{"id":12996,"date":"2009-02-03T01:00:00","date_gmt":"2009-02-03T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12996"},"modified":"2012-05-15T15:17:08","modified_gmt":"2012-05-15T13:17:08","slug":"12996","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/02\/12996\/","title":{"rendered":"Wie w&#228;r`s mal mit einem Schiedsverfahren gegen die Schiedskommission,       GenossInnen?"},"content":{"rendered":"<p>  dokumentiert: Ein Kommentar von Florian Paul. Er war seit 2002 Mitglied   der bayrischen PDS, Mitglied der Landesschiedskommission Bayern der PDS,   Mitglied des Landesvorstands der PDS und ist heute im gesch&#228;ftsf&#252;hrenden   Landesvorstand DIE LINKE Bayern.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  &#8222;Unter Rechtsbeugung versteht man im deutschen Recht die bewusst falsche   Anwendung des Rechts durch Richter, Amtstr&#228;ger oder Schiedsrichter   bei Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum   Nachteil einer Partei.&quot;<\/p>\n<p>  Die Schiedskommission des Landesverband Berlins hat nun also in ihrer grenzenlosen   Weisheit und objektiven Unvoreingenommenheit, nach Abw&#228;gung aller   Fakten und Vorw&#252;rfe erneut entschieden, Personen wegen pers&#246;nlicher   Verfehlungen nicht in die Partei DIE LINKE aufzunehmen, nachdem die   &#214;ffentlichkeit zur &quot;persona non grata&quot; erkl&#228;rt wurde. Sie hat   entschieden was gut ist, f&#252;r die Partei. Keine Rolle spielte dabei nat&#252;rlich   die Mitgliedschaft der Betroffenen in der SAV. Wie auch?<\/p>\n<p>  &#8222;Mitglied der Partei kann sein, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat, sich   zu den programmatischen Grunds&#228;tzen bekennt, die Bundessatzung anerkennt   und keiner anderen Partei im Sinne des Parteiengesetzes angeh&#246;rt.&quot;<\/p>\n<p>  Der Passus, &#8222;Mitglied kann nicht sein, wer Beschl&#252;sse der Partei &#246;ffentlich   kritisiert, in Arbeitsk&#228;mpfen seinen Verpflichtungen nachkommt,   Mitglied der SAV ist oder einfach nicht bereit, seinen Mund zu halten.&quot;   konnte ich auch nach l&#228;ngerem Suchen nicht finden.<\/p>\n<p>  Was passiert den da dann aber, im sch&#246;nen Berlin? Sollen tiefen Verletzungen,   verursacht durch einen Konkurrenzantritt aus l&#228;ngst vergangenen   Tagen, geheilt werden? Notorische Langeweile? Die Angst, von einer   geheimen, linken, internationalen Macht &#252;bernommen zu werden? Gar &#8222;freudgesteuerte&quot;   Rache, das ber&#252;hmte H&#252;hnchen vielleicht? Unergr&#252;ndlich sind   zumindest mir die Beweggr&#252;nde, die die Berliner Schiedskommission zu   ihren &#8211; satzungsrechtlich mehr als bedenklichen &#8211; Entscheidungen hinreisen   l&#228;sst. Unverst&#228;ndlich, gef&#228;hrlich.<\/p>\n<p>  Selbst wenn die damalige WASG &#8211; rechtlich im &#252;brigem v&#246;llig legitim und menschlich   mehr als nachvollziehbar, dass sie es tat &#8211; nicht gegen die PDS in   Berlin angetreten w&#228;re, das &#8222;Abwatschen&quot; (bayerisch f&#252;r &#8222;gro&#223;z&#252;giges   Verteilen von Ohrfeigen&quot;) w&#228;re nicht geringer ausgefallen.<\/p>\n<p>  Das haben die GenossInnen leider schon ganz allein geschafft, mit   Bravour!<\/p>\n<p>  Sich dann einen S&#252;ndenbock zu suchen, um seinen Selbsthass auf andere projizieren   zu k&#246;nnen? &#8211; leider keine Seltenheit. Im &#220;brigen h&#228;tte auch ich   zum damaligen Zeitpunkt f&#252;r die Berliner PDS nicht einmal meinen kleinen   Finger krumm gemacht. 600 km weiter s&#252;dlich schon. So konnte man zwar   nicht seine &#8222;Regierungstauglichkeit&quot; unter Beweis stellen, sich daf&#252;r   aber morgens wenigsten noch im Spiegel ansehen und musste auch nicht   Weltmeister im Umschreiben von schlechten Kompromissen werden.<\/p>\n<p>  Ob bei all den &#8222;Spinnern&quot;, denen &#8222;die nicht wollen&quot; und den Schmarotzen, die   DIE LINKE heute als &#8222;Wirtstier&quot; missbrauchen, &#252;berhaupt noch Spielraum   f&#252;r linke Politik bleibt, ist eine spannende Frage.<\/p>\n<p>  Wenn`s nicht klappt, bleibt ja immerhin noch die Kom&#246;die, mit ihren bekannten   Hauptdarstellern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      dokumentiert: Ein Kommentar von Florian Paul. 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