{"id":12962,"date":"2009-01-16T00:00:00","date_gmt":"2009-01-16T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12962"},"modified":"2009-01-16T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-16T00:00:00","slug":"12962","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/01\/12962\/","title":{"rendered":"Organisiert Massenproteste, um das Gemetzel zu stoppen!"},"content":{"rendered":"<p>  Deutsche &#220;bersetzung eines in arabischer Sprache herausgegebenes   Flugblatt &#8211; von der Bewegung Sozialistischer Kampf (Tnu`at Maavak   Sotzyalisti\/Harakat Nidal Eshteraki &#8211; CWI in Israel). Es wird dort seit   Dienstag 6. Januar 2009 verteilt.<\/p>\n<p>  <a href=\"\/media\/m\/200901160848282009-01-15-Gaza.pdf\">(download   als PDF-Datei)<\/a><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Das Gemetzel, das in diesen Wochen durch einen kombinierten   Milit&#228;rangriff aus der Luft, vom Meer und am Boden stattfindet, ist ein   weiteres grausames Beispiel der Unterdr&#252;ckungspolitik durch das   israelische Regime. Schon in den vergangenen zwei Jahren mussten die   Menschen in Gaza mit einer fortgesetzten Belagerung, Aushungerung,   t&#228;glichen Bombardements und m&#246;rderischen Milit&#228;rangriffen fertig werden.   Mit diesen Methoden und jetzt mit dem umfassenden Krieg gegen Gaza   sollen die Hamas-Regierung gest&#252;rzt und die Massen von Gaza gezwungen   werden, die Pl&#228;ne des israelischen Regimes und des Imperialismus in der   Region zu akzeptieren.<\/p>\n<h4>  Ein Angriff auf die Massen im Nahen Osten<\/h4>\n<p>  Die imperialistischen M&#228;chte und das israelische Regime wollen mit dem   Massenmord in Gaza ihre Niederlage im Libanon kompensieren. Sie wollen   die Massen, die in der Westbank, im Libanon, in &#196;gypten, im Irak und der   ganzen Region gegen Besatzung und Imperialismus k&#228;mpfen, einsch&#252;chtern.   Die Regimes der Arabischen Liga, die sich auf die imperialistischen   M&#228;chte st&#252;tzen, schweigen. Wie das israelische Regime f&#252;rchten auch sie   die sich entwickelnde Revolte gegen den Imperialismus und ihre eigene   Herrschaft in ihren L&#228;ndern.<\/p>\n<h4>  Massenaktionen, um die Belagerung zu durchbrechen und den Krieg zu   stoppen<\/h4>\n<p>  Die milit&#228;rische und technologische Macht des israelischen Regimes hat   die Massen im Libanon nicht besiegt und wird letztlich die Massen in   Gaza nicht besiegen. Der US Imperialismus kann den Massen im Irak seinen   Willen ebenso nicht aufzwingen. Die Bewegung &#8222;Sozialistischer Kampf&#8220;   (Tnu`at Maavak Sotzyalisti\/Harakat Nidal Eshteraki &#8211; CWI in Israel)   unterst&#252;tzt das Recht der Massen in Gaza, sich gegen die Aggression des   Regimes in Israel zu verteidigen. Der Widerstand gegen die Angriffe des   israelischen Regimes muss auf einer Massenbasis durch koordinierte   demokratische Komitees wie w&#228;hrend der ersten Intifada organisiert und   von Massendemonstrationen auf der &#228;gyptischen und pal&#228;stinensischen   Seite von Rafah begleitet werden, um die Belagerung zu durchbrechen.<\/p>\n<h4>  Die Raketen st&#228;rken die Regierung und Liberman<\/h4>\n<p>  Auf der anderen Seite stoppt das Abschie&#223;en von Raketen auf   ZivilistInnen in der Tat weder die Besetzung noch die milit&#228;rische   Unterdr&#252;ckung und tut nicht denen weh, die f&#252;r diese Politik   verantwortlich sind. Statt dessen st&#228;rkt das Abschie&#223;en von Raketen   tats&#228;chlich das israelische Regime, weil es viele J&#252;dInnen dazu treibt,   aus Verzweiflung die Regierung zu unterst&#252;tzen. So werden die Raketen   von der israelischen Regierung als Entschuldigung f&#252;r ihre barbarische   Politik genutzt. Sie st&#228;rken auch die extrem rechten Parteien,   einschlie&#223;lich Liberman, die noch extremer vorgehen wollen, als es die   Regierung jetzt macht.<\/p>\n<p>  Die milit&#228;rische Taktik der Hamas ist das Ergebnis ihres politischen   Charakters. Sie bietet keine Strategie f&#252;r den pal&#228;stinensischen Kampf,   abgesehen von Racheakten und dem Glauben an die Befreiung in einer   fernen Zukunft.<\/p>\n<h4>  Stoppt die politische Verfolgung von Pal&#228;stinenserInnen in Israel<\/h4>\n<p>  Zeitgleich zu dem Morden in Gaza versch&#228;rft das israelische Regime seine   anti-arabische Kampagne innerhalb Israels. In einer Welle von   Verhaftungen, wie wir sie bisher nicht erlebt haben, wurden Hunderte von   pal&#228;stinensischen AktivistInnen und DemonstrantInnen festgenommen. Viele   andere erhielten Drohungen durch den Schabak (die Geheimpolizei). Die   Unterdr&#252;ckung der Demonstrationen zeigt die Furcht der Regierung, der   Polizei und der Armee vor der Entwicklung eines neuen Aufstands. Sie   f&#252;rchten Massenproteste, die ihre Pl&#228;ne ruinieren w&#252;rde!<\/p>\n<h4>  Die Bewegung gegen den Krieg muss ausgeweitet werden<\/h4>\n<p>  Die Bewegung &#8222;Sozialistischer Kampf&#8220; ruft zur Steigerung und Ausweitung   der gemeinsamen D emonstrationen von AraberInnen und J&#252;dInnen gegen den   Krieg auf, innerhalb Israels, in den Pal&#228;stinensergebieten, im Nahen   Osten und auf der ganzen Welt. Die Demonstrationen gegen diesen Angriff   k&#246;nnen und sollten &#8211; zusammen mit dem Widerstand der Massen in Gaza   selbst &#8211; eine wichtige Rolle spielen, die Armee aus Gaza zu vertreiben   und die Blockade zu durchbrechen. Die Teilnahme von J&#252;dInnen Seite an   Seite mit AraberInnen an den Demonstrationen gegen den Krieg versetzt   der Propaganda der Regierung und der Medien einen Schlag. Die Propaganda   der israelischen Elite nutzt in falscher und zynischer Weise die &#196;ngste   der BewohnerInnen von S&#252;d-Israel und ihre Sehnsucht, in Sicherheit zu   leben, um ihre barbarischen Taten zu rechtfertigen. Die Bewegung gegen   den Krieg sollte dazu aufrufen, dass mehr J&#252;dInnen und AraberInnen sich   den Demonstrationen anschlie&#223;en auf der Grundlage eines gemeinsamen   Interesses an Sicherheit, wirklichem Frieden und einem menschenw&#252;rdigen   Leben auf beiden Seiten des Zauns.<\/p>\n<h4>  Kapitalismus im Nahen Osten bedeutet mehr Armut, Unterdr&#252;ckung und Kriege<\/h4>\n<p>  Der Kampf der pal&#228;stinensischen Massen gegen die israelische Besatzung   und imperialistische Politik ist auch ein Kampf gegen das   kapitalistische System selbst, auf dem diese Politik beruht. So lange   der israelische Kapitalismus und die imperialistischen M&#228;chte den Nahen   Osten beherrschen, werden nationale Unterdr&#252;ckung, Ausbeutung, Armut und   die Ausnutzung ganzer L&#228;nder f&#252;r die Bed&#252;rfnisse des Imperialismus   weiter gehen. Die ArbeiterInnen und Armen im Nahen Osten haben im   Gegensatz zu den Regimes in Israel und den L&#228;ndern der Arabischen Liga,   die aus dieser Lage Nutzen ziehen, ein Interesse, sie zu &#228;ndern. Das   schlie&#223;t die israelischen J&#252;dInnen ein, die immer wieder mit der   Regierung in Israel zusammensto&#223;en, wenn sie f&#252;r ihre eigenen   Lebensbedingungen k&#228;mpfen. Die Bewegung &#8222;Sozialistischer Kampf&#8220; ruft zur   Bildung sozialistischer Parteien der ArbeiterInnen und Armen in Israel   und den Pal&#228;stinensergebieten auf. Diese sollten auf beiden Seiten der   nationalen Spaltung gegen die Politik der Unterdr&#252;ckung, Ausbeutung und   gegen den Rassismus des israelischen Kapitalismus k&#228;mpfen. Sie sollten   f&#252;r ein sozialistisches und unabh&#228;ngiges Pal&#228;stina neben einem   sozialistischen Israel als Teil eines sozialistischen und freien Nahen   Ostens eintreten.<\/p>\n<h4>  Unterst&#252;tzt uns. Tretet uns bei!<\/h4>\n<h4>  Die Bewegung &#8222;Sozialistischer Kampf&#8220; (Tnu`at Maavak Sotzyalisti\/Harakat   Nidal Eshteraki &#8211; CWI in Israel) fordert:<\/h4>\n<p>  &#8211; Ein sofortiges Ende der Bombardierung und der &#252;brigen   Milit&#228;roperationen in Gaza. Volle finanzielle Entsch&#228;digung der Familien   der Opfer auf beiden Seiten des Zauns durch die israelische Regierung.<\/p>\n<p>  &#8211; Einen sofortigen und vollst&#228;ndigen Waffenstillstand. Ein Ende der   wirtschaftlichen und milit&#228;rischen Belagerung der BewohnerInnen des   Gazastreifens. Beendigung der Milit&#228;roperationen in den   Pal&#228;stinensergebieten; Nein zum Feuern von Geschossen auf die   BewohnerInnen von S&#252;d-Israel.<\/p>\n<p>  &#8211; Fortsetzung und Steigerung gemeinsamer Demonstrationen von J&#252;dInnen   und AraberInnen gegen die Angriffe auf Gaza, gegen Rassismus, die   extremen Rechten, die Besetzung, die Mauer zur nationalen Trennung.<\/p>\n<p>  &#8211; Schluss mit der Milit&#228;r- und Polizeiunterdr&#252;ckung des   Demonstrationsrechts, Schluss mit der nationalistisch-rassistischen   Hetze gegen AraberInnen.<\/p>\n<p>  &#8211; F&#252;r die Schaffung demokratischer Selbstverteidigungskomitees auf   Massenbasis gegen die israelischen Angriffe auf Gaza.<\/p>\n<p>  &#8211; F&#252;r eine Massenebewegung, um die Belagerung von Gaza zu stoppen.   Beteiligung der Massen in &#196;gypten, um sicherzustellen, dass die Grenze   zu &#196;gypten unmittelbar und vollst&#228;ndig ge&#246;ffnet wird; einen Appell f&#252;r   Unterst&#252;tzung durch ArbeiterInnen und Arme in Israel.<\/p>\n<p>  &#8211; Setzt die Demonstrationen im Nahen Osten und der Welt in Solidarit&#228;t   mit den pal&#228;stinensischen Massen und gegen die pro-imperialistischen   Regime in der Region fort.<\/p>\n<p>  &#8211; Aufbau gro&#223;er sozialistischer Parteien sowohl in Israel als auch den   Pal&#228;stinensergebieten, bestehend aus arbeitenden Menschen, die einen   Kampf zur L&#246;sung der brennenden sozialen Fragen f&#252;hren werden,   einschlie&#223;lich des israelisch-pal&#228;stinensischen Konflikts.<\/p>\n<p>  &#8211; Wirkliche Sicherheit und Frieden &#8211; Schluss mit dem   israelisch-pal&#228;stinensischen Konflikt. Schluss mit den politischen,   wirtschaftlichen und milit&#228;rischen Interventionen und Diktaten der   Gro&#223;m&#228;chte und des israelischen Regimes gegen die Massen des Nahen   Ostens.<\/p>\n<p>  &#8211; Kampf f&#252;r ein sozialistisches Israel neben einem unabh&#228;ngigen   sozialistischen Pal&#228;stina, mit Grenzen, die demokratisch durch direkte   Diskussion zwischen AnwohnervertreterInnen festgelegt werden, mit   garantierter voller Bewegungsfreiheit. Kampf daf&#252;r, dass Jerusalem die   gemeinsame Hauptstadt der beiden sozialistischen Staaten wird mit   autonomer Stadtregierung durch beide Seiten.<\/p>\n<p>  &#8211; Ein gemeinsamer Kampf der Massen des Nahen Ostens f&#252;r ein   menschenw&#252;rdiges Leben, Frieden und Sozialismus. F&#252;r einen   sozialistischen und demokratischen Nahen Osten, in dem die Rechte aller   Gruppen und Minderheiten garantiert sind!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Deutsche &#220;bersetzung eines in arabischer Sprache herausgegebenes<br \/>\n      Flugblatt &#8211; von der Bewegung Sozialistischer Kampf (Tnu`at Maavak<br \/>\n      Sotzyalisti\/Harakat Nidal Eshteraki &#8211; CWI in Israel). Es wird dort seit<br \/>\n      Dienstag 6. 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