{"id":13027,"date":"2009-03-09T00:00:00","date_gmt":"2009-03-09T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13027"},"modified":"2009-03-09T00:00:00","modified_gmt":"2009-03-09T00:00:00","slug":"13027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13027\/","title":{"rendered":"Appell f&#252;r Arbeitszeitverk&#252;rzung"},"content":{"rendered":"<p>  ver.di-Aktivisten machen Druck<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die Gewerkschaften reagieren bislang weitgehend hilflos auf die   Wirtschaftskrise. Angesichts der Vernichtung Tausender Arbeitspl&#228;tze   f&#228;llt auch ihnen nichts besseres ein, als staatliche &#8222;Schutzschirme&#8220; f&#252;r   angeschlagene Privatkonzerne zu fordern. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Umso wichtiger ist eine aktuelle Initiative von ver.di-Mitgliedern   und -Funktion&#228;ren: Sie wollen die Forderung nach radikaler   Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich wieder auf   die Agenda ihrer Gewerkschaft setzen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Daniel Behruzi, Frankfurt am Main<\/i><\/h4>\n<p>  In einem Appell, den in zwei Wochen mehr als 1.000 Gewerkschafterinnen   und Gewerkschafter unterzeichnet haben, hei&#223;t es: &#8222;Die Vernichtung   Tausender Arbeitspl&#228;tze im &#214;ffentlichen Dienst und in weiten Teilen der   Privatwirtschaft setzt sich fort. Darauf ist eine zentrale Antwort der   Gewerkschaften: Arbeitsumverteilung.&#8220; Diese Forderung habe ver.di in den   vergangenen Jahren deutlich vernachl&#228;ssigt, so die Kritiker. Zwar habe   die Gewerkschaft diverse Beschl&#252;sse f&#252;r eine Verk&#252;rzung der   Arbeitszeiten gef&#228;llt, in der tarifpolitischen Praxis sei dies jedoch   konterkariert worden. Statt eine Verk&#252;rzung zu erk&#228;mpfen, habe die   ver.di-Spitze in vielen Bereichen der unbezahlten Verl&#228;ngerung von   Arbeitszeiten zugestimmt &#8211; in einigen F&#228;llen gar kampflos.<\/p>\n<h4>  Verl&#228;ngerung zugestanden<\/h4>\n<p>  Zuletzt hatten die Verhandlungsf&#252;hrer der Gewerkschaft Anfang   vergangenen Jahres f&#252;r einen Teil der Kommunalbesch&#228;ftigten die   Verl&#228;ngerung der Wochenarbeitszeit um eine halbe Stunde zugestanden, um   etwas mehr Spielraum f&#252;r Lohnerh&#246;hungen zu erhalten. &#8222;Es darf nicht   sein, dass die gro&#223;e Bedeutung der Arbeitszeitfrage auf Kongressen immer   wieder betont wird, sie in der Praxis aber als Verhandlungsmasse bei   Tarifrunden missbraucht wird&#8220;, erkl&#228;rt David Matrai,   ver.di-Jugendsekret&#228;r in Osnabr&#252;ck und Mitinitiator des Appells. &#8222;Die   programmatische Positionierung muss endlich wieder mit der   tarifpolitischen Praxis in Einklang gebracht werden.&#8220;<\/p>\n<p>  ver.di habe in den Konflikten um eine von den Arbeitgebern geforderte   Verl&#228;ngerung der Arbeitszeiten richtigerweise argumentiert, dass dies   den Abbau Tausender Stellen zur Folge hat. &#8222;Im Umkehrschluss hei&#223;t das:   Radikale Arbeitszeitverk&#252;rzung ist die zentrale gewerkschaftliche   Antwort auf die wachsende Erwerbslosigkeit&#8220;, so Matrai. F&#252;r ihn und   seine Mitstreiter ist klar, dass dies f&#252;r die Besch&#228;ftigten nicht mit   Einkommensverlust einhergehen kann. In dem Appell hei&#223;t es: &#8222;Wir treten   f&#252;r eine Verk&#252;rzung in gro&#223;en Schritten &#8211; zun&#228;chst f&#252;r die   35-Stunden-Woche &#8211; sowie f&#252;r vollen Lohn- und Personalausgleich ein.&#8220;<\/p>\n<h4>  Initiative trifft den Nerv<\/h4>\n<p>  &#8222;Mit dem Appell wollen wir eine breite Debatte &#252;ber die Forderung nach   Arbeitszeitverk&#252;rzung ansto&#223;en und unsere Gewerkschaft auf k&#252;nftige   Auseinandersetzungen in dieser Frage vorbereiten&#8220;, erl&#228;utert Matrai. Die   enorme Resonanz seit der Ver&#246;ffentlichung zeige, dass die Forderung   unter den ver.di-Aktiven einen Nerv treffe. Selbst die Sprecherin des   ver.di-Bundesvorstands hatte die Initiative auf Nachfrage des Neuen   Deutschland begr&#252;&#223;t und gesagt: &#8222;Bei reinen Appellen darf es nicht   bleiben. Wir m&#252;ssen das Thema auch tats&#228;chlich in die Betriebe tragen.&#8220;   Das meinen auch die Initiatoren des Arbeitszeitappells. Sp&#228;testens zur   Tarifunde bei Bund und Kommunen Ende dieses Jahres soll sich dieser in   konkreten Forderungen und Aktionen niederschlagen.<\/p>\n<h4>  <a href=\"http:\/\/www.arbeitszeitappell.de\/\">zum Appell &#8211;   arbeitszeitappell.de\/<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      ver.di-Aktivisten machen Druck\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[212],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13027"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13027"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13027\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13027"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13027"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13027"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}