{"id":12889,"date":"2008-10-29T10:00:00","date_gmt":"2008-10-29T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12889"},"modified":"2012-05-15T15:20:54","modified_gmt":"2012-05-15T13:20:54","slug":"12889","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/10\/12889\/","title":{"rendered":"Offener Brief an AKL, KPF, M21, SL, Marxistisches Forum, Geraer Dialog und deren Mitglieder im Bundesvorstand"},"content":{"rendered":"<p>  Dokumentiert, offener Brief der SAV: &quot;Wir sind davon &#252;berzeugt, dass es   bei den Einspr&#252;chen darum geht, kritische MarxistInnen aus der Partei   fern zu halten.&quot;<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  &quot;Berlin, den 27.10.2008<\/p>\n<h4>  Liebe Genossinnen und Genossen der linken Str&#246;mungen in und bei der   Partei DIE LINKE,<\/h4>\n<p>  wie Ihr sicher mitbekommen habt, wurde durch Klaus Ernst und andere   Einspruch gegen die Mitgliedschaft von uns und bisher acht weiteren   Berliner SAV-Mitgliedern in der Partei DIE LINKE eingelegt. Den   Einspr&#252;chen gegen Aron Amm und Hakan Doganay wurde schon durch den   Bezirksvorstand Berlin-Pankow statt gegeben. Diese beiden Genossen legen   nun Widerspruch bei der Landesschiedskommission ein.<\/p>\n<p>  Es wird von Klaus Ernst argumentiert, dass die Fusion von WASG und   Linkspartei.PDS ein politischer Grundsatz der neuen Partei sei und die   ablehnende Haltung, die von uns zu einer bedingungslosen Fusion der   beiden Parteien eingenommen wurde, daher einen Widerspruch zur   Programmatik darstelle. Weiterhin wird die eigenst&#228;ndige Kandidatur der   WASG Berlin zu den Abgeordnetenhauswahlen 2006 als parteisch&#228;digend und   Obstruktion des Vereinigungsprozesses bewertet und au&#223;erdem als Bruch   demokratischer Entscheidungen der damaligen WASG, deren Bundesparteitag   sich gegen konkurrierende Wahlantritte von WASG und Linkspartei.PDS   ausgesprochen hatte.<\/p>\n<p>  Wir halten das f&#252;r vorgeschobene Argumente, die zum Teil &#252;berhaupt keine   reale Grundlage haben. So geht aus den programmatischen Eckpunkten nicht   hervor, dass die Fusion als solche ein politischer Grundsatz der neuen   Partei ist. Die Zustimmung zur Fusion (immerhin haben sich nur ca. 57   Prozent der WASG-Mitglieder an der Urabstimmung beteiligt und davon &#252;ber   20 Prozent gegen die Fusion gestimmt) wurde nie zu einer Bedingung f&#252;r   die Mitgliedschaft in der neuen Partei gemacht. Das gilt auch f&#252;r die   Unterst&#252;tzung der Kandidatur der WASG Berlin im Jahr 2006 zu den   Abgeordnetenhauswahlen. Es gibt viele Mitglieder der Partei, nicht nur   SAV-GenossInnen, die nach dieser Logik ausgeschlossen werden m&#252;ssten.<\/p>\n<p>  Die damalige Entscheidung der WASG gegen einen Bundesparteitagsbeschluss   bei den Wahlen anzutreten, basierte auf mehrmaligen demokratischen   Landesparteitags-Entscheidungen. Wir stehen weiterhin auf dem   Standpunkt, dass landespolitische Entscheidungen autonom von den   Landesparteitagen gef&#228;llt werden sollen und sehen in unserem damaligen   Verhalten keinen Bruch demokratischer Prozesse.<\/p>\n<p>  Wir sind davon &#252;berzeugt, dass es bei den Einspr&#252;chen darum geht,   kritische MarxistInnen aus der Partei fern zu halten. Das wird auch   dadurch unterstrichen, dass ein Mitglied des Neuk&#246;llner   Bezirksverbandes, das die Einspr&#252;che unterst&#252;tzt, sagte, ihr seien   &quot;Unvereinbarkeitsbeschl&#252;sse mit SAV und Marx21 auch lieber&quot;. Au&#223;erdem   richten sich Einspr&#252;che auch gegen SAV&quot;lerInnen, die niemals Mitglied   der WASG Berlin waren und auch nicht am Wahlkampf teilgenommen haben.<\/p>\n<p>  Wir bef&#252;rchten, dass an der SAV ein Exempel statuiert werden soll und in   Zukunft auch gegen andere kritische linke Str&#246;mungen mit h&#228;rteren   Bandagen durch Teile der Parteif&#252;hrung vorgegangen wird. In diesem Sinne   bewerten wir diesen Angriff auf SAV-Mitglieder in Berlin als einen   Angriff auf alle kritischen Kr&#228;fte, insbesondere die GegnerInnen von   Regierungsbeteiligungen mit pro-kapitalistischen Parteien, und damit   einen Angriff gegen den offenen und pluralistischen Charakter der   Partei. In der Geschichte linker oder auch sozialdemokratischer Parteien   war oftmals der Ausschluss bzw. die Ausgrenzung von MarxistInnen der   erste Schritt zu weitgehenden Rechtsverschiebungen dieser Parteien.<\/p>\n<p>  In den letzten Tagen haben sich schon sehr viele Mitglieder der Partei   gegen diese Ausgrenzung ausgesprochen, darunter auch Mitglieder des   Bundesvorstands, von einigen Landesvorst&#228;nden und von AKL und KPF aus   Nordrhein-Westfahlen. Bisher haben sich unseres Wissens keine   GenossInnen von Marx21 und der Sozialistischen Linken partei&#246;ffentlich   oder gegen&#252;ber den zust&#228;ndigen Bezirksverb&#228;nden in Berlin zu unserer   Unterst&#252;tzung ge&#228;u&#223;ert. Wir haben nur vernommen, dass die Genossin   Janine Wissler auf eine Anfrage ge&#228;u&#223;ert hat, dass sie sich nicht in   Angelegenheiten anderer Landesverb&#228;nde einmische. Klaus Ernst sieht das   offensichtlich anders.<\/p>\n<p>  Wir wollen Euch deshalb hiermit auffordern, in dieser Auseinandersetzung   Position zu beziehen und Euch (zumindest) partei&#246;ffentlich gegen die   Ausgrenzungsversuche, f&#252;r die Mitgliedschaft der Berliner SAV&quot;lerInnen   und f&#252;r eine offene und plurale Partei einzusetzen.<\/p>\n<p>  <b><i>Mit sozialistischen Gr&#252;&#223;en <\/i><\/b>    <\/p>\n<p>  <b><i>Lucy Redler <\/i><\/b>    <\/p>\n<p>  <b><i>Sascha Stanicic <\/i><\/b>    <\/p>\n<p>  <b><i>Aron Amm <\/i><\/b>    <\/p>\n<p>  <b><i>Holger Dr&#246;ge&quot;<\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Dokumentiert, offener Brief der SAV: &quot;Wir sind davon &#252;berzeugt, dass es<br \/>\n      bei den Einspr&#252;chen darum geht, kritische MarxistInnen aus der Partei<br \/>\n      fern zu halten.&quot;\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12889"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12889"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12889\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}