahm.<\/p>\n<p>  Auch in Deutschland &#252;bernahmen die Arbeiter- und Soldatenr&#228;te derartige   Aufgaben. Sie entwaffneten kaisertreue Offiziere und Soldaten und   verteilten die Waffen an revolution&#228;r eingestellte ArbeiterInnen.<\/p>\n<p>  Als 1920 ein gewaltiger Generalstreik den Putschversuch des reaktion&#228;ren   Generallandschaftsdirektors Wolfgang Kapp und des Generals Walter von   L&#252;ttwitz zur&#252;ck schlug<\/p>\n<p>  waren es wieder Arbeiter- und Soldatenr&#228;te, die die Abwehrma&#223;nahmen   organisierten. Mit dem zweiten Tag des Bestehens der Putschregierung   ruhte die Arbeit. Obwohl jede Aktivit&#228;t gegen die installierte   Kapp-L&#252;ttwitz-Regierung strengstens untersagt war organisierten die   gew&#228;hlten R&#228;te &#8211; einige wurden neu gebildet, andere hatten die   S&#228;uberungen der Ebert-Noske-Bande &#252;berstanden &#8211; den Generalstreik und   weiteten ihn zum umfassendsten Streik der deutschen Geschichte aus.   Beinahe nirgendwo in Deutschland wurde gearbeitet. Sogar die   Beamtenschaft schloss sich unter dem Eindruck dieser gewaltigen   Machtdemonstration dem Streik an.<\/p>\n<p>  Im Ruhrgebiet, wo die Reichswehr beinahe ausnahmslos auf der Seite der   Putschisten stand, bauten diese R&#228;te Arbeitereinheiten auf und   bewaffneten diese. Im M&#228;rz 1920 waren trotz der &#252;berlegenen Bewaffnung   der Reichswehr gro&#223;e Teile des Ruhrgebiets unter der Kontrolle der   &#8222;Roten-Ruhr-Armee&#8220;.<\/p>\n<p>  Die R&#228;te im Ruhrgebiet organisierten die Entwaffnung der putschenden   Einheiten bzw. die milit&#228;rischen Ma&#223;nahmen gegen jene Truppenteile, die   sich der Entwaffnung widersetzten. &#220;berall patrouillierten bewaffnete   Arbeitereinheiten und sicherten die St&#228;dte des Ruhr-Gebiets gegen   putschende Soldaten.<\/p>\n<p>  Dies endete erst, als die Regierung Scheidemann und der provisorische   Reichspr&#228;sident Ebert wieder im Amt waren und mit Hilfe der Freikorps,   von denen sie gerade erst gest&#252;rzt worden waren, ein blutiges Massaker   unter der Roten Ruhr-Armee anrichten lie&#223;en.<\/p>\n<h4>  Organisation des t&#228;glichen Lebens<\/h4>\n<p>  Es ist einer jener selten in den Geschichtslehrb&#252;chern auftauchender   Fakt, dass immer dort wo Arbeiterr&#228;te herrschten, etwas gelang, was der   b&#252;rgerlichen Staaten nicht schaffte: Die Zahl der Verbrechen sank   rapide. Dies ist eine Erfahrung, die sowohl die Pariser Bev&#246;lkerung   1871, als auch die russische Bev&#246;lkerung 1917 und die Deutschen 1918   machten.<\/p>\n<p>  Ein Zeitzeuge der ersten Tage in Hamburg erinnerte sich sp&#228;ter: &#8222;Es war   Revolution und &#252;berall war es ruhig! Niemand stahl oder pl&#252;nderte &#8211;   selbst, wenn die Gelegenheit bestand.&#8220; Dies hatte stets weniger mit den   bewaffneten Patrouillen, die von den Arbeiterr&#228;ten zur Aufrechterhaltung   von Ruhe und Ordnung entsandt wurden, als mehr mit den von den R&#228;ten   sonst ergriffenen Ma&#223;nahmen zu tun.<\/p>\n<p>  Die G&#252;ter wurden nach Bedarf verteilt. Wenn irgendwer zu wenig hatte,   dann, weil es davon objektiv zu wenig gab. Wenn aber jeder genug zum   Leben hat, dann sinkt das Interesse an Diebstahl. Der Zugang zu Kultur   und Bildung wurde durch die Arbeiterr&#228;te in Paris, in Deutschland, in   Ungarn, oder der Sowjetunion nicht einfach nur aufrecht erhalten.   Erstmals bekamen alle Menschen die M&#246;glichkeit des Zugangs zu Bildung   und Kultur.<\/p>\n<p>  An dem Tag im Mai 1871, als die konterrevolution&#228;ren Truppen aus   Versailles in Paris einfielen, fand gerade ein gro&#223;es, kostenfreies   Konzert statt. Die Kommunarden hatten &#252;berhaupt erst die Theater und   Opern wieder ge&#246;ffnet, nachdem diese von der Regierung Thiers   geschlossen worden waren. In der Zeit der Kommune hatten alle Zugang zu   diesen Einrichtungen. Die letzte Theaterauff&#252;hrung in Paris fand einen   Tag vor dem Fall der Stadt statt.<\/p>\n<p>  Auch in Sowjetrussland und Deutschland wurde ein in Kriegszeiten   unm&#246;glich gemachtes kulturelles Leben erst wieder durch die   R&#228;teherrschaft erm&#246;glicht. Erst die Machteroberung der stalinistischen   B&#252;rokratie in der Sowjetunion in den 20er Jahren erstickte diese   kulturelle Dynamik wieder.<\/p>\n<h4>  Lehren<\/h4>\n<p>  Die hier geschilderten wenigen Ausz&#252;ge aus verschiedenen Revolutionen zu   unterschiedlichen Zeiten zeigen deutlich, dass das von den B&#252;rgerlichen   gesch&#252;rte Vorurteil, die Arbeiterklasse w&#228;re praktisch von Natur aus   nicht in der Lage dazu die Herrschaft zu &#252;bernehmen, nichts anderes ist   als eine schwache Rechtfertigung der b&#252;rgerlichen Herrschaft.<\/p>\n<p>  M&#246;gen die angef&#252;hrten Revolutionen auch auf ganz unterschiedliche Weise   gescheitert sein, sie alle haben bewiesen, dass die Arbeiterklasse sehr   wohl in der Lage ist ihre eigene staatliche Ordnung aufzubauen. So   zeigen diese Erfahrungen auch, dass &#252;berall dort wo die Konterrevolution   siegte sich die Versorgung unmittelbar danach teils dramatisch   verschlechterte: In Berlin, nach dem Aufstand vom Januar 1919, in   M&#252;nchen, nach der Niederschlagung der R&#228;terepublik, in Ungarn 1919, in   Paris 1871, in den von der Konterrevolution besetzten Teilen   Sowjetrusslands &#8211; &#252;berall regierten Hunger, Mangel an Brennstoff und   Bekleidung im Winter. Der Grund daf&#252;r ist einfach genannt. Der   b&#252;rgerliche Staat, der sich in den genannten F&#228;llen wieder   reorganisierte, hat kein Interesse an einer am Bedarf orientierten   Verteilung der vorhandenen G&#252;ter. Er ist ein Organ, um die Privilegien   der herrschenden Klasse zu sichern. Wenn also gro&#223;e Teile der   Bev&#246;lkerung hungern und frieren, w&#228;hrend andere mehr als nur genug   haben, ist das eine Erscheinung, die der b&#252;rgerliche Staat kaum   bek&#228;mpfen wird.<\/p>\n<p>  Dabei entstehen diese Kampf- und Herrschaftsorgane meistens spontan. Die   Herrschaft der Arbeiterklasse kann nicht ausschlie&#223;lich &#252;ber deren   Organisationen erfolgen, sondern muss durch Organe ausge&#252;bt werden, die   eine demokratische Beteiligung der gesamten Klasse erm&#246;glichen .   Allerdings sind dies keine &#8222;staatlichen Organe&#8220; im b&#252;rgerlichen Sinn   mehr. Sie sind jederzeit w&#228;hl- und abw&#228;hlbar, werden ehrenamtlich, oder   f&#252;r einen ArbeiterInnenlohn bekleidet.<\/p>\n<p>  Dennoch ist es im Einzelfall sehr schwer vorher zusagen auf welche Weise   und auf welcher Ebene diese Aussch&#252;sse entstehen. In Venezuela   beispielsweise spielen Nachbarschaftskomitees vielfach eine gr&#246;&#223;ere   Rolle als Fabrikaussch&#252;sse, von denen es bisher sehr wenige gibt. Die   exakte Form, wie sich in Zukunft die Organe zuk&#252;nftiger Arbeiterstaaten   entwickeln werden ist nicht vorherzusagen. Das ist auch nicht n&#246;tig.   Entscheidend ist es die allgemeinen Lehren aus der Geschichte zu ziehen.   Erstens bedarf es Massenstrukturen durch welche die breite Masse der   Lohnabh&#228;ngigen und Unterdr&#252;ckten in die Revolution eingebunden werden.   Zweitens bedarf es in solchen Strukturen einer starken, entschlossenen   und weitsichtigen marxistischen Kraft, wie es die Bolschewiki 1917 in   Russland waren, die dort eine Mehrheit f&#252;r ein revolution&#228;res Programm   und eine solche Strategie gewinnen k&#246;nnen.<\/p>\n<h5>  <i>Steve K&#252;hne ist Mitglied des SAV-Bundesvorstands. Er lebt in Dresden.<\/i><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#220;ber einige Erfahrungen der Selbstorganisation\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[90,92],"tags":[255],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13176"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13176"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13176\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}