{"id":13088,"date":"2009-04-07T00:00:00","date_gmt":"2009-04-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13088"},"modified":"2012-05-15T15:13:59","modified_gmt":"2012-05-15T13:13:59","slug":"13088","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/04\/13088\/","title":{"rendered":"S wie Solidarit&#228;t und Sozialismus"},"content":{"rendered":"<p>  Widerstand und sozialistische Perspektive m&#252;ssen Bestandteil der   Antikrisenpolitik der LINKEN sein<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Im Jahr der Krise und der Wahlen verh&#228;lt sich DIE LINKE bisher auff&#228;llig   unauff&#228;llig. In Talkshows wird oft rumgedruckst und seitens der   Bundestagsfraktion jetzt Hartz IV light gefordert. Dabei ist es Zeit f&#252;r   die S-W&#246;rter: S wie Solidarit&#228;t mit k&#228;mpfenden Belegschaften, S wie   Streiks gegen die Krisenfolgen, S wie Sozialismus als Alternative zum   Kapitalismus.<\/p>\n<h4>  <i>von Doreen Ullrich, Aachen<\/i><\/h4>\n<p>  DIE LINKE muss sich nach den Demos am 28. M&#228;rz daran machen, den   begonnenen Protest gegen die Krisenfolgen zusammen mit anderen Kr&#228;ften   weiter aufzubauen. Daf&#252;r k&#246;nnte DIE LINKE vor Ort gemeinsam mit anderen   Konferenzen organisieren, wo der 28. M&#228;rz ausgewertet und &#252;berlegt wird,   wie &#8211; vor der DGB-Demo am 16. Mai &#8211; der Druck auf die Gewerkschaften f&#252;r   Massenproteste verst&#228;rkt werden kann.<\/p>\n<h4>  Gegenwehr<\/h4>\n<p>  Dort, wo es betriebliche Auseinandersetzungen gibt, muss DIE LINKE   solidarisch an der Seite der KollegInnen stehen und mit ihnen &#252;ber   Kampfvorschl&#228;ge diskutieren. So geschieht das gerade in der Aachener   LINKEN. Nachdem die Firma Gates die Mehrzahl der 500 KollegInnen   rausschmei&#223;en wollte, wehrte sich die Belegschaft. DIE LINKE Aachen gab   sofort aktive Unterst&#252;tzung vor dem Betrieb. Weil es nicht nur bei   Gates, sondern auch in umliegenden Metallbetrieben kriselt, schlugen   LINKE-Mitglieder eine regionale Vernetzung vor. Hier sollen auch Ideen   zu Arbeitsk&#228;mpfen ausgetauscht werden.<\/p>\n<p>  Auf Bundesebene muss ebenfalls deutlich gesagt werden, welche   Kampfma&#223;nahmen m&#246;glich sind. Vor mehr als einem Jahr trat Oskar   Lafontaine noch f&#252;r politische Streiks ein. Die Frage von Streiks bis   hin zu einem eint&#228;gigen Generalstreik muss von der LINKEN auf die   Tagesordnung gesetzt werden, die Diskussion dar&#252;ber mit den   DGB-Gewerkschaften gesucht werden.<\/p>\n<h4>  Eigentumsfrage<\/h4>\n<p>  Zu Recht hat DIE LINKE die Verstaatlichung der Banken gefordert. Warum   aber tritt sie nicht auch offensiv f&#252;r die Verstaatlichung der Konzerne   ein? Mitte M&#228;rz hat sich Gregor Gysi in der SUPERillu im Fall von Opel   sogar explizit dagegen ausgesprochen. &#8222;Wir sind gegen ein VEB Opel&#8220;, so   Gysi. &#8222;Gegen das Staatseigentum bei der Industrie oder bei   Dienstleistern sprechen nicht nur die Erfahrungen aus der DDR, sondern   auch in der BRD.&#8220; Stattdessen argumentierte er f&#252;r eine schrittweise   Belegschaftsbeteiligung bis zu 49 Prozent. Auch die Bundestagsfraktion   stellt (siehe Seite 11) Belegschaftsbeteiligungen und Mitbestimmung in   den Vordergrund.<\/p>\n<p>  Das kann aber kein Programm sein, um Arbeitspl&#228;tze dauerhaft zu sichern.   N&#246;tig sind Forderungen nach &#214;ffnung der Gesch&#228;ftsb&#252;cher und nach   Verstaatlichung &#8211; demokratisch verwaltet und kontrolliert von   VertreterInnen der Belegschaft, der Gewerkschaft und des Staates.<\/p>\n<h4>  Systemfrage<\/h4>\n<p>  Im Wahlkampf soll laut Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer Dietmar Bartsch   &#8222;konsequenter Realismus&#8220; herrschen. Einen solchen &#8222;Realismus&#8220; hatte wohl   auch die Bundestagsfraktion im Sinn, als sie die Forderung nach Hartz IV   light von 435 Euro mehrheitlich beschloss. Doch &#8222;real&#8220; kann davon keine   Sau leben. Das sahen auch viele an der Parteibasis so, es rumorte   ordentlich und der Parteivorstand fordert nun wenigstens 500 Euro &#8211; und   einen Mindestlohn von zehn Euro. Wobei weiterhin klar gesagt werden   muss: Hartz IV geh&#246;rt abgeschafft, nicht erst &#252;bermorgen, sondern   m&#246;glichst heute schon.<\/p>\n<p>  Neben aktiver Teilnahme an Protesten und Streiks ist eine politische   Alternative zum Kapitalismus zentral. DIE LINKE muss deutlich machen,   dass nur, wenn die Wirtschaft demokratisch geplant wird, wenn nach den   Bed&#252;rfnissen der Menschen und nicht nach Profitinteressen produziert   wird, Krisen dauerhaft Geschichte sein werden.<\/p>\n<p>  Die Parteispitze darf nicht auf die Beteiligung an Regierungen mit der   Sozialabbau-Partei SPD schielen. Vielmehr ist der Austritt aus dem   arbeiterfeindlichen Berliner Senat &#252;berf&#228;llig. Wenn die Partei   stattdessen den Widerstand praktisch und inhaltlich mit aller Kraft   unterst&#252;tzt, wird sie nicht nur die Protestbewegung st&#228;rken, sondern   auch Zehntausende neuer Mitglieder gewinnen und bei den Wahlen &#8211; als   Alternative zu dem b&#252;rgerlichen Einheitsbrei &#8211; klar zulegen k&#246;nnen. n<\/p>\n<h5>  <i>Doreen Ullrich kandidiert bei den Aachener Kommunalwahlen im August   f&#252;r DIE LINKE auf Platz 2<\/i><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Widerstand und sozialistische Perspektive m&#252;ssen Bestandteil der<br \/>\n      Antikrisenpolitik der LINKEN sein\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,25],"tags":[213],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13088"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13088"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13088\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13088"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13088"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13088"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}