{"id":12846,"date":"2008-10-23T00:00:00","date_gmt":"2008-10-23T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12846"},"modified":"2008-10-23T00:00:00","modified_gmt":"2008-10-23T00:00:00","slug":"12846","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/10\/12846\/","title":{"rendered":"Bundeswehr raus aus Afghanistan"},"content":{"rendered":"<p>  Kriegsmaschine stoppen &#8211; und zwar hier und jetzt!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>&#8222;Wir befinden uns in einem Krieg gegen einen zu allem entschlossenen,   fanatischen Gegner&#8220; (Bernhard Gertz, Vorsitzender des   Bundeswehrverbandes).<\/b><\/p>\n<p>  <b>Selten offene Worte, haben wir doch &#252;ber die letzten Jahre immer   wieder geh&#246;rt, dass sich Deutschland nicht im Krieg befindet, sondern   nur in einem &#8222;Hilfseinsatz&#8220;.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von David Schultz, Hamburg<\/i><\/h4>\n<p>  Die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sollen &#8222;helfen, sch&#252;tzen,   vermitteln, k&#228;mpfen&#8220; &#8211; aber wenn Bundeswehrsprecher sich in der   &#214;ffentlichkeit melden, geht es immer darum, dass die Waffen der   Bundeswehr den Herausforderungen von modernen Eins&#228;tzen nicht gen&#252;gen.   Wie genau vermittelt ein Panzer und wem hilft eine Granate?<\/p>\n<p>  Leider gibt es darauf tats&#228;chlich eine Antwort. Ein Bundeswehrpanzer   vermittelt anderen L&#228;ndern die Botschaft: &#8222;Deutschland ist wieder bereit   und in der Lage, seine &#246;konomischen Interessen auch milit&#228;risch   durchzusetzen.&#8220; Und das auch in Konkurrenz zu den anderen L&#228;ndern, die   immer wieder mit ihrem Milit&#228;rapparat die &#8222;Demokratie&#8220; sch&#252;tzen &#8211;   zuf&#228;lligerweise immer in L&#228;ndern, die entweder nat&#252;rliche Rohstoffe   besitzen oder geostrategisch bedeutsam sind.<\/p>\n<h4>  Bundeswehr auf dem Kriegspfad<\/h4>\n<p>  Aber was man anderen L&#228;ndern zeigt, soll die eigene Bev&#246;lkerung   m&#246;glichst noch nicht zu sehen bekommen&#8230; Da ist n&#228;mlich die Vorstellung   von einem kriegf&#252;hrenden Deutschland nicht sehr beliebt. Deswegen   distanziert sich der Verteidigungsminister schnell von zu martialischen   Begriffen: &#8222;Von einem Krieg, so Franz-Josef Jung in Kabul, habe er   andere Vorstellungen. Und erinnert an den Zweiten Weltkrieg,   Kriegserkl&#228;rungen, regul&#228;re Armeen auf beiden Seiten, unz&#228;hlige   Verluste&#8220; (welt.de vom 4. September). Regul&#228;re Armeen auf beiden Seiten?   Dann gab es keinen Krieg in Vietnam und gibt es auch jetzt keinen im   Irak. Wo beginnen &#8222;unz&#228;hlige Verluste&#8220;? Und wie soll die Bev&#246;lkerung   &#252;ber sie erfahren, wenn schon die &#8222;Friedensberichterstattung&#8220; nur Bilder   &#252;ber neugebaute Krankenh&#228;user bringt?<\/p>\n<h4>  Krise, Krieg und Kapitalismus<\/h4>\n<p>  Sicher ist: Wir sollen langsam daran gew&#246;hnt werden, dass Krieg f&#252;r   Deutschland kein Tabu mehr bleibt. Nur so ist die Forderung des   Bundeswehrverbandes zu erkl&#228;ren, dass wieder von &#8222;gefallenen&#8220; Soldaten   die Rede sein soll. Von &#8222;gefallen&#8220; ist es nicht mehr weit zu &#8222;f&#252;r das   Vaterland gefallen&#8220;. Und von sogenannten Hilfseins&#228;tzen, die in der   Bundeswehr schon als Krieg bezeichnet werden, nicht mehr weit zu   offiziellen Kriegseins&#228;tzen.<\/p>\n<p>  Gerade wenn die Wirtschaft wie in der jetzt einsetzenden Krise den Bach   runtergeht, hat sich der Militarismus in der Geschichte immer viel   offener entpuppt &#8211; und vielleicht brauchen sowohl Airbus als auch Boeing   dann Soldaten, die bereit sind, sich bis zum letzten &#214;ltropfen   gegenseitig abzuknallen.<\/p>\n<p>  Und dann sind wir vielleicht auch irgendwann bei Franz-Josef Jungs   &#8222;anderen Vorstellungen&#8220; angelangt &#8211; und Jung kommt sicher nicht in die   Bedr&#228;ngnis, sie live erleben zu m&#252;ssen, denn sterben m&#252;ssen immer die   kleinen Leute &#8211; pardon, &#8222;fallen&#8220;.<\/p>\n<h5>  Forderungen der SAV:<\/h5>\n<p>  <i><b>Alle Besatzungstruppen raus aus Afghanistan <\/b><\/i><\/p>\n<p>  <b><i>Nein zu Auslandseins&#228;tzen der Bundeswehr <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#220;berf&#252;hrung der R&#252;stungsindustrie in &#246;ffentliches Eigentum bei   demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev&#246;lkerung <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>Umstellung der Produktion auf gesellschaftlich sinnvolle Produkte<\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Kriegsmaschine stoppen &#8211; und zwar hier und jetzt!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[64],"tags":[208],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12846"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12846"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12846\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}