{"id":12935,"date":"2008-12-21T00:00:00","date_gmt":"2008-12-21T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12935"},"modified":"2008-12-21T00:00:00","modified_gmt":"2008-12-21T00:00:00","slug":"12935","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/12\/12935\/","title":{"rendered":"Nazis in Aachen werden immer dreister und brutaler &#8211; w&#228;hrend die \r\n      Staatsanwaltschaft AntifaschistInnen bek&#228;mpft!"},"content":{"rendered":"<p>  Aachen wird derzeit von immer dreisteren und brutaleren Angriffen der   Nazis auf AntifaschistInnen und Linke heimgesucht. Vor einigen Wochen   wurde ein Sch&#252;ler von einem Nazi in einer Diskothek attackiert.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b><i>von Aachener SAV-Mitgliedern<\/i><\/b><\/p>\n<p>  Jedes Wochenende ziehen &#8222;Autonome Nationalisten&#8220; und Mitglieder der   &#8222;Kameradschaft Aachener Land&#8220; (die eng mit der NPD zusammenarbeitet) &#8211;   zum Teil mit Teleskopschlagst&#246;cken und Schlaghandschuhen bewaffnet &#8211;   durchs Kneipenviertel und zetteln Schl&#228;gereien an. Es handelt sich dabei   zum Teil um dieselben Leute, die am 27.3. 2008 mit circa 40 Leuten eine   antifaschistische Demonstration angegriffen hatten und auch sonst der   Polizei bekannt sind!<\/p>\n<h4>  Nazi-Gewalt immer brutaler<\/h4>\n<p>  Am Freitag, den 19.12., wurde ein Student (ebenfalls SAV-Mitglied) um   ca. 19:20 Uhr &#8211; mitten im Weihnachtsmarkttrubel &#8211; auf offener Stra&#223;e von   einer Gruppe von bislang nicht identifizierten Nazis im typischen   &#8222;Autonome Nationalisten&#8220;-Outfit zusammengeschlagen, nachdem diese ihn   identifiziert hatten. Die Nazis kennen etliche Namen und Adressen von   AntifaschistInnen, da sie TeilnehmerInnen linker Veranstaltungen auf dem   Nachhauseweg hinterher spioniert hatten. Beim Betroffenen wurden im   Sommer bereits zwei mal Schmierereien und Drohungen an die Haust&#252;r   geschmiert.<\/p>\n<p>  Was am Freitag passierte war ein gezielter Angriff, mit dem Ziel dem   Opfer k&#246;rperlichen Schaden zuzuf&#252;gen.<\/p>\n<p>  &#8222;Da ist doch der XY&#8230;&#8220; sagten sie und st&#252;rmten in Sekundenschnelle auf   den v&#246;llig &#252;berraschten und wehrlosen Genossen zu und schlugen ihn   nieder. Die T&#228;ter rannten blitzschnell weg Richtung Innenstadt, wo sie   eine ein paar Hundert Meter weiter stattfindende linke Demo zum Erhalt   des &#8222;Autonomen Zentrums&#8220; st&#246;ren wollten.<\/p>\n<p>  Diese Ereignisse geben einen kleinen Einblick in die derzeit in Aachen   herrschenden Zust&#228;nde.<\/p>\n<h4>  Rolle der Staatsanwaltschaft<\/h4>\n<p>  S&#228;mtliche &#220;bergriffe von Faschisten auf AntifaschistInnen und Linke   wurden zur Anzeige gebracht. Doch in den meisten F&#228;llen wurden die   Verfahren eingestellt, da man die T&#228;ter (die allesamt einer kleinen, den   Beh&#246;rden genau bekannten Szene angeh&#246;ren) angeblich nicht ermitteln   konnte.<\/p>\n<p>  Enormen Eifer zeigt die Aachener Staatsanwaltschaft hingegen in der   Verfolgung von AntifaschistInnen. So laufen immer noch Verfahren gegen   TeilnehmerInnen der Demo vom 27.3., die sich gegen &#8211; als solche nicht   erkennbare &#8211; vermummte Zivilpolizisten gewehrt hatten, die w&#228;hrend des   Angriffs der Nazis auf die Demo gegen sich wehrende, zur&#252;ckschlagende   AntifaschistInnen mit enormer Brutalit&#228;t eingeschritten sind.<\/p>\n<p>  Interessanter- und dreisterweise flatterten die entsprechenden   Strafbefehle den Betroffenen kurz nach einer &#246;ffentlichen Anh&#246;rung im   Rat der Stadt zu den Ereignissen des 27.3. ins Haus, bei der der   Aachener Polizeipr&#228;sident &#8222;schwere Fehler&#8220; seiner BeamtInnen einr&#228;umen   musste.<\/p>\n<p>  Ebenfalls verfolgungsw&#252;rdig findet die Staatsanwaltschaft es, wenn man   Nazis beim Namen nennt! Ein SAV-Mitglied bekam Ende November einen   Strafbefehl zugestellt, weil er bei einer Protestaktion gegen einen   Infotisch von &#8222;Pro K&#246;ln \/ Pro NRW&#8220; (zur Bewerbung der   &#8222;Anti-Islamisierungskonferenz&#8220;) Im August diese als &#8222;(Neo-) Nazis&#8220;   titulierte. Damit folgt sie einer Anzeige wegen &#8222;Beleidigung&#8220; durch   Kader von Pro K&#246;ln! Die Staatsanwaltschaft fordert f&#252;r den Studenten die   stolze Summe von 450 Euro Strafe. Selbstverst&#228;ndlich hat der Betroffene   Widerspruch eingelegt.<\/p>\n<p>  Dieses skandal&#246;se Verfahren hat in der Stadt schon f&#252;r viel Emp&#246;rung und   Unverst&#228;ndnis gesorgt und wird von allen Linken und AntifaschistInnen   &#246;ffentlich gemacht und politisch bek&#228;mpft. Die LINKE in Stadt und Kreis   Aachen sowie die LINKE-Ratsfraktion spielen dabei eine entscheidende   Rolle.<\/p>\n<p>  &#8222;Pro K&#246;ln&#8220; wei&#223; die Anti-Antifa-Arbeit der Aachener Staatsanwaltschaft   selbstverst&#228;ndlich zu sch&#228;tzen. Auf ihrer Homepage jubeln die &#8222;Pro   K&#246;lner&#8220; &#252;ber das Vorgehen der Staatsanwaltschaft gegen diese   &#8222;unversch&#228;mten Beleidigungen&#8220; eines &#8222;Linksextremisten&#8220; und am Ende des   Statements l&#228;sst es sich der Vorsitzende Markus Beisicht nicht nehmen,   unverhohlen allen AntifaschistInnen zu drohen, die die Wahrheit &#252;ber   &#8222;Pro K&#246;ln \/ Pro NRW&#8220; aussprechen: so werden &#8222;auch in Zukunft [..] die   Mitglieder der pro-Bewegung &#252;berall Beleidigungen und diffamierende   Unterstellungen sofort zur Anzeige bringen&#8220;.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend die Faschisten &#8211; egal ob als Biederm&#228;nner und &#8222;B&#252;rgerbewegung&#8220;   oder als &#8222;Autonome&#8220; verkleidet &#8211; immer dreister werden und nicht einmal   davor zur&#252;ckschrecken, Leute auf offener Stra&#223;e zusammenzuschlagen,   macht die Aachener Staatsanwaltschaft mit Steuergeldern weiter Jagd auf   AntifaschistInnen und &#252;berzieht sie mit Gerichtsverfahren.<\/p>\n<h4>  Wie weiter?<\/h4>\n<p>  Es bleibt abzuwarten, ob der Staat nach dem Mordversuch auf einen seiner   Vertreter in Passau, gegen die Nazis durchgreifen wird. Es ist aber eher   unwahrscheinlich. Ist er doch mehr mit der Verfolgung von Linken   besch&#228;ftigt. Und selbst wenn der Staat nun etwas tun w&#252;rde, gibt es   keine Alternative zur antifaschistischen Selbstorganisation unter einem   sozialistischen Programm.<\/p>\n<p>  Der brutale &#220;bergriff auf einen Genossen darf nicht unbeantwortet   bleiben! Wir m&#252;ssen die Nazi-Ratten aus ihren L&#246;chern holen, sie outen   und in ihrem Wohn- und Arbeitsumfeld isolieren. Das ist nicht so schwer,   stellen sie doch nach wie vor eine verhasste Minderheit dar. Die Leute   in Aachen und anderswo haben ihren Terror satt.<\/p>\n<p>  Ein interessanter Aspekt ist, dass der Platz, auf dem der &#220;bergriff   passierte, video&#252;berwacht ist. Wir von der SAV und die Ratsfraktion der   LINKEN waren immer gegen die Video&#252;berwachung und haben an Protesten   dagegen teilgenommen.<\/p>\n<p>  Nun bleibt abzuwarten, ob sie dazu beitr&#228;gt, die T&#228;ter zu   identifizieren. Sollte das nicht gelingen, und das Verfahren ebenso wie   die anderen eingestellt werden, zeigt es endg&#252;ltig die Nutzlosigkeit der   Kamera&#252;berwachung bei der Verbrechensbek&#228;mpfung- und   Verbrechensaufkl&#228;rung und w&#228;re ein schlagender Beweis daf&#252;r, dass die   &#220;berwachung nur zu unserer &#220;berwachung dient.<\/p>\n<p>  Daher fordern wir von der Polizei die &#214;ffentlichmachung der Bilder,   damit die T&#228;ter geoutet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Aachen wird derzeit von immer dreisteren und brutaleren Angriffen der<br \/>\n      Nazis auf AntifaschistInnen und Linke heimgesucht. 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