{"id":12943,"date":"2009-01-08T00:00:00","date_gmt":"2009-01-08T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12943"},"modified":"2009-01-08T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-08T00:00:00","slug":"12943","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/01\/12943\/","title":{"rendered":"Streik in der Schule, Streik im Betrieb&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>  &#8230;unsere Antwort auf Eure Politik!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Im Mai und Juni streikten bundesweit 40.000 Sch&#252;lerInnen. Am 12.   November waren es dann 100.000. Dieser Protest muss weiter gesteigert   werden &#8211; und zusammen kommen mit dem Widerstand von Besch&#228;ftigten und   Erwerbslosen gegen Arbeitsplatzabbau und gegen Rettungspakete f&#252;r die   Verursacher der Krise.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von S&#246;nke Schr&#246;der, Essen<\/i><\/h4>\n<p>  In den n&#228;chsten Wochen sollte es eine massenhafte Mobilisierung zur   geplanten bundesweiten Demonstration im Fr&#252;hjahr geben. Das k&#246;nnte   Initiativen gegen Entlassungen und Sozialk&#252;rzungen st&#228;rken und den   Auftakt f&#252;r eine gemeinsame Protest- und Streikbewegung bieten. Aber der   Reihe nach.<\/p>\n<h4>  Wie weiter nach dem Schulstreik?<\/h4>\n<p>  Im November gingen Sch&#252;lerInnen in &#252;ber 40 St&#228;dten auf die Stra&#223;e. Sie   forderten mehr Geld f&#252;r Bildung, kleinere Klassen von maximal 20   Sch&#252;lerInnen, 100.000 neue LehrerInnen, weniger Leistungsdruck und die   Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.<\/p>\n<p>  Der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Ulrich Th&#246;ne, sagte im   Deutschland-Radio zur Finanzierung des Bildungssystems: &#8222;Das Mindeste,   was wir m&#252;ssen, ist in einem ersten Schritt auf 30 Milliarden kommen.&#8220;   Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will die Bildung jetzt   mit 100.000 Euro pro Schule f&#246;rdern &#8211; bundesweit w&#228;ren das nicht einmal   f&#252;nf Milliarden. Angesichts der Lage ein l&#228;cherliches Angebot. Das   fanden auch die TeilnehmerInnen der Sch&#252;lerkonferenz am 13. Dezember in   Kassel, bei der 25 Orte vertreten waren. Leider kam es dort nur zu einer   Absichtserkl&#228;rung, irgendwann in den n&#228;chsten Wochen einen   Koordinierungsrat aus &#246;rtlichen Delegierten zu bilden. Dabei w&#228;re eine   unabh&#228;ngige Organisation der Sch&#252;lerInnen mit einem jederzeit   rechenschaftspflichtigen sowie w&#228;hl- und abw&#228;hlbaren Sprecherrat, der   auch den Aufbau der Bewegung vorantreiben kann, von gro&#223;em Nutzen.<\/p>\n<h4>  Gro&#223;demo im Fr&#252;hjahr?!<\/h4>\n<p>  Die SAV unterst&#252;tzt die verschiedenen Vorschl&#228;ge aus der   Gewerkschaftslinken und von anderen, zeitnah eine bundesweite   Demonstration als Zeichen gegen das derzeitige kapitalistische   Krisenmanagement auf die Beine zu stellen. Unserer Ansicht nach sollten   auch die Sch&#252;lerInnen auf diesen Ansatz orientieren und hier die   Forderungen der Sch&#252;lerbewegung einbringen.<\/p>\n<p>  SAV-Mitglieder sind davon &#252;berzeugt, dass mit Forderungen nach einem   Investitionsprogramm und der Schaffung neuer Stellen im Bildungs- und   Gesundheitswesen, nach Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem Lohn- und   Personalausgleich, nach der Besteuerung von Profiten und Verm&#246;gen, nach   der Verstaatlichung aller Banken unter demokratischer Verwaltung eine   starke Protestbewegung aufgebaut werden kann.<\/p>\n<p>  Die Gewerkschaftsspitze verharmlost heute das Ausma&#223; der Krise, schraubt   Forderungen runter und ist zu Abstrichen bereit. Deshalb muss von unten   Druck ausge&#252;bt werden. Gleichzeitig gilt es, dass   Gewerkschaftsgliederungen, Vertrauensleute und betriebliche   AktivistInnen selber Initiativen zur Mobilisierung f&#252;r die bundesweite   Demonstration ergreifen.<\/p>\n<p>  In Betrieben und &#246;rtlichen Gewerkschaftsgliederungen, in Schulen und   Universit&#228;ten sollte ab sofort dar&#252;ber diskutiert werden, wie eine   solche Demonstration organisiert werden kann. Die Sch&#252;leraktionskomitees   vor Ort k&#246;nnten dabei eine zentrale Rolle spielen. Mit ihrer Erfahrung   des Streiks im November im R&#252;cken sollten Sch&#252;lerInnen auf   Gewerkschaftsaktive und VertreterInnen sozialer Bewegungen zugehen, um   gemeinsam lokale Widerstandskonferenzen zu organisieren. Auf solchen   Konferenzen k&#246;nnte die Mobilisierung f&#252;r die Demonstration gemeinsam   angegangen werden. Zudem k&#246;nnten sie ein Forum sein, inhaltliche   Forderungen und Kampfvorschl&#228;ge zu diskutieren.<\/p>\n<h4>  Demonstrieren ist nicht genug<\/h4>\n<p>  In Italien und Griechenland gehen seit Monaten Jugendliche und   Besch&#228;ftigte auf die Stra&#223;e. Wir m&#252;ssen uns an diesen Vorbildern   orientieren. Die Losung einer Streik- und Betriebsbesetzungsbewegung   gegen Entlassungen und Werkschlie&#223;ungen sowie ein eint&#228;giger   Generalstreik gegen kapitalistische Krisenpolitik und f&#252;r bessere   Bildung k&#246;nnen auch in Deutschland Widerhall finden, wenn wir jetzt mit   der gemeinsamen bundesweiten Demonstration den ersten Schritt machen.<\/p>\n<h4>  Sozialistische Perspektive<\/h4>\n<p>  Die SAV ist der Ansicht, dass auch die Partei DIE LINKE nicht aus der   Verantwortung gelassen werden darf. Eine Partei, die Gegenwehr aktiv   unterst&#252;tzt und Alternativen zum Kurs der Herrschenden verbreitet, ist   dringend gefragt. Allerdings will die Parteispitze bislang nur an diesem   System herumdoktern, in Berlin exekutiert die Partei sogar   pro-kapitalistische Politik. Darum ist die SAV der Meinung, dass ein   marxistischer Pol in der LINKEN aufgebaut werden muss. Der Linksjugend   [&#8216;solid] k&#246;nnte hier ein wichtige Rolle zukommen.<\/p>\n<p>  Wir d&#252;rfen uns nicht den Kopf f&#252;r die Kapitalisten zerbrechen. Die   Sachzw&#228;nge des Profitsystems sind nicht unsere! Unsere Sachzw&#228;nge sind   unsere Lebens- und Arbeitsverh&#228;ltnisse. Darum ist eine sozialistische   Perspektive der beste Ausgangspunkt f&#252;r einen erfolgreichen Kampf gegen   Bildungskahlschlag, Stellenstreichungen und Betriebsschlie&#223;ungen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#8230;unsere Antwort auf Eure Politik!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[48,50],"tags":[210],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12943"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12943"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12943\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}