{"id":13060,"date":"2009-03-13T16:10:00","date_gmt":"2009-03-13T16:10:00","guid":{"rendered":".\/?p=13060"},"modified":"2009-03-13T16:10:00","modified_gmt":"2009-03-13T16:10:00","slug":"13060","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13060\/","title":{"rendered":"Stoppt die Abschiebung von KurdInnen nach Syrien"},"content":{"rendered":"<p>  Demonstration und Hungerstreik in Berlin<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Am ersten Januar trat das syrisch-deutsche R&#252;ck&#252;bernahmeabkommen in   Kraft. Dieses Abkommen regelt die Ausweisung von syrischen   Staatsb&#252;rgern, betroffen sind vor allem syrische Kurden und Fl&#252;chtlinge   aus Drittl&#228;ndern die &#252;ber Syrien nach Deutschland kamen und bereitet den   Boden f&#252;r Massenabschiebungen vor.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  <i>von Johannes Burcyk, Berlin<\/i><\/h4>\n<h4>  <\/h4>\n<p>  Mittlerweile ergingen gegen ca. 5700 syrische Staatsangeh&#246;rige   Abschiebe- und Ausweisungsma&#223;nahmen. Ihnen droht die Abschiebung in ein   Land in dem das herrschende Regime der kurdischen Minderheit die   elementarsten B&#252;rgerrechte verweigert und jede Bewegung f&#252;r   demokratische und kulturelle Rechte der Kurden mit brutaler Repression   &#252;berzieht.<\/p>\n<p>  Dieses Abschiebeabkommen mit Syrien ist das erste dieser Art das   zwischen Deutschland und einem arabischen Staat geschlossen wurde.   Obwohl selbst das deutsche Ausw&#228;rtige Amt betont, dass es sich bei   Syrien um einen Staat handelt in dem es &#8222;F&#228;lle von Folter und   Misshandlungen von Gefangenen und &quot;Verschwindenlassen&quot; von Personen,   deren Verbleib erst nach Wochen oder Monaten festgestellt werden kann&#8220;   gibt &#228;u&#223;erte sich der deutsche Innenminister Sch&#228;uble zum Abkommen   zufrieden: Das Abkommen entspreche modernen europ&#228;ischen Standarts und   sei ein wirksamer Beitrag zur Bek&#228;mpfung von illegaler Migration.   Ausdr&#252;cklich lobte das Innenministerium die vertrauensvolle   Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung. Es habe nur eine   Verhandlungsrunde gebraucht um sich auf das Abkommen zu verst&#228;ndigen.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Doch gegen diese Abschiebepolitik regt sich Protest: Seit dem 23.   Februar befinden sich mehrere syrische Kurden in Berlin im Hungerstreik.   Um diese zu unterst&#252;tzen und an den Jahrestag der Niederschlagung   kurdischer Proteste in Syrien am 12. M&#228;rz 2004 zu erinnern veranstaltete   das &#8222;Komitee f&#252;r Zusammenarbeit der syrischen Kurden&#8220; am 13. M&#228;rz in   Berlin eine Demonstration vom Innenministerium zur syrischen Botschaft   an der sich ca. 500 Menschen beteiligten. Zu den Rednern bei der   Auftaktkundgebung geh&#246;rte, neben Vertretern der kurdischen Vereine und   der Partei Die Linke auch Sascha Sanicic, der Bundessprecher der SAV. In   seiner Rede prangerte er die heuchlerische Politik der Bundesregierung   an, die einerseits von Menschenrechten schwadroniere- andererseits keine   Skrupel kenne Menschen in Folterregime abzuschieben. Er forderte die   Aufhebung des Verbotes kurdischer Vereine und betonte die Notwendigkeit   des gemeinsamen Kampfes von Kurden und Deutschen gegen Abschiebungen und   rassistische Sondergesetze. Dieser Kampf, so Stanicic, k&#246;nnen letzlich   nur erfolgreich sein wenn er sich gegen die Ursache von rassistischer   Spaltung und Unterdr&#252;ckung, das kapitalistische System insgesamt richte.   Er forderte Gewerkschaften und DIE LINKE zu aktiver Solidarit&#228;t mit den   kurdischen Betroffenen auf.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Wir fordern alle LeserInnen zu aktiver Solidarit&#228;t auf. Sendet   Protestbriefe an Innenminister Sch&#228;uble an die Emailadresse   poststelle@bmi.bund.de , Kopien der Schreiben bitte an   sascha@sozialismus.info .<\/h4>\n<h4>  <\/h4>\n<h4>  Die Hungerstreikenden kann man vor dem Innenministerium besuchen. Die   Adresse lautet Alt Moabit 101 D, U-Bahnlinie 9 bis Turmstra&#223;e.<\/h4>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/syr1.jpg\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/syr2.jpg\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/syr3.jpg\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/syr4.jpg\">  <\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/z\/syr5.jpg\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Demonstration und Hungerstreik in Berlin\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13060"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13060"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13060\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}