{"id":13132,"date":"2009-05-06T00:00:00","date_gmt":"2009-05-06T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13132"},"modified":"2009-05-06T00:00:00","modified_gmt":"2009-05-06T00:00:00","slug":"13132","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/05\/13132\/","title":{"rendered":"Aus Betrieben und Gewerkschaften"},"content":{"rendered":"<p>  Continental, Federal-Mogul, Ebersp&#228;cher und GHB<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Internationaler Protest gegen Conti-Chefs<\/h4>\n<p>  Wenn es nach den Konzernherren von Continental geht, dann wird es die   Reifenwerke in Hannover-St&#246;cken und am franz&#246;sischen Standort Clairoix   bei Paris im n&#228;chsten Jahr nicht mehr geben. In Hannover stehen 780   KollegInnen vor dem Aus, in Clairoix 1.120 Besch&#228;ftigte.<\/p>\n<p>  Klein beigeben wollen die Belegschaften aber nicht. Am Mittwoch, den 22.   April st&#252;rmten Hunderte franz&#246;sischer Conti-ArbeiterInnen das B&#252;ro der   Regionalverwaltung bei Paris. Dazu kam es, kurz nachdem ein Gericht die   Schlie&#223;ung abgesegnet hatte.<\/p>\n<p>  Abends setzten sich 1.200 KollegInnen dann in den Zug, um am darauf   folgenden Tag in Hannover gegen die Gro&#223;aktion&#228;re zu protestieren. Bei   den Medienberichten konnte man den Eindruck gewinnen, dass auch   Berichterstatter der b&#252;rgerlichen Presse beeindruckt waren. So konnte   man in der Berliner Zeitung lesen: &#8222;Die Menge tobt. Deutsche und   franz&#246;sische Kollegen fallen sich um den Hals und begr&#252;&#223;en sich. Mit   einem Mal stehen 3.000 zum Kampf entschlossene Arbeiter auf dem Platz.&#8220;<\/p>\n<p>  Auf der anschlie&#223;enden Kundgebung rief ein Arbeiter aus Frankreich aus:   &#8222;Entweder sie nehmen die Schlie&#223;ungpl&#228;ne vom Tisch oder wir beantworten   den Krieg, der uns erkl&#228;rt wurde, mit einem Gegenangriff der   Werkt&#228;tigen.&#8220;<\/p>\n<h4>  Federal-Mogul: Produktion lahmgelegt<\/h4>\n<p>  Am 21. April beteiligte sich die gesamte Fr&#252;h- und Normalschicht beim   Autozulieferer Federal-Mogul in Wiesbaden an einem Warnstreik der IG   Metall. Schon zum 1. April wollte die Unternehmensspitze jede vierte der   1.600 Stellen streichen. Damit scheiterten sie jedoch zun&#228;chst vor dem   Arbeitsgericht.<\/p>\n<p>  Die Belegschaft zeigt sich kampfbereit. &#8222;Die Beteiligung war   &#252;berw&#228;ltigend&#8220;, so der IG-Metall-Sprecher Michael Erhardt &#252;ber den   Warnstreik.<\/p>\n<h4>  Blockade gegen Abtransport bei Ebersp&#228;cher<\/h4>\n<p>  Die Besch&#228;ftigten des Autozulieferers Ebersp&#228;cher in Sindelfingen   mussten am Montag, den 6. April feststellen, dass die Unternehmer &#252;ber   Nacht das Werk r&#228;umen wollten &#8211; nachdem die 54 KollegInnen f&#252;r drei   Wochen nach Hause geschickt worden waren.<\/p>\n<p>  Dass die ArbeiterInnen an jenem Morgen entdeckten, dass gerade der   dritte von 14 Robotern abtransportiert werden sollte, lag an ihrem   gesunden Misstrauen. Aus diesem Grund hatten sich die KollegInnen auf   regelm&#228;&#223;ige Kontrollfahrten vor dem Werk verst&#228;ndigt. &#8222;Traue deinem   Arbeitgeber nur so weit, wie du einen Elefanten werfen kannst&#8220;, so   Detlef Schwoon von der IG Metall. Der weitere Abtransport wurde   jedenfalls erst einmal blockiert.<\/p>\n<h4>  Proteste in Bremerhaven<\/h4>\n<p>  Am 3. April gingen hundert Hafenarbeiter auf die Stra&#223;e, um gegen den   angedrohten Abbau von 1.400 Arbeitspl&#228;tzen beim   Gesamthafenbetriebsverein (GHB) zu demonstrieren. W&#228;hrend ihres   Autokorsos durch den Hafen in die Stadt zeigten sich zahlreiche   arbeitende KollegInnen und viele LKW-Fahrer solidarisch. Die Aktion war   von unten angeleiert worden. W&#228;hrend der GHB-Betriebsrat und die   ver.di-Spitze derzeit nur auf Verhandlungen setzen m&#246;chten, wollten die   demonstrierenden ArbeiterInnen damit einen ersten Warnschuss Richtung   Arbeitgeber abgeben.<\/p>\n<p>  Wenige Tage sp&#228;ter, am 7. April, wurde in Bremerhaven erneut   demonstriert. Dieses Mal im Rahmen eines Warnstreiks der Besch&#228;ftigten   von BLG-Autotec. Die 400 Streikenden wollten ihrer Forderung nach acht   Prozent mehr Lohn in der Tarifrunde Nachdruck verleihen. Zudem   protestierten sie gegen die Streichung von 180 der insgesamt 500   Stellen. Die Belegschaft nimmt an, dass die Unternehmer die 180 zu   streichenden Stellen durch Leiharbeiter ersetzen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Continental, Federal-Mogul, Ebersp&#228;cher und GHB\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13132"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13132"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13132\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}