{"id":13062,"date":"2009-03-18T00:01:36","date_gmt":"2009-03-18T00:01:36","guid":{"rendered":".\/?p=13062"},"modified":"2009-03-18T00:01:36","modified_gmt":"2009-03-18T00:01:36","slug":"13062","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13062\/","title":{"rendered":"Krisenerscheinungen in der Gastronomie"},"content":{"rendered":"<p>  Bericht eines Besch&#228;ftigten<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Wirtschaftskrise l&#228;sst auch das Gastgewerbe nicht unbehelligt. Laut   dem Unternehmerverband DEHOGA lagen die Ums&#228;tze 2008 in Restaurants,   Bars und Kneipen preisbereinigt 3,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  <i>von Erik Waldmann*, Besch&#228;ftigter in einem Steakrestaurant<\/i><\/h4>\n<\/p>\n<p>  Vor allem im vierten Quartal gingen sie in den Keller. Im Dezember gar   um 6,2 Prozent.<\/p>\n<p>  Die Erkl&#228;rung der wirtschaftlichen Situation ist aus Sicht vom DEHOGA   verbl&#252;ffend einfach: &#8222;T&#228;glich neue Hiobsbotschaften in den Medien und   negative Vorhersagen dr&#252;ckten die Konsumlaune der Verbraucher.&#8220; F&#252;r die   mangelnde Konsumlaune der Verbraucher sind also nicht etwa die   Unternehmer mit ihren Hungerl&#246;hnen verantwortlich, sondern die   Konsumenten, die sich von den Medien beeinflussen lassen. Wer solche   &#214;konomen als Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Stellenabbau bei Maredo<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Auf &#228;hnlich einfache Art und Weise lief eine Personalversammlung der   Steakhauskette Maredo in Dresden ab. Kurz und schmerzvoll wurden der   Belegschaft sinkende Ums&#228;tze und zu hohe Personalkosten mitgeteilt, was   eine Halbierung der Besch&#228;ftigten unumg&#228;nglich maf&#252;rche. Um nicht   vollst&#228;ndig das Gesicht zu verlieren, d&#252;rfen die Kollegen, welche nicht   das Gl&#252;ck haben jetzt f&#252;r zwei zu arbeiten, in das neue Prestigeobjekt   von Maredo an der Frauenkirche, das im Mai er&#246;ffnet, malochen gehen. Von   den &#220;briggebliebenen wird gr&#246;&#223;ere &#8222;Flexibilit&#228;t&#8220; verlangt. Ein paar   wenige Teilzeitkr&#228;fte d&#252;rfen sich auf paradiesische Arbeitsbedingungen   freuen und stocken die halbierte Belegschaft geringf&#252;gig auf.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Arbeitsplatzabbau trotz Gewinnen<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Die Wirtschaftskrise war selbstverst&#228;ndlich Teil der Argumentation und   musste als Vorwand f&#252;r die Einschnitte herhalten. Neben dem ganzen   Gejammer fiel v&#246;llig unter den Tisch, dass die Filiale Dresden weiterhin   schwarze Zahlen schreibt, was nichts anderes bedeutet als eine   Gewinnmaximierung auf Kosten der Kollegen zu betreiben.<\/p>\n<p>  Warum die Krise in dem einen Betrieb zu Umsatzr&#252;ckg&#228;ngen f&#252;hrt, im   Neuer&#246;ffneten aber f&#252;r sprudelnde Profite sorgen soll wird wohl das   Geheimnis von Maredo bleiben.<\/p>\n<p>  Weiterhin unklar ist, warum denn der Satz &#8222;G&#228;ste sichern unsere   Arbeitspl&#228;tze&#8220; (welcher aus verst&#228;ndlichen Gr&#252;nden ausnahmsweise mal   nicht ausgesprochen wurde) pl&#246;tzlich nichts mehr wert ist. Stattdessen   machte der Regionaldirektor klar worum es denn nun eigentlich geht:   &#8222;Maredo ist ein Unternehmen und will wirtschaftlich arbeiten. Das m&#252;ssen   sie verstehen.&#8220; Deutlicher kann man das kapitalistische Primat kaum mehr   zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Gegenwehr organisieren<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Ob nun bei Maredo, VW oder Continental, &#252;berall m&#252;ssen die Besch&#228;ftigten   f&#252;r die Krise im kapitalistischen System gerade stehen. Damit dies nicht   auf ewig so weiter geht sind die Demos am 28. M&#228;rz in Frankfurt und   Berlin unf die DGB-Demo am 16. Mai wichtige erste Schritte. Allein von   Demonstrationen lassen sich die Herrschenden allerdings nicht   beeindrucken. Notwendig sind als schnell darauf folgende Schritte   Generalstreiks wie in Frankreich und Griechenland.<\/p>\n<\/p>\n<h5>  <i>* Name ge&#228;ndert<\/i><\/h5>\n<\/p>\n<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bericht eines Besch&#228;ftigten\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,78,127],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13062"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13062"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13062\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13062"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}