{"id":13025,"date":"2009-03-03T00:00:00","date_gmt":"2009-03-03T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13025"},"modified":"2009-03-03T00:00:00","modified_gmt":"2009-03-03T00:00:00","slug":"13025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/03\/13025\/","title":{"rendered":"Nazi-Gefahr stoppen!"},"content":{"rendered":"<p>  Schlussfolgerungen aus dem braunen Aufmarsch in Dresden<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Am 14. Februar marschierten etwa 6.000Rechtsextremisten aus ganz   Europa in einem gespenstisch wirkenden &#8222;Trauermarsch&#8220; durch Dresden.   Einen Tag zuvor nahmen etwa 1.000 Neonazis an einen Fackelmarsch teil.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Ronald Luther, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Schon seit Jahren versucht die rechtsextreme Szene, den Tag des   Gedenkens an die Zerst&#246;rung Dresdens infolge des von Hitler-Deutschland   begonnenen Zweiten Weltkriegs zu ihrem &#8222;zentralen Aufmarschtag&#8220; zu   machen. Ihr Ziel ist, die Verbrechen der Nazis mit Transparenten wie   &#8222;alliierter Bombenholocaust&#8220; zu relativieren.<\/p>\n<h4>  Brutale Nazi-Gewalt<\/h4>\n<p>  Auf Hin- und R&#252;ckfahrt zu Gegenprotesten kam es in Z&#252;gen zu &#220;bergriffen   auf AntifaschistInnen. Ein Bus mit GewerkschafterInnen wurde von   Nazi-Schl&#228;gern angegriffen. F&#252;nf GewerkschafterInnen wurden verletzt,   einer davon kam mit Sch&#228;delbruch ins Krankenhaus.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend die Neonazis ihren Aufmarsch weitgehend ungest&#246;rt durchziehen   konnten &#8211; da Gegendemonstranten durch Polizeiabsperrungen daran   gehindert wurden, an die Aufmarschstrecke zu gelangen &#8211; wurden   AntifaschistInnen bereits auf der Hinfahrt von der Polizei attackiert   und drangsaliert.<\/p>\n<h4>  Erneut wurde sichtbar: Dieser Staat l&#228;sst die braunen Schl&#228;ger gew&#228;hren.   Auf ihn k&#246;nnen wir uns im Kampf gegen Nazis nicht verlassen.<\/h4>\n<h4>  Gegenproteste ohne Durchschlagskraft<\/h4>\n<p>  Insgesamt 12.000 Menschen nahmen an den Gegendemonstrationen teil. Die   Wirkung dieser Proteste blieb allerdings begrenzt. Das lag nicht nur an   den massiven Polizeiabsperrungen.<\/p>\n<p>  Um den Rechtsextremen wirksam entgegenzutreten, muss man das zum einen   auch ganz real tun. Wenn Zehntausende auf dem Platz vor dem Dresdener   Hauptbahnhof gestanden h&#228;tten, dann h&#228;tten sich die Nazis nicht mal   versammeln k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Zum anderen muss die Mobilisierung zu den Gegenprotesten damit verbunden   werden, die Nazi-Propaganda zu entlarven und aufzuzeigen, dass nicht   Ausl&#228;nder sondern in Deutschland haupts&#228;chlich deutsche Unternehmer   Arbeitspl&#228;tze vernichten. W&#228;hrend sich DIE LINKE in der jetzigen Krise   des Kapitalismus auffallend ruhig verh&#228;lt, predigen die Neonazis   ungeniert den &#8222;nationalen Sozialismus&#8220;. N&#246;tig ist eine linke Alternative   zum Erhalt aller Arbeitspl&#228;tze und des Lebensstandards der Masse der   Bev&#246;lkerung.<\/p>\n<h4>  Mobilisierung<\/h4>\n<p>  Doch statt sich den Nazis in den Weg zu stellen und mit klarem Programm   f&#252;r eine sozialistische Demokratie gegen sie zu mobilisieren, wurde auch   von der Partei DIE LINKE und den Gewerkschaften alles dem Ziel   untergeordnet, mit den etablierten Parteien, mit M&#252;ntefering und Co., in   Dresden aufzutreten.<\/p>\n<p>  Warum soll ein arbeitsloser Dresdener auf die Idee kommen, gemeinsam mit   Franz M&#252;ntefering (SPD) zu demonstrieren, der Hartz IV eingef&#252;hrt und   damit auch f&#252;r ein weiteres Erstarken der Neonaziszene gesorgt hat?<\/p>\n<p>  Die Parteien der Kapitalisten wie CDU, SPD, FDP und Gr&#252;ne heucheln, wenn   sie einerseits gegen die NPD protestieren, andererseits ausl&#228;ndische   Familien abschieben und die Masse der Bev&#246;lkerung f&#252;r die Krise des   kapitalistischen Systems bezahlen lassen wollen. Notwendig ist die   selbstst&#228;ndige Mobilisierung der Gewerkschaften und linker   Organisationen, allen voran der LINKEN, um die Nazis zu stoppen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Schlussfolgerungen aus dem braunen Aufmarsch in Dresden\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[212],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13025"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13025\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}