{"id":13110,"date":"2009-04-10T00:01:00","date_gmt":"2009-04-10T00:01:00","guid":{"rendered":".\/?p=13110"},"modified":"2009-04-10T00:01:00","modified_gmt":"2009-04-10T00:01:00","slug":"13110","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/04\/13110\/","title":{"rendered":"G20-Gipfel in London"},"content":{"rendered":"<p>  Keine L&#246;sung f&#252;r die Krise<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  &#8222;Sie sprechen nicht &#252;ber uns. Leute wie wir interessieren sie nicht.&#8220; &#8211;   So lautet das Urteil eines Arbeiters, der zur Zeit gemeinsam mit seinen   KollegInnen den Autozulieferer Visteon in Enfield besetzt h&#228;lt, &#252;ber den   kapitalistischen G20-Gipfel von London. Er dr&#252;ckt damit die Antwort der   Arbeiter von den &#8222;G3&#8220;, den drei besetzten Fabriken in Enfield, Basildon   und Belfast, auf den reichen Kapitalisten-Club aus, der sich in der   ersten Aprilwoche in London traf. Er sprach damit zudem f&#252;r die   internationale Arbeiterklasse und die Armen, denen glauben gemacht wird,   dass das Londoner Treffen begonnen hat, gegen die furchterregende   Weltwirtschaftskrise &#8222;anzugehen&#8220;.<\/p>\n<h4>  <i>von Peter Taaffe, Generalsekret&#228;r der Socialist Party in England und   Wales<\/i><\/h4>\n<p>  In Wahrheit kam bei diesem Treffen ziemlich wenig heraus. Abgesehen   davon vielleicht, dass die Trennlinien zwischen den Nationen und   Regionen, die von den G20-Staaten repr&#228;sentiert werden, zeitweise   &#252;berspielt wurden.<\/p>\n<p>  Laut International Labour Organisation (Internationale   Arbeitsorganisation, ILO, auf Druck des Internationalen   Gewerkschaftsbundes eingerichtete Sonderorganisation der UNO; Anm. d.   &#220;bers.) werden zus&#228;tzliche 30 bis 50 Millionen ArbeiterInnen ihren   Arbeitsplatz verlieren. Die G20 haben reichlich wenig getan, um dies zu   verhindern. Die Zusicherung einer weiteren Anschubfinanzierung f&#252;r die   Wirtschaft in H&#246;he von 1,1 Billionen US-Dollar war die gr&#246;&#223;te   &#8222;Errungenschaft&#8220; des Gipfels. Allerdings ist noch nicht klar, wie viel   davon neues Geld ist und inwieweit man die von den einzelnen   kapitalistischen Regierungen bereits auf den Weg gebrachten   Rettungspakete in diese Summe mit eingerechnet hat.<\/p>\n<p>  Der Internationale W&#228;hrungsfonds, IWF, der den Weltkapitalismus   vertritt, muss seine Kapitalien auf 500 Milliarden US-Dollar   verdreifachen. Dies wird ihm lediglich reichen, um mit den   &#8222;Notsituationen&#8220; umgehen zu k&#246;nnen. Dabei herrscht vor allem in   Osteuropa aber auch in den &#8222;abgetauchten&#8220; L&#228;ndern Asiens, Afrikas und   Lateinamerikas ein chronischer Liquidit&#228;tsengpass. An der Abw&#228;rtsspirale   des Weltkapitalismus wird das alles grunds&#228;tzlich nur wenig bis gar   nichts &#228;ndern. Der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz sch&#228;tzt   beispielsweise, dass die Kosten der Krise &#8211; soweit absehbar &#8211; weitere   200 Million Menschen in erster Linie in der neokolonialen Welt in die   Armut treiben wird.<\/p>\n<p>  Allein die USA weisen einen Kreditrahmen und &#8222;R&#252;cklagen f&#252;r   Rettungspakete&#8220; in H&#246;he von kolossalen 11,6 Billionen US-Dollar auf. Das   ist der Gegenwert von &#8222;vier Kriegen, einer Mondlandung und des   Wiederaufbaus Europas (nach 1945): All das und noch mehr k&#246;nnte von dem   bezahlt werden, was die US-Regierung zur Rettung ihrer Bankenlandschaft   in Erw&#228;gung zieht.&#8220; (The Observer; linksliberale brit. Wochenzeitung;   Anm. d. &#220;bers.).<\/p>\n<p>  Im M&#228;rz stieg die Arbeitslosigkeit in den USA bereits um das &#8222;H&#246;chstma&#223;&#8220;   von 663.000 und f&#252;hrt damit zu einer momentanen Quote von 8,5 Prozent.   Rechnet man jedoch s&#228;mtliche Teilzeitjobs und jene, die keine   Unterst&#252;tzung beantragt haben, mit ein, so haben wir es mit &#252;ber 15   Prozent Arbeitslosigkeit zu tun!<\/p>\n<p>  Der Gro&#223;teil der Ressourcen des IWF wird sicherlich in Richtung der vor   dem Zusammenbruch stehenden Region Osteuropa flie&#223;en. Denn hier haben   die T&#252;rkei, die Ukraine, Serbien, Lettland und Rum&#228;nien aus &#246;konomischer   Sicht bereits den Status von Geister-Staaten. Sie drohen allerdings,   &#214;sterreich, wo die Belastungen der Banken hinsichtlich Osteuropa rund 75   Prozent des eigenen Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen, sowie Italien   und Belgien mitzurei&#223;en.<\/p>\n<h4>  Einsetzende Finsternis<\/h4>\n<p>  Als die G20 sich trafen, schienen die Institutionen des Weltkapitalismus   ein Wettrennen um den Eintritt ins Dunkel zu f&#252;hren. So ist das   weltweite BIP nach Sch&#228;tzungen des IWF im vierten Quartal des letzten   Jahres zum Beispiel um noch nie dagewesene 5 Prozent abgefallen. Wobei   die &#8222;entwickelten Volkswirtschaften&#8220; um gut 7 Prozent schrumpften. Die   USA, immer noch Anf&#252;hrer des Weltkapitalismus, lie&#223;en demnach im   Jahresvergleich um 6 Prozent nach, w&#228;hrend Japan um 13 Prozent absackte.   Welch Wunder, dass das Treffen von London vom Chef&#246;konomen der UNCTAD   (Welthandels- und Entwicklungskonferenz der UNO; Anm. d. &#220;bers.) als   &#8222;Gipfel der Belanglosigkeit&#8220; bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>  Es wird erwartet, dass die weltweite Industrieproduktion im ersten   Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich um atemberaubende 30 bis 35   Prozent einbrechen wird. Das zeigt, wie die Krise an Fahrt gewinnt. Paul   Volcker, Wirtschaftsberater von Barak Obama in den USA, bezeichnete dies   vor dem Londoner Gipfel als einen Crash, der sogar noch in &#8222;schnellerem   Tempo&#8220; vonstatten geht als zur Zeit der Gro&#223;en Depression in den 1930er   Jahren. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn h&#246;chstpers&#246;nlich meinte noch am   Vorabend des G20-Gipfels: &#8222;Um es offen zu sagen: Es sieht d&#252;ster aus.&#8220;   Er erg&#228;nzte, dass Millionen von Menschen in Armut und Not gest&#252;rzt   werden, einhergehend mit einer &#8222;dramatischen Arbeitslosigkeit und   dar&#252;ber hinaus wird dies in manchen L&#228;ndern die Basis f&#252;r soziale   Unruhen schaffen, von denen einige die Demokratie bedrohen werden. Und   in einigen F&#228;llen wird dies auch im Krieg m&#252;nden.&#8220;<\/p>\n<p>  Dies ist eine weit realistischere Bewertung der zu erwartenden Zukunft   des Kapitalismus als das, was die in London zusammengekommenen Wahrsager   bereit hielten. Der franz&#246;sische Pr&#228;sident Nicolas Sarkozy mag   behaupten, der Gipfel sei ein Triumph &#252;ber den &#8222;z&#252;gellosen   anglo-amerikanischen Kapitalismus&#8220;. Zweifelsohne landete er einen   Volltreffer, als er Gordon Brown damit attackierte. Wie noch im Juni   2007 lobte Brown die Bankiers und Spekulanten der Londoner City   (Finanzzentrum Britanniens; Anm. d. &#220;bers.), indem er deren innovativen   F&#228;higkeiten und die Entwicklung des &#8222;modernsten Instruments der   Finanzwelt&#8220; r&#252;hmte. Er f&#252;gte hinzu, dass entscheidend sei, &#8222;mit leichten   Regulierungsma&#223;nahmen, einem wettbewerbsf&#228;higen Steuersystem und   Flexibilit&#228;t f&#246;rdernd zu wirken.&#8220; Vor der Krise war Sarkozy zusammen mit   dem Rest der G20-Staatsm&#228;nner und -frauen, die jetzt in London   zusammengekommen sind, allerdings noch ausgewiesenes Mitglied des   weltweit bestehenden und agierenden kapitalistischen, deregulierten,   neoliberalen Clubs gewesen.<\/p>\n<p>  Nun sind sie lediglich dazu gezwungen gewesen die Ausrichtung zu   verschieben und geringf&#252;gige &#8222;Regulationsma&#223;nahmen&#8220; anzubringen, weil   durch die ungez&#252;gelte Krise die Gefahr sozialer Erhebungen aufgekommen   ist. Die meisten &#214;konomien der kapitalistischen Welt &#8222;sehen Pleiten und   Arbeitslosigkeit entgegen, (die) das bisherige H&#246;chstma&#223; seit der Gro&#223;en   Depression &#252;bersteigen werden&#8220; (Wolfgang M&#252;nchau, Financial Times). So   stellt US-Pr&#228;sident Obama eine Billion US-Dollar cash for trash (Geld   f&#252;r Schrott) an Regierungsmitteln f&#252;r die faulen Kredite der Banken zur   Verf&#252;gung. Vor kurzem noch wurden diese Kredite als &#8222;toxic&#8220; (giftig),   dann als &#8222;Problem&#8220; und jetzt nur noch als &#8222;Erblast&#8220; bezeichnet. Ja,   diese Kredite sind das Erbe eines z&#252;gellosen, neoliberalen Kapitalismus.   Vor allem das Erbe der von Gier Besessenen, die jetzt alles daran   setzen, die Rettungspakete gegen ihre wirtschaftliche Krise von normalen   ArbeiterInnen bezahlt zu bekommen &#8211; sowohl in Gro&#223;britannien wie auch in   den USA.<\/p>\n<p>  Nichts von dem, was in London getan und veranlasst wurde, wird die in   den USA bereits um ein Drittel gefallenen Immobilienpreise   wiederbeleben. Vor dem Londoner Gipfel sch&#228;tzte der IWF, dass der   Welthandel um neun Prozent zusammenschmelzen werde. Jetzt geht die OECD   von atemberaubenden 13 Prozent aus. Dies wird schwere Folgen f&#252;r   Exportl&#228;nder wie Japan, China, Deutschland, sowie osteurop&#228;ische Staaten   wie die Tschechische Republik nach sich ziehen, wo die Exporte rund 80   Prozent des BIP ausmachen. Mit Malaysia, wo die Exporte beispielsweise   &#252;ber das dortige BIP sogar hinausgehen, wird Asien ebenfalls ernsthaft   in Mitleidenschaft gezogen werden.<\/p>\n<h4>  Alle Teile der Welt von Krise befallen<\/h4>\n<p>  Kein Teil der Welt bleibt verschont von dieser Krise und es wird die   Arbeiterklasse sein, die herangezogen werden wird, um den Preis daf&#252;r zu   zahlen. Sch&#228;tzungen f&#252;r Gro&#223;britannien gehen momentan davon aus, dass &#8211;   sollte die Krise im jetzigen Umfang bis Jahresende anhalten &#8211; 100.000   Menschen jeden Monat arbeitslos werden. Zur Zeit schlie&#223;en jeden Tag 200   Betriebe. Im Sommer werden 600.000 Schulabg&#228;ngerInnen den Arbeitsmarkt   betreten. Insgesamt drohen diesem Land nun 3,5 Millionen Arbeitslosen   als &#8222;Preis&#8220; f&#252;r die Krise.<\/p>\n<p>  Dar&#252;ber hinaus haben wir es aufgrund der Arbeitslosigkeit, geringeren   Steuereink&#252;nften usw. mit einem Kollaps bei den Staatseinnahmen zu tun.   Die Strategen des Kapitals sprechen bereits von den &#8222;Jahren der   Entbehrung&#8220;. Das bedeutet zun&#228;chst K&#252;rzungen bei den &#246;ffentlichen   Ausgaben; vor allem angewendet gegen die Rechte, Arbeitsbedingungen,   Renten und Pensionen sowie gegen die Entlohnung der &#8222;gierigen&#8220;   Besch&#228;ftigten des &#246;ffentlichen Dienstes. Das Haushaltsdefizit in   Gro&#223;britannien, die Differenz zwischen Staatseinnahmen und -ausgaben,   k&#246;nnte bis auf 13 Prozent des BIPs von 2010 anwachsen. Das w&#252;rde   bedeuten, dass Gro&#223;britannien (neben Griechenland und evtl. auch Spanien   und Irland) an den B&#246;rsenm&#228;rkten f&#252;r den Handel mit Staatsanleihen auf   den Paria-Status absinken wird. Auf diesem Weg st&#252;nde dann, wie das   Beispiel Island bereits gezeigt hat, auch der Staatsbankrott als echte   M&#246;glichkeit und Ergebnis aus der Krise f&#252;r Gro&#223;britannien und andere   Staaten bevor.<\/p>\n<p>  Vor diesem Hintergrund wird die Debatte unter kapitalistischen &#214;konomen   dar&#252;ber, &#252;ber die Definition von Rezession oder Depression, vollkommen   belanglos f&#252;r deren Opfer aus der Arbeiterklasse. In der Gegenwart   bedeutet eine Arbeitslosenquote von zehn Prozent im Prinzip eine   Depression. Au&#223;erdem sind die Versprechungen neuer &#246;konomischer H&#246;hen   ein schwacher trost f&#252;r die Arbeiterklasse. Die Krise kann aber   dauerhafte Folgen f&#252;r das Leben von Millionen von Menschen haben, so   lang dieses System am Leben erhalten wird. In den USA ist es zum   Beispiel schon zu einem dramatischen R&#252;ckgang bei den   Nettohaushaltseinkommen gekommen, was wiederum Resultat des   Zusammenbruchs bei den Immobilienpreisen ist: &#8222;Der Verm&#246;genseffekt hat   sich mit aller Macht ins Umgekehrte gedreht.&#8220; (Financial Times).<\/p>\n<p>  Auch der ehemalige Finanzminister der Clinton-Administration r&#228;umt frank   und frei ein: &#8222;Das Ausma&#223; an Krediten, die n&#246;tig sind, um eine normale   zyklische Erholung einzuleiten, wird nicht materialisiert werden   k&#246;nnen&#8220;. Mit anderen Worten: Selbst wenn es zu einem gewissen Zeitpunkt   zu einer Wiederbelebung der Wirtschaft kommen wird, wird diese ein   Schatten ihrer selbst bleiben. Es wird nicht wieder dazu kommen, dass   wir es blo&#223; mit einem gewissen Ma&#223; an Arbeitslosigkeit wie in und nach   fr&#252;heren Rezessionen zu tun bekommen, sondern vielmehr mit einem Meer an   Arbeitslosigkeit sowie den damit einhergehenden verheerenden   Auswirkungen. In den USA sehen wir in Kalifornien und andernorts   bereits, wie sich Barackensiedlungen herauszubilden beginnen. Dasselbe   gilt f&#252;r Italien und sogar f&#252;r Gro&#223;britannien im Falle der polnischen   EinwandererInnen.<\/p>\n<p>  Anders ausgedr&#252;ckt steht uns eine dunkle Zukunft bevor. Im besten Fall   drohen weiten Teilen der britischen wie auch der Weltbev&#246;lkerung soziale   Entbehrungen. Und nichts von dem, was die G20 vorbrachten, wird dies   aufhalten k&#246;nnen. Nat&#252;rlich mag es im Bereich des M&#246;glichen liegen, dass   eine Abschw&#228;chung der Krise in bestimmtem Ma&#223;e zustande kommt; so zum   Beispiel eine Verlangsamung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit als   Ergebnis verschiedener Rettungspakete und des Druckens von Geld   (quantitative easing; dt.: Quantitative Lockerung), was beides momentan   von den kapitalistischen Regierungen ja auch unternommen wird. Die   grundlegenden Probleme &#8211; Unsicherheit, keine oder nur prek&#228;re   Besch&#228;ftigung, stagnierende bzw. fallende L&#246;hne und s&#228;mtliches soziales   Ungemach, das daraus resultiert &#8211; werden jedoch Bestand haben.<\/p>\n<h4>  Wut-Welle baut sich auf<\/h4>\n<p>  Vor dem G20-Gipfel nahm die Wut deutlich zu. Der Sturz der Regierungen   in Osteuropa (Lettland, Tschechische Republik, Estland, Ungarn) war   daf&#252;r ein ebenso untr&#252;gliches Zeichen wie auch das Massenaufbegehren in   Frankreich gegen die Regierung Sarkozy sowie die Regierung der Partei   Fianna Fail in Irland. Es sieht zur Zeit selbst in den USA so aus, dass   ein Freund von Obamas Wirtschaftsguru Tim Geithner erkl&#228;rte: &#8222;Es gibt   Zeiten, wie heute, da glaubst du, Hugo Ch&#225;vez k&#246;nnte in Amerika eine   Wahl gewinnen.&#8220;<\/p>\n<p>  Obama selbst warnte die Bankiers, dass nur er zwischen ihnen und den   &#8222;Mistgabeln&#8220; stehe. Symptomatisch daf&#252;r sind die Entr&#252;stung und die   massenhafte Wut gegen&#252;ber den Bankiers. Vom Standpunkt der Menschen der   Arbeiterklasse und der Arbeiterbewegung aus muss das Urteil &#252;ber den G20   Gipfel von London daher lauten: er hat &#228;u&#223;erst wenig zur L&#246;sung   beigetragen, die Krise wird voraussichtlich tiefer greifen und dies wird   zu verst&#228;rktem Leid f&#252;r jene f&#252;hren, die den Reichtum erzeugen, die   Arbeiterklasse und die Armen.<\/p>\n<p>  Nicht nur in den Werken von Karl Marx &#8211; welche nun selbst unter   kapitalistischen Kommentatoren zunehmend dazu beitragen, die   zusammenh&#228;ngenden Widerspr&#252;che ihres Systems zu erkl&#228;ren &#8211; sondern auch   durch die Lebenswirklichkeit in Zeiten des &#246;konomischen Scheiterns und   all dem, was daraus folgt, offenbart sich, dass das kapitalistische   System keine Zukunft anbieten kann. Wir, die Arbeiterklasse und die   Armen, m&#252;ssen uns durch den Aufbau eines kraftvollen   Orientierungspunktes f&#252;r die im Kampf befindlichen ArbeiterInnen auf   eine sozialistische Zukunft vorbereiten, sodass die in Basildon, Belfast   und Enfield ergriffenen Initiative nicht im Sande verlaufen, sondern im   Gegenteil zu einem neuen Meilenstein f&#252;r den Kampf gegen den kranken,   wild wuchernden Kapitalismus in diesem Land und weltweit werden.<\/p>\n<h5>  <i>Der Artikel erschien zuerst in The Socialist am 7. April 2009<\/i><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Keine L&#246;sung f&#252;r die Krise\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[127],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13110"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13110"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13110\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}