{"id":12797,"date":"2008-09-28T00:00:00","date_gmt":"2008-09-28T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12797"},"modified":"2008-09-28T00:00:00","modified_gmt":"2008-09-28T00:00:00","slug":"12797","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/09\/12797\/","title":{"rendered":"Kampf um Bildung = Klassenkampf"},"content":{"rendered":"<p>  Mit 45 Prozent h&#228;lt einer aktuellen Emnid-Umfrage zufolge fast die   H&#228;lfte der Befragten das deutsche Bildungssystem f&#252;r ungerecht. Unter   den Eltern sind es 48 Prozent und in Ostdeutschland liegt der Anteil gar   bei 60 Prozent. Drei Viertel aller Befragten bezweifeln zudem, dass   Jugendliche aller Schichten nach der Schule die gleichen Berufschancen   haben.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Seit Beginn der achtziger Jahre verschlechtert sich die Situation in   der Bundesrepublik, ist die Teilnahme von Kindern sozial   schlechtergestellter Familien an h&#246;herer Bildung r&#252;ckl&#228;ufig. Laut   PISA-Studie von 2002 gehen Kinder aus Familien von Spitzenmanagern sechs   Mal h&#228;ufiger aufs Gymnasium als Facharbeiterkinder.<\/b><\/p>\n<p>  <b>Betrachtet man die Rolle der Bildung in der Gesellschaft historisch,   so werden erstaunliche und erschreckende Verbindungen zur heutigen   Situation klar, aus denen wir unsere Schl&#252;sse ziehen m&#252;ssen, um ein   gerechtes Bildungssystem f&#252;r alle erreichen zu k&#246;nnen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Max H&#246;he, K&#246;ln<\/i><\/h4>\n<p>  Die Teilung der Gesellschaft in Menschen, die umfassend gebildet sind   und solche, die weniger oder gar keine Bildung haben, ist so alt wie die   Teilung in Herrscher und Beherrschte. Die momentane Gesellschaft   unterliegt den Gesetzen des Kapitalismus. Sie ist in unterschiedliche   gesellschaftliche Klassen aufgeteilt, abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte auf der   einen, die Besitzer der Banken, Konzerne, Unternehmen auf der anderen   Seite. Die Geschichte des Bildungswesens &#8211; wer lernen darf, wie und was   gelehrt und gelernt werden soll &#8211; ist daher ebenfalls Teil der   Geschichte von Klassenk&#228;mpfen, die zu Ver&#228;nderungen f&#252;hrten und f&#252;hren.<\/p>\n<h4>  Herrschende Klasse f&#252;r Elitebildung<\/h4>\n<p>  Im antiken Athen wurden nur f&#252;nf Prozent der Kinder beschult. Sie kamen   ausschlie&#223;lich aus der Oberschicht der &#8222;Freien&#8220;. Die Anf&#228;nge des   deutschen Bildungswesens sind im Mittelalter zu finden, als es darum   ging, Adelskinder in Kloster- und Lateinschulen auszubilden. Die   Bauernkinder blieben ohne Schulbildung. Deutsche Schreib- und   Leseschulen des 15. und 16. Jahrhunderts waren ebenfalls allesamt nicht   dem Volk zug&#228;nglich, so dass es weiter ohne Bildung blieb.<\/p>\n<p>  Bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Anteil derer, die lesen und   schreiben konnten, verschwindend gering und auf eine sehr kleine Elite   der Oberschicht beschr&#228;nkt. Die allgemeine Schulpflicht, in Preu&#223;en 1717   eingef&#252;hrt, setzte sich nur sehr langsam durch. Die Franz&#246;sische   Revolution von 1789 stie&#223; dann die Ausbreitung der Bildung in Westeuropa   an, was sich durch die daraufhin allm&#228;hlich einsetzende   Industrialisierung und Verst&#228;dterung im Laufe des 19. Jahrhunderts   wiederum beschleunigte.<\/p>\n<p>  Doch trotz der unter dem Druck der b&#252;rgerlichen Revolution von 1848   verst&#228;rkten staatlichen Gr&#252;ndungen und F&#246;rderungen von Schulen gelang es   in Deutschland erst mit der Revolution von 1918\/19, die den Sturz des   Kapitalismus zum Ziel hatte, und den anschlie&#223;enden Reformen des   Schulsystems in der Weimarer Republik, den Anteil der totalen   Analphabeten auf heutige Ma&#223;st&#228;be zu senken.<\/p>\n<p>  Obwohl die Kapitalisten zunehmend Lohnabh&#228;ngige brauchten, die Lesen und   Schreiben konnten, sabotierten sie die allgemeine Schulbildung. In   seiner Erhebung &#8222;Lage der arbeitenden Klasse in England&#8220; stellte   Friedrich Engels 1845 bez&#252;glich des Bildungswesens fest: &#8222;Die   Bildungsmittel sind in England unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig gering gegen die   Volkszahl. [&#8230;] Schulzwang existiert nirgends, [&#8230;] und als in der   Session von 1843 die Regierung diesen scheinbaren Schulzwang in Kraft   treten lassen wollte, opponierte die fabrizierende Bourgeoisie aus   Leibeskr&#228;ften, obwohl die Arbeiter sich entschieden f&#252;r Schulzwang   aussprachen.&#8220; Die &#8222;fabrizierende Bourgeoisie&#8220; &#8211; heute w&#252;rde man von   Gro&#223;unternehmern und Konzernchefs sprechen &#8211; hatte offenbar etwas   dagegen, dass Kinder zur Schule geschickt werden sollten. Und daf&#252;r gab   es einen auf der Hand liegenden Grund: Wer in der Schule ist, kann nicht   arbeiten gehen.<\/p>\n<p>  Der aufstrebende Kapitalismus ben&#246;tigte aber besser gebildete   ArbeiterInnen. Die moderne Industrie und Wirtschaft kann man nicht mit   lauter Analphabeten am Laufen halten. Allerdings braucht man aus Sicht   der Kapitalisten f&#252;r einfache T&#228;tigkeiten nur einfach gebildete   Besch&#228;ftigte und f&#252;r komplizierte Aufgaben gut ausgebildete, aber   relativ wenige Spezialisten. Eine allumfassende, hochwertige Bildung f&#252;r   alle ist aus Sicht der Unternehmer Geldverschwendung.<\/p>\n<h4>  Und die Bildungsinhalte?<\/h4>\n<p>  Auch die Bildungsinhalte unterliegen dem massiven Einfluss der   politischen Entscheidungstr&#228;ger. Dieter Hundt, Pr&#228;sident der   Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&#228;nde (BDA), sagte 2002:   &#8222;Der Stoff kann gut und gerne um 50 Prozent reduziert werden.&#8220; Und   weiter: &#8222;Wir brauchen eine Konzentration auf das Wesentliche &#8211; aber das   muss sitzen.&#8220; Die &#246;ffentlichen Bildungsausgaben sollen niedrig gehalten   werden. Schlie&#223;lich soll die &#8222;einfache&#8220; Bev&#246;lkerung, die Arbeiterklasse,   sich nicht unn&#246;tig bilden. Ein ganz konkretes Ergebnis ist dann die   Erfindung des Wortes &#8222;Orchideenf&#228;cher&#8220; (gemeint sind Geistes- und   Sozialwissenschaften) und die Schlie&#223;ung ganzer Fachbereiche an   Universit&#228;ten. Geisteswissenschaften werden zur finanziellen Belastung   umdefiniert und eigenst&#228;ndiges Denken soll prim&#228;r zuk&#252;nftigen Managern   beigebracht werden.<\/p>\n<h4>  Kampf der Arbeiterklasse f&#252;r Bildung<\/h4>\n<p>  In der Arbeiterklasse wurden immer wieder Versuche unternommen, den   eigenen Bildungsgrad auf eigene Faust zu verbessern.   Arbeiterbildungsvereine wurden gegr&#252;ndet, die Bildung selbst in die Hand   genommen. 1875 schrieb sich die Sozialistische Arbeiterpartei   Deutschlands (SAP), die seit 1890 dann SPD hie&#223;, unter anderem folgende   Forderung in ihr Gothaer Programm: &#8222;Allgemeine und gleiche   Volkserziehung durch den Staat. Allgemeine Schulpflicht. Unentgeltlicher   Unterricht in allen Bildungsanstalten.&#8220;<\/p>\n<h4>  Russische Revolution<\/h4>\n<p>  In der Revolution von 1917 wurden in Russland Gro&#223;grundbesitz und   Kapitalismus abgeschafft. Binnen weniger Tage nach der Revolution wurden   die kostenlose Bildung und die Schulpflicht eingef&#252;hrt.<\/p>\n<p>  Weitere 1918 beschlossene Ma&#223;nahmen beinhalteten die &#220;bernahme   s&#228;mtlicher privater und konfessioneller Schulen unter staatlicher   Kontrolle und die Abschaffung der hierarchischen Unterscheidung unter   dem Lehrpersonal mit einer gleichen Bezahlung f&#252;r alle. Der freie Zugang   zu den Hochschulen ohne Aufnahmepr&#252;fungen wurde erlassen. In den   &#8222;Prinzipien &#252;ber das Schulwesen&#8220; stand, dass &#8222;die alten Formen der   Disziplin, die das Schulleben beschneiden, und die freie Entwicklung der   Pers&#246;nlichkeit der Kinder verhindern, in den Arbeits-Schulen keinen   Platz haben k&#246;nnen.&#8220; Pr&#252;gelstrafe und obligatorische Hausaufgaben wurden   verboten, Schuluniformen, Notengebung und Aufnahmepr&#252;fungen abgeschafft.   Die Schulen sollten von Schulaufsichten gef&#252;hrt werden, in denen   Sch&#252;lerInnen neben LehrerInnen, dem nicht lehrenden Schulpersonal und   GemeindevertreterInnen wirklichen Anteil an den Entscheidungen hatten.<\/p>\n<p>  Diese Initiativen nahm man in einem armen, r&#252;ckst&#228;ndigen Land in   Angriff, in dem nur rund ein F&#252;nftel der Kinder vor der Revolution   irgendeine Form von schulischer Ausbildung genossen hatte. Der dann   folgende B&#252;rgerkrieg machte viele Bem&#252;hungen um bessere Bildung   zunichte. Die sich bald entwickelnde stalinistische B&#252;rokratie hatte   kein Interesse an kritisch denkenden Menschen und demokratischen   Prinzipien. 1932 wurden Pr&#252;fungen, eine strikte Disziplin und   kontrollierte Lehrpl&#228;ne wieder eingef&#252;hrt. Die gemeinschaftliche   Verwaltung der Schulen wurde durch die Kontrolle eines Schulleiters   ersetzt.<\/p>\n<h4>  Stellenwert von Massenprotesten und Revolution<\/h4>\n<p>  Im letzten Jahrhundert f&#252;hrte der Druck von unten auch in Deutschland zu   Fortschritten. Aber es war schlie&#223;lich der Druck einer Revolution n&#246;tig,   die 1918 nicht nur den Kaiser st&#252;rzte, sondern auch dazu f&#252;hrte, dass   ein Jahr sp&#228;ter in der Reichsverfassung erstmals die vierj&#228;hrige   Grundschule als Einheitsschule festgeschrieben wurde. Verbesserungen wie   diese waren &#8211; wie zum Beispiel auch der Acht-Stunden-Tag oder das   Frauenwahlrecht &#8211; Nebenprodukte der Novemberrevolution von 1918. 1920   wurde auf der Reichsschulkonferenz die Idee der &#8222;elastischen   Einheitsschule&#8220; vertreten, die auf alle Begabungen, Interessen und   Neigungen R&#252;cksicht nehmen und diese in frei zu w&#228;hlenden   Arbeitsgemeinschaften f&#246;rdern sollte (Altersstufe 6 bis 16; Klassen 1   bis 11).<\/p>\n<p>  Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen stellte die Nazi-Diktatur auch   in der Bildung eine Z&#228;sur dar. 1933 und 1934 verboten die Faschisten   alle demokratischen K&#246;rperschaften in den Schulen. Die kollegiale Form   der Schulleitung wurde durch eine autorit&#228;re Leitung ersetzt. Alle   Formen der Eltern- und Sch&#252;lerbeir&#228;te wurden abgeschafft.<\/p>\n<p>  Nach dem Zweiten Weltkrieg &#252;bernahmen die Alli-ierten 1945 das   dreigliedrige Schulwesen. Im Jahr 1965 ergab eine Befragung von 150.000   Sch&#252;lerInnen an Gymnasien der 13. Klasse der Bundesrepublik, dass nur   6,4 Prozent Arbeiterkinder waren.<\/p>\n<p>  Die breite politische Bewegung in Westdeutschland Ende der sechziger   Jahre erk&#228;mpfte Verbesserungen im Bildungsbereich. So war die Einf&#252;hrung   staatlicher Unterst&#252;tzung f&#252;r die Ausbildung von Sch&#252;lerInnen und   StudentInnen, das BAf&#246;G, 1971 und der Bau neuer Hochschulen die Antwort   auf die immer st&#228;rker werdenden Forderungen, Kindern aus   Arbeiterfamilien Zugang zu den Hochschulen zu erm&#246;glichen. Nat&#252;rlich   trug die Konkurrenz der Systeme zwischen Kapitalismus und dem   nicht-kapitalistischen Ostblock einiges dazu bei, dass auch im damaligen   Westdeutschland Zugest&#228;ndnisse an die Arbeiterklasse gemacht wurden.   Au&#223;erdem befand sich die Wirtschaft noch im Nachkriegsaufschwung und   brauchte mehr Akademiker.<\/p>\n<h4>  Bildung in der DDR<\/h4>\n<p>  Das Bildungswesen in der DDR lehnte das alte Volksschulmodell ab (das in   Westdeutschland bis 1968 existierte und seither von der Hauptschule   abgel&#246;st wurde). Stattdessen war der Ansatz der Einheitsschule die   Grundlage, der unter der Bezeichnung &#8222;Eine Schule f&#252;r alle&#8220; seit den   Ergebnissen der Bildungsstudien TIMM, PISA, IGLU heute wieder hei&#223;   diskutiert wird.<\/p>\n<p>  Das reformp&#228;dagogische Modell der Einheitsschule der zwanziger Jahre war   der Bezugspunkt f&#252;r die zehn Schuljahre umfassende Polytechnische   Oberschule. Danach stand entweder eine Berufsausbildung (in der man auch   das Abitur an einer Berufsschule machen konnte) oder der Besuch der   Erweiterten Oberschule (EOS), an der man nach Klasse 12 das Abitur   machte.<\/p>\n<p>  Die &#8222;Polytechnisierung&#8220;, bei der praktisch orientierter Unterricht das   Hauptanliegen war, setzte Ende der f&#252;nfziger Jahre in der DDR ein. Junge   Kinder sollten demnach bereits mit den Prinzipien der Arbeit und der   Lebensweise der arbeitenden Bev&#246;lkerung vertraut werden. Werk- und   Schulgarten-Unterricht waren beispielsweise von Klasse 1 bis 6   obligatorisch.<\/p>\n<p>  F&#252;r die Verwirklichung der individuellen Bildungsziele in der DDR waren   neben den schulischen Leistungen aber auch Faktoren wie die T&#228;tigkeit   der Eltern (bei Zulassung zur EOS) und die Bereitschaft, sich der   SED-Herrschaft unterzuordnen, ausschlaggebend. Die Zahl der   Jugendlichen, die ihr Abitur im Zuge einer Berufsausbildung machten,   belief sich auf weniger als ein Prozent eines Jahrgangs. Trotzdem gab es   immerhin die M&#246;glichkeit f&#252;r Lehrlinge, nach der Ausbildung einen   universit&#228;ren Vorkurs zu belegen, um einen zur Berufsausbildung   passenden Hochschulstudiengang zu beginnen. F&#252;r das Hochschulstudium   galt der Ansatz des &#8222;Grundstipendiums&#8220;, demzufolge Studierende keine   Geb&#252;hren f&#252;r ihr Studium entrichten, sondern umgekehrt der Staat einen   &#8222;Bildungslohn&#8220; an die an ihrer Bildung arbeitenden StudentInnen zahlen   musste.<\/p>\n<p>  In der DDR waren zwar Privateigentum und Konkurrenzwirtschaft beseitigt.   Es existierten Staatseigentum und Planwirtschaft. Allerdings wurde die   Wirtschaft nicht demokratisch, sondern b&#252;rokratisch geplant. Nicht die   arbeitende Bev&#246;lkerung hatte das Sagen, sondern eine kleine   privilegierte Clique an der Spitze des Staates. Da diese demokratische   Rechte mit F&#252;&#223;en trat, um ihre Herrschaft zu verteidigen, boten die   positiven p&#228;dagogischen Ans&#228;tze &#8211; wie Einheitsschule oder Polytechnik &#8211;   nicht die M&#246;glichkeit zur freien Entwicklung und Entfaltung der   Sch&#252;lerInnen.<\/p>\n<h4>  Kampf um Bildung im Jahr 2008<\/h4>\n<p>  Die heutigen Angriffe auf das Bildungswesen in der Bundesrepublik und   international haben ihre Ursache in der sich versch&#228;rfenden Krise der   kapitalistischen Wirtschaft. Um ihre eigenen Profite zu steigern, machen   die Vertreter von Unternehmerverb&#228;nden Druck, damit die &#246;ffentlichen   Ausgaben f&#252;r die Bildung gesenkt werden, zum Beispiel durch die   Schulzeitverk&#252;rzung (G8) und Einf&#252;hrung von Studiengeb&#252;hren. Au&#223;erdem   wollen sie mit der Bildung direkt Gesch&#228;fte machen und treiben die   Privatisierung des Bildungswesens voran. Und weil sie keine kritisch   denkenden Besch&#228;ftigten im Betrieb haben wollen, betreiben sie die   Einf&#252;hrung von Kopfnoten und den Abbau demokratischer Rechte an den   Hochschulen.<\/p>\n<p>  Der Kampf gegen Verschlechterungen im Bildungswesen und f&#252;r grundlegende   Verbesserungen kann sich nicht auf den Bildungsbereich beschr&#228;nken. Er   ist ein gesellschaftlicher Kampf, eben Klassenkampf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Mit 45 Prozent h&#228;lt einer aktuellen Emnid-Umfrage zufolge fast die<br \/>\n      H&#228;lfte der Befragten das deutsche Bildungssystem f&#252;r ungerecht. Unter<br \/>\n      den Eltern sind es 48 Prozent und in Ostdeutschland liegt der Anteil gar<br \/>\n      bei 60 Prozent. 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