{"id":13082,"date":"2009-04-08T00:01:00","date_gmt":"2009-04-08T00:01:00","guid":{"rendered":".\/?p=13082"},"modified":"2009-04-08T00:01:00","modified_gmt":"2009-04-08T00:01:00","slug":"13082","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/04\/13082\/","title":{"rendered":"SAV-Sitz im Rathaus verteidigen"},"content":{"rendered":"<p>  Eigenst&#228;ndige Kandidatur in Rostock<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Seit die SAV mit Christine Lehnert bei den Kommunalwahlen 2004 den   ersten Ratssitz gewann, hat sich eins im Rostocker Rathaus ver&#228;ndert: Es   gibt nun eine Kraft in der B&#252;rgerschaft, die sich konsequent gegen   K&#252;rzungen, Privatisierungen und jegliche Verschlechterung bei der   Jugend, den Arbeitslosen und Besch&#228;ftigten einsetzt.<\/p>\n<h4>  <i>von Mar&#233;n Wiese, Rostock<\/i><\/h4>\n<p>  So brachte unsere Abgeordnete Ende 2004 einen Antrag f&#252;r ein   Sozialticket f&#252;r Hartz-IV-Empf&#228;ngerInnen ein, sowie einen weiteren gegen   Zwangsumz&#252;ge und Zwangsdienste. Am Tag der Abstimmung mobilisierten wir   150 Protestierende vor dem Rathaus und setzten so SPD und B&#252;ndnis 90   unter Druck, dass sie den Antr&#228;gen &#8211; wenn auch abgeschw&#228;cht &#8211; zustimmen   mussten. Damit war Rostock die erste Stadt in Deutschland, die gewisse   Verbesserungen f&#252;r die ALG-II-Empf&#228;ngerInnen beschloss.<\/p>\n<h4>  Verbesserungen durchgesetzt<\/h4>\n<p>  Anderes Beispiel: Als 2005 die Stadtoberen versuchten, das st&#228;dtische   Klinikum in der S&#252;dstadt zu privatisieren, gab es unter den   Besch&#228;ftigten, Personalrat und Bev&#246;lkerung eine klare Stimmung dagegen.   Unsere Abgeordnete brachte dies in die B&#252;rgerschaft ein und erreichte,   dass die Mehrheit der Stadtvertreter sich f&#252;r einen zweij&#228;hrigen   Privatisierungsstopp des Klinikums aussprach. Bis heute ist das Klinikum   in &#246;ffentlicher Hand.<\/p>\n<p>  Dar&#252;ber hinaus ist Christine Lehnert bei jedem Protest der Besch&#228;ftigten   vorm Rathaus zu finden, was ihr auch gro&#223;en Respekt bei KollegInnen   eingebracht hat.<\/p>\n<h4>  Rostocker LINKE<\/h4>\n<p>  Was ist der Unterschied zwischen unserer Abgeordneten und der   13-k&#246;pfigen Fraktion der LINKEN? Nun, die Linkspartei setzt auf einen   Ausgleich im Parlament &#8211; vor allem mit der SPD. Sie mobilisiert weder   ihre eigenen Anh&#228;nger noch Betroffene und wundert sich, wenn ihre   Antr&#228;ge &#8222;vertagt&#8220; werden.<\/p>\n<p>  2007 hob der von der Linkspartei gestellte Senator f&#252;r Soziales, Jugend   und Sport sogar das erk&#228;mpfte Sozialticket auf und verteidigte Ende   letzten Jahres die K&#252;rzung von 50.000 Euro bei der Hilfe f&#252;r Obdachlose.   Bei Letzterem zwang ihn unsere Abgeordnete dazu, &#246;ffentlich zuzugeben,   dass diese K&#252;rzung nicht umsetzbar ist, ohne die Gesamtarbeit zu   gef&#228;hrden. Aber weder er noch seine Fraktion DIE LINKE zogen daraufhin   die Beschlussvorlage zur&#252;ck.<\/p>\n<p>  Fast ein Jahr mussten wir f&#252;r die Wiedereinf&#252;hrung des Sozialtickets   k&#228;mpfen. Und auch die K&#252;rzung bei der Obdachlosenhilfe konnten wir   schlie&#223;lich r&#252;ckg&#228;ngig machen, nachdem unsere Abgeordnete unerm&#252;dlich   mit den Besch&#228;ftigten der Obdachlosenhilfe Antr&#228;ge schrieb, in allen   Aussch&#252;ssen das Thema vorbrachte und auch die Presse daf&#252;r   sensibilisierte.<\/p>\n<p>  Trotzdem haben wir f&#252;r die anstehende Kommunalwahl versucht, mit der   LINKEN &#252;ber eine m&#246;gliche gemeinsame Kandidatur gegen Privatisierung,   Stellenabbau und K&#252;rzungen zu reden. Leider war DIE LINKE zu keinem der   angebotenen Gespr&#228;che bereit. Dadurch ist die SAV &#8211; zusammen mit unseren   Unterst&#252;tzerInnen &#8211; zur erneuten eigenst&#228;ndigen Kandidatur gezwungen, um   sicherzustellen, dass mit Hilfe von Christine Lehnerts Position der   Widerstand &#8211; besonders jetzt in der Krise &#8211; gest&#228;rkt werden kann.   Nat&#252;rlich werden wir weiterhin bei jeder sich bietenden M&#246;glichkeit   versuchen, auch mit der LINKEN gemeinsam den Kampf gegen Sozialabbau,   gegen Kriegspolitik oder gegen Nazis zu f&#252;hren.<\/p>\n<h4>  Wahlkampf unterst&#252;tzen!<\/h4>\n<p>  Rosa Luxemburg sprach einmal davon, dass sozialistische Abgeordnete   &#8222;durchs Fenster&#8220; zur Bev&#246;lkerung drau&#223;en auf der Stra&#223;e sprechen m&#252;ssen.   Es ist manchmal sehr einsam f&#252;r unsere Abgeordnete in diesem Parlament.   Doch wenn dann st&#228;dtische Besch&#228;ftigte auf sie zukommen und ihre   Hoffnung ausdr&#252;cken, dass wir bei der kommenden Wahl mit mehr   Abgeordneten ins Rathaus einziehen, dann ist das Gef&#252;hl der Einsamkeit   schnell verflogen.<\/p>\n<p>  Wir rufen dazu auf, uns im Wahlkampf zu unterst&#252;tzen, damit nach der   Wahl am 7. Juni 2009 in Rostock wieder eine sozialistische Stimme   &#8222;durchs Fenster&#8220; des Rathauses zu h&#246;ren ist. n<\/p>\n<h5>  <i>Maren Wiese ist SAV-Ortsbeir&#228;tin im Rostocker Stadtteil Dierkow (Neu)<\/i><\/h5>\n<h4>  Christine Lehnert zum Plan, 400.000 Euro bei der Jugendarbeit in Rostock   zu k&#252;rzen<\/h4>\n<p>  &#8222;Angesichts einer Zeit, in welcher der Staat Milliarden f&#252;r Banken und   Wirtschaft aufbringt, macht es umso w&#252;tender, dass 400.000 Euro im   Jugendhilfebereich gestrichen werden sollen. Dies sind Peanuts im   Vergleich zu dem Geld, welches die Banken durch Spekulationen verbrannt   haben. Aber diese Peanuts erm&#246;glichen gesellschaftlich sinnvolle Arbeit   und diese muss verteidigt werden.<\/p>\n<p>  Ich rufe alle dazu auf, gemeinsam zu demonstrieren und diesen Protest   erst als Auftakt zu sehen, deutlich zu machen, dass wir nicht bereit   sind, f&#252;r die kapitalistische Krise zu zahlen &#8211; egal ob lokal oder   global!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Eigenst&#228;ndige Kandidatur in Rostock\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,104],"tags":[213],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13082"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13082"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13082\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}