{"id":13055,"date":"2009-03-15T00:00:04","date_gmt":"2009-03-15T00:00:04","guid":{"rendered":".\/?p=13055"},"modified":"2009-03-15T00:00:04","modified_gmt":"2009-03-15T00:00:04","slug":"13055","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13055\/","title":{"rendered":"Wie kann die Wirtschaftskrise bek&#228;mpft werden?"},"content":{"rendered":"<p>  F&#252;r ein sozialistisches &#220;bergangsprogramm!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Wie k&#246;nnen die Menschen aus der Arbeiterklasse gegen die Auswirkungen   der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren k&#228;mpfen?   Massenentlassungen sind in den f&#252;hrenden kapitalistischen L&#228;ndern und   auch weltweit schon an der Tagesordnung . Die Bosse und ihre Regierungen   sind in der Offensive, um die Arbeiterklasse und gro&#223;e Teile der   Mittelschichten f&#252;r die Katastrophe zahlen zu lassen, die sie geschaffen   haben.<\/p>\n<h4>  von Peter Taaffe<\/h4>\n<p>  Der Weltkapitalismus ist in einer Sackgasse und seine seri&#246;sen Vertreter   sehen keinen schnellen Ausweg. Man kann es sich aussuchen; von den   d&#252;steren Wirtschaftsvorhersagen von Alistair Darling, dem britischen   Schatzkanzler &#8211; &#8218;die schlimmste seit 60 Jahren&#8217; &#8211; zu Ed Balls, dem   Schulminister in der Regierung von New Labour, der sagt, es sei die   schlimmste seit 100 Jahren! Die meisten kapitalistischen Kommentatoren   stimmen nun mit unserer Analyse &#252;berein, dass es mindestens die   schlimmste Wirtschaftskrise seit der gro&#223;en Depression der 1930er Jahre   ist und diese sogar &#252;bertreffen kann.<\/p>\n<p>  In gewissem Sinne ist diese Krise potentiell sogar schlimmer als damals.   Das Ausma&#223; der kapitalistischen Globalisierung, die zu diesem Krach   f&#252;hrte, ist viel gr&#246;&#223;er und umfassender als es in den so genannten   &#8218;goldenen Zwanzigern&#8217; vor 1929 war. Aus diesem Grund ist es schon die   internationalisierteste, am meisten verallgemeinerte Wirtschaftskrise in   der Geschichte. Die USA, Westeuropa, Japan, Osteuropa, Russland, Asien,   Australien\/Ozeanien und Lateinamerika &#8211; alle sind von dem   wirtschaftlichen Strudel nach unten gezogen worden. Er hat sich mit   einer Schnelligkeit und Bedrohlichkeit entwickelt, der sogar die   Anfangsphasen der Depression der 30er Jahre &#252;bertrifft.<\/p>\n<p>  Die Krise begann damals an den B&#246;rsen, dehnte sich auf den Finanzsektor   aus und unerbittlich in die so genannte &#8218;Realwirtschaft&#8217;. Die heutige   Krise wurde durch die finanzielle Kernschmelze ausgel&#246;st, fra&#223; sich in   die Industrie und kehrt jetzt in den Finanzsektor zur&#252;ck. Aber die   vollen Auswirkungen wurden damals erst im Laufe der Zeit sp&#252;rbar &#8211; im   Fall von Frankreich zwei oder drei Jahre sp&#228;ter &#8211; w&#228;hrend diese Krise   mit einem Tempo und einer H&#228;rte zugeschlagen hat, die die Vertreter des   Weltkapitalismus entsetzt oder gar demoralisiert hat. Was 1929 drei   Jahre dauerte, k&#246;nnte sich jetzt in einem Jahr entwickeln.<\/p>\n<p>  Diese Krise ist von &#220;berproduktion gekennzeichnet; einer Warenflut, mit   der die Bosse durch Massenarbeitslosigkeit der Arbeiterklasse fertig   werden wollen. Aber sie f&#252;hrt auch zu &#8218;&#220;berproduktion&#8217; selbst unter   Teilen der Mittelschicht (im Englischen wird der Begriff Mittelschicht   nicht nur f&#252;r Selbst&#228;ndige, sondern auch f&#252;r besser verdienende Teile   der Arbeiterklasse gebraucht, Anm. d. &#220;.) , die zusammen mit   ArbeiterInnen gefeuert werden. Mit anderen Worten macht die   Proletarisierung der Zwischenschichten, ein Merkmal des Kapitalismus   selbst im Boom, einen qualitativen Schritt vorw&#228;rts. Dies wiederum   untergr&#228;bt die sozialen Reserven des Kapitalismus.<\/p>\n<h4>  Kapitulation der Arbeiterorganisationen<\/h4>\n<p>  Die Kapitalisten zittern vor den sozialen Folgen bevorstehender weiterer   wirtschaftlicher Implosionen. Ihr einziger Trost ist, dass sie vor   keiner organisierten Herausforderung durch die Arbeiterklasse stehen   wegen der politischen Enthauptung der fr&#252;heren Arbeiterorganisationen   durch F&#252;hrer wie Tony Blair in Gro&#223;britannien und ihre   sozialdemokratischen Vettern in Europa und anderswo. Sie liefen nach dem   Zusammenbruch des Stalinismus und dem folgenden prokapitalistischen   ideologischen Tsunami komplett auf die Seite der Bourgeoisie &#252;ber. Das   Ergebnis ist, dass die Masse der Arbeiterklasse angesichts der gr&#246;&#223;ten   Herausforderung seit Menschengedenken f&#252;r ihre hart erk&#228;mpften Rechte   und Bedingungen politisch entwaffnet ist.<\/p>\n<p>  Als die Kapitalisten den Deckmantel der Krise genutzt haben, den   ArbeiterInnen den Stiefel ins Genick zu setzen, ist die Massenwut sowohl   in den Betrieben als auch auf den Stra&#223;en mangels F&#252;hrung und   Organisation spontan ausgebrochen. Dies passierte in Irland, als die   Regierung versuchte, Gesundheitsleistungen f&#252;r die Alten abzuschaffen.   Darauf folgten w&#252;tende Proteste einschlie&#223;lich Besetzungen bzw. der   Drohungen damit bei Waterford Crystal und Dell, als das brutale Kapital   ganze Fabriken mit so schlie&#223;en wollte, wie man eine   Streichholzschachtel zu macht. Dieselben emp&#246;rten Szenen konnte man beim   Ende der Wochenendschicht beim BMW-Mini-Werk in Cowley, Oxford, sehen,   als es beispiellose Proteste gab, einschlie&#223;lich erster K&#228;mpfe zwischen   ArbeiterInnen und Vorgesetzten. Aber damit diese elementare Revolte der   Arbeiterklasse zu einer dauerhaften Bewegung f&#252;hrt sind ein klares   Programm, einschlie&#223;lich Kampfparolen, und Organisation n&#246;tig.<\/p>\n<p>  Der Arbeiterklasse und den Armen weltweit wurde die neoliberale Politik   aufgezwungen. Dies wurde durch die Kapitulation, an der sich auch die   Gewerkschaftsf&#252;hrer beteiligten, verst&#228;rkt. Die Bourgeoisie musste nicht   l&#228;nger &#252;ber die Schulter schauen, was die organisierte Arbeiterklasse   machte, oder eine Revolte der Arbeiterbewegung f&#252;rchten. Dadurch war sie   in ihrer wilden Jagd hin zu einem unregulierten Kapitalismus   unbeschr&#228;nkt. Die fr&#252;heren F&#252;hrer der Arbeiterorganisationen erwiesen   sich als f&#252;nftes Rad am Wagen des Neoliberalismus. Die totale Feigheit   der Gewerkschaftsf&#252;hrer ist offenkundig in der Kapitulation vor den   Bossen und ihren Regierungen, w&#228;hrend diese versuchen, die Verantwortung   f&#252;r die Krise der Arbeiterklasse und den Armen auf die Schultern zu   laden.<\/p>\n<p>  Den Massen ist recht klar, wer verantwortlich ist. In Italien haben die   Sch&#252;lerInnen, die ein Stimmungsbarometer f&#252;r Entwicklungen von unten   sind, auf Demonstrationen gerufen: &#8218;Wir werden nicht f&#252;r eure Krise   zahlen&#8217;. Was f&#252;r ein Kontrast zu der kriecherischen Haltung der   Gewerkschaftsf&#252;hrer, w&#228;hrend auf allen Seiten Fabriken dicht gemacht   werden und wir von den Spitzen der Arbeiterbewegung nur von der   Notwendigkeit &#8218;geteilter Opfer&#8217; h&#246;ren. Leo Trotzki schrieb in den 1930er   Jahren, dass die Krise, vor der die Arbeiterklasse und in der Tat die   Menschheit stand, sich in der Krise der F&#252;hrung der   Arbeiterorganisationen zusammenfasse. Aber der Unterschied heute ist,   dass wir nicht nur eine Krise der F&#252;hrung haben, sondern auch eine der   Organisierung der Arbeiterklasse, oder ihres Fehlens, und ebenso eines   klaren Programms.<\/p>\n<p>  Nie in der Geschichte war die Kluft &#8211; die &#8218;Schere&#8217; &#8211; zwischen der   objektiven Lage des Kapitalismus in der Krise und dem Erscheinungsbild   der Arbeiterklasse, seinem Mangel an Organisation, besonders politischer   Massenparteien, so deutlich. Angesichts des unaufh&#246;rlichen   Propagandasperrfeuers, der Realit&#228;t neoliberaler Politik &#252;ber 30 Jahre   und dem Fehlen einer politischen und wirtschaftlichen Alternative ist es   unausweichlich, dass es trotz der Tiefe der Krise immer noch einen Rest   Zustimmung zum &#8218;Markt&#8217; gibt, sogar in der Arbeiterklasse. Viele sind   durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch wie gel&#228;hmt. Bei vielen   ArbeiterInnen klingt die Sicht nach, dass die gegenw&#228;rtige Krise   sp&#228;testens Ende n&#228;chsten Jahres vor&#252;ber sei und wir dann ins sonnige   wirtschaftliche Hochland zur&#252;ckkehren k&#246;nnten.<\/p>\n<h4>  Tr&#252;be wirtschaftliche Aussichten<\/h4>\n<p>  Diese Illusionen werden von der &#8218;popul&#228;ren&#8217; Presse und einem Fl&#252;gel der   b&#252;rgerlichen &#214;konomen und Kommentatoren gen&#228;hrt. Ein anderer Teil hat   jedoch die Schlussfolgerung gezogen, dass diesmal die Party wirklich   vorbei ist. Zum Beispiel erkl&#228;rte Sean O&#8217;Grady von der Zeitung   &#8222;Independent&#8220; im Januar deutlich: &#8222;Hohe Arbeitslosigkeit wird bleiben&#8221;.   In der Gro&#223;en Depression in Amerika fiel die Arbeitslosigkeit erst 1943   wieder auf das Niveau von 1929, als die US-Wirtschaft durch den   verheerenden Zweiten Weltkrieg aus dem wirtschaftlichen Sumpf gezogen   wurde. Vor dieser Perspektive muss man die Bem&#252;hungen der   Obama-Pr&#228;sidentschaft sehen, wenn sie mit der Lawine von   Arbeitsplatzvernichtung und Entlassungen k&#228;mpft, die auf 600.000 pro   Monat steigen. Die Arbeitslosigkeit in den USA und Gro&#223;britannien   k&#246;nnten im n&#228;chsten Jahr auf 10 Prozent der Erwerbspersonen steigen. Im   modernen Kontext w&#252;rden die Auswirkungen davon einer Depression   gleichkommen.<\/p>\n<p>  Die Lage in anderen Teilen der Welt ist eher schlechter, paradoxerweise   besonders in Teilen Europas, das angeblich immun sein sollte. Die   Verlautbarungen der Europ&#228;ischen Zentralbank, dass die Eurozone den   schlimmsten Wirkungen des Virus, der von der US-Wirtschaft ausgehe,   entgehen w&#252;rde, haben sich in Rauch aufgel&#246;st. Der Kontinent wurde   ebenso wie Japan von der allgemeinen Implosion des Weltkapitalismus   erfasst. Die j&#252;ngsten Vorhersagen f&#252;r Japan sind, dass das   Bruttoinlandsprodukt um fast 10 Prozent fallen k&#246;nnte. Die gro&#223;e   exportorientierte Maschine Japans kommt zum Stillstand. Sie fiel in den   letzten drei Monaten des Jahres 2008 um 3.3 Prozent, mit einer   Jahresrate von 12,7 Prozent. Ihm folgt Deutschland, die wirtschaftliche   Triebkraft Europas, w&#228;hrend kleinere M&#228;chte auf dem Kontinent &#8211; Irland,   Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Gro&#223;britannien &#8211; in Gefahr   sind, Island in den Staatsbankrott zu folgen.<\/p>\n<p>  F&#252;r die Massen ist es, als w&#228;re es warm und sonnig an einem Tag und   d&#252;sterer, dunkler Winter am n&#228;chsten, ohne Herbst dazwischen. Das   Schicksal von Spanien, dessen Orgie von schuldengetriebenem Bau- und   Wohnungsboom, wie in Irland, weiter ging als die meisten, fasst sich   zusammen in der Geschichte von Zaragoza, die im &#8222;Observer&#8220; im Februar   erschien. Der Zusammenbruch des Baubooms bedeutet, dass die   Arbeitslosigkeit in der Stadt um 75 Prozent in einem Jahr empor   geschnellt ist. Spanien k&#246;nnte erleben, dass die Arbeitslosigkeit von   schon unakzeptablen 14 Prozent (3,3 Millionen ArbeiterInnen) auf 20   Prozent Ende dieses Jahres ansteigen k&#246;nnte. Die Arbeiterklasse ist   w&#252;tend, dass sie die Last tragen wird. Protestierende kommen zu   Zehntausenden auf die Stra&#223;en und fordern &#8218;Streik! Streik! Streik!&#8217;<\/p>\n<p>  Spanien ist nur ein Beispiel f&#252;r das, was in einer Reihe von L&#228;ndern,   einschlie&#223;lich Gro&#223;britannien, passieren k&#246;nnte, was schlie&#223;lich   revolution&#228;re Explosionen hervorrufen k&#246;nnte. Wenn es keine bewusste   F&#252;hrung gibt, dann wird es zu Krawallen kommen und ein Teil der jungen   Menschen kann m&#246;glicherweise sogar verleitet werden, den Weg des   Terrorismus zu beschreiten, der eine v&#246;llige Sackgasse ist. Die   explosiven Ereignisse in Griechenland enth&#252;llten, dass anarchistische   und terroristische Stimmungen bei einem kleinen Teil in einem gewissen   Stadium sichtbar werden. Massenaktion, befreit von dem l&#228;hmenden   Einfluss opportunistischer F&#252;hrer, ist der einzige Weg vorw&#228;rts.<\/p>\n<h4>  Der britische &#214;lraffineriestreik: Verwirrung und Klarheit<\/h4>\n<p>  Ein Ausdruck der Entr&#252;stung war sogar in dem Ausbruch von Streiks von   unten der BauarbeiterInnen in den &#214;lraffinerien und Kraftwerken in   Gro&#223;britannien enthalten. Dies war wie ein Laborversuch beim Messen des   Bewusstseins der Arbeiterklasse und dem Umgang verschiedener politischer   Str&#246;mungen damit. Angesichts der &quot;dunklen Nacht des Neoliberalismus&quot;   w&#228;re es v&#246;llig utopisch, nicht zu erwarten, dass Elemente von   Nationalismus und sogar Rassismus im Bewusstsein mancher ArbeiterInnen,   in manchen F&#228;llen vielleicht der Mehrheit, vorhanden w&#228;ren. In diesem   Konflikt war dies jedoch nicht der Fall, wie wir in unserer   Wochenzeitung, &#8222;The Socialist&#8220;, gezeigt haben. Es war wesentlich ein   Streik gegen den kapitalistischen &#8218;Wettlauf nach unten&#8217;, der den   Besch&#228;ftigten Sklavenarbeitsl&#246;hne aufzwingen soll, was von den Bossen im   europ&#228;ischen Ma&#223;stab durch arbeiterfeindliche Gesetzgebung, das   Europ&#228;ische Entsendegesetz und die EU selbst organisiert wird.<\/p>\n<p>  In den K&#246;pfen mancher ArbeiterInnen wurde das hin zum Nationalismus   verzerrt, was in der Parole &#8218;Britische Jobs f&#252;r Britische Arbeiter&#8217; zum   Ausdruck kam. Die Parole wurde urspr&#252;nglich von Premierminister Gordon   Brown bei einer New-Labour-Parteitagsrede gepr&#228;gt und war ein Versuch,   die rechtsextreme British National Party (BNP) rechts zu &#252;berholen. Ohne   klare Leitung durch die F&#252;hrung ist so eine anf&#228;ngliche Reaktion von   ArbeiterInnen, nicht nur in Gro&#223;britannien, sondern auch anderswo, keine   &#220;berraschung. Aber dies war ein untergeordnetes Merkmal des Streiks und   es wurde schnell durch die Intervention bewussterer SozialistInnen,   besonders der Socialist Party, ausgehebelt, die f&#252;r gleiche Rechte,   L&#246;hne und Arbeitsbedingungen f&#252;r zugewanderte ArbeiterInnen k&#228;mpften. In   der Russischen Revolution f&#252;rchtete der zaristische Generalstab die   Anwesenheit der Bolschewiki, die wie ein &#8218;Kristall in einer ges&#228;ttigten   L&#246;sung&#8217; wirken k&#246;nnten, wie es Trotzki formulierte, die in einer   angeheizten Atmosph&#228;re die Mehrheit auf ihre Seite ziehen k&#246;nnten. Wir   erlebten etwas &#196;hnliches in diesem Streik, als SozialistInnen und   MarxistInnen, manche aus der Socialist Party, jedes Element von   Nationalismus oder Rassismus v&#246;llig aushebelten. Klare Solidarit&#228;t mit   den zugewanderten ArbeiterInnen wurde ausgedr&#252;ckt, auch ein Flugblatt   auf Italienisch gedruckt und entschlossen gefordert, dass alle   ArbeiterInnen f&#252;r ihre Arbeit Tarifl&#246;hne bekommen.<\/p>\n<p>  Wie vorauszusehen war, hatten manche linksextremen Gruppen, die keine   wirkliche Verankerung in der Abeiterklasse und nicht mal ein Ohr f&#252;r die   wirklichen Stimmungen der ArbeiterInnen haben, in diesem Streik eine   v&#246;llig falsche Position. Zum Beispiel die Socialist Workers Party (SWP   [in Deutschland &#8222;Marx 21&#8220; &#8211; der &#220;bersetzer]), konzentrierte sich auf   Kritik und stellte &#8218;Britisch Arbeitspl&#228;tze f&#252;r britische Arbeiter&#8217; als   Hauptmerkmal des Streiks heraus. Beiseite gekehrt wurde, dass die   BNP-Mitglieder, die bei den Streikposten aufkreuzten, von den   ArbeiterInnen weggejagt wurden. Obendrein erreichte der Streik ein   Element von Arbeiterkontrolle und Gewerkschaftsbeteiligung bei der   Jobvergabe, was hervorragend ist. Nat&#252;rlich macht eine Schwalbe noch   keinen Sommer, aber die ArbeiterInnen in dieser Branche und anderswo   haben jetzt ein lebendiges Beispiel, wie man f&#252;r die Verteidigung des   Lebensstandards von ArbeiterInnen k&#228;mpft und gleichzeitig nationale oder   rassistische Spaltungen in einer komplizierten Lage &#252;berwindet und   tats&#228;chlich einen Sieg f&#252;r die Arbeiterklasse sichert.<\/p>\n<p>  Nach dem Streik hat der &#8218;Schlichtungs&#8217;dienst ACAS gefolgert, dass die   ausl&#228;ndischen Vertragsarbeiter nicht niedrigere L&#246;hne erhalten h&#228;tten,   als die britischen ArbeiterInnen. Dies ist nicht wahr, aber was v&#246;llig   vergessen wird ist, dass Besch&#228;ftigte von Subunternehmern formell   manchmal dasselbe wie &#8218;einheimische&#8217; oder unbefristet Besch&#228;ftigte an   Wochen- oder Monatsl&#246;hnen erhalten. Aber sie erhalten keine Bezahlung   f&#252;r Unterbrechungen, Urlaub oder die Zusatzleistungen, die die Bosse   weltweit zu beseitigen versuchen als ein Mittel, ihre Rentabilit&#228;t zu   steigern. Dasselbe gilt f&#252;r diesen Arbeitskampf. Dies wurde von ACAS   versteckt und von den Gewerkschaftshauptamtlichen heruntergespielt, die   sich w&#228;hrend des Streiks nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Sie waren   haupts&#228;chlich damit besch&#228;ftigt, sich von inoffiziellen Aktionen zu   distanzieren, die Gro&#223;britanniens drakonischen Antigewerkschaftsgesetzen   nicht entsprachen. In diesem Konflikt gab es vor allem ein positives   Ergebnis und die untergeordneten Merkmale von Nationalismus wurden durch   eine Verbindung der Erfahrung der ArbeiterInnen im Kampf und der   Intervention von SozialistInnen und MarxistInnen beiseite gefegt.<\/p>\n<p>  Die meisten linksextremen Gruppen haben keine Vorstellung, wie sich die   Massenbewegung entwickeln wird, besonders vor dem Hintergrund des   Charakters der letzten Periode. Sie wird nicht perfekt und abgerundet   sein, sondern, wie Oliver Cromwell sich beschrieb, mit &#8218;Warzen und   allem&#8217;. Wenn diese Ultralinken zu Beginn der russischen Revolution von   1905 pr&#228;sent gewesen w&#228;ren, w&#228;re ihr Ausgangspunkt zweifellos gewesen,   Vater Gapon zu verurteilen, den Priester, der anf&#228;nglich die Massen in   der ersten Demonstration unter der Zarenflagge anf&#252;hrte, mit einer   Petition an &#8222;V&#228;terchen&#8220; Zar. Im Unterschied zu Wladimir Lenin, der auf   Teilnahme an der Bewegung dr&#228;ngte und in den Anfangsphasen der   Revolution sogar mit Gapon diskutierte und zusammenarbeitete, h&#228;tten sie   gefordert dass der Priester als Vorbedingung f&#252;r ihre Teilnahme von der   Demo entfernt wird! Wie h&#228;tten sie auf James Larkin reagiert, der 1907   [in Irland &#8211; der &#220;bersetzer] Massendemonstrationen von katholischen und   protestantischen ArbeiterInnen, die orange und gr&#252;ne B&#228;nder trugen, im   gemeinsamem Kampf gegen die Bosse organisierte?<\/p>\n<p>  Es ist notwendig, dass SozialistInnen vor allem wegen der Periode, die   wir durchlaufen haben, geschickt das bestehende politische   Erscheinungsbild der Arbeiterklasse ber&#252;cksichtigen, ohne irgendwelche   Zugest&#228;ndnisse an rassistische oder nationale Vorurteile zu machen. Wir   haben nicht den Luxus des russischen Weisen, der auf die Frage &#8222;Wie   komme ich nach Moskau?&#8220; antwortete: &#8222;An deiner Stelle w&#252;rde ich die   Reise nicht hier beginnen&#8220;. Besonders nach einer Periode von angeblichem   sozialen Frieden tritt die Arbeiterklasse nie in voller R&#252;stung in den   Kampf wie Athene aus dem Kopf des Zeus.<\/p>\n<h4>  Bitterer Klassenhass<\/h4>\n<p>  In der Arbeiterklasse staut sich Wut auf, die durch die halb   aufst&#228;ndische Stimmung in Griechenland letztes Jahr und die kolossalen   Anti-Sarkozy-Streiks, die Frankreich am 29. Januar ersch&#252;tterten,   angezeigt wird. Vor nicht so langer Zeit h&#246;hnte Nicolas Sarkozy: &#8222;Wo   sind die Streiks?&#8220; angesichts seiner Angriffe auf die Arbeiterklasse und   Jugend. Er erhielt seine Antwort in der elementaren Revolte, die durch   diese Streiks angezeigt wurde, die an Breite und Beteiligung weit   &#252;bertrafen, was von den Organisatoren in der Gewerkschaftsf&#252;hrung   vorhergesehen worden war. &#220;ber zwei Millionen ArbeiterInnen str&#246;mten auf   die Stra&#223;en der St&#228;dte Frankreichs. Sarkozy f&#252;hlte die zugrunde liegende   explosive Stimmung vor den Streiks und machte sofort Zugest&#228;ndnisse an   die Sch&#252;lerInnen, um der Bewegung die Spitze zu nehmen. Das verhinderte   nicht, dass Streiks stattfanden, die ein Hauch von 1968 waren.<\/p>\n<p>  Es gibt aber selbst in Frankreich, das immer noch politisch zur Vorhut   der Arbeiterbewegung in Europa geh&#246;rt, wichtige Unterschiede zwischen   dem Erscheindungsbild der franz&#246;sischen Arbeiterklasse 1968 und jetzt.   Paradoxerweise ist die wirtschaftliche Lage f&#252;r den Kapitalismus heute   viel schlimmer als 1968, als der gr&#246;&#223;te Generalstreik in der Geschichte   vor dem Hintergrund eines fortgesetzten Booms stattfand. Damals gab es   ein breites sozialistisches und sogar ein revolution&#228;res Bewusstsein   unter ArbeiterInnen und Studierenden. Angesichts dessen, was in den   letzten drei Jahrzehnten geschehen ist, zusammen mit der Kapitulation   der F&#252;hrer der Arbeiterorganisationen vor dem Kapitalismus, auf die wir   hingewiesen haben, hinkt die Stimmung unvermeidlich hinter der von 1968   her. Es gibt ein gemischtes Erscheinungsbild und eine gewisse politische   Verwirrung.<\/p>\n<p>  Zweifellos gibt es einen verallgemeinerten bitteren Klassenhass &#252;berall   in den fortgeschrittenen kapitalistischen L&#228;ndern auf die, die als die   Haupturheber der gegenw&#228;rtigen Wirtschaftskatastrophe gesehen werden,   besonders gegen die Finanziers und Banker. Halb&#246;ffentliche Prozesse   haben im britischen Parlament und US-Kongress stattgefunden. Der Zorn   der Massen dr&#252;ckte sich in Frankreich auf den Stra&#223;en aus, aber auch   hier war er anf&#228;nglich sichtbar gegen die Banker und die Figur Sarkozy   gerichtet, trotz seiner demagogischen Versuche, sich von den Bankern zu   distanzieren. Wenn es selbst in Frankreich kein breites   antikapitalistisches Bewusstsein gibt, dann ist das in anderen   europ&#228;ischen L&#228;ndern vielleicht noch weniger der Fall.<\/p>\n<p>  In Griechenland ist die Lage etwas anders, wo schon ausgepr&#228;gte Elemente   einer vorrevolution&#228;ren Lage vorhanden sind. Dies spiegelt sich in dem   v&#246;lligen Bankrott der griechischen Bourgeoisie und ihres Staats wider,   der Verzweiflung der Masse der Arbeiterklasse und Jugend &#252;ber ihre   Lebensverh&#228;ltnisse voller Armut und ihrer Kampfbereitschaft, wie sie   sich in drei Generalstreiks bisher zeigt. Sie spiegelt sich auch in der   v&#246;lligen Unf&#228;higkeit der offiziellen Parteien des Kapitalismus &#8211; Neue   Demokratie und die ex-sozialistische PASOK &#8211; und dem entsprechenden   Aufstieg einer neuen Arbeiterpartei, SYRIZA, wider. Dies ist verbunden   mit der d&#252;steren wirtschaftlichen Zukunft, vor der Griechenland steht.   Die wirtschaftliche Lage ist so verzweifelt, dass seine Wirtschaft von   der Ratingagentur Moody&#8217;s herabgestuft wurde, was ein Vorzeichen f&#252;r die   Weigerung kapitalistischer Investoren sein k&#246;nnte, Staatsanleihen zu   kaufen. Dies k&#246;nnte zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch f&#252;hren und   dazu, dass Griechenland die Eurozone verl&#228;sst oder aus ihr   ausgeschlossen wird.<\/p>\n<p>  Es k&#246;nnte auch der Vorbote einer Reihe teilweiser oder richtiger   Staatsbankrotte sein, wie es sie in den 1930er Jahren in Europa und   neokolonialen Regionen wie Lateinamerika gab. Sehr leicht k&#246;nnten sich   Spanien, Portugal und selbst Irland Griechenland anschlie&#223;en, wenn   H&#228;ndler von Staatsanleihen in den Streik treten und sich weigern,   Staatsschulden zu kaufen. Angesichts dieser Lage w&#252;rde die herrschende   Klasse ohne zu z&#246;gern zu noch brutaleren Ma&#223;nahmen greifen, die die   L&#246;hne und Bedingungen der Arbeiterklasse angreifen. Die Bedingungen der   Arbeiterklasse in dieser Lage des niedergehenden Kapitalismus &#228;hneln   einem Mann auf einer abw&#228;rts laufenden Rolltreppe, der verzweifelt   rennt, nur um seine Stellung zu behalten.<\/p>\n<h4>  Den Kapitalismus diskreditieren<\/h4>\n<p>  Sehr ruhig und &#8218;n&#252;chtern&#8217; debattieren die Ideologen des Kapitalismus die   Vorz&#252;ge von Deflation &#8211; fallende Preise, Produktionsk&#252;rzungen und   Massenarbeitslosigkeit &#8211; und Inflation &#8211; eine Zunahme der Preise &#8211; als   bestes Mittel, um ihre Position zu halten. Deflation und Inflation sind   zwei Seiten derselben kapitalistischen Medaille, und die Arbeiterklasse   soll f&#252;r sie zahlen. Dies zeigte ein Autor in der &#8222;Financial Times&#8220;, der   ruhig erkl&#228;rte, dass Inflation Firmen Nutzen bringen wird, denn ein Teil   ihrer Schulden werde verschwinden, was den Firmen mit Schulden zu festen   Zinsen nutzen werde. Auf der anderen Seite &#8222;erm&#246;glicht h&#246;here Inflation   mehr Firmen und Arbeitern, Reallohnsenkungen zuzustimmen als es sonst   der Fall w&#228;re. Dies ist sowohl f&#252;r solche Firmen n&#252;tzlich, die   gegenw&#228;rtig nicht wettbewerbsf&#228;hig sind als auch f&#252;r die   [kapitalistische] Gesellschaft vorzuziehen, weil Lohnsenkungen gerechter   als Arbeitslosigkeit sind&#8221;. Mit anderen Worten muss die Arbeiterklasse   zahlen und die Profite m&#252;ssen auf Kosten der Arbeiterklasse erhalten   oder gar gesteigert werden.<\/p>\n<p>  Es ist klar, dass der Kapitalismus und mit ihm die Arbeiterklasse in   eine brutale neue &#196;ra eingetreten sind. Die brennende Frage ist, wie die   L&#252;cke zwischen der zugrunde liegenden objektiven Lage der lang gezogenen   Krise des Kapitalismus, in der Tat einer Reihe von Krisen, [und dem   Bewusstsein der Arbeiterklasse] geschlossen werden kann und wie man die   Parole der italienischen Jugend &#8222;wir zahlen nicht f&#252;r Eure Krise&#8220;   konkret machen kann. Worum es hier geht &#8211; wie die j&#252;ngsten Streiks bei   den britischen Raffinerien und der Wutausbruch bei Cowley &#252;ber die   pauschale Entlassung von 850 ArbeiterInnen innerhalb von einer Stunde   zeigen &#8211; ist die Notwendigkeit eines Kampfprogramms. Offensichtlich muss   man f&#252;r einen allgemeinen Wandel vom veralteten Kapitalismus zu einer   neuen sozialistischen Gesellschaft eintreten.<\/p>\n<p>  Die Krise ist der Beweis, wenn es ihn gebraucht h&#228;tte, dass der   Konjunkturzyklus des Kapitalismus mit Boom und Krise, den Karl Marx   beschrieben hatte und der von der &#252;berw&#228;ltigenden Mehrheit der   &#8218;intellektuellen&#8217; &#246;ffentlichen Meinung in der letzten Periode abgetan   wurde, seine G&#252;ltigkeit bekr&#228;ftigt hat. Ungleichheit kann im Rahmen des   Kapitalismus so wenig &#252;berwunden werden, wie K&#246;nig Knut die Wellen   zur&#252;ckhalten konnte. Ungleichheit ist das Wesen des Kapitalismus, was   sich klar in der Beziehung zwischen ArbeiterInnen und den Kapitalisten   zeigt. Wie Marx zeigte, kaufen die Kapitalisten die Arbeitskraft der   Arbeiterklasse, um sie auszubeuten. Die Arbeiterklasse kann nur einen   Teil des neuen Wertes, den sie geschaffen hat, zur&#252;ck erhalten, der Rest   ist unbezahlte Arbeit, der Profit, den die Kapitalisten einstreichen.   Der Klassenkampf ist, wie Trotzki betonte, nichts anderes als der Kampf   um die Aufteilung des Mehrprodukts. Je mehr dieses Mehrprodukt umk&#228;mpft   ist &#8211; besonders wenn Profite stagnieren oder zur&#252;ckgehen, wie es jetzt   der Fall ist &#8211; desto intensiver wird der Klassenkampf. Der Ausgangspunkt   der Arbeiterklasse in dieser Lage muss die Entschlossenheit sein, sich   dem heftigen Angriff des Kapitals zu widersetzen, alle Errungenschaften   der Vergangenheit zu verteidigen und von da aus Neues zu erk&#228;mpfen.<\/p>\n<p>  Im Gegensatz zur Argumentation der b&#252;rgerlichen Ideologen, ist der   Kapitalismus, besonders in seiner neoliberalen Phase, weder das beste   noch das effizienteste Werkzeug, um die Produktion zu maximieren und die   Produkte wirksam unter den V&#246;lkern der Welt zu verteilen. Die Idee, dass   der Kapitalismus ein nahtlos funktionierendes System sei, in dem es   keine abrupten Zusammenbr&#252;che gebe, die besonders nach dem Zusammenbruch   der Berliner Mauer vorherrschte, ist jetzt v&#246;llig diskreditiert.   Versteckt vor den Augen der Arbeiterklasse in ihren &#8218;Qualit&#228;ts&#8217;journals   geben die Verteidiger des Kapitalismus das zu: &#8220;Konservative &#8230; glauben   in der Tat an das kapitalistische System. Wer den Kapitalismus versteht,   wei&#223;, dass dieser programmiert ist, von Zeit zu Zeit zu versagen.   Konservative Wirtschaftslehren vertreten, dass Rezessionen wie das   Wetter sind. Es mag m&#246;glich sein, ihre Wirkungen abzuschw&#228;chen, aber es   ist unm&#246;glich, seine Natur zu &#228;ndern&#8221;. (Peter Oborne, rechter   politischer Kolumnist f&#252;r den &#8222;Daily Mail&#8220;)<\/p>\n<h4>  Eine &#220;bergangs-Methode<\/h4>\n<p>  Eine rosige Zukunft wird nicht erw&#228;hnt: wenn der Kapitalismus   zusammenbricht, m&#252;ssen wir, die Arbeiterklasse, zahlen. Dies ist das   Wesen von Obornes St&#252;rmisches-Wetter-Szenario, eine Welt, in der der   Staat der Regenschirm f&#252;r den Kapitalismus ist, w&#228;hrend die   ArbeiterInnen in der Form von Massenarbeitslosigkeit durchn&#228;sst werden.   Wir werden nicht zahlen und wir m&#252;ssen ein viel menschlicheres System   fordern. Sozialismus muss die Politik der Arbeiterklasse sein. Selbst   &#8222;Newsweek&#8220; erkl&#228;rte: &#8222;Wir sind jetzt alle Sozialisten&#8221;. Leider ist dies   f&#252;r die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Opfer dieses System, die   Arbeiterklasse und die Armen, noch nicht der Fall. Daher ist es   notwendig, zwar eine demokratische, sozialistische Planwirtschaft als   kr&#246;nende Idee im Programm der SozialistInnen und MarxistInnen zu   fordern, aber gleichzeitig in der gegenw&#228;rtigen Lage   &#220;bergangs-Kampfforderungen aufzustellen.<\/p>\n<p>  In der Sozialdemokratie vor 1914 wurde eine solche Herangehensweise als   unn&#246;tig betrachtet. Ihr Programm war zwischen einem Maximalprogramm, der   Idee des Sozialismus, und einem Minimal-Tagesprogramm geteilt. Dies   &#228;nderte sich entscheidend mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs, der zu   den revolution&#228;ren Explosionen in Russland und den Massenk&#228;mpfen und   revolution&#228;ren Wellen f&#252;hrte, die in ganz Europa und der Welt im Gefolge   der Revolution von 1917 ausbrachen. In dieser ge&#228;nderten Lage stie&#223; der   Kampf f&#252;r grundlegende Reformen und selbst die Verteidigung der   vergangenen Errungenschaften direkt an die Schranken des Systems des   Kapitalismus selbst. Die Bolschewiki formulierten daher ein   &#220;bergangsprogramm als eine Br&#252;cke &#8211; die die tagt&#228;glichen Forderungen der   Arbeiterklasse ber&#252;cksichtigte &#8211; vom bestehenden Bewusstseinsniveau zur   Idee der sozialistischen Revolution. Dies war notwendig selbst w&#228;hrend   der russischen Revolution wegen dem unterschiedlichen und sich &#228;ndernden   Erscheinungsbild der verschiedenen Teile der Arbeiterklasse. Dies wurde   zusammengefasst in Lenins wundervoller Brosch&#252;re &#8222;Die drohende   Katastrophe und wie man sie bek&#228;mpfen soll&#8220;.<\/p>\n<p>  Trotzki folgte Lenins Spuren und formulierte f&#252;r die revolution&#228;re   Vierte Internationale das &#220;bergangsprogramm: Die Todeskrise des   Kapitalismus und die Aufgaben der Vierten Internationale. Es wurde 1938   am Vorabend des von Trotzki richtig vorhergesehenen verheerenden   Weltkriegs beschlossen. Aus diesem Weltenbrand werde eine revolution&#228;re   Welle hervorgehen und das &#220;bergangsprogramm und seine Forderungen   k&#246;nnten eine Schl&#252;sselrolle in diesem Prozess spielen. Eine   revolution&#228;re Welle entstand wirklich, aber Sozialdemokratie und   Stalinismus griffen ein, um den Kapitalismus in der Nachkriegssituation   zu retten. Dies schuf wiederum die politischen Vorbedingungen f&#252;r den   Boom, das spektakul&#228;re wirtschaftliche Feuerwerk, das sich zwischen 1950   und 1975 entwickelte. Folglich wurden Trotzkis Ideen, die auf eine   revolution&#228;re Epoche zugeschnitten waren, in dieser Periode nie voll   umgesetzt.<\/p>\n<p>  Manche, wie die SWP, lie&#223;en daher sowohl das &#220;bergangsprogramm als auch   die &#220;bergangsherangehensweise fallen. Wir verteidigten Trotzkis Methode,   erkannten aber an, dass es notwendig sei, manche der Forderungen an die   verschiedenartigen Bedingungen anzupassen, die der Boom bot. Die   gegenw&#228;rtige Lage, vor der die Arbeiterbewegung in Gro&#223;britannien,   Europa und weltweit steht, bedeutet aber, dass diese Herangehensweise,   wenn nicht gar alle Forderungen von 1938, im gegenw&#228;rtigen Kampf   entscheidend sind. In der Tat ist es heute relevanter als zu der Zeit   als es 1938 geschrieben wurde, weil die sich entwickelnden Bedingungen   der damals vorhergesehenen Periode entsprechen. Trotzki forderte zum   Beispiel, &#8216;Arbeit und eine w&#252;rdige Existenz f&#252;r alle&#8217; angesichts der   chronischen Massenarbeitslosigkeit. Wir fordern heute &#8218;n&#252;tzliche Arbeit   oder ein Einkommen, das zum Leben reicht&#8217;. Die Arbeiterklasse weigert   sich, die Lasten dieser Krise zu schultern. Lasst die Bosse zahlen! Wenn   sie keine maximale Existenz f&#252;r die Arbeiterklasse garantieren k&#246;nnen,   k&#246;nnen wir uns ihr System nicht leisten!<\/p>\n<h4>  Verstaatlichung<\/h4>\n<p>  Es ist in dieser explosiven Periode auch n&#246;tig, die Teilforderungen der   Arbeiterklasse aufzugreifen, sowohl auf der Ebene der L&#246;hne und   Arbeitsbedingungen als auch in Bezug auf das Handeln oder die   Unt&#228;tigkeit der Regierung. Das steht im Zusammenhang mit der brennenden   Wut gegen die Banken, nicht nur die Gauner, die erwischt wurden, wie   Bernard Madoff und Allen Stanford, sondern die ganze Sippschaft, die   ihre eigene Branche in den Bankrott getrieben hat und die ganze   Gesellschaft einschlie&#223;lich der Arbeiterklasse in den Abgrund zu rei&#223;en   droht. Sie haben dem Staat erlaubt einzugreifen, um sie durch massive   Finanzspritzen zu retten. Aber der besiegte rechte republikanische   Pr&#228;sidentschaftskandidat, John McCain, ist keineswegs dankbar. Er   beschrieb den Zuwachs an Staatsschulden als &#8218;Generationendiebstahl&#8217;.   Aber war es nicht sein Schutzpatron, der fr&#252;here rechte Vizepr&#228;sident   Dick Cheney, der erkl&#228;rte, dass &#8222;Reagan bewies, dass   [US-Staats-]Defizite nichts bedeuten&#8221;? Es hat McCain zusammen mit   anderen Republikanern nicht davon abgehalten, eine volle Verstaatlichung   der Banken zu erw&#228;gen.<\/p>\n<p>  Kapitalistische Politiker k&#246;nnen staatliche Rettung akzeptieren, solange   sie gem&#228;&#223; kapitalistischen Prinzipien und mit der Aussicht erfolgt, die   verstaatlichten Branchen in der Zukunft genau denselben privaten   Interessen zur&#252;ckzugeben, die sie urspr&#252;nglich ruiniert haben. Manche   Kommentatoren in Gro&#223;britannien stellen sich vor, dass die Banken   verstaatlicht und f&#252;r sch&#228;tzungsweise neun Jahre im Staatssektor bleiben   k&#246;nnten.<\/p>\n<p>  Die Heuchelei von McCain und seine bewegende Sorge f&#252;r k&#252;nftige   Generationen wird L&#252;gen gestraft durch die kolossalen Ausgaben f&#252;r den   Irakkrieg, wahrscheinlich drei Billionen insgesamt, den er v&#246;llig   unterst&#252;tzte. Die Korruption von Madoff ist nichts im Vergleich zum   Absahnen von Regierungsgeld durch die &#8218;privatisierte&#8217; Bauwirtschaft f&#252;r   den &#8218;Wiederaufbau Iraks&#8217;. Patrick Cockburn im &#8222;Independent&#8220;   kommentierte: &#8222;Die wirkliche Pl&#252;nderung des Irak nach dem Einmarsch fand   durch US-Beamte und nicht durch die Slums von Bagdad statt&#8221;.   Wirtschaftspr&#252;fer f&#252;r die Regierung sagten, dass in einem Fall &#8222;57,8   Millionen Dollar in &#8218;Packen &#252;ber Packen von 100-Dollar-Scheinen&#8217; an den   US-Rechnungspr&#252;fer f&#252;r S&#252;d-Mittel-Irak geschickt wurden, &#8230; der sich   zwischen den Geldbergen stehend fotografieren lie&#223;&#8220;. Auch wenn das   Ausma&#223; des Diebstahls wahrscheinlich nie bekannt sein wird, sind bis zu   125 Millionen Dollar einfach verschwunden. Dies ist nur ein Beispiel f&#252;r   die Weise, wie die Kapitalisten, nicht nur in den USA, sondern weltweit,   den Staat als eine kolossale Milchkuh nutzen.<\/p>\n<p>  Besonders in Gro&#223;britannien und den USA hei&#223;t die Forderung nicht   Rettungsma&#223;nahmen f&#252;r die Banker, sondern f&#252;r die Arbeiter- und   Mittelklassen. Selbst die Forderung nach Verstaatlichung &#8211; weil sie auf   die Banker abzielt, die als verantwortlich f&#252;r das Schlammassel gesehen   werden, und weil sowohl die Obama- als auch die Brown-Regierung   gezwungen sein k&#246;nnen, sie durchzuf&#252;hren, auch wenn sie ihnen nicht   schmeckt &#8211; ist nicht so popul&#228;r wie in vergangenen Perioden. Dies liegt   daran, dass die Erfahrung mit den bisherigen Teilverstaatlichungen in   Gro&#223;britannien und de facto in den USA die &#246;ffentliche Massenmeinung   entfremdet hat. Die Vorst&#228;nde dieser teilverstaatlichten Unternehmen   behielten unver&#228;ndert ihren kapitalistischen Charakter. Es gab keine   Feiern &#228;hnlich denen, die die &#220;bernahme der Bergwerke durch die damalige   Labour-Regierung 1948 begleiteten, als rote Fahnen wehten und es gro&#223;e   Hoffnungen f&#252;r die Zukunft der Arbeiterklasse gab. Dies liegt daran,   dass zum Beispiel die staatliche &#220;bernahme von Northern Rock durch eine   Zunahme von Zwangsversteigerungen von H&#228;usern, dem Feuern von 4.000   ArbeiterInnen und in j&#252;ngster Zeit gro&#223;z&#252;gigen Bonuszahlungen f&#252;r einen   Teil des kapitalistischen Personals, das diese Bank weiter leitet,   begleitet war. Dies ist eine Form von Staatskapitalismus, kein Schritt   in die Richtung Sozialismus, wie ihn selbst reformistische   SozialistInnen in der Labour Party in der Vergangenheit bef&#252;rwortet   hatten, als diese an der Basis eine Arbeiterpartei war.<\/p>\n<h4>  Die Notwendigkeit demokratischer Planung<\/h4>\n<p>  Auf der anderen Seite bietet der &#8218;Markt&#8217; keine Alternative. Zum Beispiel   waren in Gro&#223;britannien 1999 zwei Drittel der geschaffenen Jobs nicht im   viel ger&#252;hmten &#8218;unternehmerischen&#8217; Privatsektor sondern im Staatssektor.   Dies ist schon ein Eingest&#228;ndnis des Bankrotts des Kapitalismus.   Obendrein sind die Strukturen in der Privatwirtschaft &#252;berhaupt kein   Beispiel f&#252;r die von den Bef&#252;rwortern des Marktes geliebte   &#8218;Meritokratie&#8217;. Die Wirkungen der Krise haben in der Tat zu so vielen   Ersch&#252;tterungen gef&#252;hrt, dass immer mehr kapitalistische Autoren den   wirklichen Charakter der Bedingungen und des Managements enth&#252;llt haben,   die ein so untrennbarer Bestandteil des Neoliberalismus sind. Zum   Beispiel vergleicht Simon Caulkin im Observer die Struktur der   Gro&#223;unternehmen &#8211; einschlie&#223;lich von British Telecom, f&#252;r die die   Regierung, wie durchgesickert ist, Notfallpl&#228;ne f&#252;r die   Widerverstaatlichung im Falle ihres Zusammenbruchs hat &#8211; als mehr eine   Art Spiegelbild des Stalinismus als ein sch&#246;nes Bild einer idealen   kapitalistischen Firma. Sie sind nach ihm &#8222;zombieartig in ihrer   strukturellen und strategischen &#196;hnlichkeit&#8221; mit dem Stalinismus.<\/p>\n<p>  Er sagt ziemlich grob &#252;ber das Management: &#8222;mit ihren Gesichtern zum   [Vorstand] und ihren &#196;rschen zum Kunden&#8221; sorgen sich die meisten Manager   mehr um Einkommensziele als um die Herstellung eines sinnvollen   Produkts. Der effizienteste konventionell gemanagte Konzern, General   Electric, &#8222;gibt 40 Prozent seiner Einnahmen &#8211; das sind 60 Milliarden   Dollar &#8211; f&#252;r Verwaltung und allgemeine Unkosten aus &#8230; Die Manager der   gro&#223;en westliche Konzerne haben viel mehr mit den Apparatschiks der   Kommandowirtschaften gemeinsam als erkannt wird&#8221;. Wie viel billiger und   effizienter w&#228;re es, diese Firmen zu &#252;bernehmen, ein System von   Arbeiterkontrolle und &#8211;verwaltung zu errichten und eine sozialistische   Planwirtschaft einzuf&#252;hren!<\/p>\n<p>  Caulkins Artikel ist sowohl ein Zugest&#228;ndnis an Marxens Argument, dass   das interne Management selbst einer kapitalistischen Fabrik &#8211; Marx   sprach &#252;ber die Bedingungen des neunzehnten Jahrhunderts &#8211; ein Beispiel   f&#252;r Planung ist. Marx sagte, das Fabriksystem, angewendet auf die   Wirtschaft und die Welt insgesamt, w&#252;rde durch die Beseitigung des   Marktes demokratisch- sozialistische Planung darstellen. Jetzt haben   ironischerweise riesige Konzerne &#8211; Monopole &#8211; einen b&#252;rokratischen   Wasserkopf nach dem Vorbild der fr&#252;heren Sowjetunion. Die L&#246;sung liegt   nicht beim Stalinismus oder beim kapitalistischen &#8218;Markt&#8217;, sondern bei   demokratisch-sozialistischer Planung. Dies erfordert die &#214;ffnung der   Gesch&#228;ftsb&#252;cher f&#252;r die &#220;berpr&#252;fung durch VertreterInnen der   Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen, Kleinunternehmer etc., um die   arbeitenden Menschen zu informieren, wie die wirkliche Lage ist als   Vorbereitungsschritt f&#252;r die Verwirklichung so eines Plans.<\/p>\n<h4>  Die Kluft &#252;berbr&#252;cken<\/h4>\n<p>  Die Notwendigkeit eines &#220;bergangsprogramms in dieser &#196;ra entsteht aus   dem gemischten Bewusstsein der Menschen aus der Arbeiterklasse. Dieses   Bewusstsein wird durch den Gang der Ereignisse ersch&#252;ttert und ge&#228;ndert   werden. Aber diese Entwicklung eines abgerundeten sozialistischen   Bewusstseins, zuerst der politisch entwickeltsten Schichten und dann der   Masse der Arbeiterklasse, kann auch enorm durch eine   &#220;bergangs-Herangehensweise und ein &#220;bergangsprogramm erleichtert werden   &#8211; durch die &#220;bernahme der aktualisierten und mit der Erfahrung der   Arbeiterklasse selbst im Kampf ausgef&#252;llten Methode von Leo Trotzki.   Dies stellt die Br&#252;cke vom Bewusstsein der arbeitenden Menschen heute   zur Idee der sozialistischen Ver&#228;nderung dar. Sektierer brauchen eine   solche B&#252;cke nicht, weil sie keine Absicht haben, vom Studium, vom   Lehnstuhl oder vom Rand des Klassenkampfes zum Kampf gemeinsam mit der   Arbeiterklasse &#252;berzugehen und zusammen mit ihr zu helfen, das   Bewusstsein zu &#228;ndern und die Identifikation mit dem Sozialismus zu   vergr&#246;&#223;ern.<\/p>\n<p>  Wir sind in eine ganz neue Periode f&#252;r die Arbeiterklasse von   Gro&#223;britannien, Europa und die Welt eingetreten. Selbst wenn es Obama   schafft, teilweise einen Puffer f&#252;r den US- und dadurch den   Weltkapitalismus durch Konjunkturprogramme &#8211; und dies ist &#252;berhaupt   nicht gewiss &#8211; zu schaffen, wird die Lage, die aus dieser Krise   entstehen wird, v&#246;llig verschieden von der vor ihrem Beginn sein.   Bestenfalls wird die Weltwirtschaft blutloses Wachstum mit dem   hartn&#228;ckigen Fortbestehen von Massenarbeitslosigkeit erleben. Dies ist   wie Fettgewebe im K&#246;rper Symptom f&#252;r einen niedergehenden Organismus.   Aber der Kapitalismus wird nicht automatisch von der B&#252;hne der   Geschichte verschwinden. Es ist notwendig, eine m&#228;chtige Massenwaffe zu   schmieden. Dem wird geholfen durch das Steigern des Verst&#228;ndnisniveaus   der Arbeiterklasse &#8211; durch ein &#220;bergangsprogramm &#8211; das eine helfende   Hand bieten kann, damit dieses gescheiterte System dem Sozialismus Platz   macht.<\/p>\n<p>  Ohne eine solche Herangehensweise besteht die Gefahr, dass es f&#252;r die   arbeitenden Menschen nicht unmittelbar sichtbar sein wird, selbst   angesichts der gegenw&#228;rtigen Wirtschaftskatastrophe, dass es eine   gangbare Alternative zum Kapitalismus gibt. In der Autoindustrie zum   Beispiel, wo die L&#246;hne durch Massenentlassungen zusammengestrichen   worden sind, gibt es ein instinktives Verst&#228;ndnis von ArbeiterInnen,   dass es f&#252;r ihre gegenw&#228;rtigen Produkte &#8218;keinen Markt&#8217; gibt. Aber   angesichts der vorhandenen hohen Technik und Qualifikationen w&#228;re wenig   erforderlich, um die Autoindustrie von einem Markt, auf dem es massive   &#220;berproduktion und &#220;berf&#252;llung gibt, zur Produktion n&#252;tzlicher G&#252;ter,   einschlie&#223;lich gr&#252;ner, umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu   konvertieren. Diese werden dringend f&#252;r die Weltbev&#246;lkerung im Rahmen   eines nachhaltigen, umweltfreundlichen Transportsystems ben&#246;tigt. Solch   eine Umstellung der Produktion wurde bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs   erreicht, aber sie ist einfach unm&#246;glich angesichts des Chaos des   Kapitalismus heute. Dies stellt jedoch die Forderung nach einer   alternativen sozialistischen Gesellschaft.<\/p>\n<p>  Die Kluft zwischen der sich zunehmend verschlechternden objektiven Lage   und dem Bewusstsein der Arbeiterklasse wird sich in der n&#228;chsten Periode   schlie&#223;en. Ereignisse &#8211; und noch dazu explosive Ereignisse &#8211; werden   helfen, daf&#252;r zu sorgen. Am Rande eines Abgrunds wird die Masse der   ArbeiterInnen dem kapitalistischen System entgegentreten &#8211; manchmal ohne   eine klare Idee, was an seine Stelle gestellt werden kann. Der Weg zu   einem sozialistischen und revolution&#228;ren Bewusstsein wird jedoch   betr&#228;chtlich verk&#252;rzt werden, die Schmerzen werden viel geringer sein,   wenn die Arbeiterklasse die &#220;bergangsmethode und ein &#220;bergangsprogramm   annimmt, das die t&#228;glichen K&#228;mpfe mit der Idee des Sozialismus verbindet.<\/p>\n<p>  Nein zum Abladen irgendwelcher Krisenlasten des Kapitalismus auf den   R&#252;cken der ArbeiterInnen! Nein zu Massenarbeitslosigkeit, besonders der   drohenden Aussicht, dass eine neue Generation st&#228;ndig arbeitslos ist.   Verstaatlichung der Banken, aber mit demokratischen, sozialistischen   Organisationsformen, einschlie&#223;lich der Beteiligung von VertreterInnen   der Arbeiterklasse, Gewerkschaften, KleinunternehmerInnen etc. Ein   demokratisch-sozialistischer Staatssektor wird selbst die Frage   aufwerfen, zu mehr Verstaatlichung weiterzugehen, einschlie&#223;lich der   Kommandoh&#246;hen der Wirtschaft. Auf diesem Weg gibt es Hoffnung f&#252;r die   Arbeiterklasse gegen die Sackgasse des stagnierenden, niedergehenden   Weltkapitalismus.<\/p>\n<\/p>\n<h5>  <i>Peter Taaffe ist Generalsekret&#228;r der Socialist Party in England und   Wales und Mitglied im Internationalen Sekretariat des Komitees f&#252;r eine   Arbeiterinternationale. Der Artikel erschien zuerst in der M&#228;rzausgabe   des britischen Magazins Socialism Today. Die &#220;bersetzung besorgte   Wolfram Klein. <\/i><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      F&#252;r ein sozialistisches &#220;bergangsprogramm!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[92,127],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13055"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13055"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13055\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}