{"id":12938,"date":"2009-01-03T00:00:00","date_gmt":"2009-01-02T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12938"},"modified":"2012-05-15T15:18:35","modified_gmt":"2012-05-15T13:18:35","slug":"12938","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2009\/01\/12938\/","title":{"rendered":"Jetzt als radikale Opposition ins Parlament: in Hessen DIE LINKE w&#228;hlen!"},"content":{"rendered":"<p>  Raus aus dem Mustopf &#8211; aktiv werden mit der LINKEN: gegen Koch und alle   Hartz-IV-Parteien<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Der Mustopf der hessischen LINKEN: Das war der Versuch, in Hessen   eine rot-gr&#252;ne Regierung zu unterst&#252;tzen. Verbale Zugest&#228;ndnisse wurden   gemacht, Kritik an SPD und Gr&#252;nen blieb verhalten. DIE LINKE hat daf&#252;r   Profil eingeb&#252;&#223;t und liegt derzeit in Umfragen bei f&#252;nf bis sechs   Prozent.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von C. Fl&#246;ter, Kassel<\/i><\/h4>\n<p>  Angesichts der wirtschaftlichen Krise und der wachsenden Proteste f&#252;r   bessere Bildung gibt es weitere Ansatzpunkte f&#252;r DIE LINKE, die   Ablehnung gegen Roland Kochs CDU &#8211; die f&#252;r unternehmerfreundliche   Politik, Tarifflucht, Bildungsabbau und Rassismus steht &#8211; aufzugreifen.   Nicht nur der CDU, sondern allen pro-kapitalistischen Parteien von der   FDP &#252;ber die SPD bis hin zu den Gr&#252;nen muss Kontra gegeben werden. DIE   LINKE muss jetzt Antworten auf die Krise geben sowie die Organisierung   von Widerstand st&#228;rken.<\/p>\n<h4>  Erfolg im Landtag: keine Studiengeb&#252;hren<\/h4>\n<p>  Der Einzug der LINKEN in den hessischen Landtag &#8211; und damit in ein   weiteres Landesparlament im Westen &#8211; war schon deshalb ein Erfolg, weil   er dazu gef&#252;hrt hat, dass Kochs CDU keine Regierungsmehrheit mehr   zustande bekommen konnte. Dies hat konkrete Verbesserungen gebracht:   Durch die Studierendenbewegung und den Druck auf SPD und Gr&#252;ne wurden in   Hessen die Studiengeb&#252;hren wieder abgeschafft.<\/p>\n<h4>  Mehr Profil f&#252;r DIE LINKE<\/h4>\n<p>  Mit ihrer Zusage, eine rot-gr&#252;ne Minderheitsregierung zu unterst&#252;tzen,   war in der LINKEN die Illusion verbunden, dass es mit SPD und Gr&#252;nen   tats&#228;chlich zu einem &#8222;Politikwechsel&#8220; kommen k&#246;nnte. Angesichts der   Politik dieser beiden Parteien ist das Wunschdenken. Erst Recht mit der   einsetzenden Rezession, die zu sinkenden Landeseinnahmen f&#252;hren wird.   Darum haben MarxistInnen in der Partei vor diesem Kurs gewarnt. Es   bringt nichts, die Parlamente f&#252;r Absprachen mit den b&#252;rgerlichen   Parteien zu nutzen, sondern als B&#252;hne, um den Interessen von   Arbeitnehmer-Innen und Jugendlichen Geh&#246;r zu verschaffen und die   unsoziale Politik der Herrschenden anzuprangern.<\/p>\n<p>  DIE LINKE hat die Chance, jetzt deutlich zuzulegen, wenn sie &#8211; im   Gegensatz zu den anderen Parteien im Landtag &#8211; offensiv daf&#252;r eintritt,   dass man die Verursacher der Krise zur Kasse bitten muss. Im Wahlkampf   sollten wir deutlich erkl&#228;ren, dass wir keiner einzigen Verschlechterung   zustimmen werden und konsequent auf betriebliche und soziale Proteste   setzen. Zentrale Forderungen sollten unter anderem sein: Schaffung von   25.000 tariflich bezahlten Arbeitspl&#228;tzen durch Umwandlung der   Ein-Euro-Jobs in regul&#228;re Arbeitsverh&#228;ltnisse und durch ein massives   Investitionsprogramm in Bildung, Umwelt und Soziales; Beendigung der   Tarifflucht bei den Landesbesch&#228;ftigten &#8211; volle R&#252;ckkehr zum Stand davor   inklusive R&#252;cknahme der Arbeitszeitverl&#228;ngerung und der Lohnk&#252;rzungen.<\/p>\n<h4>  Keine &#8222;lahme Forderung&#8220; &#8211; Opel und Banken verstaatlichen<\/h4>\n<p>  DIE LINKE in Hessen muss jetzt klare Alternativen zum kapitalistischen   Krisensystem geben. Die Financial Times Deutschland schrieb, dass &#8222;die   Forderung nach einer Verstaatlichung der Banken lahm&#8220; sei. &#8222;Das passiert   quasi schon. Ein dickes Konjunkturprogramm, noch mehr Milliarden? Die   Koalition bastelt bereits an der zweiten Spritze. Steuersenkungen? Es   gibt kaum einen SPD- oder CDU-Politiker, der dies nicht diskutiert.   Binnennachfrage f&#246;rdern? Selbstverst&#228;ndlich, die Regierung wei&#223; nur noch   nicht, wie. (&#8230;) im Orchester der Kapitalismuskritiker fehlt die starke   linke Stimme&#8220; (18. Dezember).<\/p>\n<p>  Allerdings ist die Verstaatlichung der Banken alles andere als eine   &#8222;lahme Forderung&#8220;! Alle Banken (und nicht nur die Pleite-Banken) in   &#246;ffentliches Eigentum zu &#252;berf&#252;hren, erm&#246;glicht, deren Gewinne sinnvoll   zu nutzen. Zum Beispiel f&#252;r mehr LehrerInnen an den Schulen und   Investitionen in das Gesundheitssystem.<\/p>\n<p>  Auch bei Opel k&#246;nnen die Arbeitspl&#228;tze dadurch gesichert werden, dass   das Unternehmen in &#246;ffentliches Eigentum &#252;berf&#252;hrt wird. Aber   verstaatlichen allein reicht nicht. Was n&#252;tzt uns eine Kontrolle durch   Koch und Co.? Eine demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die   arbeitende Bev&#246;lkerung ist die Voraussetzung daf&#252;r, dass die Betriebe   der Profitlogik des Marktes entzogen werden. Dann kann entschieden   werden, die Produktion umzustellen, zum Beispiel auf Fahrzeuge f&#252;r den   &#246;ffentlichen Nahverkehr. Alternativen zum kapitalistischen   Wirtschaftssystem k&#246;nnen mit diesen Beispielen dargestellt werden. DIE   LINKE ist die einzige Partei, die eine sozialistische Alternative   aufzeigen kann.<\/p>\n<p>  Im n&#228;chsten Parlament brauchen wir die Linkspartei f&#252;r eine lautstarke   Opposition, die f&#252;r die Interessen von ArbeitnehmerInnen und   Jugendlichen eintritt und klar macht: Wir zahlen nicht f&#252;r Eure Krise!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Raus aus dem Mustopf &#8211; aktiv werden mit der LINKEN: gegen Koch und alle<br \/>\n      Hartz-IV-Parteien\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,25],"tags":[210],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12938"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12938\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}