{"id":13146,"date":"2009-05-15T00:00:00","date_gmt":"2009-05-15T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13146"},"modified":"2009-05-15T00:00:00","modified_gmt":"2009-05-15T00:00:00","slug":"13146","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/05\/13146\/","title":{"rendered":"Gemeinsam f&#252;r soziale Unruhe"},"content":{"rendered":"<p>Generalstreik vorbereiten! <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Eine Welle der Angst erfasst Politiker und Bosse vor sozialen Unruhen in   Deutschland. Ihr Blick richtet sich nach Frankreich, wo die Mehrheit der   Bev&#246;lkerung es gut findet, wenn Manager in Geiselhaft genommen werden   und wo Mitte M&#228;rz der zweite Generalstreik gegen die Politik der   Regierung stattfand. W&#228;hrend sie sich vor sozialen Unruhen f&#252;rchten,   entlassen Arbeitgeber in Seelenruhe ganze Belegschaften in die   Arbeitslosigkeit. Wenn wir ruhig bleiben, drohen weitere   Werksschlie&#223;ungen und sp&#228;testens nach der Bundestagswahl eine Agenda   2020 mit heftigem Sozialabbau.<\/p>\n<h4>  <i>von Lucy Redler, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Schon jetzt sind zwei Dinge sicher. Erstens: Die Regierung wird alles   tun, um die Krisenverursacher in den Bank- und Konzernetagen zu   sch&#252;tzen. Zweitens: Regierung und Arbeitgeber werden Himmel und H&#246;lle in   Bewegung setzen, um uns f&#252;r die Krise bezahlen zu lassen.<\/p>\n<h4>  Ihre Krise = unsere Entlassungen<\/h4>\n<p>  Doch wir Besch&#228;ftigte, Erwerbslose und Jugendliche haben diese Krise   nicht verursacht. Ursache der Krise ist der Kapitalismus, in dem es nie   um unsere Bed&#252;rfnisse, sondern immer um ihre Profite geht. Ihr   kapitalistisches System macht uns arm. Ihre Profitkrise sind unsere   Entlassungen. Ihre Rettungspakete bedeuten f&#252;r uns Sozialabbau &#8211;   sp&#228;testens nach der n&#228;chsten Wahl. Ihre Steuergeschenke sind unsere   zuk&#252;nftigen Abgabenerh&#246;hungen. Ihr Reichtum ist die Armut unserer Kinder.<\/p>\n<h4>  Ihre Krise = unser Widerstand<\/h4>\n<p>  Wenn wir ruhig bleiben, werden wir ausgenommen wie Weihnachtsg&#228;nse. Der   Widerstand gegen die asozialen Folgen der kapitalistischen Krise muss   jetzt gesteigert werden. Die Gro&#223;demo des Deutschen Gewerkschaftsbundes   (DGB) am 16. Mai in Berlin darf nicht der Anfang vom Ende, sondern muss   der Beginn einer machtvollen Massenbewegung gegen die Abw&#228;lzung der   Krisenlasten auf unserem R&#252;cken sein. N&#246;tig ist ein Streik von allen,   die von der Krise betroffen sind; ein Streik, der von den Gewerkschaften   organisiert wird.<\/p>\n<h4>  Massenhafte soziale Unruhe<\/h4>\n<p>  Wenn Millionen Menschen in einem zun&#228;chst eint&#228;gigen Generalstreik wie   in Frankreich auf die Stra&#223;e gehen, w&#228;re dies eine eindrucksvolle   Demonstration der eigenen St&#228;rke. Solche massenhaften sozialen Unruhen   w&#252;rden den Herrschenden das F&#252;rchten lernen. Wenn wir uns dabei aber auf   die DGB-F&#252;hrung verlassen, sind wir verlassen. IG-Metall-Chef Berthold   Huber hat kein Interesse an solchen Gro&#223;protesten: &#8222;Wir wollen soziale   Unruhen verhindern, indem wir die Probleme anpacken&#8220; (WamS vom 26.   April). Davon, dass die Gewerkschaftsf&#252;hrung &#8222;Probleme anpackt&#8220;, merken   wir bisher wenig. DGB-Chef Michael Sommer und Huber scheinen besorgter   &#252;ber das Abschneiden der SPD bei den kommenden Wahlen als &#252;ber die   Zukunft von Belegschaften. Die Gewerkschaftsf&#252;hrung setzt auf   Zugest&#228;ndnisse und Verzicht statt auf Gegenwehr.eshalb ist es n&#246;tig,   Kampfschritte von unten vorzubereiten und damit auch den Druck auf die   F&#252;hrung zu steigern. Dazu k&#246;nnen regionale oder lokale Streiktage dienen   wie in Teilen Baden-W&#252;rttembergs am 13. Mai oder auch der Bildungsstreik   am 17. Juni.<\/p>\n<p>  <b>Eint&#228;giger Generalstreik f&#252;r: <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde, Abschaffung von Hartz IV <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>Verstaatlichung aller Banken <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>Enteignung von Betrieben, die Entlassungen oder Schlie&#223;ungen planen <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>Demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende   Bev&#246;lkerung <\/b>    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generalstreik vorbereiten! <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[214],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13146"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13146"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13146\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}