{"id":12872,"date":"2008-11-05T00:31:18","date_gmt":"2008-11-05T00:31:18","guid":{"rendered":".\/?p=12872"},"modified":"2008-11-05T00:31:18","modified_gmt":"2008-11-05T00:31:18","slug":"12872","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/11\/12872\/","title":{"rendered":"Alle Banken verstaatlichen"},"content":{"rendered":"<p>  Pl&#246;tzlich sind erzkonservative Politiker bereit, Banken teilweise oder   ganz zu verstaatlichen. Von heute auf morgen werden Banken &#8211; zum   Beispiel auf Island oder in den USA &#8211; per Verordnung in &#246;ffentliches   Eigentum &#252;berf&#252;hrt.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Gaetan Kayitare, Aachen<\/i><\/p>\n<p>  George Bush erkl&#228;rte allerdings, dass diese Ma&#223;nahmen nicht darauf   abzielen, den Kapitalismus zu beseitigen, sondern ihn zu retten.   Steuergelder in Milliardenh&#246;he werden reingebuttert, damit der ganze   Zirkus von vorne beginnt und die Million&#228;re nach Herzenslust weiter   zocken k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  <b>Verm&#246;gen in Bildung und Soziales stecken<\/b><\/p>\n<p>  Der einzige Ausweg aus der Krise &#8211; der nicht zu Lasten der Besch&#228;ftigten   und Erwerbslosen geht &#8211; f&#252;hrt &#252;ber eine dauerhafte Verstaatlichung der   Banken. Und zwar aller Banken. Eine Entsch&#228;digung der Eigent&#252;mer darf es   nur bei erwiesener Bed&#252;rftigkeit geben.<\/p>\n<p>  In keiner Branche, nicht mal in der &#214;lindustrie, wurden in den letzten   Jahren so horrende Profite eingefahren wir bei den Banken. Der globale   Bankensektor konnte seine Gewinne nach Steuern vom Jahr 2000 bis 2006   auf 788 Milliarden Dollar verdoppeln. Das Verm&#246;gen der tausend weltweit   gr&#246;&#223;ten Geldh&#228;user stieg bis 2007 auf 74 Billionen Dollar. Wir wissen,   dass die Banken in den letzten Monaten mehrere hundert Milliarden   abschreiben mussten. Wir wissen aber auch, dass jahrelang Rekordprofite   gemacht wurden und riesige Verm&#246;gen existieren. Diese Gelder k&#246;nnten   sinnvoll genutzt werden &#8211; wenn die Banken den Profiteuren weggenommen   sind.<\/p>\n<p>  <b>Wer kontrolliert die Banken?<\/b><\/p>\n<p>  Nur die &#220;berf&#252;hrung der Banken in &#246;ffentliches Eigentum bietet auch die   Voraussetzung f&#252;r eine wirksame demokratische Kontrolle.<\/p>\n<p>  Was wir nicht brauchen k&#246;nnen, sind Manager vom Schlage Hartmut Mehdorn   (Deutsche Bahn), die selber Millionen scheffeln und darauf getrimmt   sind, den Interessen der Kapitalisten zu dienen.<\/p>\n<p>  Jede und jeder in einer Leitungsfunktion muss w&#228;hlbar und jederzeit   abw&#228;hlbar sein. Wer sich als ungeeignet erweist, wird abgew&#228;hlt. Kein   Funktion&#228;r darf mehr verdienen als das Durchschnittsgehalt eines nach   Tarif bezahlten Angestellten.<\/p>\n<p>  Banken? Das ist doch ganz kompliziert, etwas f&#252;r Experten&#8230; Dabei geht   es um ganz konkrete Fragen: F&#252;r was soll Geld ausgegeben werden? Wer   soll wie viel daran verdienen? Das verstehen wir mindestens so gut wie   die Banker &#8211; wir haben nur einen anderen Blickwinkel. Und genau darauf   kommt es an.<\/p>\n<p>  <b>Mit Profitwirtschaft muss Schluss sein<\/b><\/p>\n<p>  40 Prozent des heutigen Bankensektors in der Bundesrepublik sind in   Staatshand, sind Sparkassen, Landes- oder Genossenschaftsbanken. Auch   bei Bayern LB, West LB und anderen haben die Vorst&#228;nde gezockt und sich   verzockt. Weil diese Herren abgehoben und privilegiert sind. Weil die   staatlichen Banken in einer kapitalistischen Wirtschaft nach   kapitalistischen Kriterien funktionieren. Und weil der heutige Staat ein   Erf&#252;llungsgehilfe der privaten Konzerne ist.<\/p>\n<p>  Darum ist es n&#246;tiger denn je, nicht nur f&#252;r die Verstaatlichung aller   Banken, sondern auch aller Gro&#223;konzerne und f&#252;r eine sozialistische   Demokratie zu k&#228;mpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Pl&#246;tzlich sind erzkonservative Politiker bereit, Banken teilweise oder<br \/>\n      ganz zu verstaatlichen. 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