{"id":13004,"date":"2009-02-07T00:00:00","date_gmt":"2009-02-07T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13004"},"modified":"2009-02-07T00:00:00","modified_gmt":"2009-02-07T00:00:00","slug":"13004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/02\/13004\/","title":{"rendered":"Naher Osten: Dubai`s Finanzviertel wird zur Geisterstadt"},"content":{"rendered":"<p>  Arabisches Gipfeltreffen hat f&#252;r arbeitende Menschen und die Armen   nichts zu bieten<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Tamer Mahdi, Lojna Li Omamiyet Al Ommal (Schwesterorganisation   von SAV und SLP und Sektion des CWI im Libanon), 3. Februar 2009<\/i><\/h4>\n<p>  Niemand wei&#223;, welches Ausma&#223; die Verluste angenommen haben, von der die   Metropole Dubai in Folge der momentanen Finanzkrise betroffen ist. Und   es wird zu vertuschen versucht, dass viele kleine Gesch&#228;fte schlie&#223;en   und die Besch&#228;ftigten arbeitslos werden. Viele gro&#223;e Betriebe streichen   Arbeitspl&#228;tze und legen verzweifelt momentane und geplante Projekte auf   Eis. Einige aus Dubai in den Libanon zur&#252;ckkehrende GastarbeiterInnen   berichten, dass viele Menschen zur Zeit Dubai verlassen. Die Mehrheit   der ArbeiterInnen dort stammt aus dem Ausland. Der Stra&#223;enverkehr in der   Stadt ist zur&#252;ckgegangen und es gibt jetzt weniger Restaurants und Caf&#233;s.<\/p>\n<p>  Die Banken sind von den gr&#246;&#223;ten Verlusten betroffen, dicht gefolgt von   Immobiliengesellschaften und den Medien. Die meisten ArbeitsmigrantInnen   in Dubai bef&#252;rchten, dass sie jeden Moment ihre Stellung verlieren   k&#246;nnten. Auch in den Heimatl&#228;ndern der ArbeitsmigrantInnen werden die   Folgen der Wirtschaftskrise sp&#252;rbar, wenn klar ist, dass es auch dort zu   steigender Arbeitslosigkeit kommen wird. Diese Entwicklung k&#246;nnen wir   schon im Libanon, in Indien, Pakistan und anderen L&#228;ndern   nachvollziehen. Hunderttausende von ArbeiterInnen riskieren, ihre   Arbeitspl&#228;tze zu verlieren und wieder abh&#228;ngig von Bankkrediten zu   werden, die sich zu erheblichen Geldbetr&#228;gen auft&#252;rmen.<\/p>\n<h4>  Der Libanon ist nicht immun &#8211; Die ArbeiterInnen werden den Preis daf&#252;r   zahlen<\/h4>\n<p>  Sch&#228;tzungen zufolge werden um die 100.000 ArbeiterInnen in den Libanon   zur&#252;ckkehren und sich zu den Arbeitslosen gesellen, die bereits rund 30   Prozent der arbeitsf&#228;higen Bev&#246;lkerung ausmachen. Das w&#252;rde den Druck   auf die Besch&#228;ftigten vor Ort im Libanon erh&#246;hen, die das Gef&#252;hl   bekommen, dass ihre Jobs bedroht sind, wenn sie nicht &#220;berstunden   schieben und ihrem Arbeitgeber Folge leisten. Die wirtschaftliche   Situation im Libanon ist vom wirtschaftlichen Abschwung eindeutig in   Mitleidenschaft gezogen. Auch wenn die Banken im Libanon momentan noch   nicht so schwer angeschlagen sind wie in anderen L&#228;ndern. Aufgrund von   zunehmender Arbeitslosigkeit in den Golfstaaten und wegen der Folgen,   die die Bankenpleiten haben sowie aufgrund der tiefen Krise von   miteinander verbundenen inl&#228;ndischen Banken wird der Libanon in   absehbarer Zukunft von der Weltwirtschaftskrise getroffen werden.<\/p>\n<h4>  Arabischer Gipfel<\/h4>\n<p>  Es werden sich viele Menschen von dem j&#252;ngst abgehaltenen Arabischen   Wirtschafts- und Sozialgipfel, der w&#228;hrend des Blutbads in Gaza   stattfand, Finanzhilfen gegen die individuelle Notlage versprochen   haben. Diese Hoffnungen sind jedoch bald der Erkenntnis gewichen, dass   die herrschenden Eliten in der Region mit der Herrschaft des   Kapitalismus gemeinsame Sache machen. Es war der erste Gipfel dieser   Art, bei dem am Ende Vereinbarungen standen, die den Ansatz der   sogenannten &#8222;Entwicklung im arabischen Raum&#8220; unterst&#252;tzen, bei dem es   sich in Wirklichkeit um ein B&#252;ndnis der gro&#223;en Arbeitgeber in der   arabischen Welt handelt. Wenn diese Abkommen umgesetzt werden, dann   w&#252;rden lediglich Schritte zur engeren Zusammenarbeit im Sinne   gemeinsamer M&#228;rkte der arabischen Volkswirtschaften unternommen. Das   w&#228;re die Umsetzung von &#252;ber 50 Jahre alten Vertr&#228;gen! Die beim j&#252;ngsten   Gipfeltreffen verabschiedeten Resolutionen hatten keinen Bezug zu den   fundamentalen Problemen, die in den arabischen Gesellschaften und   &#214;konomien sp&#252;rbar sind. Die arabischen Volkswirtschaften sind nicht nur   von der Weltwirtschaftskrise betroffen, sie sind gleichfalls auch vom   Imperialismus und dem Erbe der Unterentwicklung gebeutelt. Was auf dem   Gipfel &#8211; der &#252;ber ein Jahr Vorlaufzeit hatte! &#8211; entschieden wurde, war   nur die Wiederholung vorheriger Erkl&#228;rungen vorheriger arabischer   Gipfeltreffen, ohne dass dabei Bezug genommen worden w&#228;re auf momentane   wirtschaftliche, soziale oder umweltpolitische Aspekte!<\/p>\n<h4>  Es gibt nur eine Alternative f&#252;r die ArbeiterInnen: die eigene!<\/h4>\n<p>  Die arbeitenden Menschen sehen, dass diese Regime nicht anerkennen   wollen, dass deren korruptes und fehlgeschlagenes System &#214;l an die   wichtigsten kapitalistischen L&#228;nder verkauft hat, w&#228;hrend den Massen die   Profite vorenthalten wurden. Dieselben altersschwachen Regimes haben   ihre Volkswirtschaften mit den Vereinigten Staaten verkn&#252;pft und   unterst&#252;tzten Kriege, die den Neoliberalismus in der arabischen Welt   auszubreiten verhalfen. Hinzu kommt, dass jede Steigerung bei der   &#214;lf&#246;rderung in erster Linie zugunsten der Gro&#223;konzerne in den USA   durchgef&#252;hrt w&#252;rde.<\/p>\n<p>  Die enormen sozialen Herausforderungen f&#252;r die arbeitenden und armen   Menschen k&#246;nnen nicht in einem Wirtschaftssystemen gemeistert werden, in   denen der Wohlstand auf einer Seite konzentriert ist w&#228;hrend mehr als 70   Millionen AraberInnen in absoluter Armut und von weniger als zwei   US-Dollar am Tag leben. F&#252;r die Arbeiterklasse, die den Wohlstand   produziert, besteht die immer dringlicher werdende Notwendigkeit zur   Ver&#228;nderung der Grundfesten dieses Systems und zum Abstreifen des   Kapitalismus, der f&#252;r die Mehrheit ein gescheitertes System darstellt.   Damit kann der Weg frei gemacht werden f&#252;r ein wirklich demokratisches   System &#8211; f&#252;r Sozialismus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Arabisches Gipfeltreffen hat f&#252;r arbeitende Menschen und die Armen<br \/>\n      nichts zu bieten\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13004"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13004"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13004\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}