{"id":12921,"date":"2008-12-06T00:00:00","date_gmt":"2008-12-06T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12921"},"modified":"2008-12-06T00:00:00","modified_gmt":"2008-12-06T00:00:00","slug":"12921","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/12\/12921\/","title":{"rendered":"Libanon: Zeit, eine neue Arbeiterpartei zu gr&#252;nden"},"content":{"rendered":"<p>  Im Folgenden geben wir den Text eines Flugblattes wieder, das von   CWI-Mitgliedern im Libanon auf einer Demonstration in Beirut gegen die   Wirtschaftspolitik der Regierung verteilt wurde.<\/p>\n<p>  Die Originalversion in Arabisch gibt es <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\/arabic\/cwi\/20081203.pdf\">hier<\/a><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Zeit, eine neue Arbeiterpartei zu gr&#252;nden<\/h4>\n<p>  <b><i>Baut eine vereinte Arbeiterbewegung auf, um f&#252;r L&#246;hne zu k&#228;mpfen,   von denen man leben kann<\/i><\/b><\/p>\n<p>  <i>CWI Libanon<\/i><\/p>\n<p>  Es besteht kein Zweifel daran, dass die Lebensbedingungen, denen die   ArbeiterInnen im Libanon ausgesetzt sind, das direkte Ergebnis einer   lange schon andauernden Regierungspolitik sind. Der Anstieg der &#214;l- und   Metallpreise hat zu einem starken Anstieg der Preise f&#252;r Bedarfsartikel,   Grundnahrungsmittel, Transport, Kommunikation, Energie und Wasser (das   aufgrund von Regierungs- und Staats-Einrichtungen wom&#246;glich auch noch   verunreinigt ist) gef&#252;hrt. &#220;berdies ist es zu einem Anstieg der Kosten   f&#252;r Schule, Studium, Gesundheit und Medikamente gekommen. Die steigende   Zahl der fliegenden H&#228;ndler auf ihren Fahrr&#228;dern bzw. Mit ihren   Trolleys, die Lebensmittel und S&#252;&#223;igkeiten verkaufen, ist unter vielen   anderen ein Indikator f&#252;r Armut und den Verlust von   Arbeitsm&#246;glichkeiten, unter denen die Menschen zu leiden haben. Die   Sterberate unter Kindern und alten Menschen in Folge von Vergiftung oder   Unterern&#228;hrung in armen und sozial benachteiligten Gegenden zeigt   ebenfalls, dass die Massen nun den Preis f&#252;r das Versagen der   aufeinanderfolgenden Regierungen zahlen.<\/p>\n<p>  Diese tragische Situation hat die Regierung nicht dazu gebracht zu   handeln. Doch Aktionen von ArbeiterInnen und die Drohkulisse einer   Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften, die Lohnerh&#246;hungen und soziale   Sicherheit fordern, erzwangen eine Entscheidung der Regierung zur   Anhebung der Monatsl&#246;hne um 200,000 libanesische Pfund (133,33   US-Dollar). Diese sch&#228;bige Ma&#223;nahme beleidigte einen Teil der   ArbeiterInnen und Angestellten und f&#252;hrte zu Wut bei einem anderen Teil   von ihnen, weil diese Ma&#223;nahmen nicht bei allen Unternehmen und Branchen   und somit f&#252;r alle ArbeiterInnen durchgef&#252;hrt wurden.<\/p>\n<p>  Am 18. November 2008 ebneten die LehrerInnen mit ihren Streikma&#223;nahmen   den Weg und bereiteten den Boden f&#252;r den Beginn einer vereinten   Arbeiterbewegung rund um die Forderung eines Mindestlohnes. Das   Zugest&#228;ndnis der Regierung wurde abgelehnt, da es mit Angriffen auf die   Arbeitsbedingungen der LehrerInnen durch die Einf&#252;hrung von, um ihre   grundlegenden Rechte (wie etwa des Zugangs zum staatlichen sozialen   Sicherheitsfonds) betrogenen, Vertrags-Lehrerstellen zusammenfiel.<\/p>\n<p>  Die Frage heute lautet: Wie lang wird die Regierung damit fortfahren,   die Forderungen der Mehrheit der Bev&#246;lkerung, der Arbeiterklasse, von   der 60 Prozent unter extremer Armut und weitere 30 Prozent unter   Arbeitslosigkeit leiden, zu ignorieren? Die Antwort ist, dass die   Regierung &#8211; wie ihre Vorg&#228;ngerregierungen auch &#8211; zusammen mit den   Oppositionsparteien nicht die Interessen der ArbeiterInnen und der Armen   vertritt, sondern die Politik der herrschenden Klasse, der Kapitalisten   und der Arbeitgeber widerspiegelt, um sich selbst zu bereichern und den   eigenen Wohlstand durch Ausbeutung und Verarmung der &#8222;einfachen   Menschen&#8220; sicherstellt. W&#228;hrend sie also ein luxuri&#246;ses Leben in ihren   Pal&#228;sten genie&#223;en, leidet die Mehrheit der Menschen im Libanon Armut und   Entbehrungen. Und wenn es n&#246;tig wird, ihre kapitalistischen und   feudalistischen Interessen abzusichern, spaltet die herrschende Klasse   die ArbeiterInnen entlang religi&#246;ser, sektiererischer Linien bis zu dem   Punkt, an dem die Gesellschaft Richtung B&#252;rgerkrieg getrieben wird.<\/p>\n<p>  Es ist an der Zeit, dass die arbeitenden Menschen und die Armen sich   gegen die regierenden Parteien zusammenschlie&#223;en und eine alternative   Arbeiterpartei aufbauen, die f&#252;r eine geplante Wirtschaft, um den   Bed&#252;rfnissen aller zu entsprechen, und f&#252;r eine wirklich sozialistische   Gesellschaft k&#228;mpfen kann, in der die Mehrheit zum Wohle der Menschen   herrscht.<\/p>\n<p>  Das CWI f&#252;hrt in diesem Sinne eine Kampagne und ruft die Gewerkschaften   und die Arbeiterbewegung wie auch die Linke dazu auf, die n&#246;tigen   Schritte in Richtung Aufbau einer Arbeiterpartei zu unternehmen, die es   vermag, gegen die Neoliberalen und das kapitalistische System anzugehen   und die mittels einer Klassenbewegung ArbeiterInnen und die Armen im   Libanon vereinen kann &gt; Das kann mit Solidarit&#228;t mit den   Arbeiterbewegungen in der Region und weltweit im Kampf f&#252;r eine echte   Alternative verkn&#252;pft werden: f&#252;r demokratischen Welt-Sozialismus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Im Folgenden geben wir den Text eines Flugblattes wieder, das von<br \/>\n      CWI-Mitgliedern im Libanon auf einer Demonstration in Beirut gegen die<br \/>\n      Wirtschaftspolitik der Regierung verteilt wurde.\n    <\/p>\n<p>\n      Die Originalversion in Arabisch gibt es <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\/arabic\/cwi\/20081203.pdf\">hier<\/a>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12921"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12921"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12921\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}