{"id":12919,"date":"2008-12-05T00:00:00","date_gmt":"2008-12-05T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12919"},"modified":"2008-12-05T00:00:00","modified_gmt":"2008-12-05T00:00:00","slug":"12919","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/12\/12919\/","title":{"rendered":"Weltwirtschaftskrise und Weltbeziehungen"},"content":{"rendered":"<p>  Sozialismus und Marxismus sind zur&#252;ck auf der Tagesordnung. Bericht von   der Diskussion auf dem Internationalen Vorstand des CWI<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Peter Taaffe vom Internationalen Sekretariat des CWI leitete die Debatte   zur Weltwirtschaftskrise ein. Er &#228;u&#223;erte sich auch zu den wichtigen   Fragen der Weltbeziehungen in der neuen Periode.<\/p>\n<p>  Zum Teil auch durch die Feinde der Arbeiterklasse sind der Sozialismus   und Marxismus wieder zur&#252;ck auf die Tagesordnung ger&#252;ckt worden.   Wichtiger noch ist, dass die Rolle des CWI nun gr&#246;&#223;ere Bedeutung   bekommt; vor allem, weil die Krise unsere best&#228;ndige Analyse best&#228;tigt,   wonach der Boom sein Ende erreichen wird und K&#228;mpfe hervorrufen werden.<\/p>\n<p>  Kapitalistische Kommentatoren haben ihre Furcht vor dem &#8222;Mob&#8220; zum   Ausdruck gebracht. Weltweit grassiert berechtigte Wut unter Millionen   von Menschen &#252;ber die Folgen der Krise. In Island, wo die Wirtschaft mit   einem verheerenden Kollaps nach den spekulativen Aktivit&#228;ten der   dortigen Banken und deren m&#246;glichem Zusammenbruch konfrontiert ist,   finden jetzt Demonstrationen statt. Bankiers und Minister sind nicht   mehr in der Lage, sich frei zu bewegen! Das Beispiel Islands bedeutet   ein modernes 1929; es verdeutlicht, wie eine neue Gro&#223;e Depression   aussehen mag.<\/p>\n<p>  Die Krise hat die ArbeiterInnen der Welt bet&#228;ubt, doch ihre Wut spiegelt   sich in vielerlei Weise wider. Von der Financial Times in London wurde   das anerkannt, die die Furcht vor &#8222;Revolution&#8220; und &#8222;Nationalismus&#8220; (in   Wirklichkeit Konterrevolution) als besondere Merkmale der bevorstehenden   Periode ansprach. Rosa Luxemburgs Formulierung von &#8222;Sozialismus oder   Barbarei&#8220; kann leicht zu dem Charakteristikum f&#252;r die n&#228;chsten Jahre   werden. Am Zerfall Somalias und den j&#252;ngsten, in den Medien   hochgepuschten F&#228;lle von Piraterie an seinen K&#252;sten kann man sehen, was   dies bedeuten k&#246;nnte. Der Sozialismus wird in der neokolonialen Welt und   in den L&#228;ndern der &#8222;aufstrebenden M&#228;rkte&#8220; Relevanz bekommen, aber ebenso   auch in den &#8222;entwickelten&#8220; L&#228;ndern.<\/p>\n<p>  Bestimmende Z&#252;ge der Krise sind die Geschwindigkeit, mit der sie sich   ausgeweitet hat, ihr Schweregrad und die Wahrscheinlichkeit eines lang   andauernden Zeitraumes, in dem sie fortbestehen wird. Bis dato hat das   CWI eine schwere Krise nur als eine von mehreren M&#246;glichkeiten   betrachtet, aber die Krise k&#246;nnte sich zu einer schweren Krise   versch&#228;rfen. Die Verzweiflung der kapitalistischen Klasse ist   international betrachtet so tief, dass sie alles aufbieten werden, damit   ihr System die Krise &#252;berlebt. Ihre Repr&#228;sentanten erkennen jetzt, dass   es ein Fehler war, die Bank Lehman Brothers nicht gerettet zu haben, als   diese in Schwierigkeiten kam; zwei Tage sp&#228;ter bewahrten sie AIG vor dem   Zusammenbruch.<\/p>\n<p>  Jetzt haben viele Kapitalisten und ihre Kommentatoren eine kritische   Haltung eingenommen. Der ehemalige Chef der US-Notenbank, Paul Volcker,   hat auf die &#246;konomischen Schamanen eingedroschen, die den Kapitalismus   in die Misere gezogen h&#228;tten. Nouriel Roubini, dessen Kommentare wir auf   unserer Website gebracht haben, ist mit seinen d&#252;steren Warnungen   lautstark an die &#214;ffentlichkeit getreten, wie gravierend dieser Zerfall   ist und noch werden kann.<\/p>\n<p>  K&#246;nnen die Kapitalisten all dies vor&#252;bergehend &#252;berwinden? Es wird die   l&#228;ngste und tiefste Krise seit der Gro&#223;en Depression der 1930er sein,   und sie kommt im Gefolge der stillen Rezession, des Niederhaltens der   L&#246;hne, des &#8222;freudlosen&#8220; Booms, des verlorenen Jahrzehnts in Japan mit   Deflation und Krise, die immer noch nicht vollends bew&#228;ltigt ist. Aber   wir leben in au&#223;ergew&#246;hnlichen Zeiten und die Kapitalisten sind darauf   vorbereitet, au&#223;ergew&#246;hnliche Ma&#223;nahmen zu ergreifen und die Zukunft zu   verpf&#228;nden, um zu &#252;berleben. Explodierende Staatsschulden zur   Finanzierung von Notprogrammen, staatliche Beteiligungen an Banken und   sogar komplette Banken-Verstaatlichungen &#8211; ja die Verstaatlichung auch   anderer Branchen &#8211; stehen zur Debatte; all dies wird in Erw&#228;gung gezogen   und k&#246;nnte von den Kapitalisten umgesetzt werden, um ihr System zu   retten. Viel davon wird nur zeitlich befristet in Betracht gezogen,   k&#246;nnte aber &#252;ber l&#228;ngere Zeit umgesetzt bleiben, wie einige der   Ma&#223;nahmen w&#228;hrend der Bankenkrise in den 1990ern in Schweden zeigen. Bei   diesen Ma&#223;nahmen ist f&#252;r MarxistInnen wichtig festzustellen, dass selbst   die Verstaatlichung unter kapitalistischen Vorzeichen die Idee in Frage   stellt, wonach der Markt das effektivste Mittel ist, das die Produktion   organisieren kann. Davon ausgehend werfen wir die Idee sozialistischer   Verstaatlichungsma&#223;nahmen unter Arbeiterkontrolle und -verwaltung ab.<\/p>\n<p>  Der Zusammenbruch der Rohstoffpreise &#8211; in erster Linie &#214;l und Metalle &#8211;   wird verheerende Auswirkungen auf die Erstproduzenten haben, die w&#228;hrend   dem Boom (vor allem der von Chinas Wirtschaftswachstum angefachten   Blase)wesentlich h&#246;here Ertr&#228;ge eingeplant haben. Nur ein &#228;u&#223;erst   geringer Teil der Gewinne aus dem Preisaufschwung fand seinen Weg bis zu   Massen und die Krise wird dazu f&#252;hren, dass ihr Anteil noch weiter   abnehmen wird.<\/p>\n<p>  Obama hat vor Millionen von Arbeitsplatzverlusten gewarnt. Er schlug   eine Stimulierung in H&#246;he von 700 Milliarden US-Dollar vor, um die USA   vor dem Desaster zu bewahren. Auf dem k&#252;rzlich durchgef&#252;hrten G20-Gipfel   wurde nur mit recht m&#228;&#223;igem Erfolg der Versuch unternommen, die   verschiedenen Stimulations-Pakete auf eine gemeinsame Grundlage zu   stellen. Chinas Konjunkturprogramm ist nur von unwesentlich geringerem   Umfang als das von Obama angek&#252;ndigte. Die chinesische F&#252;hrung hat   h&#246;chste Angst vor den sozialen Konsequenzen, sollte sie nicht handeln.   Zehntausende von Fabriken sind dieses Jahr in China bereits geschlossen   worden &#8211; wird das Konjunkturprogramm also Wirkung zeigen?<\/p>\n<p>  Die Welt steht vor einer &#8222;deflation&#228;ren&#8220; Phase. Zu Zeiten der sich   ausweitenden Globalisierung wurde die durch billige chinesische Waren   hervorgerufene Deflation begr&#252;&#223;t, da sie die Preise niedrig hielt und   die Arbeiterschaft aus Furcht vor dem Export ihrer Arbeitspl&#228;tze zwang,   moderate Lohnerh&#246;hungen hinzunehmen. Die jetzige Deflation allerdings   ist ein &#8222;&#220;bel&#8220;, da es zu einem allgemeinen Preisverfall kommt.   Kapitalistische Kommentatoren haben die &#8222;Hubschrauber Theorie&#8220; ins Spiel   gebracht, wonach Geld unter die Menschen geschleudert werden muss, um   den Konsum anzuregen. Der Financial Times-Kommentator Samuel Brittan   meint, dass Gordon Brown, falls n&#246;tig, Banknoten drucken solle, um die   Finanzierung der Konjunkturprogramme zu gew&#228;hrleisten. Er bezichtigt die   (in der Opposition befindlichen; Erg. d. &#220;bers.) britischen   Konservativen, wie die &#8222;Bourbonen&#8220; (von den frz. Revolutionen 1789 und   1830 gest&#252;rztes K&#246;nigshaus; Anm. d. &#220;bers.) zu handeln: Nichts gelernt   und sich an nichts erinnern &#8211; indem sie zu Zeiten der Krise die alte   Politik Thatchers wieder zur&#252;ckholen wollen.<\/p>\n<p>  Eines ist sicher: Das hier ist das Ende der Epoche des deregulierten   Kapitalismus des freien Marktes. Das hei&#223;t nicht, dass keine neuen   neoliberalen Ma&#223;nahmen mehr gefordert werden. Die Konzernchefs werden   weiter fordern, die L&#246;hne niedrig zu halten, K&#252;rzungen bei den   Staatsausgaben durchzuf&#252;hren, damit &#8222;wir alle Opfer bringen&#8220;, und sie   k&#246;nnen auch weitere Privatisierungen vorantreiben.<\/p>\n<p>  Die Wahl Obamas markiert eine neue Periode. Millionen stimmten f&#252;r ihn,   weil sie die Hoffnung auf einen Wandel hatten. Das bedeutet, dass die   Illusionen in ihn l&#228;nger anhalten werden, da unter einigen der Wunsch   besteht, ihm eine Chance zu geben. Seine &#246;konomische Reaktion ist weiter   oben erw&#228;hnt worden. Was die Weltbeziehungen angeht werden aber auch   gewichtige Entscheidungen zu treffen sein. Seine Wahl wird die   Entwicklung inner-imperialistischer Rivalit&#228;ten nicht beenden und es   kann zu geopolitischen Schock-St&#246;&#223;en kommen, mit denen umgegangen werden   muss. So etwa die Instabilt&#228;t in Nord-Korea, falls das Regime Kim   Jong-Ils zusammenbricht.<\/p>\n<p>  Irak gibt ein &#8222;tr&#252;gerisches Bild von Ruhe&#8221; ab und Obama wird an seinem   Versprechen gemessen werden, die US-Truppen abzuziehen. Er wird mit dem   Iran umgehen m&#252;ssen; Obama mag versuchen, mit dem Regime zu verhandeln &#8211;   Israel wollte den Iran angreifen, bekam von Bush aber ein Veto &#8211; das   iranische Regime steht derweil unter schwerem inneren wie &#228;u&#223;eren Druck.<\/p>\n<p>  Obama hat f&#252;r Afghanistan eine &#8222;Druckwelle&#8220; versprochen, doch die   Taliban sind weiterhin stark und sind trotz einer weiteren Zunahme an   US-Truppen st&#228;rker geworden. Israel und Pal&#228;stina sind ein hartn&#228;ckiges   Problem im Kapitalismus und es bleibt abzuwarten, wie die israelischen   Wahlen ausgehen werden und welche Politik von der neuen Regierung und   von Obama kommen wird.<\/p>\n<p>  SozialistInnen sehen sich heute einem konfusen Bewusstsein gegen&#252;ber. In   der momentanen Situation gibt es Elemente von Revolution wie auch von   Konterrevolution und die ArbeiterInnen haben noch keinen klaren Blick   auf einen m&#246;glichen Ausweg gefunden. Das CWI hat gezeigt, dass es die   Klarheit der Ideen, der Perspektiven, Strategie und Taktik hat &#8211; als   eine Antwort auf die tiefste Krise seit den 1930ern.<\/p>\n<p>  In der Diskussion machte eine Reihe von GenossInnen wichtige Beitr&#228;ge.   Hinsichtlich der &#214;konomie meinte ein Genosse von der R&#228;ttvisepartiet   Socialisterna in Schweden, wie die Bef&#252;rchtungen der Kapitalisten zu   Beginn dieses Jahres vor einer &#8222;Stagflation&#8220; mittlerweile von der Furcht   vor einer &#8222;Stagdeflation&#8220; abgel&#246;st wurden. Das Finanzkapital ist   naturgem&#228;&#223; &#228;u&#223;erst instabil; seit 1974 ist es in 93 L&#228;ndern zu 112   Finanzkrisen gekommen. Ein Genosse von unserer Sektion in Deutschland,   der Sozialistischen Alternative (SAV) erkl&#228;rte, wie sich die   Kapitalisten f&#252;hlen: Es ist &#8222;der Tag nach Pearl Harbor&#8220;, so   Spekulations-Guru Warren Buffett.<\/p>\n<p>  Unsere russischen GenossInnen berichteten, wie schnell die   Wirtschaftskrise das Land getroffen habe. Es geschah schnell nach dem   Krieg mit Georgien. Die Regierung Medwedew-Putin wird vielleicht nicht   in der Lage sein, soziale und politische Proteste gegen die Auswirkungen   der &#246;konomischen Krise zu verhindern. Der rasche Fall der &#214;lpreise kann   gleichfalls zu internationalen Spannungen f&#252;hren. Die F&#246;rderung   russischen &#214;ls kostet 66 US-Dollar je Barrel, der Verkauf aber bringt 50   US-Dollar. Wer wird den Differenzbetrag aufbringen: westliche oder die   russische Regierung?<\/p>\n<p>  Ein Genosse vom Democratic Socialist Movement in Nigeria sagte, die   jetzige Krise schreit geradezu nach einem Vergleich mit 1929-33, aber 80   Jahre danach lebt der Kapitalismus immer noch. Der Kapitalismus wird   auch diese Krise &#252;berstehen, wenn die revolution&#228;re Partei nicht   aufgebaut wird, um die momentanen M&#246;glichkeiten zu nutzen. Ein Genosse   aus Griechenland erinnerte die Versammlung daran, dass die Rezession von   1974-75 der Vorl&#228;ufer revolution&#228;rer Ereignisse in Europa und der   neokolonialen Welt war.<\/p>\n<p>  Ein Genosse aus Malaysia berief sich auf die asiatische Wirtschaftskrise   von 1997-98. Asiatische Staaten waren damals gezwungen, den IWF   (Internationaler W&#228;hrungsfond; Anm. d. &#220;bers.) um Rettung anzuflehen.   Dieses Mal ist der IWF eingeschritten, um das System zu retten. Die   asiatische Krise sah, wie die indonesische Diktatur durch die   Reformasi-Bewegung zu Fall kam und andere Regime ins Wanken gerieten.   Werden die asiatischen Staaten mit der Ausweitung der Krise wieder so   etwas durchmachen? Thailand erlebt bereits den politischen Stillstand   und in Indonesien und den Philippinen entwickelt sich die Krise.<\/p>\n<p>  Eine Reihe von GenossInnen diskutierte die Auswirkungen des chinesischen   Konjunkturprogramms. Kann es in China und in Verbindung mit weiteren   ankurbelnden Programmen in der kapitalistischen Welt als Ganzer eine   Rezession verhindern? Es gab einige Diskussionen &#252;ber ersteres, aber   allumfassende &#220;bereinkunft, wonach China sich weder von der   Weltwirtschaftskrise &#8222;abkoppeln&#8220;, noch dazu beitragen k&#246;nne, diese   abzumildern. Dennoch war klar, dass die chinesische &#214;konomie bestenfalls   mit einer betr&#228;chtlichen Verlangsamung hinsichtlich ihrer Wachstumsraten   konfrontiert ist, die sich wie eine Rezession anf&#252;hlen w&#252;rde. Es kam in   Folge des Abschwungs bereits zu Protesten.<\/p>\n<p>  Es wurden auch wichtige Frage aufgeworfen, ob das Regime der   Kommunistischen Partei es in der kommenden Zeit in China schaffen wird,   an der Macht zu bleiben. Auch, ob sich eine Bewegung &#8211; analog zu den   bunten Revolutionen in Teilen der ehemaligen UdSSR &#8211; entwickeln wird.   Was w&#228;re die Perspektive f&#252;r solche Bewegungen und welche Rolle w&#252;rden   die chinesischen arbeitenden Massen dabei spielen?<\/p>\n<p>  GenosseInnen von der Socialist Alternative in den USA zeigten auf, was   nach der Wahl Obamas m&#246;glich sein k&#246;nnte. Millionen setzen Illusionen in   ihn, aber indem wir unsere positive Kritik gegen Obama aufrecht   erhalten, k&#246;nnen wir das Geh&#246;r der sich radikalisierenden Schichten der   Jugendlichen und der ArbeiterInnen erreichen. Gleicherma&#223;en wird es neue   M&#246;glichkeiten aufgrund der Wahlk&#228;mpfe von Ralph Nader und Cindy Sheehan   geben.<\/p>\n<p>  Dar&#252;ber hinaus gab es auch Beitr&#228;ge von GenossInnen zu Weltbeziehungen,   die die m&#246;glichen Kr&#228;mpfe, welche die Krise im Zusammenhang mit der   allgemein explosiven Lage im und f&#252;r den Nahen Osten bereit h&#228;lt, zum   Thema hatten. GenossInnen von Maavak Sozialisti in Israel erkl&#228;rten,   dass ArbeiterInnen Streikma&#223;nahmen ergriffen haben, um ihre   Lebensbedingungen zu verteidigen und sich gleicherma&#223;en auch auf die   politische Ebene begeben.<\/p>\n<p>  Ein weiterer Genosse der SAV verdeutlichte unsere Aufgaben in der   bevorstehenden Zeit. Die Situation wirft die Frage nach der Zukunft des   kapitalistischen Systems auf und eine &#228;u&#223;erst radikale Stimmung unter   gr&#246;&#223;er werdenden Teilen der Arbeiterklasse stellt alles in Frage. Wir   brauchen eine Vision einer Zukunft des Sozialismus. Sozialistische   Propaganda wird wesentlich gr&#246;&#223;ere Bedeutung bekommen &#8211; aber genau daf&#252;r   sind unser &#220;bergangsprogramm und unsere &#220;bergangsforderungen da, um den   Weg in Richtung Sozialismus aufzuzeigen. Wie werden wir konkret unsere   Forderungen nach Arbeiterkontrolle und -verwaltung stellen? Wie sollen   wir unsere Forderung f&#252;r eine Arbeiterregierung aufwerfen? Das Tempo und   die Tiefe der Rezession machen viele Entwicklungen m&#246;glich.<\/p>\n<p>  Das war zweifellos eine anregende Debatte, weil die Mitgliedschaft des   CWI sich an einen neuen Zeitabschnitt anpasst, der eine zunehmende   Radikalisierung und vermehrt stattfindende K&#228;mpfe bringen wird und den   gesteigerten Durst f&#252;r sozialistische Ideen, mit denen nur unsere   Internationale ad&#228;quat aufwarten kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Sozialismus und Marxismus sind zur&#252;ck auf der Tagesordnung. 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