{"id":13032,"date":"2009-03-11T00:00:00","date_gmt":"2009-03-10T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13032"},"modified":"2012-07-21T13:48:01","modified_gmt":"2012-07-21T11:48:01","slug":"13032","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13032\/","title":{"rendered":"Kurzarbeit ist keine L&#246;sung"},"content":{"rendered":"<p>  F&#252;r den Erhalt aller Arbeitspl&#228;tze!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i><b>Von Oktober 2008 bis Anfang Februar meldeten Unternehmen f&#252;r   774.600 Besch&#228;ftigte Kurzarbeit an. Die Bundesagentur f&#252;r Arbeit (BA)   hat die Mittel von 300 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro aufgestockt.   Schon jetzt droht aber, dass der BA sp&#228;testens 2010 das Geld ausgeht.<\/b><\/i><\/p>\n<h4>  <i>von Angelika Teweleit, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Zuerst hat die Bundesregierung (mit dem Blick auf die Bundestagswahl   gerichtet) die maximale Dauer des Kurzarbeitergeldes auf anderthalb   Jahre verl&#228;ngert. Dann wurde mit dem Konjunkturpaket II beschlossen, die   H&#228;lfte des Arbeitgeberanteils der Sozialbeitr&#228;ge bei Kurzarbeit von der   Bundesagentur f&#252;r Arbeit &#252;bernehmen zu lassen. Da der Staat &#8211; und damit   die breite Masse der Steuerzahler &#8211; bei Kurzarbeit ohnehin schon an   Stelle der Konzerne f&#252;r einen Teil des Verdienstausfalls aufkommt,   werden mit dieser Politik Unternehmen, die jahrelang Rekordprofite   eingefahren haben, auch in der Krise entlastet.<\/p>\n<h4>  Kurzarbeit = Lohnverlust<\/h4>\n<p>  F&#252;r die von Kurzarbeit betroffenen KollegInnen gleicht die BA die L&#246;hne   f&#252;r die weniger geleisteten Stunden nur zu 60 Prozent beziehungsweise zu   67 Prozent f&#252;r Besch&#228;ftigte mit Kind aus. Einige Gro&#223;konzerne   versprechen, auf 80 oder 90 Prozent aufzustocken. Allerdings bezieht   sich das nur auf den Gesamtnettolohn. Bei Daimler Marienfelde bekommen   viele KollegInnen keinerlei Aufstockung, weil sie nach dem Ausgleich   durch die BA nicht unter 90 Prozent des Gesamtnettolohns fallen. Das   bedeutet aber, dass KollegInnen real mit bis zu zehn Prozent weniger im   Monat auskommen m&#252;ssen.<\/p>\n<h4>  Statt Kapitulation&#8230;<\/h4>\n<p>  Im Sieben-Punkte-Programm der IG Metall &#8222;Arbeitspl&#228;tze sichern &#8211;   Konjunktur stabilisieren &#8211; Zukunft gestalten&#8220; hei&#223;t es, Kurzarbeit k&#246;nne   das zentrale Instrument f&#252;r Besch&#228;ftigungssicherung 2009 werden. Dabei   l&#228;sst das Ifo-Institut verlautbaren: &#8222;Jetzt setzen viele Firmen noch auf   Kurzarbeit. Wir rechnen aber ab Sommer mit einem sprunghaften Anstieg   der Arbeitslosigkeit.&#8220;<\/p>\n<h4>  &#8230;Kampf um jeden Arbeitsplatz!<\/h4>\n<p>  Es darf nicht hingenommen werden, dass die KollegInnen f&#252;r die Krise   bezahlen. Viele Konzerne haben immer noch genug Geld, um ihren   Aktion&#228;ren riesige Summen auszubezahlen. Daher lauten die Forderungen   zum Beispiel von der &#8222;Alternative&#8220;, der oppositionellen Betriebszeitung   bei Daimler Marienfelde in Berlin: Ausgleich der Verluste f&#252;r alle   KurzarbeiterInnen zu 100 Prozent durch den Konzern; f&#252;r die gesamte   Autoindustrie 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn &#8211; Verteilung der Arbeit   auf alle.<\/p>\n<p>  Bei den aktuellen Auftragseinbr&#252;chen l&#228;uft in einer Reihe von Betrieben   alles auf Entlassungen hinaus &#8211; auch wenn vorher noch so viele   Verzichtsvereinbarungen durch Betriebsr&#228;te und Gewerkschaftsf&#252;hrung   unterschrieben werden. Daher geht kein Weg daran vorbei, eine   sozialistische Verstaatlichung dieser Betriebe zu fordern. Anstatt   staatlicher Beteiligung an den Verlusten muss dies bedeuten: komplette   &#220;berf&#252;hrung des Betriebes in Gemeineigentum unter demokratischer   Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev&#246;lkerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      F&#252;r den Erhalt aller Arbeitspl&#228;tze!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[122],"tags":[270,212],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13032"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13032\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}