{"id":13147,"date":"2009-05-17T00:00:00","date_gmt":"2009-05-17T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13147"},"modified":"2009-05-17T00:00:00","modified_gmt":"2009-05-17T00:00:00","slug":"13147","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/05\/13147\/","title":{"rendered":"Den Widerstand aufbauen"},"content":{"rendered":"<p>  Eint&#228;giger Generalstreik n&#246;tig<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>&#8222;Es ist die Zeit des Stellenabbaus. Und sie hat gerade erst   begonnen&#8220;, schrieb die &#8222;Welt&#8220; am 14. April. Aus der Schrumpfungsprognose   der Bundesregierung von minus 2,5 Prozent f&#252;r die Wirtschaft 2009   machten die Wirtschaftsinstitute bereits minus sechs Prozent. Die   Regierung versucht, wenigstens bis zu den Bundestagswahlen, den Unmut in   der Bev&#246;lkerung m&#246;glichst gering zu halten &#8211; zum Beispiel durch die   Verl&#228;ngerung der Kurzarbeit. Trotzdem h&#228;ufen sich l&#228;ngst die Meldungen   von Schlie&#223;ungen und Insolvenzen, wie bei Karmann, Mahle, -Visteon,   Conti und Woolworth.<\/i><\/p>\n<h4>  <i>von Angelika Teweleit, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Die Auswirkungen der Krise wird die Arbeiterklasse, sp&#228;testens nach den   Wahlen im September, auch durch versch&#228;rfte Angriffe der Bundesregierung   zu sp&#252;ren bekommen. Sei es &#252;ber Abgabenerh&#246;hungen, K&#252;rzungen im   &#214;ffentlichen Dienst oder bei sozialen Leistungen. &#220;ber die betrieblichen   Auseinandersetzungen hinaus muss dringend eine Kampfstrategie entwickelt   werden, um sich gegen die Pl&#228;ne von Bossen und Regierung zu wehren, die   Folgen der Krise auf dem R&#252;cken der Arbeiterklasse abzuw&#228;lzen.<\/p>\n<h4>  Gewerkschaftsf&#252;hrung -&#8222;opferbereit&#8220;<\/h4>\n<p>  Die derzeitige Gewerkschaftsf&#252;hrung bietet keine solche Strategie. Die   KollegInnen sollen verzichten: &#8222;Es ist jedem klar, dass es nicht ohne   Opfer gehen wird&#8220;, erkl&#228;rte IG-Metall-Chef Berthold Huber in der   Stuttgarter Zeitung. Wie umfangreich diese Opfer ausfallen, h&#228;ngt f&#252;r   Huber &#8222;vom Verlauf der Krise ab&#8220;.<\/p>\n<p>  Bei soviel Opferbereitschaft (nat&#252;rlich nicht f&#252;r Huber selber) kann   sich auch Daimler-Chef Dieter Zetsche freuen: &#8222;Ich gehe davon aus, dass   die IG Metall um ihre Verantwortung wei&#223;.&#8220; Jetzt, wo es ans Eingemachte   geht, brauchen die Konzernbosse die Gewerkschaftsoberen. Im   &#8222;Darwin-Jahr&#8220;, wie Zetsche es nennt, wollen die Autobosse den   Gewerkschaften massive Zugest&#228;ndnisse im versch&#228;rften Konkurrenzkampf   abringen. Bisher mit Erfolg: Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus   Franz bietet in vorauseilendem Gehorsam weitere Lohnk&#252;rzungen f&#252;r die   Opel-Besch&#228;ftigten an. Der Betriebsrat bei Daimler will dem Sparpaket   von Zetsche zustimmen. Anstatt Widerstand zu organisieren, f&#252;hren die   Gewerkschaftsbosse die KollegInnen zur Schlachtbank. Eine solche F&#252;hrung   kann sich die Arbeiterklasse nicht mehr leisten!<\/p>\n<h4>  Initiativen von unten<\/h4>\n<p>  Die Initiative von Gewerkschaftslinken, AktivistInnen der sozialen   Bewegungen und SozialistInnen f&#252;r die Demonstrationen in Berlin und   Frankfurt am Main am 28. M&#228;rz unter dem Motto &#8222;Wir zahlen nicht f&#252;r Eure   Krise&#8220; war ein wichtiger Auftakt f&#252;r den Widerstand. Damit wurden auch   die F&#252;hrungen der DGB-Gewerkschaften unter Druck gesetzt, zur   bundesweiten DGB-Demonstration in Berlin am 16. Mai ebenfalls zu   mobilisieren.<\/p>\n<p>  Momentan will aber die DGB-F&#252;hrung die Demonstration nutzen, um mehr   oder weniger direkt Wahlkampf f&#252;r die SPD zu machen. DGB-Chef Michael   Sommer will die Illusion lebendig halten, der Kapitalismus lie&#223;e sich   mit kleinen Reformen menschlicher gestalten. Im Vorfeld der   Demonstration findet ein sogenannter &#8222;Kapitalismus-Kongress&#8220; des DGB   statt. Sommer:&#8222;Es wird der Auftakt f&#252;r eine breite &#246;ffentliche   Diskussion, an deren Ende eine wirklich soziale Marktwirtschaft steht,   die in eine bessere Zukunft f&#252;hrt und solche auch aus Gier geborenen   Krisen k&#252;nftig vermeidet&#8220; (www.dgb.de). Das zeigt einmal mehr, dass der   dringend n&#246;tige Aufbau einer k&#228;mpferischen Opposition zur jetzigen   Gewerkschaftsf&#252;hrung voran gebracht werden muss.<\/p>\n<p>  Die Diskussion in Betrieben und Gewerkschaften, wie der Widerstand gegen   die Folgen der Krise aufgebaut werden kann, hat begonnen. Die Forderung   nach der Vorbereitung eines eint&#228;gigen Generalstreiks, wie sie der   Stuttgarter ver.di-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Bernd Riexinger aufwirft, ist   ausdr&#252;cklich zu begr&#252;&#223;en. Ein entsprechender Aufruf von linken   GewerkschafterInnen k&#246;nnte dazu dienen, f&#252;r diese Forderung &#8211; zum   Beispiel am 16. Mai &#8211; Unterst&#252;tzung zu sammeln und die Debatte &#252;ber   notwendige Kampfschritte zu konkretisieren.<\/p>\n<p>  Sinnvoll w&#228;re die Einberufung einer Konferenz von Vertrauensleuten und   Betriebsr&#228;ten, um dar&#252;ber zu sprechen, wie der Widerstand in Betrieben   aufgebaut und koordiniert werden kann. Daf&#252;r k&#246;nnten Kr&#228;fte wie die   Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG), die   ver.di-Linke, das Netzwerk f&#252;r eine k&#228;mpferische und demokratische   ver.di, oppositionelle betriebliche Gruppen und Zusammenschl&#252;sse, aber   auch der Arbeitskreis Betrieb &amp; Gewerkschaft der Partei DIE LINKE einen   Ansto&#223; geben. Entscheidend ist, mit konkreten Vorschl&#228;gen eine   Ausstrahlungskraft auf KollegInnen zu entwickeln, die sich in den   n&#228;chsten Wochen und Monaten aktivieren werden.<\/p>\n<p>  Ein eint&#228;giger Generalstreik ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer   Streik- und Protestbewegung, die die Herrschenden und ihr Profitsystem   herausfordert.<\/p>\n<p>  Durch einen eint&#228;gigen Generalstreik w&#252;rde nicht nur der Druck auf   Regierung und Unternehmer verst&#228;rkt. Es w&#252;rde auch die gemeinsame St&#228;rke   sp&#252;rbar, wenn Besch&#228;ftigte aller Branchen die Arbeit niederlegen und   gemeinsam mit Studierenden, Sch&#252;lerInnen, RentnerInnen auf die Stra&#223;e   gehen. Das Gef&#252;hl von Ohnmacht und Isolation w&#252;rde durchbrochen. Zudem   w&#252;rde es die politische Selbstaktivit&#228;t von Tausenden in Betrieben,   Schulen und Universit&#228;ten f&#246;rdern.<\/p>\n<h4>  Welche Forderungen?<\/h4>\n<p>  Der Erfolg eines eint&#228;gigen Generalstreiks h&#228;ngt unmittelbar von der   Zielsetzung und den Forderungen ab, f&#252;r die ein solcher Kampfschritt   eingeleitet w&#252;rde. Notwendig ist ein Katalog von Forderungen, der sich   nicht an den &#8222;Sorgen&#8220; eines Zetsche orientiert, sondern an denen der   Arbeiterklasse. Die SAV, die f&#252;r ein umfassendes sozialistisches   Programm k&#228;mpft, schl&#228;gt beim heutigen Stand der Auseinandersetzung als   Kernforderungen f&#252;r einen eint&#228;gigen Generalstreik vor: Stopp der   Umverteilung von unten nach oben, 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und   Personalausgleich, Verstaatlichung des gesamten Bankenwesens und die   Enteignung von Konzernen, die Entlassungen durchf&#252;hren, unter   demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende   Bev&#246;lkerung, eine deutlich h&#246;here Besteuerung der Reichen, ein   Investitionsprogramm f&#252;r Bildung, Gesundheit, Soziales, die Abschaffung   von Hartz IV, die Einf&#252;hrung eines Mindesteinkommens von 750 Euro plus   Warmmiete sowie die Einf&#252;hrung eines Mindestlohns von zehn Euro als   ersten Schritt zu zw&#246;lf Euro. Das sind zentrale Forderungen, f&#252;r die   eine Mehrheit der Besch&#228;ftigten wie auch Sch&#252;lerInnen, Studierende,   Erwerbslose und RentnerInnen begeistert und mobilisiert werden k&#246;nnten.<\/p>\n<h4>  Beispiele setzen!<\/h4>\n<p>  Der Druck von unten w&#228;chst. Das widerspiegelte auch die Demonstration   von 14.000 Besch&#228;ftigten bei ThyssenKrupp in Duisburg. Die   Gewerkschaftsb&#252;rokratie wird versuchen, solche Aktionen zum Dampf   ablassen zu organisieren. Doch das wird immer schwieriger werden. Vor   allem, wenn es gelingt, eine Vorstellung &#252;ber Alternativen zum   Co-Management in die Betriebe und die Gewerkschaften zu tragen: anstatt   Verzicht f&#252;r die KollegInnen konsequenter Kampf f&#252;r die Verteidigung   aller Arbeitspl&#228;tze!<\/p>\n<p>  Bei jedem Protest ist es n&#246;tig, Vorschl&#228;ge zur Ausweitung und Steigerung   zu machen. Ein Ansatzpunkt daf&#252;r w&#228;re zum Beispiel der in   Baden-W&#252;rttemberg von der IG Metall angesetzte Aktionstag am 13. Mai.   Wenn ver.di und andere Gewerkschaften mit dazu aufrufen sollten, k&#246;nnte   ein Beispiel auf regionaler Ebene gesetzt werden. Eine weitere   M&#246;glichkeit bietet sich mit dem Bildungsstreik am 17. Juni. Wenn an   diesem Tag Sch&#252;lerInnen und Studierende auf die Stra&#223;e gehen, sollten   auch die Besch&#228;ftigten an Schulen, Universit&#228;ten und Kitas dabei sein.   Daf&#252;r muss der Kampf in ver.di und GEW gef&#252;hrt werden. Ein Beispiel f&#252;r   lokalen Protest ist Kassel 2003: 7.000 Besch&#228;ftigte aus &#246;ffentlichen und   privaten Betrieben kamen zu einer vom DGB organisierten Kundgebung gegen   die Agenda 2010 w&#228;hrend der Arbeitszeit.<\/p>\n<p>  L&#228;nger zur&#252;ck liegt ein Beispiel f&#252;r eine Massenbewegung auf regionaler   Ebene. Der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von   Nordrhein-Westfalen redete damals sogar von einer &#8222;vorrevolution&#228;ren   Situation, wie wir sie nach dem Zweiten Weltkrieg noch nicht erlebt   haben&#8220;. 1987 k&#228;mpften die Stahlarbeiter von Krupp-Rheinhausen 173 Tage   lang gegen die Schlie&#223;ung ihres Werkes. H&#246;hepunkt war ein regionaler   Generalstreik am 10. Dezember 1987, an dem sich insgesamt 200.000   Besch&#228;ftigte beteiligten.<\/p>\n<h4>  Bedeutung des Generalstreiks<\/h4>\n<p>  Ein eint&#228;giger Generalstreik ist nicht ein Ziel an sich und wird auch   nicht ausreichen, die kommenden Angriffe abzuwehren. F&#252;r den Erhalt von   Werken sind Streiks und Betriebsbesetzungen notwendig.<\/p>\n<p>  Der eint&#228;gige Generalstreik ist keineswegs eine Allzweckwaffe, die immer   und &#252;berall richtig ist. Die Frage, welcher Kampfschritt als n&#228;chstes   ansteht, h&#228;ngt von den Angriffen, vom Stand der Bewegung, vom Zustand   der Arbeiterorganisationen und vom Bewusstsein in der Arbeiterklasse ab.   Ein eint&#228;giger Generalstreik braucht intensive und genaue Vorbereitung.   Das hei&#223;t umfassende Diskussionen unter AktivistInnen in den Betrieben,   Schulen und Universit&#228;ten, unerm&#252;dliches Werben f&#252;r diese Losung,   Gewerkschaftsversammlungen und Veranstaltungen, die Gr&#252;ndung von   Komitees zur Vorbereitung eines Generalstreiks auf betrieblicher und   lokaler Ebene. Doch ist die Stimmung in der Arbeiterklasse so stark von   Wut gepr&#228;gt, dass zweifelsohne nach einer ernsthaften   Mobilisierungsphase ein eint&#228;giger Generalstreik massenhaft befolgt   werden w&#252;rde.<\/p>\n<h4>  Einen Durchbruch schaffen<\/h4>\n<p>  Die derzeitige Gewerkschaftsf&#252;hrung f&#252;rchtet Streiks und erst Recht   einen Generalstreik wie der Teufel das Weihwasser. In Deutschland gab es   die letzten Generalstreiks 1948 und 1953. Genau wie Regierung und   Konzernchefs sind sich die DGB-Oberen bewusst, dass ein solcher Schritt   in Deutschland einen politischen Dammbruch und eine neue Qualit&#228;t von   Klassenk&#228;mpfen bedeuten w&#252;rde. Damit einhergehen w&#252;rde eine breite   Politisierung und Radikalisierung in der arbeitenden Bev&#246;lkerung und   Jugend.<\/p>\n<p>  Ein Generalstreik kann weder von einer Gruppe sozialer Bewegungen noch   einer kleinen Minderheit in den Gewerkschaften ausgerufen werden. Es   geht kein Weg daran vorbei, den Kampf in den Gewerkschaften f&#252;r diesen   Vorschlag aufzunehmen. Es bestehen aber gerade jetzt gro&#223;e   M&#246;glichkeiten, den Druck auf die F&#252;hrung zu verst&#228;rken und gleichzeitig   den Aufbau von innergewerkschaftlicher Opposition verst&#228;rkt anzugehen.<\/p>\n<h4>  Eint&#228;giger Generalstreik als erster Schritt<\/h4>\n<p>  Viele Leute fragen, warum eigentlich nur einen Tag streiken? Das bringt   doch gar nichts. Es w&#228;re falsch, die Illusion zu verbreiten, dass mit   einem eint&#228;gigen Generalstreik alle Angriffe zur&#252;ckgeschlagen werden   k&#246;nnten. Die beiden Generalstreiks in Frankreich haben Nicolas Sarkozy   zwar gezwungen, vorsichtiger zu agieren, aber das bedeutet nat&#252;rlich   nicht die L&#246;sung der Probleme. In Guadeloupe waren 44 Tage Massenstreik   n&#246;tig, um Zugest&#228;ndnisse wie eine Lohnerh&#246;hung von 200 Euro und   Preissenkungen f&#252;r bestimmte Lebensmittel zu erreichen.<\/p>\n<p>  Die Mehrheit der arbeitenden Bev&#246;kerung muss aber f&#252;r den ersten Schritt   gewonnen werden, bevor der n&#228;chste gemacht werden kann. Ein eint&#228;giger   Generalstreik k&#246;nnte ein Beginn sein, um die derzeitige Krise der   F&#252;hrung der Arbeiterbewegung zu &#252;berwinden. Dieser Kampfschritt w&#252;rde   die Arbeiterklasse in Bewegung setzen, Erfahrungen k&#246;nnten gesammelt   werden und die Frage einer notwendigen Steigerung des Kampfes w&#252;rde   aufgeworfen. Die R&#252;ckwirkung auf betriebliche K&#228;mpfe w&#228;re enorm.   KollegInnen w&#252;rden Mut fassen, weiterzuk&#228;mpfen. Es ist auch denkbar,   dass auf einen eint&#228;gigen Generalstreik bald ein zwei- oder mehrt&#228;giger   folgen k&#246;nnte. Der genaue Verlauf und die Notwendigkeit der folgenden   Kampfschritte l&#228;sst sich aber nicht vorher schematisch festlegen.<\/p>\n<h4>  Politische Interessenvertretung der Arbeiterklasse<\/h4>\n<p>  Jeder Generalstreik tr&#228;gt implizit die Frage in sich, wer in der   Gesellschaft die Macht hat. Das wurde in der zugespitzten Situation im   Mai 1968 in Frankreich deutlich, als zehn Millionen ArbeiterInnen sich   an einem unbefristeten Generalstreik beteiligten, was eine revolution&#228;re   Situation verursachte. Die kapitalistische Regierung war faktisch   entmachtet. Pr&#228;sident Charles de Gaulle war schon aus Frankreich   geflohen, die Besch&#228;ftigten &#252;bten in vielen Fabriken die Kontrolle aus.   Es entwickelten sich lokale und betriebliche Entscheidungsstrukturen der   Streikenden. Ihnen fehlte aber eine landesweite Koordinierung und eine   F&#252;hrung, die bewusst auf die &#220;bernahme der Macht durch die Organe der   streikenden Arbeiterinnen hingearbeitet h&#228;tte.<\/p>\n<p>  Daher steht im engen Zusammenhang mit dem Aufbau einer Bewegung gegen   die Folgen der Krise auch der Aufbau einer politischen   Interessenvertretung, einer Partei der Arbeiterklasse. Die jetzige   Politik der F&#252;hrung der Partei DIE LINKE gibt leider keine befriedigende   Antwort. Anstatt eine grundlegende Alternative im Interesse der   Arbeiterklasse aufzuzeigen, orientiert sie darauf, sich an SPD-gef&#252;hrten   Regierungen zu beteiligen. Die Wirklichkeit zeigt, dass die   Ministerposten sie dazu verdammen, Sozialabbau mitzutragen. In   vorauseilendem Gehorsam arbeitet die F&#252;hrung der LINKEN momentan daran,   das Programm weiter zu verw&#228;ssern. Im Gegensatz dazu hat DIE LINKE die   Chance, sich am Aufbau des Widerstands gegen die kapitalistische Krise   konsequent zu beteiligen und die Losung nach einem eint&#228;gigen   Generalstreik mit politischen Forderungen wie oben zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p>  Der Kampf in der LINKEN muss weiter fortgesetzt werden. Denn mit einer   Ausrichtung auf die Bewegung und mit einem sozialistischen Programm   k&#246;nnte DIE LINKE zu einer Arbeiterpartei werden, die in der Lage ist,   mit den zunehmenden K&#228;mpfen zu einer Massenkraft zu werden. Als solche   muss sie die Perspektive einer grundlegenden Ver&#228;nderung der   Produktions- und Machtverh&#228;ltnisse aufzeigen, die Ersetzung der   kapitalistischen Gesellschaft durch eine sozialistische Demokratie.<\/p>\n<h4>  <i>Angelika Teweleit ist Mitglied der SAV-Bundesleitung<\/i><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Eint&#228;giger Generalstreik n&#246;tig\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[214],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13147"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13147\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}