{"id":13052,"date":"2009-03-09T00:00:00","date_gmt":"2009-03-09T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13052"},"modified":"2009-03-09T00:00:00","modified_gmt":"2009-03-09T00:00:00","slug":"13052","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13052\/","title":{"rendered":"U-Bahn-Baustelle sichern, unabh&#228;ngige Untersuchung unter Kontrolle der \r\n      Bev&#246;lkerung einleiten"},"content":{"rendered":"<p>  Zum Einsturz des Stadtarchives und weiterer Geb&#228;ude in der Severinstra&#223;e   in K&#246;ln<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  von Claus Ludwig, K&#246;lner Ratsmitglied, Die LINKE. *<\/h4>\n<p>  <i>* Angaben dienen lediglich zur Kenntlichmachung der Person<\/i><\/p>\n<p>  Noch immer wird ein junger Mensch vermisst, die Chancen, ihn lebend zu   bergen, sind nach Aussagen der Feuerwehr gering. Ein junger Bewohner   konnte nur noch tot geborgen werden. Beim durch den Bau der   Nord-S&#252;d-U-Bahn verursachten Einsturz mehrerer Geb&#228;ude in der   Severinstrasse in der K&#246;lner S&#252;dstadt haben Dutzende Menschen allen   Besitz verloren, sind obdachlos geworden. Durch die Zerst&#246;rung des   Stadtarchives droht der Verlust von historischen Dokumenten mit   unsch&#228;tzbarem Wert. Weitere H&#228;user sind einsturzgef&#228;hrdet, Schulen   m&#252;ssen verlegt werden. Viele Menschen, die oberhalb der neuen Trasse   wohnen, haben Angst. Das Leben auf der Severinstra&#223;e wird f&#252;r viele   Monate vielleicht sogar Jahre beeintr&#228;chtigt sein. Die finanziellen   Auswirkungen dieser Katastrophe sind noch unbekannt.<\/p>\n<p>  Das Abrutschen des Stadtarchiv-Geb&#228;udes ist nach bisherigem   Informationen der KVB durch einen Wassereinbruch und das Wegsacken von   Erdreich verursacht worden.<\/p>\n<p>  Die KVB lie&#223; direkt nach dem Unfall durch ihren Vorstandssprecher Fenske   mitteilen, dass alle Eventualit&#228;ten bedacht worden sind. Doch das ist   schon nach wenigen Tagen hinf&#228;llig. Klar ist: ein oder mehrere Menschen   haben schwere Fehler gemacht. Mit &#8222;unvorhergesehenen Ereignissen&#8220; l&#228;sst   sich diese Katastrophe nicht erkl&#228;ren, zumal es Warnzeichen gab.<\/p>\n<p>  Schon jetzt liegen Berichte &#252;ber Fehleinsch&#228;tzungen seitens der Stadt,   der KVB und der Baukonzerne vor: 1. Eine Statikerin, die das Historische   Archiv im Dezember 2008 untersucht hatte, empfahl, die Ursachen f&#252;r die   Setzrisse genauer zu untersuchen. Die st&#228;dtische &#8222;Geb&#228;udewirtschaft&#8220;   verzichtete darauf. 2. Die KVB hatte den Untergrund nur vor Baubeginn   &#252;berwacht, nicht w&#228;hrend der Bauarbeiten. Bewegungen des Bodens in   diesem flussnahen Gebiet oder die Auswirkungen von strengem Frost und   Tauwetter in diesem Winter wurden nicht best&#228;ndig analysiert. Die schon   bekannten Probleme mit der Grundwasser-Ableitung wurden m&#246;glicherweise   nicht ernst genommen.<\/p>\n<p>  Beim Bau der K&#246;lner Nord-S&#252;d-U-Bahn scheinen von Beginn an Fragen nach   dem schwierigen Terrain der Arbeiten beiseite geschoben zu sein.   Gutachter und Statiker arbeiten nach Ma&#223;gaben. Wenn die Ma&#223;gabe ist,   dass das Projekt im Gro&#223;en und Ganzen sicher ist, werden sie andere   Urteile abgeben als wenn sie aktiv nach Schwachstellen suchen.<\/p>\n<p>  Zu kl&#228;ren wird sein, ob beim Bau der U-Bahn seitens des Bauherren KVB   und der Baukonzerne dahingehend Druck erzeugt worden ist, dass das   Projekt grunds&#228;tzlich sicher sei und nur kleinere Probleme zu beseitigen   seien.<\/p>\n<p>  Dazu kommt die Kostenfrage. Die Bauhauptkosten sind von 600 Millionen   Euro auf 1 Milliarde gestiegen. Ist dadurch ein Kostendruck entstanden,   der zu Einsparungen bei den folgenden Analysen und Bauarbeiten gef&#252;hrt   hat? Haben die vorherigen Unf&#228;lle (&#8222;schiefer Turm&#8220;, Loch am   Chlodwigplatz usw.) den Zeitdruck erh&#246;ht?<\/p>\n<p>  Festzustellen wird auch sein, ob die eine Hand nicht wusste, was die   andere machte. Waren etwa verschiedene Firmen f&#252;r verschiedene Aufgaben   zust&#228;ndig? Was hat die KVB, was haben die Bauunternehmen untersucht?<\/p>\n<p>  Dieser Unfall spielt sich vom dem Szenario eines unn&#246;tigen und riskanten   Gro&#223;projektes ab, dessen Kosten aus dem Ruder gelaufen sind.   Fehlentscheidungen Einzelner m&#246;gen die Katastrophe ausgel&#246;st haben, aber   diese sind in eine Struktur von strategischen Fehlern eingebettet.<\/p>\n<p>  Die politische Verantwortung f&#252;r dieses Szenario tragen letzendlich all   die Kr&#228;fte, die den Bau der U-Bahn gegen alle Argumente voran getrieben   haben: die etablierten Parteien SPD, CDU und FDP und die Spitzen von   Verwaltung und KVB.<\/p>\n<h4>  Explodierende Kosten<\/h4>\n<p>  Die Bauhauptkosten werden zu 90% vom Land NRW finanziert, zu 10% von der   Stadt K&#246;ln. Um zuschussf&#228;hig f&#252;r Landesmittel zu werden, musste eine   Kosten-Nutzen-Analyse vorgelegt werden. Diese besagte, von ca. 600   Millionen Euro Kosten f&#252;r die 1. Baustufe ausgehend, dass der U-Bahn-Bau   f&#252;r K&#246;ln lohnenswert und damit zuschussf&#228;hig sei.<\/p>\n<p>  Inzwischen sind die Bauhauptkosten auf rund 1 Milliarde Euro gestiegen,   angeblich &#252;berraschend. Als Gr&#252;nde nennt die Stadt Preissteigerungen bei   Energie und Materialien und Mehraufwand f&#252;r arch&#228;ologische Arbeiten &#8211;   wie &#252;berraschend! W&#228;ren die Kosten zu Beginn bekannt gewesen, w&#228;re das   Projekt m&#246;glicherweise nicht vom Land gef&#246;rdert worden. Nicht   auszuschlie&#223;en ist, dass die Kosten zuvor runtergerechnet wurden, um die   Kosten-Nutzen-Analyse positiv aussehen zu lassen.<\/p>\n<p>  Der Anteil der Stadt K&#246;ln an den Bauhauptkosten betr&#228;gt rund 100 Mio.   Euro. Doch diese Summe t&#228;uscht. Die Nebenkosten werden weit weniger   durch das Land bezuschusst. Der 10% Eigenanteil an den zuwendungsf&#228;higen   Baukosten, Projektnebenkosten inklusive der Vorfinanzierung von   Zuwendungen belaufen sich auf ca. 285 Mio. Euro. Dazu kommt, dass die   Stadt das Geld nicht hat, sondern durch Kreditaufnahme finanzieren muss.   Inklusive Finanzierung kostet der U-Bahn-Bau die Stadt laut Verwaltung   665 Mio. Euro .<\/p>\n<p>  Mit diesem Geld, das in der Innenstadt buchst&#228;blich versenkt wurde,   k&#246;nnten oberirische Bahn- und Buslinien im gesamten Stadtgebiet   ausgebaut und Preise bis hin zum Nulltarif gesenkt werden. Eine   wirkliche &#246;kologische und soziale Umgestaltung des &#214;PNV w&#252;rde damit   angesto&#223;en.<\/p>\n<p>  Der Bau der Nord-S&#252;d-Bahn war von Beginn an falsch. Der &#214;PNV geh&#246;rt an   die Oberfl&#228;che, der motorisierte Individualverkehr muss verringert   werden; unter anderem durch verbesserte Angebote des &#214;PNV an die   heutigen AutofahrerInnen.<\/p>\n<h4>  Was ist jetzt zu tun? Sicherung der Baustelle, sonstige Bauma&#223;nahmen   stoppen<\/h4>\n<p>  Absolute Priorit&#228;t hat jetzt die Sicherheit auf der U-Bahn-Baustelle.   Wenn Bauma&#223;nahmen zur Sicherung der Baustelle beitragen wie z.B. die   Verarbeitung von Beton zur Festigung von R&#246;hren und Haltestellen sollen   sie vorgenommen werden. Bauma&#223;nahmen, die nicht zur Sicherung der   Baustelle beitragen sind sofort zu stoppen. Auf die Abholzung der   Lindenallee zwischen Sch&#246;nhauser Str. und Ubierring muss verzichtet   werden.<\/p>\n<p>  Die K&#246;lner Bev&#246;lkerung braucht diese U-Bahn nicht. Es ist peinlich und   zynisch, wenn sich OB Schramma, nach dem Unfall hinstellt und davon   redet, der weitere Bau w&#228;re &#8222;fast verantwortungslos&#8220;. Er und die CDU   haben den Bau vorangetrieben. Sie m&#252;ssen die politische Verantwortung   f&#252;r dieses Projekt &#252;bernehmen, ebenso wie die U-Bahn-Bef&#252;rworter von SPD   und FDP.<\/p>\n<p>  Die etablierten Parteien, die Stadt und die KVB m&#252;ssen ein Konzept   vorlegen, ob der U-Bahn-Bau fertigestellt und die U-Bahn in Betrieb   genommen oder ob die bisherigen Tunnel gesichert und zugesch&#252;ttet werden   sollen. Risiken, Aufwand und Kosten sind vollst&#228;ndig offenzulegen, die   Entscheidung dar&#252;ber darf erst nach einer breiten demokratischen Debatte   und mit Zustimmung der Bev&#246;lkerung in der S&#252;dstadt fallen.<\/p>\n<h4>  Unabh&#228;ngige Untersuchung des U-Bahn-Baus<\/h4>\n<p>  Die Ank&#252;ndigung der Staatsanwaltschaft K&#246;ln, gegen &#8222;Unbekannt&#8220; zu   ermitteln, l&#228;sst wenig Gutes ahnen. Die staatsanwaltschaftlichen   Ermittlungen zum Neubau der Messehallen Nord wurden ohne Ergebnisse zu   den Akten gelegt, obwohl Journalisten genug Hinweise f&#252;r korrupte   Beziehungen ans Tageslicht bef&#246;rdert hatten.<\/p>\n<p>  Eine unabh&#228;ngige Untersuchung des U-Bahn-Baues und der Katastrophe um   das Stadtarchiv ist n&#246;tig. Es sollte eine Kommission unter Hinzuziehung   von ExpertInnen gebildet werden, unter demokratischer Beteiligung der   AnwohnerInnen des Severins-Veedels, der Besch&#228;ftigten der   Bau-Unternehmen und der KVB und ihrer Gewerkschaften ver.di und IG BAU.   Dieser Kommission sind s&#228;mtliche Unterlagen zur Verf&#252;gung zu stellen,   ihre Arbeit sollte in aller &#214;ffentlichkeit stattfinden.<\/p>\n<h4>  &#214;ffentlicher Nahverkehr geh&#246;rt nicht unter die Erde<\/h4>\n<p>  Der Bau von U-Bahnen, zumal in dichtbesielten historischen St&#228;dten in   Flussn&#228;he, ist teuer und riskant. Von ihm profitieren nicht die   NutzerInnen des &#246;ffentlichen Personennahverkehrs, sondern die Baufirmen   mit staatlich garantierten Auftr&#228;gen inklusive aller Kostensteigerungen,   die kreditgebenden Banken sowie das ganze Umfeld aus Projektentwicklern,   Beratern und Gutachtern. Die Nord-S&#252;d-U-Bahn dient vor allem der   Aufrechterhaltung des Vorranges des oberirdischen Autoverkehrs in der   K&#246;lner City und der Anbindung des heutigen Gro&#223;markt-Gel&#228;ndes.<\/p>\n<p>  N&#246;tig w&#228;re stattdessen eine Attraktivierung des &#246;ffentlichen Nahverkehrs   im Sinne der NutzerInnen. Dazu w&#252;rde g&#252;nstigere Taktzeiten, g&#252;nstige   Park&amp;Ride-Systeme;, eine Senkung der Tarife hin zum Nulltarif und ein   Ausbau des oberrirdischen Stadtbahnnetzes z&#228;hlen. In dicht besiedelten   Innenstadtbereichen, in denen kein Neubau und kein Ausbau der   Bahn-Linien m&#246;glich sind, k&#246;nnte eine Verbesserung durch einen Ausbau   des Netzes von Bussen, Minibussen, &#246;ffentlich gef&#246;rderten Taxen,   Sammeltaxen und durch eine st&#228;dtische Bereitstellung von Fahrr&#228;dern   erreicht werden.<\/p>\n<p>  CDU, SPD und Gr&#252;ne haben in den Doppelhaushalt 2008\/2009 125.000 Euro   eingestellt, um den Bau einer weiteren Ost-West-U-Bahn zu pr&#252;fen. Dieses   Geld muss sofort f&#252;r oberirdische Stadtbahn-Projekte umgewidmet werden.   Die Vorschl&#228;ge der FPD &#8211; Nord-S&#252;d-U-Bahn bis zum Bonner Verteiler und   Untertunnelung des Barbarossa-Platzes &#8211; sind nun endg&#252;ltig als pure   Dummheit entlarvt.<\/p>\n<h4>  Menschen vor Profite &#8211; f&#252;r eine Stadtentwicklung im Interesse der   Bev&#246;lkerung<\/h4>\n<p>  Der Skandal um den Neubau der Messehallen Nord und die   Rheinhallen-Vermietung an RTL, die aktuelle Zerst&#246;rung der S&#252;rther Aue   durch den Ausbau des Godorfer Hafens, der Abriss des Barmer Wohnviertels   und die Ersetzung durch den &#8222;teuersten Parkplatz der Republik&#8220; und der   Bau der Nord-S&#252;d-U-Bahn haben bei allen Unterschieden im Detail vieles   gemeinsam: sie sind Projekte einer sogenannten &#8222;Stadtentwicklung&#8220;, die   nicht zu Verbesserungen f&#252;r die Bev&#246;lkerung in K&#246;ln f&#252;hrt, sondern unter   dem Strich zur Verschlechterung der Lebensqualit&#228;t. Die Umgestaltung des   Rheinauhafens und die zuk&#252;nftigen Pl&#228;ne f&#252;r den Deutzer Hafen wird man   auch in diese Reihe stellen k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Diese &#8222;Stadtentwicklung&#8220; nach dem Stil der etablierten Parteien   orientiert sich nicht am Interesse der Bev&#246;lkerung, sondern an den   Profitinteressen privater Investoren oder Bautr&#228;ger und Kreditgeber.<\/p>\n<p>  Diese Art von Stadtentwicklung basiert auf der Aushebelung   demokratischer Rechte, beginnend mit der Geheimhaltung von Vertr&#228;gen und   Planungen. Proteste wie im Barmer Viertel oder B&#252;rgerbegehren wie zum   Thema S&#252;rther Aue werden ignoriert.<\/p>\n<p>  Ganze Schw&#228;rme von Projektententwicklern, Gutachtern und den   ber&#252;hmt-ber&#252;chtigten &#8222;Beratern&#8220; halten sich im Umfeld dieser Projekte   auf und leben gut davon.<\/p>\n<p>  Leitende Angestellte st&#228;dtischer Beteiligungsbetriebe und Vertreter der   Stadt wollen sich mit diesen Prestige-Projekten Denkm&#228;ler setzen und   sorgen gleichzeitig daf&#252;r, dass sie selbst, Parteifreunde und sonstige   Verb&#252;ndete auch mal &#8222;beraten&#8220; oder den Karrieresprung auf den   n&#228;chsth&#246;heren Versorgungsposten einleiten k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Diese Stadtentwicklung ist ein Kind der verharmlosend &#8222;K&#246;lscher Kl&#252;ngel&#8220;   genannten, tendenziell korrupten Verquickung st&#228;dtischer Betriebe und   Politiker mit privaten Kapitalinteressen.<\/p>\n<p>  Diese Projekte f&#252;hren zu einer Umverteilung &#246;ffentlicher Gelder auf die   Konten privater Konzerne und Banken und damit zur Versch&#228;rfung der Krise   des st&#228;dtischen Haushaltes. Mit den &#8222;leeren Kassen&#8220; wird dann seitens   der etablierten Parteien begr&#252;ndet, warum kein Geld f&#252;r Bildung oder   Gesundheit vorhanden ist oder bei den sozialen Leistungen gek&#252;rzt werden   &#8222;muss&#8220;.<\/p>\n<p>  K&#246;ln wird dadurch noch h&#228;sslicher und kaputter, Fl&#228;chen f&#252;r bezahlbares   Wohnen, Freizeit und Erholung werden dem Kommerz geopfert. K&#246;ln wird mit   Baustellen und Beton vollgestopft, Gr&#252;nfl&#228;chen verschwinden.<\/p>\n<p>  Diese falsche &#8222;Stadtentwicklung&#8220; muss gestoppt werden. Die Stadt darf   nicht den Bankern, Bonzen und st&#228;dtischen B&#252;rokraten geh&#246;ren. Die breite   Masse der Bev&#246;lkerung, die arbeitenden und erwerbslosen Menschen, m&#252;ssen   sich diese Stadt wieder zur&#252;ck erobern.<\/p>\n<p>  &#214;ffentliche Gelder m&#252;ssen transparent und demokratisch in die Schaffung   von tariflich bezahlten Arbeitspl&#228;tzen in den Bereichen Bildung,   Breitensport, Gesundheit und Soziales investiert werden. Der &#246;ffentliche   Nahverkehr muss im Interesse der NutzerInnen ausgebaut werden, die   Preise m&#252;ssen gesenkt werden. &#214;ffentliche Gelder m&#252;ssen in den Ausbau   von Umweltschutz und die Verbesserung der naturnahen Erholung flie&#223;en.<\/p>\n<h4>  Demokratische Kontrolle statt Privatisierung<\/h4>\n<p>  Durch das Vorgehen der Vorst&#228;nde von Sparkasse, HGK (Hafen- und   G&#252;terverkehrs GmbH) und KVB werden &#246;ffentliche Betriebe und all   diejenigen, die dort zum Wohle der Bev&#246;lkerung arbeiten, in den Schmutz   gezogen. Manch eine\/r mag denken, dass &#246;ffentliche Betriebe nichts wert   sind und privatisiert werden m&#252;ssten. Das ist genau der falsche Weg.   Private Betriebe sind nicht besser sondern noch schlechter zu   kontrollieren und die Gewinne der Privaten m&#252;ssen mitbezahlt werden &#8211;   sei es durch h&#246;here &#246;ffentliche Ausgaben oder durch Lohndumping bei den   Besch&#228;ftigten.<\/p>\n<p>  Das verst&#228;rkte Hereinholen privater Investoren, z.B. durch PPP-Projekte   (&#8222;&#214;ffentlich Private Partnerschaft&#8220;; kurz: die Stadt bezahlt, die   Investoren kassieren) oder CBL (fr&#252;her erlaubte Leasing-Gesch&#228;fte mit   US-Konzernen) und die Umwandlung st&#228;dtischer Eigenbetriebe in   privatrechtliche GmbH haben zur Aushebelung von Transparenz und   demokratischer Kontrolle gef&#252;hrt. Dadurch ist das Geflecht aus hoch   bezahlten Vorst&#228;nden und von Aufsichtsr&#228;ten, die nichts kontrollieren,   sondern am geheimen Kl&#252;ngel beteiligt sind, erst entstanden.<\/p>\n<p>  Statt Privatisierung sind eine Re-Kommunalisierung privatisierter   Betriebe sowie die umfassende Demokratisierung st&#228;dtischer Betriebe und   Entscheidungsprozessen in der Stadt n&#246;tig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Zum Einsturz des Stadtarchives und weiterer Geb&#228;ude in der Severinstra&#223;e<br \/>\n      in K&#246;ln\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13052"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13052"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13052\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}