{"id":13049,"date":"2009-03-06T00:05:01","date_gmt":"2009-03-06T00:05:01","guid":{"rendered":".\/?p=13049"},"modified":"2009-03-06T00:05:01","modified_gmt":"2009-03-06T00:05:01","slug":"13049","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13049\/","title":{"rendered":"Samba und Sozialismus"},"content":{"rendered":"<p>  Erfolgreiche Lateinamerika-Schulung des CWI<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Revolution&#228;re Ereignisse, Neugruppierungen in Gewerkschaften und Linken,   Zusammenschluss revolution&#228;rer Organisationen, Widerstand gegen   Entlassungen und Bildungsk&#252;rzungen: die zweite   Lateinamerika-Sommerschulung des Komitees f&#252;r eine   Arbeiterinternationale (engl. Abk&#252;rzung: CWI, die internationale   sozialistische Organisation, der die SAV angeschlossen ist) hatte viel   Diskussionsstoff.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  <i><b>von Sascha Stanicic<\/b><\/i><\/h4>\n<\/p>\n<p>  Vom 12. bis 16. Februar versammelten sich einhundert MarxistInnen aus   Brasilien, Bolivien, Chile und Venezuela in der N&#228;he von Sao Paulo zur   zweiten Sommerschulung des CWI in Lateinamerika. Unter den   TeilnehmerInnen waren auch Mitglieder des Colectivo Liberdade Socialiste   (CLS) und der Gruppe React Socialismo!, sowie einer Gruppe k&#228;mpferischer   Lehrer-GewerkschafterInnen aus Rio de Janeiro. Ebenfalls angereist waren   CWI-Mitglieder aus Belgien, Deutschland, Griechenland und den USA,   darunter mit Nikos Anastasiadis und Sascha Stanicic zwei Mitglieder des   Internationalen Exekutivkomitees des CWI (IEK).<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Vollversammlung von SR-Brasilien<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Am ersten Tag fand eine Vollversammlung der brasilianischen CWI-Sektion   Socialismo Revolucionario (SR) statt. Diese stand ganz im Zeichen der   vielen Aufgaben und Ziele, die sich die GenossInnen gesetzt haben. So   wurde die St&#228;rkung des linken Blocks &#8222;Resistencia Socialista&#8220; innerhalb   der neuen linken Partei P-SoL (Partei f&#252;r Sozialismus und Freiheit)   bekr&#228;ftigt und das Eingreifen beim diesj&#228;hrigen Kongress der Partei   diskutiert. Im Block haben sich f&#252;nf marxistische Gruppen zusammen   geschlossen, die daf&#252;r eintreten, dass die P-SoL eine sozialistische und   revolution&#228;re Partei wird, die ihren Schwerpunkt auf die Organisierung   des Klassenkampfes und den Kampf f&#252;r Sozialismus legt, statt &#8211; wie   derzeit durch die Parteif&#252;hrung betrieben &#8211; auf Beteiligung an   Parlamentswahlen und die &#214;ffnung hin zu B&#252;ndnissen mit   pro-kapitalistischen Parteien.<\/p>\n<p>  Genauso intensiv wurde die Teilnahme am Prozess zur Gr&#252;ndung eines neuen   &quot;Gewerkschaftszentrums&quot; debattiert. Der gro&#223;e brasilianische   Gewerkschaftsdachverband CUT steht der Regierung der Arbeiterpartei (PT)   unter Pr&#228;sident Lula nahe und betreibt eine kompromisslerische Politik   gegen&#252;ber den Arbeitgebern. Linke und k&#228;mpferische GewerkschafterInnen   haben in den letzten Jahren begonnen sich unabh&#228;ngig zusammen zu   schlie&#223;en bzw. innerhalb von CUT-Gewerkschaften oppositionelle Gruppen   gebildet. Diese haben sich haupts&#228;chlich in zwei nationalen Strukturen,   Intersindical und Conlutas, zusammen geschlossen. Conlutas ist dabei die   organisiertere und bedeutendere Gruppe, hat aber das Defizit, dass ihre   Strukturen stark durch die PSTU (Vereinigte Sozialistische   Arbeiterpartei &#8211; eine trotzkistische Organisation mit ca. 2000   Mitgliedern) dominiert wird. Socialismo Revolucionario beteiligt sich an   Conlutas und tritt f&#252;r eine Vereinigung der verschiedenen k&#228;mpferischen   und oppositionellen Kr&#228;fte in einem neuen Gewerkschaftszentrum ein, das   aber auch soziale Bewegungen und Jugendorganisationen umfassen soll.<\/p>\n<p>  Ein dritter wichtiger Diskussionspunkt war die geplante Vereinigung von   Socialismo Revolucionario mit dem Colectivo Liberdade Socialiste (CLS).   Beide Organisationen arbeiten im Block &#8222;Resistencia Socialista&#8220; zusammen   und f&#252;hren seit &#252;ber einem Jahr intensive Debatten &#252;ber einen   Zusammenschluss. Die Schulung, an der CLS-VertreterInnen aus Sao Paulo   und Minais Gerais teilnahmen, war zweifellos ein weiterer Schritt auf   dem Weg zur Fusion, die hoffentlich zur Jahresmitte abgeschlossen werden   kann.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend der Schulung fand auch eine Podiumsdiskussion zwischen dem   CLS-Vertreter Roberio Paulino und dem SR-Genossen Markus Kolbrunner zu   einem k&#252;rzlich von Roberio ver&#246;ffentlichten Buch &#252;ber die Erfahrungen   des Sozialismus im 20. Jahrhundert statt. In der kameradschaftlich   gef&#252;hrten Debatte wurde deutlich, dass es zu verschiedenen Fragen, wie   der Einsch&#228;tzung der Entwicklung des Stalinismus, der Rolle des Staates   und des Verh&#228;ltnisses zwischen Partei und Arbeiterklasse weiteren   Diskussionsbedarf gibt. In einer lebhaften Diskussion, an der sich viele   Mitglieder beider Gruppen beteiligten war man sich aber auch einig, dass   diese Diskussion im Rahmen einer gemeinsamen Organisation und des   gemeinsamen Eingreifens in den Klassenkampf stattfinden kann.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/podiumroberio.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  Die SR-Versammlung verabschiedete einstimmig eine Resolution zur   politischen Lage in Brasilien und den Aufgaben der Organisation. Danach   fand eine Jugendversammlung der SR-Mitglieder statt, in der verschiedene   Aspekte der Jugendarbeit von den j&#252;ngeren Mitgliedern selbst&#228;ndig   diskutiert und entschieden wurden, darunter vor allem die Arbeit an   Universit&#228;ten, die ein Schwerpunkt der Jugendarbeit ist.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Wirtschaftskrise und Lateinamerika<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Der zweite Tag der Schulung stand ganz im Zeichen der internationalen   Entwicklungen mit Diskussionen zur weltweiten kapitalistischen Krise,   &#252;ber die Arbeit des Komitees f&#252;r eine Arbeiterinternationale und zur   Jugendrevolte in Griechenland, die von den anwesenden IEK-Mitgliedern   eingeleitet wurden.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/saschaaufpodiumklein.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  Es gab in der Debatte gro&#223;e Einigkeit, dass die aktuelle Krise einen   Wendepunkt f&#252;r die Entwicklung des Weltkapitalismus und des   Klassenkampfes darstellt und die Alternative Sozialismus wieder auf die   Tagesordnung stellt. Brasilien wurde bisher noch nicht mit voller Wucht   von der Krise getroffen und es gibt noch einige Illusionen, dass das   Land m&#246;glicherweise weniger stark beeintr&#228;chtigt werden k&#246;nnte. Aber in   den letzten zwei Monaten sind auch in Brasilien hunderttausende   Arbeitspl&#228;tze vernichtet worden.<\/p>\n<p>  Einige Fragen zu den Perspektiven f&#252;r den Krisenverlauf und seine   Auswirkungen wurden diskutiert. Angesichts der simplifizierenden   Einsch&#228;tzung der PSTU, dass diese Krise mehr oder weniger automatisch zu   sozialistischem Massenbewusstsein und revolution&#228;ren Situationen f&#252;hren   werde, warnten einige RednerInnen vor vereinfachend-optimistischen   Aussichten. Es gebe zwar jeden Grund, optimistisch zu sein, da sich die   Lage grundlegend in Richtung der SozialistInnen &#228;ndere, aber die   verkomplizierenden Faktoren in einem Massenbewusstsein, das noch keine   klaren sozialistischen Schlussfolgerungen gezogen habe, d&#252;rfen auch   nicht ignoriert werden. Einig waren sich aber alle, dass der Aufbau   marxistischer Kr&#228;fte nun beschleunigt und erfolgreich von statten gehen   kann. Roberio Paulino rief in der Debatte dazu auf, die Fusion von SR   und CLS dazu zu nutzen, mit sozialistischer Propaganda in die Offensive   zu gehen und im ganzen Land Plakate zu kleben und Veranstaltungen   durchzuf&#252;hren.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/nikos.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  Der dritte Tag begann mit einer allgemeinen Diskussion zu den   Entwicklungen in Lateinamerika und wurde dann mit vier speziellen   Debatten zu Venezuela, Bolivien, Chile und Brasilien fortgesetzt.<\/p>\n<p>  Andr&#233; Ferrari leitete die erste Diskussion ein und erkl&#228;rte, dass der   Gedanke, der Kontinent k&#246;nne von der Weltwirtschaftskrise verschont   bleiben, illusorisch ist. Er erw&#228;hnte, dass die Vereinten Nationen einen   Anstieg der Armut um 15 Prozent und die Vernichtung von vier Millionen   Arbeitspl&#228;tzen f&#252;r Lateinamerika erwarten.<\/p>\n<p>  Er ging auf die unterschiedlichen Entwicklungstempi in verschiedenen   L&#228;ndern und den verschiedenen Stand von Massenbewegungen und   Klassenk&#228;mpfen ein. Die Krise bedeutet auch eine Herausforderung f&#252;r   diejenigen L&#228;nder, in denen links-populistische Regierungen einige   wichtige Sozialprogramme f&#252;r die Bev&#246;lkerung durchgef&#252;hrt haben. Gerade   der Fall der Rohstoffpreise wird f&#252;r Venezuela und Bolivien schwere   Folgen haben. William aus Venezuela erkl&#228;rte, dass zum Beispiel 65   Prozent der Lebensmittel importiert werden und der staatliche &#214;lkonzern   PDVSA schon Zahlungsprobleme hat. Auch Johan Rivas, Gewerkschafter aus   Caracas erkl&#228;rte, dass die Fortschritte in Venezuela gef&#228;hrdet sind,   wenn der revolution&#228;re Prozess nicht durch die vollst&#228;ndige Abschaffung   des Kapitalismus zu Ende gef&#252;hrt wird. Dazu bedarf es des Aufbaus einer   unabh&#228;ngigen sozialistischen Arbeiterbewegung. Die CWI-Mitglieder in   Venezuela arbeiten als MarxistInnen in der neuen Partei PSUV,   kritisieren aber ihren stark b&#252;rokratischen Charakter, wie auch die   B&#252;rokratisierung von Gewerkschaften und des Staates. Dies f&#252;hrte zu   wachsender Unzufriedenheit und gab der rechten, pro-kapitalistischen   Opposition die Gelegenheit sich wieder zu sammeln. Trotz der Kritik an   Ch&#225;vez rief das CWI in Venezuela aber zu einer Ja-Stimme beim Referendum   am 15. Februar auf, da eine Niederlage f&#252;r das Ch&#225;vez-Lager nur die   pro-kapitalistische Opposition gest&#228;rkt h&#228;tte. William brachte es auf   den Punkt: das Problem ist, dass die Massen zur Zeit nur zwei   Referenzpunkte haben: Ch&#225;vez und die rechte Opposition. Der Aufbau einer   unabh&#228;ngigen marxistischen Kraft gestaltet sich entsprechend   kompliziert, nicht zuletzt weil den CWI-Mitgliedern selber immer wieder   von den B&#252;rokraten Kn&#252;ppel zwischen die Beine geworfen werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/venezolanos.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  Adam Ziemkowski aus Cochabamba in Bolivien rekapitulierte die Ereignisse   der letzten Monate und vertrat die These, dass eine revolution&#228;re   Situation m&#246;glich gewesen w&#228;re, wenn die Massenbewegung gegen den   rechten &#8222;Halb-Putsch&#8220; eine klare marxistische F&#252;hrung gehabt h&#228;tte und   die Morales-Regierung statt auf Vers&#246;hnung mit der pro-kapitalistischen   Opposition zur revolution&#228;ren Mobilisierung f&#252;r den Sozialismus   aufgerufen h&#228;tte. Er erkl&#228;rte auch, dass die neue bolivianische   Verfassung zwar viele Verschlechterungen im Vergleich zum   Ursprungsentwurf enth&#228;lt (Verschlechterungen, die Morales zur Beruhigung   der Kapitalisten und Gro&#223;grundbesitzer eingef&#252;hrt hat), aber trotzdem   ein Fortschritt f&#252;r die Massen ist und es deshalb n&#246;tig war f&#252;r die   Annahme der Verfassung beim Referendum zu stimmen. Auch im Fall von   Bolivien h&#228;tte ein Sieg des Nein-Lagers nur zur St&#228;rkung der   pro-kapitalistischen, rechten Opposition gef&#252;hrt. Adam f&#252;hrte aber auch   aus, dass eine neue Verfassung noch keine Verbesserung der materiellen   Verh&#228;ltnisse bedeutet und diese nur durch organisierten Massenkampf der   Arbeitrklasse und der indigenen Bev&#246;lkerung erreicht werden kann.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Andre Ferrari berichtete unter anderem auch von wichtigen Entwicklungen   in Mexiko, Kolumbien und Peru. In Mexiko scheint eine Spaltung der   links-demokratischen Oppositionspartei PRD m&#246;glich zu sein, die zur   Bildung einer neuen linkeren Partei f&#252;hren k&#246;nnte. In Kolumbien ist es   m&#246;glich, dass die Tage des rechten und pro-imperialistischen Pr&#228;sidenten   Uribe gez&#228;hlt sind und es entwickelt sich gerade eine gro&#223;e Bewegung.   Und auch in Peru und Chile entwickeln sich wichtige K&#228;mpfe von Teilen   der Arbeiterklasse.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Jane Barros leitete die Diskussion zu Brasilien ein und wies unter   anderem auf den widerspr&#252;chlichen Charakter der Situation hin. Das   Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre und die begrenzten   Sozialreformen von Lula haben seine Popularit&#228;t auf 80 Prozent   Zustimmungsraten steigen lassen. Gleichzeitg hat sich aber die   Lebenslage der Massen nicht grundlegend verbessert und gibt es viel   Unzufriedenheit. Seit Oktober entwickelt sich nun auch die Krise in   Brasilien und die Lage &#228;ndert sich. Ein erster nationaler   gewerkschaftlicher Aktionstag ist f&#252;r M&#228;rz ausgerufen und k&#246;nnte ein   wichtiger Mobilisierungspunkt werden.<\/p>\n<p>  Jane berichtete auch von zunehmender Repression gegen streikende   ArbeiterInnen und soziale Bewegungen.<\/p>\n<p>  In der Diskussion zu Brasilien wurde auch die Frage debattiert,   inwiefern das Land eine sub-imperialistische (bzw. regionale   imperialistische) Rolle spielt. Andr&#233; Ferrari wies darauf hin dass zwar   die brasilianischen Kapitalisten zu keinem Zeitpunkt eine v&#246;llig   unabh&#228;ngige Rolle vom Imperialismus gespielt haben, sie aber doch eine   solche sub-imperialistische Rolle einnehmen und es eine Reihe von   Konflikten mit anderen Staaten gibt, die das zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Kampf gegen Unterdr&#252;ckung und Diskriminierung<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Das n&#228;chste Thema war die Unterdr&#252;ckung und Diskriminierung von Frauen,   Schwarzen und Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. Auf dem Podium   diskutierten Jane, Luciano und Wallace &#252;ber dieses Thema. Es entwickelte   sich eine der lebendigsten Diskussionen, an der vor allem junge   TeilnehmerInnen sich beteiligten.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Der letzte Tag der Schulung stand im Zeichen einer spannenden Diskussion   &#252;ber die Lage der indigenen Bev&#246;lkerung auf dem Kontinent und der   Bedeutung ihrer Bewegungen. Celso Calfullan aus Chile, selber ein   Angeh&#246;riger der Volksgruppe der Mapuche, leitete die Debatte ein und   referierte in diesem Zusammenhang auch zum Lebenswerk des ber&#252;hmten   peruanischen Marxisten Mariategui. Dieser ist im Peru von heute sehr   popul&#228;r, wird aber durch Regierung, Medien und reformistische Kr&#228;fte   seines revolution&#228;ren Inhalts beraubt.<\/p>\n<p>  Alle Anwesenden waren sich einig, dass dies nur der Beginn einer Debatte   &#252;ber die Rolle der Indigenas war. Insbesondere Adam aus Bolivien warf   interessante und wichtige Fragen zur Bedeutung und Rolle der indigenen   Bev&#246;lkerung im Kampf f&#252;r Sozialismus auf. Er wies darauf hin, dass die   indigenen Bauern kein Kleineigentum, sondern Kollektiveigentum an Grund   und Boden vertreten und daher einem sozialistischen Bewusstsein sehr   nahe sind. Daraus und aus dem hohen Organisationsgrad der indigenen   Bev&#246;lkerungen leitete er die Frage ab, inwiefern MarxistInnen zu der   Schlussfolgerung kommen m&#252;ssen, dass die f&#252;hrende Rolle in einer   sozialistischen Revolution in einem Land wie Bolivien bei der   Arbeiterklasse und der indigenen Bev&#246;lkerung liege.<\/p>\n<\/p>\n<h4>  Aufbau des CWI auf dem Kontinent<\/h4>\n<\/p>\n<p>  Der Aufbau des CWI in Lateinamerika hat in den letzten Jahren wichtige   Fortschritte gemacht. Das dr&#252;ckte sich in der hervorragenden Stimmung   unter den TeilnehmerInnen aus. Insbesondere die brasilianische Sektion   ist &#8222;jung, aber bereit&#8220;, wie es ein Teilnehmer ausdr&#252;ckte. Die Dynamik   der GenossInnen setzte sich auch abends auf der Tanzfl&#228;che bei Samba und   anderen Rythmen fort.<\/p>\n<p>  Der geplante Zusammenschluss mit der CLS wird zur Bildung einer neuen   revolution&#228;r-marxistischen Organisation in Brasilien f&#252;hren, die nicht   nur zahlenm&#228;&#223;ig gr&#246;&#223;er sein wird, sondern auch viele wichtige   Erfahrungen vereint und neue Arbeitsfelder f&#252;r das CWI er&#246;ffnet.<\/p>\n<p>  Die Gruppe in Chile, die nach Aussage eines Genossen einen Doktortitel   in Geduld erworben hat, ist klein, aber erfahren und gut positioniert,   um ausgehend von der Zunahme von Bewegungen und Klassenk&#228;mpfen eine   starke marxistische Kraft aufzubauen. Insbesondere die Webseite der   chilenischen Organisation hat einen gro&#223;en Leserkreis, der auch in   andere L&#228;nder, wie Mexiko, Peru und Spanien reicht. Die   Wieder-Herausgabe einer professionellen Zeitung in Printform ist ein   entscheidender Fortschritt f&#252;r diese GenossInnen.<\/p>\n<p>  In Bolivien und Venezuela ist das CWI noch im Prozess erste Gruppen zu   festigen. Die anwesenden GenossInnen brachten ihre feste   Entschlossenheit, starke Sektionen der Internationale aufzubauen, zum   Ausdruck. Die bolivianischen GenossInnen brachten die neue Ausgabe ihrer   Zeitung &#8222;La Chispa&#8220; mit und berichteten, dass sie sehr optimistisch   sind, die Mitgliedschaft in den n&#228;chsten Wochen zu verdoppeln.<\/p>\n<p>  Au&#223;erdem wurde von Diskussionen mit Gruppen von am CWI Interessierten   SozialistInnen in Mexiko, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Costa Rica und   Argentinien berichtet. Es besteht also die M&#246;glichkeit, dass die n&#228;chste   lateinamerikanische Sommerschulung des CWI von TeilnehmerInnen aus   deutlich mehr L&#228;ndern besucht wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Erfolgreiche Lateinamerika-Schulung des CWI\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[41],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13049"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13049"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13049\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}